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Dein Reich komme!

Was sonst kann man auf das immer schlimmer werdende Leiden der Sünde dieser Welt erwidern?

Portland ist eine schöne Stadt an der Westküste, die ich schon mehrmals besucht habe. Recherchen von Priceonomics zeigen, dass es die größte kommerzielle Sexindustrie pro Kopf in den Vereinigten Staaten hat. Los Angeles hat 1,3 Striptease-Lokale pro 100 000 Einwohner; San Francisco hat 1,4 und Dallas 2,1, aber innerhalb der Stadtgrenzen von Portland gibt es 8,9 Striptease-Lokale auf 100 000 Einwohner.

Schlimm genug. Aber noch widerlicher: Ein Artikel der Washington Times mit dem Titel „Portlands finstere Welt des Sexhandels mit Kindern“ enthüllt, dass viele dieser Clubs auch „Schauplätze der Ausbeutung Minderjähriger“ sind. Eine Reihe von hässlichen Faktoren hat diese Stadt in ein Mekka für Pervertierte verwandelt, die Kinder für sexuelle Zwecke missbrauchen wollen.

Diese Art von Dingen lässt mich dieser jämmerlichen Welt überdrüssig werden.

Viele sehr junge Kinder und Jugendliche – Jungen und Mädchen gleichermaßen – werden von ihren eigenen Eltern für ein paar tausend Dollar als persönliche Sexsklaven verkauft. Ein Bericht des Außenministeriums von 2019 über Menschenhandel stellt fest, dass die meisten Opfer des Sexhandels mit Kindern in den Vereinigten Staaten über das System für Pflegeunterbringungen ausgebeutet werden.

Das fbi schätzt, dass jedes Jahr etwa 300 000 Minderjährige in Amerika beginnen, als Prostituierte zu arbeiten. Erschreckend. Eine(r) von tausend. Ein Interessenverband mit dem Namen Shared Hope (Geteilte Hoffnung) schätzt, dass sie dann durchschnittlich etwa 13 Jahre alt sind.

13 Jahre alt. Im Durchschnitt.

Versuchen Sie, das in Ihren Kopf zu bekommen. Das Justizministerium stellt fest, dass es in Amerika Zuhälter gibt, die Geld mit Mädchen verdienen, die gerademal fünf oder sechs Jahre alt sind.

Letztes Jahr zählte die USA zusammen mit Mexiko und den Philippinen zu den Ländern mit dem schlimmsten Menschenhandel. Überall auf der Welt leben Millionen Kinder in Sklaverei. unicef gibt an, dass etwa zwei Millionen davon jedes Jahr verkauft werden, der größte Teil zu sexuellen Zwecken. Die Internationale Arbeitsorganisation (ilo) der UNO schätzt, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt mindestens 40,3 Millionen Menschen, Kinder eingeschlossen, Zwangsarbeit leisten oder zur Schuldknechtschaft und zu kommerziellen Sex-Dienstleistungen gezwungen werden. Vier von fünf davon sind weiblichen Geschlechts und die Hälfte sind Kinder.

Die ilo geht davon aus, dass der Sklavenhandel ein 150 Milliarden Dollar schweres Geschäft ist – voller unkontrollierter Habsucht, Missbrauch und Verderbtheit. Beschämend genug: Es ist das am schnellsten wachsende Gewerbe der Welt.

Irgendwo stößt dabei unsere Vorstellungskraft an ihre Grenzen. Unbelastet von solch grotesker Wirklichkeit können wir das kaum begreifen.

Aber das ist ja nur eine von buchstäblich zahllosen Methoden, mit denen Menschen andere Menschen unbeschreiblichen Qualen aussetzen können. Grausamkeit. Tyrannei. Korruption. Diebstahl. Und die schlechte Verwaltung von Ressourcen, die zu Hungertod, Not und Krankheit führt. Rassismus und religiöse Verfolgung. Gewalt aller Art. Ein regelrechter Krieg.

Der menschliche Verstand kann so viel einfach gar nicht aufnehmen. Und in dieser von Informationen gesättigten Zeit kommen die Nachrichten über Menschen, die ihre Mitmenschen misshandeln, in solch einer Fülle, dass wir ihnen gegenüber leicht gefühllos werden. Und ehrlich gesagt – wir sind doch nicht in der Lage, irgendetwas Substanzielles zu tun, um diese Misshandlungen zu unterbinden. Diese Dinge sind schmerzlich in der menschlichen Natur verankert und völlig immun gegen alle Versuche, sie zu verhindern.

Es gibt jedoch einen, der all das sah und deswegen nie in Apathie verfiel – und der diesen Dingen definitiv ein Ende setzen wird.

Als Jesus Christus auf der Erde wandelte, wurde Er Zeuge unsäglichen menschlichen Leidens und tat alles, was Er nur konnte, um es zu lindern. Er hatte Mitleid mit den Menschen und sah in ihnen Schafe, die keinen Schäfer haben (Matthäus 9, 36).

Er brachte die gute Nachricht von einem Reich, das die korrupten Reiche dieser Welt ausrotten und die Prophezeiungen der Bibel erfüllen würde: „Er soll den Elenden im Volk Recht schaffen und den Armen helfen und die Bedränger zermalmen“ (Psalm 72, 4).

Er hielt Seine Jünger ständig dazu an, dieses Reich zu suchen, danach zu streben und ihr Herz darauf zu richten, sich darauf vorzubereiten. Als sie Ihn fragten, wie sie beten sollten, antwortete Er: „Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ (Matthäus 6, 9-10).

Bis zum heutigen Tag haben die Jünger Christi diese Worte auf den Lippen. Wenn wir sehen, wie Unterdrückung, Leiden, Sittenlosigkeit und unaussprechliches Übel von unseren Städten Besitz ergreifen und Körper und Geist hilfloser Kinder straflos missbraucht werden – Dein Reich komme! „Wartet auf den Tag Gottes und beschleunigt seine Ankunft“ (2.Petrus 3, 12 [Zürcher Bibel]).

Selbst wenn Christus gesagt hat: „Sicherlich komme ich bald“, sagen wir daher, was der Apostel Johannes sagte, um mit den Worten der Heiligen Schrift abzuschließen: „Amen. Aber dennoch komme, Herr Jesus.“

In seiner meisterhaft geschriebenen Broschüre Die wundervolle Welt von morgen und wie sie sein wird, erläutert Herbert W. Armstrong viele Bibelstellen mit inspirierenden Beschreibungen der utopischen Welt, die Gott schaffen wird. Es zu lesen, ist wirklich erfrischend – wie ein wunderschönes Lied im Lärm und Getöse dieser Welt.

„Genießen Sie den Blick auf das Bild der Welt von morgen, die Gottes Regierung hervorbringen wird – was wir jetzt tun sollen“, schrieb er. „Und wenn Sie dann ihre Augen von diesem Buch lösen und wieder auf diese triste, hässliche, an Sünde leidende Welt voller Verderbnis, Gewalt und Leiden blicken, wird das Sie sehr traurig stimmen.“

„Aber wollen Sie nicht auch vor Freude jauchzen, wenn Sie erkennen, was für eine Zivilisation – was für eine Welt – da auf uns zukommt?

„Wollen Sie denn dann nicht auch mit ganzem Herzen und aufrichtig beten: ‚Oh Herr! Dein Reich komme! Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden!‘“

Das wird er bestimmt. 

De Ihp