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Warum der Brexit Großbritannien ruiniert

08.03.2019  •  Aus diePosaune.de
Die Abstimmung, die eigentlich Großbritanniens Unabhängigkeit und Stärke wiederherstellen sollte, ist zu einer Katastrophe geworden – und Europa genießt es.
 

„England ist die Mutter der Parlamente“, sagte der britische Staatsmann John Bright im 19. Jahrhundert. Er hatte Recht. Mehr als dreißig Länder verwenden das „Westminster System“, ein Gesetzgebungsmodell benannt nach dem Gebäude, in dem Großbritanniens Parlament untergebracht ist.

Großbritanniens Regierungssystem ist weit davon entfernt, vollkommen zu sein. Aber man kann nicht abstreiten, dass es Erfolg gehabt hat. Der letzte politische Aufruhr geschah vor mehr als 350 Jahren. Seitdem hat Großbritannien überlebt und ist gediehen, während andere Regierungen unter einer Reihe von sozialen Problemen litten und stürzten.

Beginnend mit der französischen Revolution 1789 schwappte eine Welle von politischen Umstürzen nach der anderen durch Europa. Monarchien wurden sowohl in Österreich als auch in Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Portugal, Rumänien und Russland gestürzt. Im zwanzigsten Jahrhundert war die Regierung Großbritanniens fast die einzige europäische Regierung, die wegen der doppelten Bedrohung durch die faschistischen und kommunistischen Parteien nicht ins Wanken geriet – Parteien, die viele andere Regierungen schwächten und zu Fall brachten.

Es ist daher auch kein Wunder, dass viele ehemalige Kolonien des britischen Empires eine ähnliche Regierungsform beibehielten, als sie unabhängig wurden. Kein Wunder, dass auch andere Länder dieses Regierungssystem übernommen haben. Das britische System scheint über eine Stabilität zu verfügen, die von keinem anderen System erreicht wird.

Aber dann kam der Brexit.

Wenige Leute werden die Tugenden von Großbritanniens politischem System jetzt noch loben. Eine Nation, die auf Napoleon und Hitler herabblickte, die unbeeindruckt von dem Blutvergießen bei Ereignissen wie bei der Französischen Revolution blieb, die das größte und beste Imperium der Weltgeschichte anführte und die immer noch die Länder des Commonwealth anführt, ist nun in Auflösung begriffen, nur weil sie versucht, ein glorifizierte Freihandelsabkommen zu kündigen. Warum?

Ein verpfuschter Brexit

Der Brexit-Prozess war von Anfang an ein einziges Chaos. Am 23. Juni 2016 stimmte Großbritannien für den Austritt aus der Europäischen Union. Als Folge davon trat der pro-europäische Premierminister David Cameron zurück. Die Schlacht um seine Nachfolge sah aus wie ein Kapitel aus einer der vielen politischen Comedy-Serien des Landes. Alle Kandidaten vernichteten sich selbst oder gaben sich gegenseitig den Dolchstoß außer einer Kandidatin. Theresa May wurde Premierministerin, weil sonst niemand mehr übrig blieb. Sie schaffte es gerade noch, eine Wahlrede zu halten, bevor auch ihr letzter Rivale von seiner Kandidatur zurücktrat.

Am 29. März 2017 rief Frau May den Artikel 50 auf, der die Uhr für den zwei Jahre dauernden Countdown bis zum Austritt aus der EU startete. Nun war der Druck groß, noch eine Unzahl von Angelegenheiten zu erledigen, bei denen man sich 40 Jahre lang auf Europa verlassen hatte. Wenn Großbritannien nicht in der Lage wäre, nach Ablauf der zweijährigen Frist auf seinen eigenen zwei Beinen zu stehen, würde das Land auf die Hilfe der EU angewiesen sein und wäre sehr anfällig für eine Erpressung von Seiten Europas.

Aber Großbritannien tat nichts anderes als die Zeit zu verlieren. Im April 2017 hielt Frau May erst einmal Parlamentswahlen ab. Während der nächsten zwei Monate war das ganze Land mit der Wahl beschäftigt. Dann kam das schockierende Ergebnis: Frau May und die Konservativen hatten Parlamentssitze verloren, anstatt welche dazuzugewinnen. Eine radikalisierte Labourpartei gewann Parlamentssitze hinzu und die Konservativen konnten überhaupt nur noch dank der Unterstützung der Democratic Unionist Party (DUP) regieren. Angesichts dieser neuen Konstellation könnten schon wenige Parlamentsabgeordnete durch eine Stimmenthaltung jederzeit eine Geiselnahme der ganzen Regierung starten.

Seit diesem schwachen Start haben sich die Dinge nur immer mehr verschlechtert. Während man in Brüssel in den zwei Jahren der Verhandlungen über den Brexit stark, vereint und entschlossen blieb, war Großbritannien geteilt und unentschlossen. Erst im November 2018, nur sechs Monate vor Großbritanniens vorgesehenem Austritt, konnten beide Seiten schließlich einen Brexit-Deal aushandeln. Für Großbritannien war es ein fürchterlicher Deal.

„Wenn die Abgeordneten für diesen Deal stimmen, legen wir unseren Hals ins Joch“, schrieb Boris Johnson, der Frau Mays Außenminister war, bis er wegen ihrer Vorgehensweise beim Brexit-Deal zurücktrat. „Wir bereiten uns darauf vor, eine Kolonialherrschaft durch ausländische Mächte und Gerichtshöfe zu akzeptieren... Wir sind tatsächlich dabei, die gesamte Kontrolle der EU zu überlassen – und dieses 585 Seiten lange Feigenblatt kann trotz seines enormen Umfangs die Peinlichkeit unserer kompletten Niederlage nicht verdecken“ (Telegraph; 18. November 2018).

Der ehemalige Parteivorsitzende der Konservativen Lord Norman Tebbit schrieb, dass man nur schwerlich in dem Abkommen „irgendetwas anderes sehen könne als eine Bestrafung unseres Landes dafür, dass es gewagt hat, sein Recht auf Selbstbestimmung einzufordern, und das alles nur, damit nicht auch noch andere Länder unserem Beispiel folgen“ (ebd., 19. November 2018).

Der Geschichtsprofessor an der Universität Cambridge Robert Tombs schrieb: „Es ist in den modernen internationalen Beziehungen praktisch noch nie vorgekommen, dass sich ein unabhängiges Land freiwillig einer ausländischen Rechtsprechung und Gesetzgebung unterwirft. Eine adäquate Analogie ließe sich allenfalls beim Status einer Kolonie finden (wie zum Beispiel bei den amerikanischen Kolonien vor 1776). Früher wäre es für einen demokratischen Staat unvorstellbar gewesen, seinen eigenen Bürger nicht einmal eine indirekte Abstimmung über die Gesetze zu erlauben, nach denen sie auf unbestimmte Zeit regiert würden: Eine Besteuerung ohne eigene Repräsentanz bis zu einer Höhe von 39 Milliarden Pfund“ (ebd., 17. November 2018).

„Kein Land würde normalerweise solche Bedingungen akzeptieren, es sei denn, es wäre sehr klein, bankrott oder bereits in einem Krieg besiegt worden“, schrieb Ambrose Evans-Pritchard im Telegraph am 14. November 2018.

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(John Thys/AFP/Getty Images)

Derweil war die EU entzückt. Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker rühmte sich damit, dass die EU „fast alles“ in dem Brexit-Vertrag bekommen hätte, was sie wollte. Die Europäische Kommission gab ein Referat heraus, in dem stand, dass der Deal Großbritannien dazu verpflichtete, „auf geradezu beispiellose Weise“ den Regeln der EU zu folgen. Darin stand auch, dass der Vertrag in zukünftigen Verhandlungen „sehr großen Einfluss“ auf Großbritannien hätte.

Aber dieses Brexit-Schlamassel war nicht nur die Schuld der Premierministerin. Auch das Parlament war auf fast beispiellose Weise daran beteiligt. Das hat das Ergebnis in keiner Weise verbessert.

„Das wirkliche Problem ist jetzt natürlich, dass unsere Politiker sich schlecht informiert in einem so hoffnungslosen Durcheinander verrannt haben. dass sich jetzt im Unterhaus für den nächsten Schritt, der dringend gemacht werden müsste, überhaupt keine Mehrheit mehr findet“, schrieb Christopher Booker im Sunday Telegraph. „Die verschiedenen lautstarken Gruppierungen wissen alle, wogegen sie sind, aber sie können sich nicht auf einen positiven Schritt einigen, der uns aus dem tiefen Loch herausholen könnte, in das sie uns allesamt fallen gelassen haben, ohne es zu bemerken... Es gab in der ganzen Geschichte Großbritanniens noch nie eine Zeit, in der das Ansehen der britischen Politiker zu Recht schlechter gewesen wäre – sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch in den Augen der Außenwelt“ (11. Januar).

Das fand auch der Mitverfasser eines Buches von Booker, Richard North, der auf Twitter schrieb: „Heute erleben wir das Parlament im Todeskampf. Noch nie war es so offensichtlich, dass das Parlament als Institution gescheitert ist, aufrecht gehalten von den gleichermaßen glanzlosen Medien, die eine weitere gescheiterte Institution darstellen“ (15. Januar).

Am 15. Januar kam Frau Mays Deal schließlich vor das Parlament. Sie erlitt die schlimmste Niederlage der Neuzeit: 432 Abgeordnete stimmten gegen den Deal und nur 202 dafür.

Die Kritiken waren vernichtend. Politico schrieb: „Die britische Politik ist ruiniert. Sehr wahrscheinlich ist das Durcheinander des Brexits nicht mehr rechtzeitig zu reparieren“ (16. Januar).

„Das ist nicht nur eine Niederlage, es ist schon ein Atomunfall“, schrieb der Telegraph. „Die schlimmste Ohrfeige, die eine britische Regierung in der ganzen politischen Geschichte Großbritannien je bekommen hat.“

„Dies ist nur das Ende eines Anfangs in einem Brexit-Bruderkrieg, der eine ganze Generation andauern wird“, schrieb der Guardian. „Es ist kein Ende in Sicht, es gibt keine Aussicht auf Genesung und es ist auch keine Lösung zur Hand, ganz gleich wie auch immer eine noch so große Zahl von Abstimmungen ausgehen mag“ (14. Januar).

Und so ist die Lage, in der Großbritannien sich heute befindet – es hat sich verpflichtet, die EU am 29.März zu verlassen – aber ohne ein klare Vorstellung, wie das vor sich gehen soll oder was als nächstes passieren wird.

Warum ist die britische Regierung mit dem Brexit so jämmerlich gescheitert? Und was verrät uns das Brexit- Debakel über Großbritanniens Moral und geistige Gesundheit?

Eine präzise Beschreibung

Von dem Tag an, als sich Großbritannien der Gemeinschaft anschloss, die später die Europäische Union werden sollte, sagte Herbert W. Armstrong voraus, dass es auch wieder austreten würde. Er gründete diese Vorhersage auf die Prophezeiungen der Bibel. Wie er in seinem Buch Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung bewies, sind die Briten Nachfahren des antiken Volkes Israel. Gott segnete Großbritannien wegen seines antiken Vorfahrens Abraham. Aber Gott versprach auch, dass diese Segnungen Abrahams Nachfahren wieder genommen und durch Flüche ersetzt werden würden, wenn sie Abrahams Beispiel nicht folgten und sich weigerten, Gott zu gehorchen. Gott prophezeite, Er werde Europa und auch andere Völker benutzen, um Großbritannien zu bestrafen.

Europa würde aufsteigen und Großbritannien würde scheitern. Die Bibel beschreibt Großbritanniens geistige Gesundheit in den letzten Tagen in allen Einzelheiten – und wie das Land scheitern wird.

In Hosea 5, 12 sagt Gott, Er werde für Ephraim, dem israelitischen Stamm, der zum modernen Großbritannien wurde, wie eine Motte sein. „Ein von Motten zerfressenes Kleidungsstück sieht im Schrank noch gut aus, aber wenn man es vom Kleiderbügel nimmt, fällt es auseinander“, schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry in seiner Broschüre Hosea – einen Wirbelsturm ernten. „Gott sagt, Großbritannien ist wie ein von Motten zerfressenes Kleidungsstück... Selbst wenn manche Dinge oberflächlich betrachtet noch gut aussehen mögen, so können sie doch jederzeit auseinanderfallen!“

Es ist klar, dass Großbritannien seit den Zeiten, als es sich noch auf der Höhe der Macht des Empires befand, bereits tief gefallen ist. Aber trotzdem erkennen viele Leute nicht, wie schlecht es um das Land wirklich bestellt ist. Als Großbritannien seinen Austritt aus der EU bekannt gab, sagten ihm viele Leute eine herrliche Zukunft voraus. Von den Ketten Europas befreit, könnte Großbritannien wieder groß und bedeutend werden. Trotz der chaotischen Abwicklung des Brexits blieb man bei dieser Sichtweise. Die von der Henry Jackson Society veröffentlichte „Prüfung der geopolitischen Leistungsfähigkeit“ von 4. Januar verkündete, Großbritannien sei das zweitmächtigste Land der Welt – sogar noch vor China.

Allerdings stellt der Brexit nun das von Motten zerfressene Kleidungsstück auf die Probe. Umso mehr Zeit vergeht, desto offensichtlicher wird, dass es im Begriff ist, auseinander zu fallen.

Andere Bibelstellen beschreiben ein ähnliches Bild. In Levitikus (3. Buch Mose) 26, 19 prophezeit Gott den Ungehorsamen: „Ich werde eure stolze Macht brechen.“ Auch wenn Großbritannien seit den Zeiten des Empires stark nachgelassen hat, so hat es doch immer noch eine gewisse Macht. Aber es besitzt keinen Willen, keine nationale Zielstrebigkeit, seine Macht zu nutzen.

Dieselben Bibelstellen weisen auf einen bedenklichen Mangel an Führerschaft hin.

In Jesaja 3 sagt Gott, Er werde „Jerusalem und Juda“ die Führerschaft nehmen. Juda bezieht sich auf die Juden. Jerusalem, die Hauptstadt aller israelitischen Stämme während der Regierungszeit Davids und Salomons, bezieht sich auf alle modernen Völker des antiken Israels, eingeschlossen Großbritannien.

Gott sagt, Er werde ihnen „Stütze und Stab“ wegnehmen. Genesius‘ Hebräisch-Chaldäisches Lexikon des Alten Testaments definiert das als „die Hauptpersonen des Volkes, auf die sich [die Leute] stützen.“ Im Weiteren zählt Gott sie genau auf: „Den Helden und den Krieger, den Richter und den Propheten, den Wahrsager und den Ältesten, den Anführer einer Fünfzigschaft und den Angesehenen und den Ratgeber und den Zauberkundigen und den, der sich auf Beschwörung versteht“ (Jesaja 3, Verse 2 und 3, Zürcher Bibel). Beim Militär, in der Justiz und besonders in der Politik gibt es keine großen Anführer mehr.

Jesaja 59 beschreibt lebensecht die Resultate eines solchen Mangels an Führerschaft: „Wir harren auf Licht, siehe, so ist‘s finster, auf Helligkeit, siehe, so wandeln wir im Dunkeln. Wir tasten an der Wand entlang wie die Blinden und tappen wie die, die keine Augen haben. Wir stoßen uns am Mittag wie in der Dämmerung, wir sind im Düstern wie die Toten. Wir brummen alle wie die Bären und gurren wie die Tauben; denn wir harren auf Recht, so ist‘s nicht da, auf Heil, so ist‘s ferne von uns“ (Verse 9-11, Lutherbibel, Ausgabe 1984).

In den 1970er Jahren sahen die Zustände in Großbritannien düster aus. Das einstmals großartige Empire war plötzlich zum kranken Mann Europas geworden. Also wandte sich das Land in der Hoffnung auf eine glänzende Zukunft dem Kontinent zu. Jahrzehnte später wurde dann klar, dass es auch in Europa, genau wie Herr Armstrong vorausgesagt hatte, keine Hoffnung gab. Also stimmte das Volk für den Austritt. Das hat allerdings auch nicht die Helligkeit gebracht, nach der sich das Land sehnte. Wohin wir auch gehen, wir wandeln immer im Dunkeln. Nun tasten wir im Dunkeln, stolpern und wissen nicht, was wir tun sollen.

Dieses Kapitel offenbart auch den Grund dieser bedauerlichen Sachlage: „Denn wir sind zu oft von Dir abgefallen“ (Vers 12). Jesaja 3 nennt denselben Grund für unseren Mangel an Führerschaft: „Denn Jerusalem ist gestrauchelt, und Juda liegt da, weil ihre Worte und ihr Tun wider den Herrn sind...“ (Jesaja 3, Vers 8).

Viele Euroskeptiker waren der Meinung, die Mitgliedschaft in der EU sei die Quelle allen Übels in Großbritannien. Der Austritt wäre also die Lösung aller Probleme. Die letzten zwei Jahre haben jedoch gezeigt, dass das ein Irrtum war.

Das soll nicht heißen, die Mitgliedschaft in der EU sei eine gute Sache. In vielerlei Hinsicht war sie ein Fluch. In Hosea 7 Vers 8 heißt es: „Ephraim mengt sich unter die Völker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet.“ Der leitende Redakteur der Posaune Brad Macdonald erklärte diese Bibelstelle kurz nach der Abstimmung über den Brexit so: „Diese Prophezeiung bedeutet, dass sich Großbritannien in der Endzeit mit ausländischen Völkern und Bräuchen, mit fremden Religionen und ausländischen Organisationen – wie mit der EU – verquickt. Vers 9 zeigt, dass das zum Ruin führt: ‚Fremde fressen seine Kraft, doch er will es nicht merken; seine Haare sind schon grau geworden, doch er will es nicht merken.‘ Großbritannien hat heute, wie Hosea prophezeite, keine ‚Kraft‘ mehr: ‚Kraft‘ bedeutet ;,Macht, Energie, Substanz, Reichtum und Stärke‘. Großbritannien ist krank – sehr, sehr krank – und der Grund dafür ist zum größten Teil die Ansiedelung von Ausländern und ausländischen Institutionen wie die Europäische Union. Das ist keine politisch korrekte Aussage, aber es ist die Wahrheit, wie die Realität beweist. (Das darf allerdings auch keinesfalls eine biblische Rechtfertigung für Rassismus und Fanatismus sein!)“

Die EU hat in Großbritannien viele Probleme verursacht. Aber sie ist nicht die Hauptursache. Sie ist nur ein Symptom einer tiefgreifenden Krankheit: die Sünden der Leute. Großbritannien hat für den Austritt aus der EU gestimmt, aber es hat nichts gegen die Duldung der Sünden unternommen. Stattdessen wird mehr als jemals zuvor gegen Gottes Gebote verstoßen.

Eins wird jeden Tag klarer: Der Brexit wird Großbritanniens Probleme nicht lösen. Das kann nur durch Reue erreicht werden – Reue für die Missachtung der Gebote Gottes und die hat es seit dem Brexit nicht gegeben.

Stattdessen werden Gottes Flüche wegen der Verstöße gegen Seine Gebote nur immer schlimmer. „Viele Leute im Vereinigten Königreich blickten letztes Jahr optimistisch in die Zukunft, als die Wähler für den Austritt aus der EU gestimmt hatten“, schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry im Leitartikel der Septemberausgabe 2017. „Aber alles hat sich sehr unschön entwickelt... Der Niedergang des großartigen britischen Empires, dem größten Reich der Menschheitsgeschichte, hat nur wenige Generationen gedauert. Aber das Jahr 2017 war ganz besonders schlecht. Warum?“

Dieser Artikel beschreibt, warum Gottes Flüche schneller als jemals zuvor über das Land kommen. Gott hat große Pläne für Großbritannien. Er gab Großbritannien das größte und beste Weltreich der Geschichte – nicht nur um sein Volk, die Nachkommen Abrahams, zu segnen, sondern auch, weil es als Vorbild für die anderen Völker dienen sollte und diese so von Armut, Unwissenheit, Krankheit und von den falschen Religionen befreien würde. Er wollte, dass die anderen Völker Großbritannien bewunderten und sagten: „Und wo ist so ein großes Volk, das so gerechte Ordnungen und Gebote hat wie dies ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?“ (5. Buch Mose 4, 8). Er wollte, dass die anderen Völker dazu angeregt würden, dass britische Regierungs- und Rechtssystem zu übernehmen.

Aber Gott will nicht, dass die Völker Großbritanniens parlamentarisches System imitieren. Er will, dass das Land sich Ihm unterwirft. Indem Er Großbritannien segnete, gab Er ihm Gelegenheit, ein Vorbild für die Welt zu sein, aber wir haben diese Gelegenheit nicht genutzt.

Und nun ist Gott dabei, die modernen Völker Israels solange zu berichtigen, bis sie sich Ihm zuwenden. Erst wenn das geschieht, wird Großbritannien Gelegenheit haben, weit mehr als nur die Mutter der Parlamente zu sein. Es wird mithelfen, die ganze Welt zu Gott zu führen. 

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