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Die Posaune

Du sollst nicht stehlen

Stehlen ist die „akzeptable“ Sünde. Könnten Sie ein Dieb sein? Lesen Sie hier, wie Sie sich gegen den Einfluss dieser Sünde auf Ihr Leben vorbeugen können. 

König David, ein Mann, der Gott innig liebte, schrieb: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele …“ (Psalm 19,8). Das Wort erquicken hat hier die imposante Bedeutung der Umkehr zu einem ursprünglichen Ausgangspunkt. Dieses Wort forciert die Vorstellung einer Abkehr von einem sündhaften Leben zu einem gottgefälligen Leben. Natürlich dreht es sich bei den Zehn Geboten nur um diesen Punkt. Gott hat uns diese unvorstellbar perfekten Gesetze gegeben, so dass wir unser Leben umkehren können.

Bisher haben wir in unserer Serie gelernt, dass Gott mit der Einsetzung der ersten vier Gebote allergrößten Wert auf unsere Beziehung mit ihm legt. Gott lehrt uns in den nächsten drei Geboten, wie die nächstwichtigste Beziehung geschützt werden muss, nämlich Eltern und Kinder, Mann und Frau, unser Nachbar – Mitglieder der größeren Menschheit. Vielmehr noch, wir dürfen nicht nur auf unsere Beziehungen großen Wert legen, wir müssen auch die Gesundheit und Sicherheit jedes Menschenlebens schützen! Gehorsam gegenüber Gottes Geboten ist der einzige wahre Weg, der zu Frieden, Glück und einem wunderbaren, erfüllten Leben führt.

Das achte Gebot festgesetzt

Mit dem achten Gebot schützt Gott das Recht aller Menschen auf eigenen Besitz. Vom höchsten Gipfel des Berges Sinai donnerte Gott zu Israel: „Du sollst nicht stehlen“ (2. Mose 20,15). Nur wenige sind es, die in unserer Welt des 21. Jahrhunderts auch nur einen Gedanken an dieses Gebot verschwenden. Dabei ist jede Nation auf Erden von einer Epidemie des Stehlens befallen.

Es gibt offensichtliche Diebstähle – Überfälle, Bankraub, Auto- und Ladendiebstahl. Nationen führen Kriege, um zu stehlen, was einer anderen Nation gehört. Es gibt aber auch eine bedrohlichere Art des Stehlens – die Wirtschaftskriminalität. Man muss zugeben, dass dies nicht nur im korporativen Amerika ein Problem ist. Die Gier auf den Vorstandsetagen von Enron und anderen Firmen zeigt nur die Spitze des Eisbergs. Viele Mitarbeiter, die mit anklagendem Finger auf das Führungspersonal zeigen, denken sich nichts dabei, wenn sie selbst ihre Arbeitgeber bestehlen. In der Tat, die Wirtschaftskriminalität hat sich auf jeder Ebene unserer Gesellschaft verbreitet.

Das Zentrum für Nationale Wirtschaftskriminalität berichtete im Jahr 2000, dass ein Drittel aller amerikanischen Haushalte Opfer von Wirtschaftskriminalität sind. Diese Statistik sollte uns schockieren. Das Problem ist jedoch viel schlimmer. Die Polizei nimmt an, dass nur 41 Prozent dieser Straftaten gemeldet werden. Das heißt, dass weniger als die Hälfte aller Fälle von Wirtschaftskriminalität strafrechtlich verfolgt werden.

Wirtschaftskriminalität gibt es in vielen verschiedenen Formen. Die meisten Menschen sind vertraut mit Telemarketing-Systemen, trügerischer Werbung und überhöhten Preisen. Wir leiden unter einer neuen Woge von Wirtschaftskriminalität. Der Computer und die Weiterentwicklung des Internets haben die Tür für Hochtechnologie-Verbrechen geöffnet. Den Menschen werden Identität und Kreditkartennummern gestohlen. Bei anderen wurden die Giro- und Sparkonten geplündert. Die Behörden setzen für die Entwicklung neuer legaler Mittel alle Hebel in Bewegung, um dieses außer Kontrolle geratene Problem in den Griff zu bekommen. Wir sollten jedoch keine neuen Gesetze schreiben müssen, um damit fertig zu werden. Es gibt bereits ein Gesetz, das mit dem Finger Gottes geschrieben wurde (2. Mose. 31,18). Es ist ein sehr einfaches Gesetz: Du sollst nicht stehlen!

Wir müssen einsehen, dass die Mehrheit der Menschen von irgendjemand stiehlt. Inwiefern? Nur wenige Leute hinterfragen die Einstellung, von jemandem das Beste zu bekommen. Aber das ist Stehlen!

In seinem Buch The Cheating Culture (Die Betrugskultur) schrieb David Callahan: „Betrug ist allgegenwärtig. Mit Betrug meine ich das Übertreten der Regeln, um akademisch, beruflich oder finanziell voranzukommen. Manche dieser Betrügereien verletzen das Gesetz; andere wieder nicht. Auf die eine oder andere Art geschieht das meiste durch Menschen, die sich im Großen und Ganzen als aufrechte Mitglieder der Gesellschaft betrachten. Immer wieder kommt es vor, dass Amerikaner, die nicht einmal einen Kaugummi stehlen würden, gesetzwidrige Steuererklärungen abgeben, das Vertrauen ihrer Patienten missbrauchen, Anleger täuschen, ihre Versicherung beschwindeln oder ihre Klienten belügen.“

Bedenken Sie, falsche Gedanken beginnen im Kopf und sind der Ursprung aller Sünden. Das Diebstahl-Problem in unserer Gesellschaft zeigt wie falsch unser Denken ist. Die meisten rechtfertigen ihre Diebstähle indem sie sagen, alle tun es! Doch dadurch wird das Stehlen niemals gerechtfertigt! Wenn alle Menschen ihr eigenes Tun ehrlich mit dem achten Gebot vergleichen und sich daraufhin ändern würden, stellen Sie sich den Umschwung vor in unserer modernen Welt! Ausgiebiger Wohlstand würde auf jeden Erdteil ausbrechen. Wir sollten dieses wichtige Gebot verstehen.

Gottgegebenes Eigentumsrecht

Dieses Gebot hat eine sehr positive Seite. Gemäß dem Wort Gottes und seinem Gesetz, hat jeder Mensch das Recht auf eigenen Grundbesitz. Gottes Wunsch für unser persönliches Gelingen und Wohlergehen hat der Apostel Johannes sehr deutlich formuliert. Er schrieb: „Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Dingen gut gehe und du gesund seiest, so wie es deiner Seele gut geht“ (3. Johannes 2). Gott möchte nicht, dass irgendjemand in Armut und Elend wohnt. In der Tat, Gott möchte, dass wir in diesem Leben viele angenehme materielle Dinge besitzen, solange wir keines dieser Dinge über Gott stellen. Dies ist doch wunderbares Wissen. Das Gebot lehrt auch, dass es die Pflicht jedes Menschen ist, den Besitz anderer zu schützen. Wie denn? Indem man nichts stiehlt, was einem anderen gehört.

Dieses Gebot zeigt, dass man auf zwei richtige Arten zu Besitz kommen kann. Erstens, indem man ein Geschenk von einer anderen Person oder von Gott bekommt. Zweitens, durch ehrliche Arbeit – als gerechte Gegenleistung etwas verdienen. Paulus lehrte dieses leicht zu verstehende biblische Prinzip. Er schrieb an die Epheser: „Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut, damit er dem Bedürftigen abgeben kann“ (Epheser 4,28). Gott betrachtet es als Diebstahl, wenn man auf irgendeine andere Weise zu Besitz bekommt.

Im Prinzip ist jede Form des Spielens – ob im Spiel oder im Geschäft – eine Sünde gegen das achte Gebot. Warum? Spielen ist der Versuch, Geld oder Güter ohne redliche Arbeit zu erwerben. Spielen ist einfach Raub – etwas zu nehmen, was einem anderen gehört. Zu den Karten- oder Würfelspielen, bei denen es um Geld geht, gehören auch Spiele wie Lotterien und Pferderennen. Diese Aktivitäten bewirken eine unersättliche Gier nach Reichtum, ohne dafür zu arbeiten. Staatlich geförderte Lotterien locken ihre Bürger oft mit mehreren Millionen Euros. Aber es sind die Armen und Benachteiligten, die von Lotterien am meisten geschädigt werden. Viele geben das Geld, welches für Lebensmittel und Kleidung gebraucht wird, für Lotterien aus, die niemals das erwünschte leichte Leben bringen, wenn man die unglaublich geringen Chancen überlegt.

Paulus warnte den jungen Evangelisten Timotheus: „Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet, und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen“ (1. Timotheus 6,10). Paulus spricht über Habsucht – Profitgier. Solch eine Denkweise lockt auch andere Übel an. Wir sollten also nicht überrascht sein, wenn wir erfahren, dass die großen Kasinos und Glücksspielzentren, Prostitution, Drogenhandel und das organisierte Verbrechen anziehen. Wo ist das wahre Glück in dieser Art von Lebensstil? Es gibt keines – nur Sorgen über Sorgen.

Genaue Gewichte und Maße

Betrachten Sie die aktuelle Geschäfts- und Wirtschaftspolitik sehr genau. Wir haben Systeme geschaffen, die durch Diebstahl florieren. Gott warnte das alte Israel: „Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, mit der Elle, mit Gewicht, mit Maß. Rechte Waage, rechtes Gewicht, rechter Scheffel und rechtes Maß sollen bei euch sein; ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat“ (3. Mose 19,35-36). Gott wollte, dass sein Volk in allen Geschäften ehrlich sein sollte. Israel sollte eine vorbildliche Wirtschaft haben – ein Beispiel, dem die ganze Welt folgen konnte.

Was können wir jedoch heute in unseren Ländern entdecken? Wir leiden unter Geschäftspraktiken, die das genaue Gegenteil von rechten Gewichten und Maßen sind. Im Allgemeinen verwenden Großindustrien und Einzelhändler fortwährend unrechte Gewichte und Maße. Es ist nicht genug Platz in diesem Artikel, um jede Art von Diebstahl in unseren Geschäftspraktiken zu erfassen. Wir wollen einige erörtern.

Hersteller bedienen sich einer trügerischen Werbung – machen falsche Behauptungen – um Käufer zu unnötigen Anschaffungen zu verleiten. Es gibt hunderte von Werbesendungen, die den Konsumenten versprechen, dass irgendeine neu entwickelte Pille wahre Wunder wirkt in Hinsicht auf Gewichtsverlust, Gewichtszunahme, volles Haar oder erhöhte Sexualpotenz, um einige zu nennen. In vielen Fällen enthalten diese Werbesendungen vorsätzliche Lügen. Andere aggressive Werbesendungen bieten Trainings- und Küchengeräte oder arbeitssparende Produkte an, die entweder nicht funktionieren oder aus billigen Materialen hergestellt sind. Durch solche Praktiken werden die Kunden buchstäblich beraubt.

Führende Hersteller von Gebrauchsgegenständen wie Autos, Möbel, Häuser und Kleider, verwenden minderwertige Materialen für die Herstellung ihrer Produkte, verlangen aber einen hohen Preis, der weit über dem wirklichen Wert des Produkts liegt. Das ist Stehlen. Außer dass der Kunde geschädigt wird, bewirkt die minderwertige Qualität bei einem Großteil der Fabrikwaren eine sinkende Nachfrage für amerikanische und britische Exportgüter.

Eine unserer moderne Industrien, die des Diebstahls im höchsten Maß schuldig ist, ist die Lebensmittelindustrie. Die Gier nach Profit und moderne Anbau- und Verpackungspraktiken von Lebensmitteln berauben die Konsumenten aller echten Nährwerte. Heutige Methoden in der Landwirtschaft – die Verwendung von Kunstdüngern und Pestiziden – zerstören nicht nur kostbaren Boden, sondern vergiften auch unsere Lebensmittel. Außerdem sind Lebensmittel so stark aufbereitet, dass die lebenserhaltenden Vitamine und Mineralien verloren gehen. Was sind die Ergebnisse? Während Nahrungsmittelerzeuger ihre Bankkonten füllen, leiden die Menschen unter schlechter Gesundheit. Ehrliche Ärzte wissen, dass die meisten unserer Krankheiten direkt von mangelhaften Diäten kommen. Natürlich ist unsere Gesellschaft sehr ignorant, was richtige Diät und Leibesübungen betrifft. Gleichwohl spielt die Nahrungsmittelindustrie eine Rolle in der schlechter werdenden Gesundheit unser Nationen. Die Konsumenten wissentlich der Gesundheit zu berauben, ist einer der schwersten Diebstähle.

Banken, Kreditkartenfirmen und Geldinstitute berechnen vielen Leuten, die bereits ernsthafte finanzielle Probleme haben, überhöhte Zinssätze. Hier ist ein Musterbeispiel: Einige Kreditkartenfirmen bieten Umschreibungen auf Karten mit günstigeren Zinssätzen als die Lösung an für jene, die unter einem Restbetrag mit hohen Zinsen leiden. Aber einige dieser Umschreibungssysteme verstärken lediglich das Problem. Es ist wohl bekannt, dass, wenn Sie Beträge auf eine Karte übertragen, worauf Sie schon einen bestehenden Betrag mit hohem Zinssatz haben, die Kreditkartenfirma zuerst den Betrag mit den niedrigen Zinsen bezahlt. Das heißt, dass der Restbetrag mit höherem Zinssatz weiter ansteigt. Das ist Diebstahl mittels Plastikgeld!

Ehrliche Arbeit – ehrliche Löhne

Wir erklärten in früheren Artikeln, es ist Gottes Absicht, dass alle Menschen, die es wünschen, seinen eigenen Charakter in sich entwickeln sollten. Gott wird seine Absicht jedoch niemand aufdrängen. Wir selbst müssen Gottes Weg wählen! Jesus Christus hat seinen Jüngern ganz eindeutig gelehrt: „Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Matthäus 5, 48). Wir müssen unser Leben führen genauso wie Gott sein Leben führt. Gott führt kein gemächliches Leben. Er ist ein Gott, der arbeitet. Christus sagte auch: „Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch (Johannes 5, 17). Gott arbeitet also. Jesus Christus kam auf diese Erde, um das Werk seines Vaters zu tun. Beide arbeiten auch heute noch. Wir müssen dasselbe tun.

Hierin liegt eine ernsthafte Warnung sowohl für die Geschäftsleitung als auch die Arbeiterschaft.

Arbeitgeber sollten ihre Arbeitnehmer, die gute Arbeit verrichten, nicht betrügen. Jesus Christus lehrte: „… denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert“ (Lukas 10, 7). Dies ist jedoch ein allgemeines Problem in unserer Arbeitswelt. Manche Firmen verlangen sogar von ihren Arbeitern, unter beklagenswerten Bedingungen zu arbeiten. Der Apostel Jakobus warnt: „Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth“ (Jakobus 5, 4). Gott verlangt von den Arbeitgebern, dass sie einen ehrlichen Tageslohn für eine ehrliche Tagesarbeit geben. Achten Sie darauf, Gott hört das Schreien der betrogenen Arbeiter.

In ähnlicher Weise erwartet Gott, dass Arbeiter eine gute Tagesleistung für ihren Lohn geben. In dieser Hinsicht verstoßen Gewerkschaften gegen Gottes Gesetz. Viele Arbeitnehmer berauben ihre Arbeitgeber, wenn die Gewerkschaften Bummelstreiks oder Arbeitsniederlegungen unterstützen. Etliche tüchtige und fleißige Arbeiter werden von Kollegen, die Gewerkschaftsmitglieder sind, für ihr schnelles Arbeiten unterdrückt oder verachtetet.

Hier ist das Wesentliche. Einen Lohn ohne volle Gegenleistung zu nehmen, ist Stehlen. Es ist eine allgemein akzeptierte Tatsache, dass Arbeitnehmer innerhalb eines Achtstundentages im Durchschnitt nur sechs Stunden lang produktiv sind. Manche Arbeitnehmer leben nur für die Frühstückspause, die Mittagspause, die Kaffee- oder Zigarettenpause. Wir sollten unsere Arbeit viel mehr lieben als unsere Pausen. Viele nicht so fortschrittliche Länder arbeiten jetzt schneller als Amerika und Großbritannien. Unsere Wirtschaften zahlen einen hohen Preis für unsere nationale Faulheit.

Viele Arbeitnehmer verlieren keinen Gedanken darüber, wenn sie von ihren Arbeitgebern stehlen. Obwohl nur wenige die Veruntreuung von mehreren Millionen Dollars in Erwägung ziehen würden, so gibt es Tausende, die Büroartikel, Materialien, Kaffee, Nahrungsmittel, Reinigungsmittel und sogar Toilettpapier von ihren Arbeitsplätzen mitnehmen. Einige Arbeitnehmer betreiben sogar ihre eigenen Geschäfte von ihrem Arbeitsplatz aus – benutzen Büromaschinen wie Computer und Telefone – während sie auf der Gehaltsliste ihrer Arbeitgeber stehen. Dies ist unverschämtes Stehlen.

Von Gott stehlen

Das Stehlen von den Mitmenschen ist nicht das einzige Prinzip des achten Gebotes. Weil Gott für die meisten Menschen nicht real ist, sehen sie ihn nicht als Besitzer von Eigentum. Der Prophet Haggai vermerkt Gottes eigene Worte: „Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der Herr Zebaoth“ (Haggai 2, 8). Stehlen Sie von Gott? Seien Sie nicht zu sicher, dass Sie es nicht tun.

In Maleachi 3, an das moderne Israel (die USA, Großbritannien und die kleine Nation Israel) gerichtet, sagt Gott: „Ist‘s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: Womit betrügen wir dich? Mit dem Zehnten und der Opfergabe!“ (Maleachi 3, 8). Nur wenige religiöse Menschen befolgen Gottes Zehnten-System, das überall in den Seiten der Bibel überliefert ist. Der Zehnte ist nur ein Zehntel des Verdienstes. Paulus zeigt, dass die Predigerschaft, die Gottes Werk wahrheitsgetreu verrichtet, das Recht hat, Gottes Zehnten zu empfangen.

Gott fährt fort: „Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt“ (Maleachi 3, 9). Eine grundsätzliche Lektion, die alle Nationen lernen müssen, ist, dass Gott das Universum und die Erde besitzt. Gott schuf auf der Erde Materie, Materialen und Kräfte – genau die Mittel, um Reichtum zu schaffen. Gott teilt seine Güter mit allen Menschen. Im Prinzip gibt er allen Menschen die Kraft, Reichtum zu erlangen. (5. Mose 8, 18). Er erwartet von uns, dass wir ihm etwas zurückgeben – ein Zehntel! Für weitere Informationen über Gottes Zehnten-System, bestellen Sie bitte unseren Nachdruck-Artikel, „Der Mann der sich nicht leisten konnte, den Zehnten zu bezahlen“ und „Das Ende Ihrer finanziellen Sorgen.“

Warum verlangt Gott das vom Menschen? Die Antwort ist erstaunlich. Gott verspricht: „Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der Herr Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle“ (Maleachi 3, 10). Gott verlangt ein Zehntel, um sein Haus bzw. sein Werk zu füllen. Warum? Er will uns nur noch mehr segnen.

Wenn wir nach Gottes Zehnten-System leben, so ist das ein gesegneter Lebensweg. In unserer modernen Welt ist das eine Herausforderung, aber das Resultat ist immer etwas Wunderbares. Gott sagt, dass er Sie segnen wird, wenn Sie nach seinem Gebot handeln und beginnen, den Zehnten zu entrichten. Er hält immer sein Wort. Er bricht niemals ein Versprechen. Es gibt tausende von Fällen, die beweisen, dass Gott sein Wort hält. Gott segnet diejenigen, die ihm gehorchen – auch in finanziellen Dingen. Der materielle Segen muss nicht unbedingt sofort kommen. Gott verlangt von uns, dass wir ihm gehorchen, vertrauen und ihm vollen Glauben schenken. Der große Gott wird dann sein Teil dazu beitragen.

Wie ein liebender Vater schützt Gott diejenigen, die ihm gegenüber treu sind, sogar vor finanziellem Schaden. Er sagt: „Und ich will um euretwillen den Fresser bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der Herr Zebaoth. Dann werden euch alle Heiden glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der Herr Zebaoth“ (Verse 11-12). Diese Versprechen sind sicher. Obwohl unsere Völker Gott auf nationaler Ebene enttäuschen – wir stehen unter einem Fluch, was unser Wetter und unsere Wirtschaft anbelangt – wird Gott dennoch einzelne Menschen segnen. Sind Sie dieser Herausforderung gewachsen?

Den Weg des Gebens leben

Es ist jetzt Zeit für alle Menschen, dieses Gebot ernsthaft zu überlegen. Unser ewiges Leben hängt davon ab, wie gut wir Gottes eigenen Worten gehorchen: „Du sollst nicht stehlen.“ Paulus verstand das sehr gut und lehrte es auch. Er schrieb: „Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben“ (1 Korinther 6, 9-10). Kein Dieb wird in das Reich Gottes eingehen. Wir haben für Sie einige der Formen, wie Menschen dieses Gebot verletzen, aufgezeigt. Es ist Ihre Aufgabe, mehr Selbstbetrachtung zu üben.

Während wir uns selbst prüfen, dürfen wir nicht vergessen, die positive Seite dieses Gebotes zu verstehen. Stehlen wird ganz eindeutig verurteilt. Wir müssen jedoch zur Erkenntnis kommen, dass Arbeiten und Geben den positiven Weg des Lebens verkörpert. Es ist sicher nichts verkehrt, wenn wir durch ehrliche Arbeit Vermögen und Besitztum erwerben; dennoch, Vermögen und Besitztum sollten nicht nur zur persönlichen Befriedigung erworben werden. Gott möchte, dass wir lernen, unseren Überfluss mit anderen zu teilen und zu geben.

Der Sinn des achten Gebotes zeigt, dass wir von jemanden stehlen könnten, wenn wir nicht arbeiten oder Bedürftigen nicht geben. Allerdings, das größte Bedürfnis für die meisten Menschen in dieser heutigen Welt ist die kostbare Wahrheit Gottes und dass ihnen diese auch gegeben wird. Die Bibelprophezeiung zeigt, dass in radikal schlechter werdenden Zeiten, die Wahrheit das einzige sein wird, was die Menschen von den kommenden Naturkatastrophen, Seuchen, Gewalttaten und Kriegen erretten wird. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, wie Sie dieses großartige Werk Gottes überstützen können, schreiben Sie an die Adresse auf der Rückseite dieses Magazins.

Paulus lehrte die Predigerschaft von Ephesus: „Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen“ (Apostelgeschichte 20, 35). Ehrliche Arbeit und ein Leben nach dem Weg des Gebens erfüllen den Sinn des achten Gebotes. Alle, die so geben wie Gott gibt, werden von Gott mit phantastischen Segnungen überschüttet. Gott ist das perfekte Beispiel für das Leben nach dem Weg des Gebens. Jakobus sagt uns: „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“ (Jakobus 1, 17). Gottes ganzes Wesen ist auf Arbeit, Produktion und Geben eingestellt. Gott würde niemals auf irgendeine Weise von einem anderen Lebewesen stehlen. Wenn wir das ewige Leben aufrichtig wünschen, müssen wir lernen, genauso zu sein. Wir wollen hart arbeiten, um das Gebot zu befolgen, welches sagt: Du sollst nicht stehlen

Tb Ad De