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HENCE THE BOOM/Unplash

Das Erste und Große Gebot

Mit diesem Artikel beginnen wir unsere Serie über die Zehn Gebote. Lesen und studieren Sie unbedingt alle zitierten Schriftstellen.

Amerika und Grossbritannien stehen im Vordergrund der internationalen Nachrichten. Verstehen unsere Leute was sich ereignet? Es sind keine guten Nachrichten. Aufgrund negativer Schlagzeilen wendet sich die Welt gegen uns. Eine jüngste Umfrage zeigt, dass viele Nationen Amerika und Großbritannien als Aggressoren betrachten, die den Frieden und die Stabilität der Welt bedrohen. Manche beschuldigen uns einer Auslandspolitik nach dem Stil Hitlers.

Unsere Welt hat sich über die letzten Jahrzehnte drastisch verändert. Einige mächtige Nationen bestimmen neue Regeln für das Spiel der internationalen Politik. Amerika, Großbritannien und unsere befreundeten Nationen, Kanada, Australien, Neuseeland und Israel befinden sich in echten Schwierigkeiten. Es gibt einen Grund dafür. Was ist dieser Grund? Werden unsere Leute hinhören, wenn er ihnen erklärt wird? Die ehrliche Antwort ist nein. Aber Sie können den Grund erfahren – und daraus lernen – wenn Sie Ihren Sinn willig öffnen und das, was Sie lesen, aufrichtig betrachten.

Es gibt eine Lektion, die unseren Völkern über die nächsten Monate und Jahre hinweg mit Nachdruck gelehrt werden wird. Gott wird sie persönlich lehren und es wird hart und schwierig sein. Dennoch, unsere Völker werden es lernen!

Es wird sogar noch besser. Die ganze Welt wird auch aus unseren Fehlern Nutzen ziehen. Durch unser Elend wird auch die ganze Welt dieselbe lebensnotwendige Lektion lernen.

Die Nachkommen Israels  

Regelmäßige Leser wissen, dass die Posaune die biblische Wahrheit unterstützt, dass die Völker des heutigen Israels (einschließlich der U.S., Großbritannien und Israel), die Nachkommen der verlorenen zehn Stämme des alten Israels sind. Für eine gründliche Erklärung dieser Doktrin bestellen Sie ein Gratisexemplar des Buches Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung.

Gott hat beabsichtigt, das alte Israel – unsere Vorfahren – als Vorbild zu gebrauchen, um alle Völker der Welt über die Vorteile und Segnungen, die das Kennen und Beachten des wahren Gottes mit sich bringen, zu lehren. Die alten israelitischen Völker sollten ein Beispiel setzen in der Befolgung Seiner Gesetze – der Zehn Gebote – die der gesamten Menschheit gegeben waren! Gehorsam würde dafür garantieren, dass Israel die Welt in Stärke, Reichtum und Einfluss dominieren würde. Es würde die Nation sein, zu der alle anderen Nationen aufblicken könnten. Die Segnungen Israels würden jedem Menschen bestätigen, dass es nur einen richtigen Lebensweg gibt – den Weg nach dem Gesetz Gottes. Alle Nationen, die dem guten Beispiel Israels willig folgten, hätten dieselben Segnungen erhalten.

In ähnlicher Weise, wenn Israel Gott nicht gehorchen sollte, würde die Nation eine bittere Lektion schreiben, die für alle zu sehen ist. Die ganze Welt würde lernen, dass ein Auflehnen gegen Gott Unglück bringt – Entsetzen, Hungersnot, Krankheit und Feindesattacken. Die Geschichte zeigt, dass das alte Israel Gott gegenüber oftmals ungehorsam war. Somit kamen die Flüche. Israel musste schrecklich leiden, und ist schließlich in Gefangenschaft geraten. Die modernen israelitischen Nationen sind im Begriff dasselbe Schicksal zu erleben. Warum haben wir nichts aus der Geschichte unserer Vorfahren gelernt?

Gottes Absicht für die modernen Völker Israels ist heute die gleiche, wie in alten Zeiten: Ein Beispiel des Gehorsams zu setzen. Amerika und Großbritannien haben unvergleichlichen Reichtum, Einfluss und außerordentliche Stärke genossen. Nur Wenige denken darüber nach, wie wir zu solcher Größe aufgestiegen sind. Wir sollten den Grund wiklich verstehen lernen, warum sich unsere Nationen über so viel Reichtum und Stärke erfreuen können. Es konnte eigentlich nur von Gott gekommen sein. Doch genauso wie es unsere Vorfahren waren, so sind auch wir eingebildet. Wir lehnen es ab, unsere Geschichte mit Gott zu anzuerkennen. Wir denken, dass all unsere mannigfachen Segnungen das Resultat unserer eigenen Kraft und Bemühungen sind. Gott nimmt sie wieder weg, um uns die Wahrheit zu lehren!

Was ist der Grund für den Rückgang des amerikanischen und britischen Einflusses in der Welt? Es ist einfach zu verstehen. Unsere Nationen haben Gott vergessen. Wir erweisen dem Allmächtigen Gott nicht mehr die große Hochachtung und den nötigen Respekt. Tatsächlich missachten wir schamlos das Erste Gebot, das sagt: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (2. Mose 20,3). Wir wollen das festhalten – das erste und wichtigste der Zehn Gebote!

Die Grundlage des Wissens

Wollen Sie das Erste Gebot wirklich verstehen? Das ist eine berechtigte Frage. Wenn ja, was ist die Quelle ihrer Nachforschungen für solch ein Verständnis? Sollten Sie ein modernes College oder eine Universität aufsuchen? Hier liegt ein echtes Paradox vor. Die Männer und Frauen auf unseren Colleges und Universitäten haben Bände voll erstaunlicher, wissenschaftlicher und technischer Kenntnisse entdeckt, gesammelt und verbreitet. Die Bücherregale der Collegebibliotheken sind überfüllt mit Büchern. Dennoch, obwohl wir an materiellem Wissen zugenommen haben, so sind wir hinsichtlich geistiger Themen, wie die Zehn Gebote, noch nie so verwirrt gewesen. In unserem Wissen bezüglich Gott und Seiner Wege sind wir einfach nicht weitergekommen. Tatsächlich wissen wir heute weniger über Gott als unsere Verwandten vor einigen Generationen.

Wenn Sie ein regionales College aufsuchen würden, würden Sie dort Antworten auf diese Fragen finden? Wer gab uns die Zehn Gebote? War es Gott oder Mose? Sind diese nur für die Juden? Sind die Zehn Gebote heute noch in Kraft? Seien wir uns ehrlich. Sie werden dort keine Antworten finden. Man würde sich wahrscheinlich über Sie lustig machen, wenn Sie solche Fragen stellen. Aber es sind wichtige Fragen, die beantwortet werden müssen.

Wer würde es wagen, auf einer öffentlichen Universität eine Klasse über die Zehn Gebote zu unterrichten? Jegliches Wissen über Gott und Sein Gesetz zu lehren, ist in öffentlichen Schulen untersagt. Wer traf die Entscheidung darüber, dass es so sein würde wie es ist? Denken Sie nach, bevor Sie diese Frage beantworten. Die Wahrheit ist, wir haben es getan! Kein Tyrann hat uns gezwungen. Wir haben es so gewollt für uns und unsere Kinder. Wir wollen nichts über geistliche Wahrheit wissen. Warum nicht?

Intellektuelle Eitelkeit hindert uns, die Quelle des geistlichen Wissens aufzusuchen, von der geistliche Wahrheit offenbart wird – die heilige Bibel. Kluge Argumente und trügerische Philosophie haben die Bibel zum Märchen oder zur bloßen, von unwissenden Männern geschriebenen Erdichtung, verbannt. Viele glauben, dass die Menschheit der Notwendigkeit der Bibelkenntnis entwachsen ist. Das Fehlen der Bibelkenntnis in der heutigen Erziehung zeigt, dass die meisten Menschen dieser Denkrichtung blindlings gefolgt sind.

Ist es auf religiösen oder christlichen Universitäten unterschiedlich? Nicht wirklich. Sogar jene Institutionen, die behaupten religiös zu sein, lehren keinen Glauben in die gesamte Bibel. Die meisten Christen lesen nur das Neue Testament. Infolgedessen glauben die meisten modernen Christen, dass Christus die Zehn Gebote abgeschafft hat. Hat Er das getan? Das müssen Sie wissen.

Um das Erste Gebot voll und ganz zu verstehen, müssen wir die historische Bedeutung der Ereignisse, die diese Bekanntgabe der Zehn Gebote umgeben, erkennen. Dies ist allein in der Bibel – der Grundlage alles Wissens, offenbart.

Authentische Geschichte

Die Geschichte, wie die Zehn Gebote gegeben wurden, ist für uns in den Büchern 2. und 5. Mose aufgezeichnet. Ein Studium dieser Geschichte hilft uns, den Zusammenhang zu verstehen, in dem das Erste Gebot gegeben wurde. Das 1. Buch Mose zeigt uns, dass die Israeliten die direkten Nachkommen Abrahams waren. Sie waren zur Zeit der Patriarchen Jakob und Josef aufgrund einer schweren Hungersnot im Land Kanaan nach Ägypten gezogen. Das 2. Buch Mose zeigt, dass die junge Nation Israel zu einem Millionenvolk heranwuchs und somit eine potenzielle militärische Bedrohung für die Ägypter wurde. Der Pharao wandte sich mit Verschlagenheit gegen die Leute, indem er sie versklavte und mit Schlägen und Armut und harter Arbeit brutalisierte. Gott erwählte Mose und Aaron, um sie von dieser Knechtschaft zu befreien. Durch die Wunder der Plagen ist Israel seinen Unterdrückern entkommen. Dann, über einen Zeitraum von etwa sieben Wochen wurde die riesige Volksmenge aus Ägypten in die Wildnis der Wüste Sinai geführt. Nicht anders als unsere Flüchtlingslager, die man heute in den Fernsehnachrichten sieht, haben sie eine gigantische Zeltstadt am Fuß des allgemein bekannten Berges Sinai aufgeschlagen (2. Mose 19,2). Es war hier, wo die Leute direkt mit Gott und Seinen Gesetzen bekannt wurden.

Der Bericht in 2. Mose ist wahrlich beeindruckend, wenn Sie diesen in vollem Glauben bezüglich seiner historischen Richtigkeit lesen. Selbstverständlich gab Gott und nicht Mose die Zehn Gebote. Gott sprach jedes einzelne Gebot vor der ganzen Nation. Die Art und Weise, in der Gott diese Gebote gegeben hat, gewährt uns einen wirklichen Einblick, wie das Erste Gebot zu verstehen und auch zu halten ist.

Mose wurde auf den Gipfel des Berges zur Begegnung mit Gott gerufen (V. 3). Gott hatte einen Vorschlag für die Menschen (V. 4-6). Herbert W. Armstrong erklärt: „Dort teilte ihm der Herr einen Vorschlag mit, den er dem Millionenvolk unterbreiten sollte. Dieser Vorschlag – oder diese vorgeschlagene Vereinbarung – war das, was wir den ‘Alten Bund’ nennen, die Bündnisvereinbarung, durch die dieses Volk zur Nation werden sollte – zur Nation Gottes hier auf Erden.“

„Dieser Bündnisvereinbarung zufolge sollte Gott einziger König und Herrscher Israels sein. Die Staatsform sollte die der Theokratie sein. Nicht ein Kongress oder Parlament, sondern Gott selbst wäre der Gesetzgeber. Gott würde führende Männer ernennen, die Ihm für die Durchführung Seiner Anweisungen verantwortlich sein sollten“ (Welcher Tag ist der christliche Ruhetag? S. 30).

Mose kehrte zur Zeltstadt zurück „und berief die Ältesten des Volks und legte ihnen alle diese Worte vor, die ihm der Herr geboten hatte“ (v. 7). Natürlich haben die Leute einstimmig und sofort zugestimmt (V. 8). Warum auch nicht? Gott hat versprochen, sie über alle Nationen zur führenden Nation an Macht und Reichtum zu machen: „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein“ (V. 5). Mose überbrachte die Worte des Volkes an Gott. Dann erhielt Mose genaue Anweisungen von Gott, wie das Volk für die Begegnung mit Gott vorbereitet werden musste. Es wurden ihnen drei Tage gegeben, um sich und ihre Kleider zu säubern.

Am Morgen des dritten Tages gab es ein unvorstellbares Ereignis. Es spielte sich ein echtes Drama am Berggipfel ab. Eine dichte Wolke schwebte darüber. Lautes Donnerrollen erfüllte die Luft. Überall waren Furchterregende Blitze zu sehen. Der Lärm eines anhaltenden, ohrenbetäubenden Posaunenschalls war zu hören. Das ganze Lager Israels bebte vor Angst. Geschichte wurde direkt vor ihren Augen geschrieben. Mose führte die Leute zum Fuß des Berges.

Der Allmächtige Gott  

Als die Leute ordentlich versammelt waren, fuhr Gott in Feuer auf den Berg herab. Er wurde sofort von Flammen umgeben. Gigantische, hochsteigende Rauchsäulen steigerten den Schrecken dieses Augenblicks. Massive Erdbeben begannen dann den Berg zu erschüttern. Das Schmettern der Posaune wurde immer lauter. Paulus sagt uns in Hebräer, dass Mose infolge dieses Erlebnisses vor Angst zitterte (Hebräer 12,21).

Um die große Anspannung zu brechen, sprach Mose zu Gott – und Gott antwortete ihm. Alle Leute haben Gottes eigene Stimme gehört. Gott berief Mose wieder auf den Berg hinauf, um ihm weitere Anweisungen zu geben. Wegen Gottes heiliger Anwesenheit durften die Leute nicht auf den Berg steigen (2. Mose 19,20-25). 2. Mose 20 zeigt, dass Gott Seinem Volk mit dröhnender Stimme Seine Gesetze befohlen hat. Sie und ich hätten Todesängste ausgestanden, wenn wir da gewesen wären.

Herr Armstrong schrieb: „Können sie sich diese Szene ausmalen? Ich selbst glaube, dass ich es kann – wenigstens zum Teil. Vor vielen Jahren – zu Beginn des Winters 1934 – fuhr ich mit dem Wagen am Mount Hood in Oregon entlang. Als ich die Ostseite des Berges erreicht hatte, traf ich auf eine Abzweigung der Straße, die direkt zum Fuße des Berges und ein Stück bergauf führte. Kaum war ich dort angelangt, da brach auch schon ein furchtbarer Sturm los und fegte um den schneebedeckten Gipfel über mir. Eine schwarze, drohende Wolke – die finsterste, die ich je gesehen hatte – hing über der Bergspitze. Blitze zuckten auf, die so grell waren, dass ich meine Augen schützen musste. Das Krachen der Donnerschläge dröhnte betäubender, als ich es je in Iowa oder Nebraska gehört hatte. Ich fuhr die Abzweigung, so schnell das ohne Risiko möglich war, wieder hinunter, fort von diesem Unwetter. Es war das Furcht einflößendste Schauspiel, dessen Zeuge ich jemals gewesen bin. Es erschien wie der Zorn des allmächtigen Gottes in seiner ganzen Gewalt!“

„Damals konnte ich nur an eins denken – an jenes Ereignis, als Gott vom Berge Sinai herab mit Donnerstimme Sein grosses geistiges Gesetz verkündete! Nun war mir klar, dass das, was ich gesehen und gehört habe, im Vergleich dazu noch harmlos gewesen sein muss. Dennoch konnte ich nun nachempfinden, was für ein unvorstellbares Schauspiel sich vor dem ganzen Volk Israel abgespielt hatte!“ (ibid., S. 32-33). So wie Herr Armstrong sollten wir uns deutlich ausmalen können, welches Schauspiel Israel an jenem Tag erlebt hat.

Gott demonstrierte Seine gewaltige Macht, um einen echten Eindruck bei Seinem Volk zu erwecken – nicht um sie zu bedrohen oder zu verletzen – sondern um sich selbst zu offenbaren. Gott wollte, dass die Leute Ihn zu ihrem eigenen Vorteil kennen lernen sollten! Er wollte den Menschen einprägen, wie lebenswichtig die Bedeutung Seines Gesetzes ist. Das gleiche will Er heute auch in uns erwecken. Durch Seinen Heiligen Geist will Gott einen echten Eindruck im Sinn Seiner Berufenen hinterlassen, wenn sie es wirklich wollen!

Gott kennen lernen  

Mose zeichnet für uns auf: „Und Gott redete alle diese Worte: Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (2. Mose 20,1-3). Die Leute haben die Botschaft leicht verstanden, wo sie direkt nach dem Donner, Blitz, Feuer, Rauch, Posaunengeschmetter und Erdbeben gegeben wurde. Dieser Gott, der zu ihnen sprach, war ein Ehrfurcht gebietendes Wesen mit unvorstellbarer Macht. Seine Macht über die Elemente auf dem Berg Sinai bewies, dass Er der Schöpfer war. Es gab einfach keinen anderen Gott. Gott hat Seine Wünsche klar gemacht. Um Seine Nation zu werden, musste das Volk als Erstes und Wichtigstes Ihn anbeten und Ihm gehorchen!

Denken Sie daran, Israel war von einem Volk versklavt gewesen, das viele Götzen verehrte. Unsere Vorfahren hatten Götzenanbetung gesehen und ohne Zweifel miterlebt. Durch die zehn Plagen zeigte Gott den Menschen, dass die ägyptischen Götter tot und machtlos waren (2. Mose 12,12). Die ägyptische Religion war absolut wertlos. Jetzt war es soweit, dass Israel aus der religiösen Verwirrung herauskommen sollte. Aber für den Fall, dass sie den Sinn der Plagen nicht verstehen sollten, ruft Gott in Erinnerung: „Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe“ (2. Mose 20,2). Die Botschaft Gottes war eindeutig. Kein ägyptischer Götze würde ihre Flucht verhindern können. Nur ein mächtiger Gott könnte sie aus der Macht des Pharaos befreien.

Das Wort Herr in diesem Vers stammt vom hebräischen Wort YHVH. Es ist eine bekannte Tatsache, dass niemand weiß, wie dieses Wort richtig geschrieben oder ausgesprochen wird, da die Vokale in den hebräischen Texten traditionell nicht erfasst wurden. Wir wissen jedoch, dass das Wort, der Ewige, oder der aus-sich-selbst-Existierende, oder der ewig-Lebende bedeutet. Gott offenbarte Seinen Leuten, dass der Sprechende immer existiert hatte. Er existierte vor all ihren Vorfahren, einschließlich Abraham. In der Tat, dieses Wesen war vor allen Menschen!

Israel hat eine übernatürliche Befreiung erlebt. Jetzt wussten die Leute ganz sicher, dass ihr Gott, von dem Mose und Aaron sprachen, Gott war! Der aus-sich-selbst-Existierende gab ihnen zu verstehen, dass es keinen höheren Gott gab. Er wollte, dass sie diese Tatsache nie vergessen sollten. Der ewig-Lebende persönlich hat sie von den grausamen Foltern befreit. Er kümmerte sich darum, dass sie nicht mehr dicht gedrängt im Schmutz leben mussten. Der Ewige Gott befreite sie vom monotonen Frondienst der, Tag um Tag, Monat um Monat, Jahr um Jahr, andauernden Sklavenarbeit. Israel wurde jetzt die Gelegenheit gegeben, einem lebendigen und liebenden Gott zu dienen (5. Mose 7,7-8).

Das Gesetz des Ewigen

Ein weiterer wichtiger Punkt muss gemacht werden. Das Gesetz des Ewigen ist auch ewig. Gott ist ein Geistwesen und hat für alle Ewigkeit existiert (Johannes 4,24). Das Gesetz Gottes ist geistig und hat für ewig existiert. Jeder, der bereit ist, 1. Mose ohne Vorurteil zu lesen, kann erkennen, dass die Zehn Gebote seit der Erschaffung des Menschen in Kraft sind. Sie waren gegeben worden, um allen Menschen unermessliches Glück, Friede und Segnungen zu bringen. Aber die ersten zwei Menschen – Adam und Eva – lehnten den Weg dieses geistigen Gesetzes ab.

Doch nun gab Gott durch Israel, jedem Mann, jeder Frau und jedem Kind auf Erden, eine weitere Gelegenheit, dieses Gesetz zu kennen und danach zu leben. Wir müssen erkennen, dass Gott diese Nation einfach als Beispiel gebraucht hat. Israels rechtschaffene Führer kannten und lehrten diese Tatsache. Etwa 41 Jahre später, als Israel das erste Lager bei Gilgal im Gelobten Land errichtete, erinnerte Josua daran, warum Gott sie befreit hatte: „Damit alle Völker auf Erden die Hand des Herrn erkennen, wie mächtig sie ist, und den Herrn, euren Gott, fürchten allezeit“ (Josua 4,24). Alle Menschen auf Erden müssen den Ewigen Gott und Seine Allmacht kennen lernen. Es ist eine Macht, die Gott allen Menschen als Hilfe zur Verfügung stellen möchte. Gott wollte Israel als lebendigen Beweis für Seine große Güte darstellen.

In all dem liegt eine tiefe geistige Lektion. Ägypten ist ein Symbol für Sünde. Pharao ist ein Symbol für Satan. Der Teufel ist bemüht, alle Leute in Sünde zu versklaven. Nur Wenige glauben heute noch an einen Teufel.

Was ist Sünde? Ungeachtet dessen, was Menschen sagen, erklärt die Bibel: „Die Sünde ist die Gesetzlosigkeit“ (1. Johannes 3,4). Sünde ist die Übertretung von Gottes geistigem Gesetz – der Zehn Gebote.

Gott möchte alle Menschen von dieser Art der Sklaverei befreien. Gott ist ein Gott der Freiheit. Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes ist der einzige Weg zur wahren Freiheit.

Kennen Sie den ewigen Gott? Genau genommen, wissen Sie eigentlich, was Gott ist? Kennen Sie Seinen Zweck für Ihr Leben? Herr Armstrong hat diese höchst wichtigen Fragen im ersten Kapitel seines Buches Geheimnis der Zeitalter beantwortet. Er schrieb: „In diesem Kapitel möchte ich dazu beitragen, Ihnen, dem Leser, Gott genauso als Wirklichkeit nahe zu bringen wie einen leiblichen Vater. Gott offenbart sich uns in der Bibel. Falls wir dies wirklich verstehen wollen, wird er für uns zu einer Realität werden“ (S. 28). Sie erhalten ein Gratisexemplar dieses Buches, wenn Sie es bestellen.

Als Nation sind wir in Hinblick auf Gott noch nie desorientierter gewesen. Gott erscheint uns nicht mehr als Realität. Nur die Bibel kann Ihn Ihnen offenbaren. Es ist eine simple Tatsache, dass, wenn Sie Ihre Bibel nicht kennen, dann kennen Sie Gott nicht. Aber, Sie können Gott kennen!

Alles über die Regierung

Beachten Sie auch, Josua erinnerte Israel, dass alle Menschen auf Erden Gott fürchten lernen müssen. Das hebräische Wort für Furcht ist yare, und es bedeutet einfach, tiefe Ehrfurcht bzw. Respekt. Gottes Religion ist keine Furcht-Religion. Gott will nicht, dass irgendjemand von uns eine unnatürliche Furcht vor Ihm hat. Gott fordert allerdings Respekt.

Das Erste Gebot lehrt uns, dass wir die hohe Stellung und Autorität des Allmächtigen Gottes respektieren müssen. Dieses Gebot zeigt uns im Wesentlichen, dass wir uns der Herrschaftsordnung Gottes unterordnen müssen. Gott muss unser ganzes Leben beherrschen – Er persönlich! Als das alte Volk Israel die Bekanntgabe dieses Ersten Gebotes von Gott hörte, wussten sie, dass ihr Gott ein Gott von Recht und Ordnung war. Die Menschen waren voll überzeugt, dass es die Herrschaftsordnung Gottes war, die aus ihnen eine große Nation machen würde.

Jakobus sagt uns: „Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der selig machen und verdammen kann“ (Jakobus 4,12). Die Evangeliumsbotschaft Jesu Christi drehte sich um das Königreich, bzw. die kommende Regierung oder Herrschaftsordnung Gottes (Markus 1,14-15). Das ist das höchste Ziel Gottes in dieser Zeit – Seine Herrschaftsordnung auf Erden wieder zu errichten. Doch in unserer westlichen Gesellschaft gibt es wenig Respekt vor jeder eingesetzten Autorität. In Amerika und Großbritannien versuchen die Menschen mit allen Mitteln, Gesetz und Ordnung eher zu umgehen als diese zu befolgen.

Außerdem, unsere Leute haben große Respektlosigkeit gegenüber Gott gezeigt. Wie das? Die Grundlage für den Großteil der Schulbildung auf unseren weltlichen Colleges und Universitäten ist die Evolutionstheorie. Evolution ist einfach der Glaube an eine Schöpfung ohne einen Schöpfer. Diese falsche Lehre ist eine schwere Beleidigung für Gott. Dieser rein auf menschliches Denken aufgebaute, unheilvolle Betrug, hat den Glauben von Millionen von Menschen zerstört. Es verleugnet den wahren Gott und Seine Stärke und hohe Stellung als Schöpfer und Erhalter allen Lebens. Es ist Zeit, dass wir aufwachen und Gott wieder respektieren. Wenn wir das tun, wird Gott Seine große Macht gebrauchen, um uns von unseren Feinden zu erretten. Wenn wir es nicht tun, dann müssen wir doch erkennen, dass unsere Zukunft trostlos ist.

Gott befahl den Leuten, „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Das hebräische Wort für neben ist al. Strong’s Concordance zeigt, dass dieses Wort auch übersetzt werden kann als über, gegen oder anstelle von. Um dieses Gebot völlig zu befolgen, darf der Mensch niemals einen anderen Gott über, gegen oder anstelle von Gott setzen. Es gibt einfach keinen anderen Gott. Gott macht es in den Seiten der Bibel sehr deutlich: „Ich bin Gott, und sonst keiner mehr“ (Jesaja 45,22). Der Gott der Bibel muss in unserem Leben dominierend sein – niemand oder nichts darf Ihn jemals ersetzen.

Jesus Christus lehrte dasselbe Prinzip. Studieren sie Lukas 14,26. Das griechische Wort für Hass ist miseo und bedeutet, „vergleichsweise weniger lieben“. Das bedeutet im Wesentlichen, dass wir Gott und Seine Prioritäten an die erste Stelle in unserem Leben setzen müssen. Wir müssen Gottes Wünsche vor unsere eigenen oder die irgendeines anderen Menschen stellen.

Paulus sagte: „Wisst ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?“ (Römer 6,16). Wem gehorchen wir? Wie oft lassen wir uns von Familie, Freunden oder unserer Karriere diktieren, was wir tun? Gibt es Zeiten, wo wir Gott wissentlich nicht gehorchen, weil wir uns nicht gegen unsere Familie, unsere Freunde, oder gegen den Chef stellen wollen? Gott betrachtet solches Verhalten als Götzendienerei!

Wir sollten prüfen, wie viel Zeit wir uns mit materiellen Dingen und Interessen beschäftigen. Wie wir unsere Zeit nützen, sagt viel über unsere Religiosität. Verstehen wir das Wort Religiosität wirklich? Die meisten Leute beschränken ihre Religion für einen Gottesdienst, für einem Tag in der Woche. Aber Gott erwartet viel mehr als das. Gott verlangt totale Hingabe für Ihn, jeden Tag, den ganzen Tag. Wahre Gottesfürchtigkeit betrifft jeden Gedanken, alles Tun, immerzu. Die nackte Wahrheit ist, entweder dienen wir Gott, oder wir dienen uns selbst und Satan dem Teufel!

Wie viel Zeit verbringen wir, um an Gott zu denken? Beten wir? Studieren wir unsere Bibel? Viele amerikanische und britische Heime haben Bibeln, die nie gelesen werden. Wie viel Zeit widmen wir unseren Hobbys, dem Sport, dem Fernsehen und materiellen Gütern? Wenn wir keine Zeit für Gott freilassen, so sind wir der Götzendienerei schuldig.

Gott anhangen  

Mose sagte den Leuten: „Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen“ (5. Mose 13,5). Das Erste Gebot fordert, dass wir eifrig nach Gott trachten. Das hebräische Wort für anhangen ist dabaq. Strong’s Concordance definiert dieses als, anklammern, anhaften oder nachjagen. Es ist vergleichbar mit dem Anschmiegen an einen Ehepartner oder ein beliebtes Familienmitglied. Gott anzuhangen, ist ein Verlangen, viel Zeit mit Ihm zu verbringen. Sich an Gott zu klammern, bedeutet, das zu tun, was Ihm wohlgefällig ist. Wenn wir Gott wirklich lieben, werden wir Ihm nachjagen.

Als Er gefragt wurde, welches das größte Gebot im Gesetz wäre, antworte Jesus Christus: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ (Matthäus 22,37). Gott verlangt, dass wir Ihn von ganzem Herzen lieben. Das ist wahre Religion.

Alle Menschen müssen lernen, dem lebendigen Gott mit einem willigen Herzen zu dienen. Warum? Wir wurden von Gott für Seinen eigenen Zweck und Sein Wohlgefallen geschaffen (Offenbarung 4,11). Gott hat uns jede gute Gabe gegeben (Jakobus 1,17). Gott hat uns Leben, Talente und Fähigkeiten gegeben – alles was wir haben. Wir müssen alles, was Gott uns gegeben hat, der Erfüllung Seines Willens und Seiner Absichten widmen. Wenn wir das tun, wird Gott uns weiterhin mit guten Gaben überschütten.

Jesus Christus gab uns ein perfektes Beispiel des Gehorsams. In Ergebenheit befolgte Er das Erste Gebot. Er stellte Gott an die erste Stelle und über alles andere. Sehen Sie doch die fabelhaften Resultate. Gott war mit Ihm und half Ihm durch alle Schwierigkeiten. Warum? Christus sagte: „Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt“ (Johannes 8,29). Dies ist der perfekte Weg, um das Erste Gebot zu befolgen.

Die Frage ist, werden wir gehorchen? Wenn wir es tun, dann sind uns dieselben Segnungen, die Jesus Christus zuteil wurden, versprochen. Wir alle wollen lernen, dieses erste und große Gebot zu befolgen. 

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