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Welche Rolle wird die katholische Konfession von Sebastian Kurz für die Zukunft Europas spielen?

Der designierte österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sucht die Führung der katholischen Kirche.

Mit der Wahl von Sebastian Kurz wird Österreich nun zum ersten Mal in vielen Jahren von einem praktizierenden Katholiken regiert. Die christlichen Nachrichtenmedien sind begeistert. Die österreichische Webseite kath.net ließ stolz verlauten: „Mit Schulz wird ein gläubiger Katholik Bundeskanzler“ (Übersetzung durchweg von der Posaune) . Am 9. November titelt die britische Catholic Herald : Sebastian Kurz – Europas christlicher Kanzler.“

Kurz genießt die Unterstützung der katholischen Bevölkerung Österreichs und auch hochrangiger katholischer Priester und Kardinäle. Er schmiedet neue Bündnisse in Osteuropa, wo seine Verbindungen zum Vatikan von entscheidender Bedeutung sein werden.

Kurz macht aus seinem Glauben keinen Hehl. Er nahm an dem „Marsch für Jesus“ 2016 teil und vermied so den Besuch der viel beliebteren Parade der Homosexuellen, die an demselben Tag in Wien stattfand. Am Wahltag sagte er der österreichischen Zeitung Krone: „Ich besuchte die Sonntagsmesse in meiner Taufkirche in Gatterhölzl“, wo er an diesem Tag betete.

Im Februar erklärte Kurz der Wiener Kirchenzeitung, welche Rolle sein Glaube in seinem persönlichen Leben spielt:

Der Glaube spielt für mich eine wichtige Rolle. Wegen meiner Arbeit habe ich leider nur selten Zeit, zur Messe zu gehen, aber an Feiertagen ist es mir wichtig, mit meiner Familie zum Gottesdienst zu gehen. Der Glaube und die christlichen Werte waren auch in meinem Elternhaus wichtig.

Nicht nur sein Privatleben ist von seinem Glauben geprägt; er hat auch großen Einfluss auf seine politischen Entscheidungen. Der Catholic Herald berichtet, dass er sich gerne mit einem Team aus praktizierenden Christen umgibt und sich regelmäßig mit christlichen Autoritäten trifft.

Am Wahltag schrieb er auf Twitter: „Es ist mir immer wieder eine Ehre, mich mit @KardinalWien Christoph Schönborn austauschen z können. Vielen Dank auch f die Möglichkeit heute! ”

Kurz sagte auf der Schweizer Webseite Jesus.ch. dass er den Rat eines Priesters suchte, als er während seiner Zeit als Außenminister mit der Flüchtlingskrise zu tun hatte. Schließlich schaffte es Kurz mit seinen Maßnahmen im Februar 2016, den Flüchtlingsstrom über den Balkan zu stoppen, was den Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland und Osteuropa begrenzte. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel war gegen sein Vorgehen und nannte es inhuman. Kurz meinte jedoch, seine Handlungsweise sei im Einklang mit dem katholischen Glauben.

Er sagte auf Jesus.ch auch, er versuche, sich in seinem Leben jeden Tag nach dem Rat eines Priesters zu richten, der ihm sagte: „Man darf als Mensch niemals sein Mitgefühl mit seinem Nachbars verlieren.“ Kurz setzte hinzu: „Als Politiker darf man niemals die Realität aus den Augen verlieren. Was man sich als Politiker immer bewahren muss, ist die Entschlossenheit, die notwendigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie schwierig sind.“

Der Kardinal von Wien Schönborn, der als möglicher Nachfolger von Papst Franziskus gehandelt wird, teilt diese Ansichten und hat Europa aufgefordert, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. Am 333. Jahrestag der Schlacht um Wien warnte Schönborn vor „einem dritten Versuch einer Eroberung Europas durch den Islam“, wenn die Europäer nicht zu ihren christlichen Wurzeln zurückkehrten. (Erfahren Sie darin auch Schönborns Ansichten darüber, wie die Flüchtlingskrise zu lösen sei).

Die Europäer mögen starke Anführer, besonders wenn sich diese Anführer auf christliche Werte berufen. Die Österreicher wollen eine starke Haltung gegenüber den Flüchtlingen, aber sie wollen deshalb nicht als ausländerfeindlich gelten. Es war daher den meisten klar, dass sie für einen praktizierenden Katholiken stimmen würden, der Verständnis für ihre Befürchtungen hat. Der Catholic Harald schrieb:

Achtzig Prozent der Wahlberechtigten gingen am 15. Oktober in einem Land zur Wahl, das 2016 zu 60 Prozent aus Katholiken bestand (weitere zehn Prozent sind entweder Orthodoxe oder evangelische Christen).

Das Ergebnis der Wahl war, dass die konservative österreichische Volkspartei (ÖVP) 31,5 Prozent der Stimmen bekam. An zweiter Stelle kamen fast gleichauf die Sozialdemokraten (SPÖ) und die Freiheitspartei (FPÖ). Das zeigt, dass viele Christen nicht nur für Kurz, sondern auch für die weiter rechts angesiedelte FPÖ stimmten, mit der der zukünftige Bundeskanzler gerade Koalitionsverhandlungen führt.

Auch wenn die Religion im persönlichen Leben der Leute keine wichtige Rolle mehr spielt, so benutzen sie sie doch, um sich von den einwandernden Muslimen zu unterscheiden. Diese Methode ist nicht nur bei der österreichischen Bevölkerung beliebt, sondern auch bei den führenden Politikern Osteuropas. In dem Artikel „eine religiöse Wiederbelebung in Europa“ schreibt der stellvertretende Redakteur der Posaune Richard Palmer:

Während tausende von Muslimen jedes Jahr nach Europa kommen, die ihre Religion mitbringen und zahlreiche Moscheen bauen, haben sich die führenden Politiker von der strikt weltlichen Rhetorik abgewandt und angefangen, zu betonen, wie christlich ihre Länder doch sind.

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán war einer der ersten, der das tat. Im Mai 2015 sagte er rundheraus: „Ich glaube, wir haben das Recht zu entscheiden, dass wir keine große Zahl von Muslimen in unserem Land haben wollen.“

„Wir dürfen nicht vergessen, dass die Leute, die jetzt bei uns ankommen, in einer anderen Religion aufgewachsen sind und eine völlig andere Kultur repräsentieren“, schrieb er in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Die meisten von ihnen sind keine Christen, sondern Muslime. Das ist eine wichtige Frage, denn die Identität Europas und der Europäer hat ihre Wurzeln im Christentum“ (3. September 2015)

Der slowakische Premierminister Robert Fico drückte es ähnlich aus, als er im Mai 2016 sagte: „Ich will keine muslimische Gemeinde in der Slowakei sehen … Wir wollen die Traditionen dieses Landes nicht ändern, die auf christlichen Traditionen aufbauen.“ Führende Politiker in der Tschechischen Republik und auch in Polen warnten, die Flüchtlingskrise sei eine der gefährlichsten Bedrohungen ihrer Länder.“

Der bereits verstorbene Erzieher Herbert W. Armstrong, der um die historische Rolle Österreichs wusste, sagte voraus, dass das eine wichtige Rolle bei der Vereinigung West-und Osteuropas spielen würde. Österreich stünde mit seinen Maßnahmen historisch nicht allein da; es wurde dazu durch seine Allianz mit einer großen religiösen Macht motiviert, der katholischen Kirche. (Um mehr darüber zu erfahren, bestellen Sie ein kostenloses Exemplar der Broschüre Das Heilige Römische Reich in der Prophetie ). Historisch war die katholische Kirche stark an der Vereinigung Ost-und Westeuropas beteiligt. Herr Armstrongs Nachrichtenmagazin Plain Truth – Die reine Wahrheit schrieb, dass dasselbe auch für die letzte Wiederauferstehung des Heiligen Römische Reichs gilt:

Der Vatikan möchte eine wichtige Rolle als Vermittler zwischen Ost-und Westeuropa spielen. Man kann sich sicher sein, dass der Vatikan auch weiterhin seinen Teil dazu beitragen wird, die osteuropäischen Länder zu hofieren. Seine Ostpolitik war es schon seit langem, diese Länder zurück in den Schoß der Kirche zu führen. Und er wird dieses Ziel sicherlich auch weiterhin verfolgen.

Damit der Vatikan Österreich für seine Vermittlung nutzen kann, braucht das Land einen „christlichen Bundeskanzler.“ Österreich hat in Kurz bereits einen gefunden und somit kann das Vereinigungsprojekt beginnen. Jahrhundertelang war die gemeinsame Religion ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Einheit. Aber jedes Mal, wenn das Vermächtnis des katholischen Glaubens Ost-und Westeuropa vereinigte, war es auf Kosten der Anhänger anderer Glaubensrichtungen.

Bestellen Sie oder laden Sie die Broschüre Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung herunter, um einen ausführlichen Überblick über die Prophezeiungen zu bekommen, die die kommende Vereinigung vorhersagen. 

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