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Dreieck des Hasses

Irans schurkisches Atomprogramm sagt vieles aus über die gereizten Beziehungen zwischen den drei wichtigsten Mächten der heutigen Welt.

Die Fakten sind klar. Der Iran wird Nuklearwaffen besitzen. Europa weiß es und hat beschlossen, damit zu leben. Die Vereinigten Staaten, gänzlich allein gelassen, werden zweifellos darin versagen, mit ihren Bemühungen einen Stopp zu erreichen.

Es ist wie das Beobachten eines Schachspiels wenn es einem unvermeidlichen Ende zusteuert. Die Positionen dieser drei bedeutenden globalen Spieler bezüglich Irans Besitz von Atomwaffen sind wahrlich verblüffend, wie präzise sie die Rechtmäßigkeit und Zuverlässigkeit der endzeitlichen Bibelprophezeiung veranschaulichen. Wenn Sie die Heilige Schrift kennen, können Sie sehen, wie sich die Welt in Richtung Schachmatt bewegt.

Regelmäßige Leser der Posaune haben einen guten Überblick über die in der Bibel überlieferten Endzeitereignisse. Sie sprechen von vier großen geopolitischen Machwerken die den Globus überspannen würden, und vermitteln ein lebhaftes Bild ihrer wesentlichen gegenseitigen Wechselwirkungen.

Als erstes sagt die Bibel die Existenz einer mächtigen Nation und Gruppe von Nationen in unseren Tagen voraus, abstammend von den 10 Stämmen des alten Israel – welche wir heute als die Vereinigten Staaten, Großbritannien und, in erster Linie, als die Englisch sprechenden früheren Herrschaftsgebiete von Großbritannien erkennen. Diese Wahrheit und die Prophezeiungen vom tragischen Zusammenbruch dieser Nationen während dieser Endzeit sind in unserem fundamentalen Buch die USA und Großbritannien in der Prophezeiung dargelegt. Dann gibt es eine Vereinigung von Nationen in Europa nach der Form von Europas imperialer Vergangenheit. Diese Prophezeiungen sind in unserer Broschüre Deutschland und das Heilige Römische Reich im Detail ausgelegt. Gleichlaufend mit dem Aufstieg dieser Macht ist eine andere Koalition von Nationen südlich von Europa, wie es in Der König des Südens erklärt wird. Und letztendlich wird noch ein massives Bündnis aus dem asiatischen Kontinent auftauchen, beschrieben in unserer Gratisbroschüre Russland und China in der Prophezeiung.

Es sind die ersten drei dieser vier Mächte, die über diese nukleare Angelegenheit streiten – und ihre jeweiligen Standpunkte demonstrieren und decken sich perfekt mit dem in der Bibel beschriebenen, grundlegenden Austausch, den wir in der unmittelbar vor uns liegenden Zeit von ihnen erwarten können.

Ohne dieses biblische Verständnis könnte der Beobachter dieser Ereignisse nur raten, wohin sie führen.

Aber mit diesem Verständnis sind wir nicht nur imstande, den dramatischen Überblick im Voraus zu haben, sondern sind gezwungen, über den Verstand des göttlichen Urhebers dieser Prophezeiungen zu staunen und vor Seinem Wort zu erzittern.

Der König des Südens 

Der Iran – der größte staatliche Sponsor von Terrorismus in der Welt und die mächtigste und ehrgeizigste islamische Nation – wird die in Daniel 11,40 als „der König des Südens” beschriebene, prophetische Rolle erfüllen.

Viele Faktoren arbeiten zugunsten des Irans, um seine Entwicklungsfähigkeit zu einer echten Weltmacht zu erhöhen: Seine starke islamische Führung hat die Unterstützung von vielen Hardliner-Moslems, die säkulare arabische Führer als illegitim betrachten; er hat geschickt den Pariastatus durch das Kultivieren starker diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen zu mehreren größeren Nationen umgangen; und nun wird sein unmittelbar bevorstehender Eintritt in den atomaren Klub, seine Schlag- und Handelskraft innerhalb und außerhalb der Region steigern.

Dies ist eine außergewöhnliche Wendung der Ereignisse. Nur eine Generation zuvor war der Iran in einem Krieg mit dem Irak im Morast versunken, der das Blut seines Volkes und seine Reichtümer forderte, und war unterdrückt durch seinen Ruf als schmutziger, kleiner Terroristenstaat. Heute jedoch ist der Erzfeind des Iran, Saddam Hussein, gegangen, und Teheran hat seine Lage in eine ausgezeichnete Position manövriert um sicherzustellen, dass der neue Irak ein Verbündeter wird.

Wie wir noch sehen werden, wird das Kuriosum von der aufsteigenden Macht des Iran dadurch untermauert, wie er Amerikas abnehmende Macht offen legt. Die Posaune hat mehrmals die Aufmerksamkeit auf die Ironie der Tatsache gelenkt, dass durch den Sieg über Saddam die USA im Grunde genommen den Iran aufrichteten, um seine Position als König der Region einzunehmen. Bald nach Saddams Vertreibung bestanden die USA darauf, dass der Irak nicht in eine, dem Iran ähnliche, islamische Nation umgeformt würde. Sie sind seitdem gezwungen worden, diese Position zu verlassen: Außerstande, den sunnitischen Widerstand im Zaum zu halten, haben sie sich auf einen heimlichen Handel mit den Schiiten, die mit dem Iran sympathisieren, wenn nicht gar von ihm kontrolliert werden, einlassen müssen. Jetzt produziert jeglicher Anschein von Demokratie im Irak eine von den Schiiten kontrollierte Regierung, welche dem Iran zumindest freundlich gesinnt sein wird. US-Präsident George W. Bush erklärt jetzt öffentlich, dass er nicht gegen ein schiitisches islamisches Regime, das im Irak an die Macht kommt, sein würde. Erstaunlich prophetisch, diese Entwicklung.

Natürlich versetzte die Ausschaltung der irakischen Bedrohung nicht einen jetzt sicheren Iran in den Schlaf. Genau das Gegenteil. Dies ist ein Land mit wirklichem Elan, und es hat die Gelegenheit ergriffen, lärmend größere Bedeutung zu erlangen.

Wie Brendan Miniter im Wall Street Journal vom 30. Nov. 2004 herausstreicht, war es eigentlich Saddams Einsatz von Atomwaffen gegen den Iran in den 1980ern, das Irans eigenes Programm von Massenvernichtungswaffen startete: „Die Mullahs preschen voran mit ihren atomaren Ambitionen, sogar als Herr Bush ihre Behauptung von Selbstverteidigung ausgeräumt hatte. Der Iran will die Bombe, genauso wie er nicht länger moralische Skrupel für das Entwickeln solch einer Waffe hat.”

Im Artikel „Irans atomare Ambitionen” in dieser Ausgabe veranschaulichen wir, dass der Iran seine eigenen Atomwaffen nicht zur Selbstverteidigung baut, sondern einfach als Mittel einsetzt, Macht anzuhäufen und seine Ambition, die Nummer-eins Autorität in der islamischen Welt zu sein, zu erfüllen.

Der Iran hat über die Jahre 16 Milliarden Dollar für sein Atomwaffenprogramm ausgegeben, und er hat keine Absicht, jetzt damit aufzuhören, so kurz vor dem Ziel.

„Es ist deshalb vernünftig, sich zu fragen, was er mit dieser neuen Macht zu tun beabsichtigt”, schrieb Miniter. „Die einfache Antwort ist, dass sie sich unter einem atomaren Schirm beschützt fühlen, so wie sie Terroristennetzwerken Zuflucht gewähren und sie unterstützen. Aber mit welchem Ergebnis? Entweder gleich vom Anfang an oder irgendwann entlang des Weges werden die iranischen Mullahs herausfinden, dass ihr nuklear-gestützter Staat globalen Einfluss besitzt. Das autoritäre Regime im Iran wird sich bald als geeignete Kraft sehen, moderaten Einfluss im Nahen Osten zu kontrollieren“ [meine Betonung].

„In der Tat gibt es bereits reichhaltige Beweise, dass sich der Iran als Kontrolleur über Amerika betrachtet. Von der Geiselnahme von Amerikanern im Jahre 1979 bis zum Versuch von heute, die irakische Übergangsregierung zu destabilisieren, hat der Iran danach gesucht, die USA aus dem Nahen Osten zu verdrängen. Es ist wahrscheinlich, dass der Iran im kommenden Jahr als die antagonistische Staats-Nation im Krieg gegen den Terrorismus in Erscheinung tritt. Bedeutender noch als Unterschlupf zu geben, ist, dass der Iran den Terroristen zum Symbol einer erfolgreichen Islamitischen Kontrolle des Westens wird. Und von Osama bin Laden an bis nach unten werden terroristische Kämpfer diesen Erfolg auf Atomwaffen zurückführen.”

Man kann leicht erkennen, wie der Iran, indem er atomare Macht gewinnt, sein politisches Bestehen und seinen nationalen Sinn für Größe und Bestimmung steigert. Achten Sie darauf, wie er im Irak einen Verbündeten findet und fortfährt mit dem Niederwalzen in Richtung stärkerer Führung innerhalb der islamischen Welt.

Aber die Ironie in dieser Geschichte endet nicht mit Amerikas bloßgestellter Position und unbeabsichtigter Hilfe für den Iran. Was dem eine noch größere Verflechtung verleiht, ist die Rolle, die Europa beim Ablauf der Ereignisse spielt – und weshalb.

Amerika isolieren

Die Führungsschicht der Europäischen Unions hasst Amerika. Verbündete nur dem Namen nach, haben EU-Führer jahrelang Schritte unternommen, um Amerikas wirtschaftliche, politische und militärische Vorherrschaft in der Welt zu untergraben. Entwicklungen im Nahen Osten haben wesentlich dazu beigetragen, so zu handeln.

Feindseligkeit zwischen Europa und Amerika wegen des Irak-Krieges blieb kaum verborgen. Vor allem Frankreich und Deutschland mauerten bei US-Bemühungen, die Vereinten Nationen an Aktionen gegen Saddam zu beteiligen. Es kam seitdem ans Tageslicht, dass mehrere europäische Nationen tief von Korruption besudelt waren, indem sie Sanktionen gegen den Irak durch Waffenlieferungen an das Regime unterliefen, um im Gegenzug aus dem UNO-Programm, Öl für Nahrung‘, das zur Hilfe für die irakische Bevölkerung gedacht war, ansehnlichen Rückfluss zu erhalten. Mit Ausnahme von Großbritannien haben die stärksten europäischen Nationen auf jede mögliche Weise gemogelt, um sicherzugehen, dass Amerikas Unterfangen im historischen Babylon in sein Gesicht explodieren würde.

Jetzt, wo die USA in Afghanistan und im Irak alle ihre Kräfte anspannen, ergreift der Iran die Gelegenheit. Und, um die USA zu ärgern, gibt Europa im Grunde genommen seinen Segen dazu.

Zweimal in zwei Jahren hat Europa Scheingeschäfte mit dem Iran abgebrochen, die angeblich dafür gedacht waren, iranische, atomare Aktivitäten zu unterbrechen. Eine Vereinbarung vom Oktober 2003 wurde abgebrochen, als der Iran fortfuhr, Uran anzureichern und diesbezüglich log. Eine andere Vereinbarung, Mitte November 2004 mit Großbritannien, Frankreich und Deutschland abgeschlossen, wurde beinahe unverzüglich mit überzeugenden Beweisen als inhaltslos erwiesen: „[Der Iran] wandelt öffentlich 22 Tonnen uranium tetrafluoride (Gelber Kuchen) in uranium hexafluoride um, welches zu Waffenfähigen Ebenen angereichert werden kann und zur Herstellung von fünf Atombomben reicht. Eine Iranische Dissidentengruppe, die in der Vergangenheit recht hatte, hat die Existenz eines vom Verteidigungsministerium geführten, heimlichen Atomlagers im Gebiet Lavizan bei Teheran behauptet. Und dann gibt es ein vor kurzem dem US-Geheimdienst übergebenes 1.000-seitigiges Dossier von einer ‚Insider-Quelle‘, das besagt, einen Bauplan für einen auf die iranischen, ballistischen Lenkraketenspezifikationen angepassten Atomsprengkopf zu enthalten” (Wall Street Journal, 22. Nov 2004).

Wie Stratfor am 15. Nov 2004 berichtete, sind diese heuchlerischen Pakte sogar Bestandteil von Irans Gesamtpolitik – „um den Status eines nach Nukleartechnologie strebenden Landes zu gebrauchen, nicht um nur Nutzen für Wirtschaft und Handel und Sicherheitsgarantien für das gegenwärtige Regime zu erreichen, sondern auch um internationale Anerkennung für den iranischen Staat als wichtigen globalen Spieler zu erhalten, und so vielleicht das technologische Wissen zu gewinnen.” Mit anderen Worten, der Iran kann seine Atomwaffen haben und auch seinen Kuchen essen.

Brüssel ist nicht blind für diese Tatsachen. Europas Aktionen machen es eher mehr, anstatt weniger wahrscheinlich, dass der Iran in den Besitz dieser Waffen kommen wird. Diese lächerlichen Vereinbarungen demonstrieren lediglich, dass der Kontinent mehr an eingeschränkter amerikanischer Macht interessiert ist als an eingeschränkter iranischer Macht.

Der Trick funktioniert. Die USA werden gebrandmarkt, als einzige Nation Missfallen über Irans konsequenter Doppelzüngigkeit zu äußern. Nachdem sie Unwillen beim Großteil der Welt über ihre „einseitige” Aktion im Irak hervorgerufen hat, ist die US-Regierung jetzt weit weniger geneigt, ähnliche Maßnahmen gegen den Iran zu ergreifen. Die meiste Zeit redete Washington von nichts anderem als von kooperativer Bemühung und Handelssanktionen – keine Militäraktion, sicherlich keine einseitige Aktion – um den Iran zur Einwilligung zu bringen. Seine jüngstes unnachgiebiges Reden bewirkt einige Verärgerung in Europa.

Die Iraner betrachten diese inneren Kämpfe zwischen den USA und Europa als eine Gelegenheit, nicht nur ihr eigenes Programm voranzutreiben, sondern den Amerikanern einen Stock ins Auge zu stoßen, die versuchen, sie zum Aufgeben zu zwingen.

Im späten November akzeptierte die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) Irans fadenscheinige Verpflichtung einer „nicht-gesetzlichen Bindung”, seine Uran-Anreicherung „freiwillig” für einige Monate einzustellen. Dies war ein echter Rückschlag für die USA, die auf Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gedrängt hatten. Hassan Rohani, Chef des obersten nationalen Sicherheitsrats des Iran war stolz: Die „ganze Welt hat Amerikas Rufe abgelehnt” sagte er. „Wir haben in einer internationalen Institution bewiesen, dass wir in der Lage sind, die USA zu isolieren, und das ist ein großartiger Sieg.”

Es war in der Tat ein Sieg, und nicht nur für Rohanis Land. Obwohl man es schwerlich als einen Sieg für die europäische Diplomatie bezeichnen kann in Bezug auf ein Eingrenzen des Iran, so haben Europa – und die Vereinten Nationen durch die IAEA –  die Terroristen-unterstützende, Atomwaffen-suchende islamische Republik Iran erfolgreich als Waffe gegen die USA benutzt.

Es ist nur ein schmutziges kleines Nebenprodukt, dass der Iran am Ende seine Atomwaffen bekommen wird. Nach der Vereinbarung von Mitte November kommentierte das Wall Street Journal: „Man kann nicht behaupten, dass Berlin, London oder gar Paris die Vorstellung eines atomaren Iran begrüßen. Aber sie betrachten es als eine baldige Tatsache des internationalen Lebens, das gehandhabt werden muss, so wie andere unangenehme Atommächte wie z.B. die Sowjetunion und China, behandelt werden.

„Im Vergleich, was die Europäer wirklich zu fürchten scheinen, sind die potentiellen Folgen einer entschlosseneren amerikanischen Anstrengung, Teheran zu stoppen, besonders dann, wenn diese Bemühung einen präventiven Militärschlag gegen Iranische Atomeinrichtungen einschließt. Kein Wunder, dass der britische Außenminister Jack Straw am nächsten Tag auf BBC zu hören war, wie er sagte, „ich sehe keinerlei Sachverhalt, der militärische Schritte gegen den Iran rechtfertigen würde. Absolut nicht.” Keinerlei Sachverhalt, Herr Minister?

„Das ist es also, worüber der letzte iranisch-europäische Handel ist. Es ist nicht unbedingt beabsichtigt, den Iran davon abzuhalten, die Bombe zu bekommen. Sondern es ist beabsichtigt, die USA davon abzuhalten, den Iran abzuhalten” (22.Nov. 2004; meine Betonung).

Dass Europa so weit gehen würde um dem Iran zu Hilfe zu kommen – wenn man die Gefahr bedenkt, den der vom Iran unterstützte islamische Extremismus aufwirft – ist sehr aufschlussreich. Es zeigt offen, dass Europa die US-Hegemonie mehr hasst als es den Iran fürchtet.

Es gibt noch eine weitere strategische Möglichkeit, die Europa erwogen hat. Mitte Dezember kündigte die Regierung Bush an, Irans Kernprogramm zu stoppen habe absolute Priorität – so dass das Verteidigungs-Ministerium Kriegsspiele auf dieses anvisierte Ziel simuliert hat. Die USA sagen, es würde einen Tag von Luftangriffen benötigen, um das Atomprogramm des Iran zu eliminieren. So sehr Europa auch wünscht, dass sich die USA aus den Nahostahngelegenheiten heraus halten, ist es in Wahrheit eine Siegessituation für beide Seiten. Selbst wenn all seine Versuche, die USA zu unterhöhlen, sich als unzulänglich erweisen, um die Bush-Regierung von einer Präventivaktion abzuhalten, würde das Ergebnis zu Europas Gunsten arbeiten: EU Führer könnten dann an dem unvermeidlichen globalen Aufschrei an Entrüstung gegen Amerika teilnehmen – es für seine Frechheit und Arroganz verdammen, dafür, dass sie stets alleine gehen, stets die militärische Option wählen. Und gleichzeitig wird das Problem zweckdienlich „gelöst” worden sein – zumindest für eine kurze Zeitspanne. In gewisser Weise könnte Europa dies als das bestmögliche Ergebnis der gegenwärtigen Krise betrachten.

In jedem Fall jedoch findet der hauptsächliche Kampf zwischen den USA und Europa statt. Und genau das will der Iran. Es läuft für den Iran darauf hinaus, von den Großmächten gewissermaßen eine Freikarte zu erhalten, um zu einer wahren Bedrohung anzuwachsen, und es ist schwer, die Muskelkraft zu unterschätzen, die der Iran infolgedessen entwickelt.

Die Bibelprophezeiung deutet stark darauf hin, dass jegliche, gegen den Iran gerichtete Aktion ihn langfristig nicht abhalten wird. Sie zeigt, dass die Bedrohung durch den Iran beklagenswert unterschätzt wird. In der Tat, Europa hilft durch sein gegenwärtiges Verhalten, seinen nächsten großen Feind zu schaffen.

Eine unbequeme Freundschaft

Im Abkommen von Mitte November versprachen die europäischen Parteien, den Iran nicht vor dem UN Sicherheitsrat zur Verantwortung die Auferlegung von Sanktionen zu erwägen. Doch in Wahrheit würde der Sicherheitsrat diese Option, auch wenn er sie ins Auge fasste, niemals durchführen. Warum nicht? Weil mehrere seiner ständigen Mitglieder ihre Hände mit iranischen Interessen zu schmutzig gemacht haben. „Der Gesamtwert der französischen Exporte in den Iran beläuft sich auf 2,4 Milliarden Dollar, keine Riesensumme, aber doppelt so viel wie vor fünf Jahren. Russland baut Irans Bushehr-Atomkraftanlage. Und was China betrifft, so bezieht es 13,6 Prozent seines Erdöls aus dem Iran; der chinesische staatseigene Ölriese Sinopec wurde vor kurzem von Teheran eingeladen, das riesige Yadavaran Erdgasfeld zu erschließen.

„Diese Länder werden sich in keinem Fall Sanktionen anschließen, ganz egal wie überzeugend die Beweise für das Iranische Vergehen auch sind. Sie sind über Verträge, die verloren gehen, mehr beunruhigt als über eine iranische Bombe” (Wall Street Journal, 1. Dez. 2004). Kein Wunder, dass die USA so wenige Anhänger in ihrer Anstrengung, den Iran zu isolieren, haben.

Europa kennt die kurzfristigen Vorteile, mit dem Iran gut zu stehen. Die moslemischen Länder besitzen 75 Prozent der Erdölreserven der Erde, mit dem Iran als drittgrößten Produzenten. Die islamische Republik hat starke Bindungen zu einer Reihe von wichtigen Ländern geschmiedet; zusätzlich zu jenen im Sicherheitsrat kommt Japan, das ebenfalls mit dem Iran einen Handel über Ölförderung unterzeichnet hat. Europa will offensichtlich nicht ausgelassen werden und möchte auf diesem Schauplatz Teheran zum „Freund” haben.

Aber das ist kaum eine bekömmliche Freundschaft.

Wenn Sie tatsächlich die USA aus dem Spiel nehmen, wird der Iran sehr wohl zu Europas größtem Problem. So übertrieben dieses Szenario dem oberflächlichen Beobachter auch scheinen mag, die Bibel prophezeit, dass es zur Realität wird: Amerika wird beiseite gedrückt – heftig – und der Iran wird sich zu einer massiven Offensive gegen Europa erheben, die dann mit überwältigender militärischer Stärke beantwortet werden wird.

Die Saat dieses zukünftigen Konflikts ist bereits gesät worden und beginnt zu sprießen.

Europas nächste Bedrohung

In der englischsprachigen Trumpet-Ausgabe vom letzten Monat brachten wir unsere Leser auf den neuesten Stand, zwei epische Trends zu beobachten: den Anstieg des islamischem Terrorismus – hinter dem größtenteils der Iran steht; und Europas Antwort, im speziellen die des Vatikans, auf diese Bedrohung. Was wir jetzt erleben, so stellten wir fest, sind die Anfangsphasen eines weiteren religiösen Kreuzzuges mittelalterlichen Stils zwischen dem Katholizismus und dem Islam.

Zweifellos nimmt Europa diesen sich zusammenbrauenden Sturm wahr. Es scheint, dass seine Führer ihre Feinde einfach nach Priorität bekämpfen – Amerika als erstes.

Der Iran ist sich sicher, der Nächste auf der Liste zu sein. Die Religion, die er vertritt, ist heute schlichtweg zu einer der strittigsten Angelegenheiten in der kontinentalen Politik geworden. Mehrere politische Parteien haben sich in ihrem Parteiprogramm zu einer Anti-Einwanderungs (sprich anti-moslemischen) Politik vereinigt, und ernten als Ergebnis bedeutende Unterstützung.

In den letzten 30 Jahren hat der Kontinent an die 20 Millionen Moslems aufgenommen – entsprechend der Gesamtbevölkerung von Irland, Belgien und Dänemark. UNO-Berichte besagen, dass die Moslem-Gemeinschaften in ganz Europa in nur eineinhalb Jahrzehnten über 100 Prozent angewachsen sind. Der Islam wurde zu Europas zweitgrößter Religion.

Diese Veränderung wird innerhalb der hauptsächlich katholischen und säkularen europäischen Gesellschaft häufig als Krise angesehen. In Deutschland zum Beispiel verursacht ein Anstieg im Bau von Moscheen verbreitete Sorge und Furcht, in Verbindung damit werden sie als „Abgründe des Radikalismus anstelle von Betshäusern” gesehen (Los Angeles Times, 21. März 2004). Von 2002 bis 2003 verdoppelte sich in Deutschland die Anzahl traditioneller Moscheen von 77 auf 141 und genauso im März 2003, da wurden weitere 154 Moscheen und kulturelle Zentren geplant. „Diese neuen Moscheen machen den Islam sichtbarer, und arbeitslose und verärgerte moslemische Männer werden diese aufsuchen” erklärte Werner Müller, ein typischer Berliner. „Sie können zu eienm vom politischen Islam infiltrierten Sammelbecken werden” (ibid.) Zusätzlich zu diesen deutlich sichtbaren Moscheen mit ihren charakteristischen Minaretten gibt es nahezu 2.400 unscheinbare, über Deutschland verstreute Moscheen. Die Situation in anderen westeuropäischen Ländern ist ähnlich.

Mittlerweile ist es in Holland wegen des im November verübten Mordes am holländischen Filmregisseur Theo van Gogh, der in einem von vielen als Islam-kritisch betrachteten Film Regie geführt hatte, zu einer heftigen Rückwirkung gegen Moslems gekommen. Ein an seinen Körper gehefteter fünfseitiger Brief rief Moslems auf, gegen ihre „ungläubigen Feinde” im Westen zu revoltieren. Am nächsten Tag versammelten sich erstaunlicherweise 20.000 Demonstranten, um den Mord zu verurteilen, und eine Welle von antimoslemischer Gewalttätigkeit und Verhaftungen schwappte über das Land – in den mehr als 20 Vorfällen von Vandalismus oder Brandstiftung gegen moslemische Einrichtungen innerhalb von zwei Wochen ist die Brandlegung an einer islamischen Schule und Moschee mit eingeschlossen. „Die Einstellung der Holländer gegenüber Moslems verhärtete sich sofort und dramatisch” schrieb Kommentator Daniel Pipes. „Eine Umfrage ergab, dass 40 Prozent der Bevölkerung nicht mehr länger wollte, dass sich die fast millionenstarke Moslem-Gemeinschaft in den Niederlanden zu Hause fühlt. Doppelt so viele unterstützten eine strengere Politik gegen Emigranten. De Telegraaf, ein führendes Blatt, gab einen Leitartikel heraus, unvorstellbar vor dem Mord an Van Gogh, in dem es zu ‚einer öffentlichen Razzia von extremistischen moslemischen Fanatikern‘ aufrief. Sogar linksgerichtete Politiker wurden sich der Notwendigkeit bewusst, über ‚strenge Maßstäbe’ bezüglich der Einwanderung zu sprechen, hinzielend auf die unverhältnismäßig hohe Kriminalität von Moslems” (New York Sun, 16. Nov 2004).

Wie Stratfor angab: „Die Regierungsuntätigkeit kann nicht lange dauern, besonders mit der wachsenden Beliebtheit der weit rechts liegenden politischen Parteien … wiederholte militante Drohungen, auf europäischen Straßen ‚Ströme von Blut fließen zu lassen’ und Moscheen niederzubrennen … nähert sich Europa einem Wendepunkt, wo es entscheiden muss, wie es die moslemische Bevölkerung des Kontinents zu behandeln hat … Europäer mögen sich bezüglich ihrer Aufnahme anderer Kulturen rühmen, aber die Geschichte und rassische Herausbildung von Europa erzählen eine andere Geschichte” (2. Dez 2004).

Ein historischer Vergleich ist aufschlussreich. In seiner Analyse vom 7. Dezember über Angela Merkels anti-Emigranten Kommentar machte Stratfor die folgende Beobachtung: „Das Deutschland der 1930er Jahre hatte eine jüdische Bevölkerungs-Minderheit von etwa 500.000 – weniger als 1 Prozent der gesamten Landesbevölkerung – die verantwortlich gemacht wurde für all seine Schwierigkeiten. Deutschland im Jahre 2004 hat eine im Ausland geborene Bevölkerung von etwa 7 Millionen (von denen geschätzte 3 Millionen Moslems sind), das sind etwa 9 Prozent des Landes”.

Die einfache Wahrheit ist, Europa wacht auf für die islamische Bedrohung. Zweifellos ist dies an der europäischen Führung, die die Angelegenheit des Iran – des Nummer eins Staatssponsors des islamischem Terrorismus – fördert, nicht vorbeigegangen. Sie können sicher sein, dass, während die europäischen Führer heute damit zufrieden sind, Amerika als den wahren Feind der Iraner darzustellen – und selbst am Zaun entlang gehen, während sie Teheran erlauben, an Stärke zuzunehmen – zur selben Zeit ihren nächsten Schritt überlegen und wie mit dem Iran am besten zu verfahren ist und es auch tun, wenn die Zeit dafür kommt.

Somit erkennen wir das verflochtene Netz der Politik, gesponnen von diesem Dreieck des Hasses – Amerika, Europa und der Iran. Wir können klar erkennen, wie fehlerlos die Erfüllung der Bibelprophezeiung fortschreitet. Angloamerika ist isoliert; der König des Südens festigt seine Machtposition; Europa – der biblische „König des Nordens” – zieht schlau die Fäden, um seinen Anspruch zu fixieren, letztlich an der Spitze hervorzutreten.

Und über all dem sehen wir die baldige Entwicklung des kommenden, in Daniel 11,40 beschrieben Kreuzzugs: „und zur Zeit des Endes wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn wie ein Wirbelwind stürmen; und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten.” Das wieder erstandene „Heilige” Europäische Reich wird keine seiner gegenwärtigen Schwächen im Umgang mit dem Iran zur Schau stellen; es wird hart und schwer zuschlagen – den Feind völlig vernichten, dem es half sich zu entwickeln.

Beobachten Sie, wie sich alles zu diesem Höhepunkt aufbaut. Dann staunen Sie über den Verstand des göttlichen Urhebers dieser Prophezeiungen – und erzittern vor Seinem Wort. 

Kos De