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Das Herz von Israels Kerngebiet

Ein besonders heißer Krisenherd in den israelisch-palästinensischen Beziehungen ist das in Ostjerusalem liegende, arabische Viertel Silwan. Israel beabsichtigt dort einen archäologischen Park zu errichten – aber bevor es damit beginnen kann, muss es 88 arabische Häuser abreißen. Trotz der Tatsache, dass diese Häuser illegal gebaut wurden, hat sich dieser Sachverhalt dank der tobenden, in hohem Maße falsch informierten antiisraelischen Massenmedien, zu einem vorrangigem Gesprächsthema für Amerika und die Völkergemeinschaft entwickelt.

Während eines Besuchs in Jerusalem im März, kritisierte die US-Außenministerin Hillary Clinton Israel wegen seiner Parkpläne in Silwan und warnte, dass der Abbruch von 88 Häusern für den Friedensprozess „nicht hilfreich“ wäre. In den vergangenen Monaten haben sich die gesamte arabische Welt, europäische Regierungen, die Europäische Union, Großbritannien, die Vereinten Nationen und der Vatikan Amerika angeschlossen, Israel für seine geplante rechtmäßige Zerstörung von 88 Häusern zu rügen.

Jahrelang hat Silvan als heruntergekommenes, überbautes, überfülltes Viertel, mit engen, abfallgefüllten Gassen, existiert. Einige Teile haben kein fließendes Wasser bzw. keine Elektrizität. Silwan’s arabische Kinder haben keine Spiel- oder Sportplätze und müssen in den schmutzigen Straßen spielen. Ihre Eltern sind arm und oft arbeitslos.

Für viele in Silwan ist die Botschaft eindeutig: dass die israelische Regierung für diese Bedingungen verantwortlich ist und jetzt 88 Häuser abreißen und dadurch mehr als tausend Araber verdrängen will. Dass unschuldige Palästinenser von zornigen und herzlosen Juden verfolgt und fortgejagt werden. Dass Israel der kompromisslose Feind der Palästinenser und der Haupt-Stolperstein für den Frieden ist.

Die Realität und die Geschichte erzählen etwas ganz anderes. Erstens, Silwan ist hauptsächlich infolge seiner jahrelangen, unkontrollierten, illegalen arabischen Bautätigkeit, die oftmals von der Palästinensischen Autonomiebehörde und deren Geldgebern im Iran, in Saudi-Arabien und sogar Europa, gefördert und finanziert wurde, so überfüllt und heruntergekommen.

Zweitens, und was noch wesentlicher ist, Silwan umfasst ein Stück Land, das im Herzen der jüdischen Geschichte liegt. Die Davidstadt, in der Mitte von Silwan gelegen, ist die historische Stätte der ursprünglichen Stadt Jerusalem, benannt nach dem legendären jüdischen König, der dafür verantwortlich ist, dass Jerusalem zur Hauptstadt der alten Israeliten transformiert wurde.

Das ist der Grund, warum Jerusalems Bürgermeister, Nir Barkat, einen archäologischen Park in Silwan gestalten will: um diese ausgezeichnete, unersetzliche Geschichte zu erhalten!

Ein Blick auf die Davidstadt zeigt ihr eingewurzeltes Judentum. Die berühmte Gihonquelle, die im Kidrontal entspringt, wird erstmals in 1. Mose 2 erwähnt und war die Hauptwasserversorgung für die frühen Israeliten, die sich in der Davidstadt angesiedelt hatten. Im 10. Jahrhundert v. Chr. wurde Davids Sohn Salomo nahe der Gihonquelle zum König von Israel gesalbt. Dann gibt es den Hiskia-Tunnel, einen 533 Meter langen Tunnel, durch den Touristen heute gehen können, der damals von den Bewohnern der Davidsstadt aus dem Felsgestein gehauen wurde, um in Erwartung einer assyrischen Belagerung, Wasser innerhalb der Mauern von Jerusalem zu bringen (2. Chronik 32). Sogar der Name Silwan entstammt dem im Jahr 2004 im Südteil der Davidsstadt entdeckten Wasserteichs Siloah, auf den auch von Christus in Johannes 9 hingewiesen wurde, als er einen blinden Mann anwies, sich im „Teich Siloah“ zu waschen,

Über diese berühmten Merkmale hinaus tauchen weitere erstaunliche archäologische Beweise auf, die die glorreiche Vergangenheit der Juden in der Davidsstadt enthüllen. Im Jahr 2005 legte die Archäologin Eilat Mazar während einer Ausgrabung einen kleinen Abschnitt frei, von dem sie dachte, es könnte sich dort König Davids Palast befinden. Während des Winters 2006-07 wurde Dr. Mazars Spekulation bestätigt, als sie eine massive Mauer an der Ostseite des königlichen Komplexes freilegte. In demselben Bereich entdeckte Mazars Mannschaft auch zwei Tonsiegel (als Bullen bekannt), auf denen Namen von biblischen Figuren eingraviert waren, die weitere Beweise dafür sind, dass die Bausubstanz tatsächlich König Davids Palast ist.

Im November 2007 verriet Dr. Mazar, dass sie Nehemias Mauer entdeckt hatte, die auf das 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht. Dann, im Herbst des Vorjahres, verkündete Mazar die Entdeckung eines Tunnels, der auf das 10. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht. Sie erklärte, dass „die Merkmale des Tunnels, dessen Datum und Lage mit hoher Wahrscheinlichkeit bezeugen, dass es jener Wassertunnel ist, der in der Geschichte von König Davids Eroberung von Jerusalem als tsinnor bezeichnet ist.“ (Lesen Sie mehr darüber auf Seite 8)

Viele Archäologen gestehen ein, dass dies spektakuläre Funde sind. Jeder einzelne Fund ist ein Beweis von der historischen Verbindung der Juden sowohl zur Stadt Davids als auch zu Judäa und Samaria.

Angesichts Mazars erstaunlicher Entdeckungen fragt man sich, was sonst noch unter der Erde der Davidstadt liegen mag. Das Alte Testament sagt, dass König David in der Davidstadt begraben wurde, höchstwahrscheinlich irgendwo innerhalb seines Palastes (1. Könige 2,10). Könnte Dr. Mazar schon bald die Grabstätten von israelischen Königen entdecken? Archäologische Beweise werden weiterhin an die Oberfläche kommen, um die Existenz von König Davids Reich zu beweisen, um den jüdischen Charakter der Stadt Davids zu festigen und die historische Verbindung der Juden zu Silwan zu beweisen.

Amerika und die Völkergemeinschaft stehen den Plänen Israels in Silwan äußerst kritisch gegenüber. Genau wie im Siedlungsstreit in Judäa und Samaria, fordern sie von Israel, seine Verbindung mit jener Stadt abzubrechen, die das Wesen des jüdischen Charakters ist! 

Tb Ad De