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Putin und Erdoğan klopfen wieder an Frau Merkels Tür

Sanktionen zwingen die beiden Autokraten, mit Deutschland über Syrien zu verhandeln.

Deutschlands diplomatische Beziehungen mit der Türkei und Russland verbessern sich wieder. Einige Jahre lang waren diese Beziehungen eher frostig. Reuters berichtete am 17. August: „Aber jetzt brach ein diplomatisches Feuerwerk aus “ (Übersetzung durch weg von der Posaune).

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel traf sich am 18. August mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer dreistündigen Diskussion. Ein Treffen mit dem Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ist für September geplant.

Frau Merkel sagte vor dem Treffen mit Putin, eine Lösung für Syrien werde diskutiert. Sie sagte, ihre Beamten prüften die Möglichkeit von Verhandlungen über Syrien, an denen die Türkei, Russland, Deutschland und Frankreich teilnehmen würden.

Vor nicht allzu langer Zeit schien ein politisches Einvernehmen zwischen diesen Ländern noch abwegig. Es gibt zumindest drei Gründe, warum die Beziehungen zu Russland und der Türkei sich nun bessern: Amerikas Außenpolitik hat sich geändert, die katastrophale wirtschaftliche Lage in Russland und in der Türkei und der fortwährende Krieg in Syrien.

Sowohl die Türkei als auch Russland wünschen nun Deutschlands Einbeziehung in Syrien. Eine Prophezeiung in Psalm 83 weist darauf hin, dass Syrien sich mit Deutschland verbünden wird. An diesem Punkt sind wir noch nicht angekommen, aber Deutschland kann seinen wirtschaftlichen Einfluss nutzen, um politisch etwas in Syrien zu erreichen. 2012 zu Beginn der Krise in Syrien schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry (Hervorhebung hinzugefügt).

In Syrien können wir gerade beobachten, dass eine der wichtigsten biblischen Prophezeiungen dabei ist, sich zu erfüllen! Was jetzt in Syrien passiert, wird mächtige Länder zu einer Kursänderung bringen und die Grundfesten dieser Welt erschüttern.

Wussten Sie, dass der Psalter in der Bibel die Zukunft Syriens prophezeit? Dieses Land ist ein wichtiger Teil des Gleichgewichts der Mächte im Vorderen Orient und Psalm 83 prophezeit, dass sich Syriens Bündnisse dramatisch und gewaltsam verändern werden. Das wirkt sich auf viele Länder aus und am Ende wird ein totaler Krieg überall auf der Welt ausbrechen!

Diese Prophezeiung offenbart den Ausgang des Aufbegehrens in Syrien. Sie verrät auch die äußerst wichtige Verwicklung eines größeren, außenstehenden Landes – eine Entwicklung, die wir jetzt bereits beobachten können.

Die Entwicklung, die wir damals vorhersahen, macht heute Schlagzeilen. 2012 erschien eine Einmischung Deutschlands in der Region unwahrscheinlich. Sie war von Russland unerwünscht und wurde von den Vereinigten Staaten nicht für nötig gehalten. Zu dieser Zeit war Deutschland ein mehr oder weniger besorgter Beobachter, auch wenn es großes Interesse daran hatte, den Flüchtlingsstrom von Syrern und anderen Migranten einzuschränken. Aber jetzt scheint Deutschlands Intervention die logische Lösung zu sein.

Syrien wird immer noch von dem pro-iranischen Präsidenten Bashar Assad beherrscht, der es trotz des bereits sieben Jahre andauernden Bürgerkriegs geschafft hat, an der Macht zu bleiben – größtenteils Dank der militärischen Unterstützung Russlands. Aber Russland kann seine Unterstützung nicht länger garantieren.

Russlands Bedürfnisse

Nachdem Russland 2014 in die Ukraine einmarschierte, verhängten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union Sanktionen gegen Russlands Machthaber und seine Unternehmen. Experten schätzen, dass die Militärhilfe des Assad Regimes Putin jeden Tag 3 Millionen Dollar kostet und dass Russland seit 2015 bereits insgesamt 3,5 Milliarden Dollar für seine militärische Unterstützung in Syrien ausgegeben hat.

Putin weiß, dass weder Russland noch seine Partner, der Iran und China in der Lage sind, Syrien die Stabilität zu bescheren, die es braucht.

Abgesehen von der militärischen Unterstützung braucht das Assad Regime dringend auch wirtschaftliche Unterstützung. Die geschätzten Kosten für den Wiederaufbau des Landes werden sich auf 250 Milliarden bis zu einer Billion Dollar belaufen. Eine Zeit schien es, als würden die Vereinigten Staaten bei der Finanzierung des Wiederaufbaus Syriens behilflich sein. Aber unter US Präsident Donald Trump bekommt Putin von den USA jetzt nur noch immer mehr Sanktionen.

Russland sucht deshalb dringend einen neuen Verbündeten. In seiner Verzweiflung wendet sich Putin an Deutschland.

Putins Besuch im August ist das erste bilaterale Treffen in Deutschland seit Russlands Intervention 2014 in der Ukraine.

Treffen zwischen diesen beiden Staatsoberhäuptern sind durchaus keine Selbstverständlichkeit. In den viereinhalb Jahren, die seit Russlands Intervention in der Ukraine und der Angliederung der Krim-Halbinsel vergangen sind, gab es nur selten solche Treffen. Die Kontakte zwischen beiden Ländern beschränkten sich auf Begegnungen während der Gipfeltreffen, Telefongespräche und nur zwei bilaterale Besuche Merkels in Russland.

Aber 2018 kehrt sich dieser Trend um. Vergangenen Mai reiste Frau Merkel nach Sochi, um sich mit Putin zu treffen. Später empfing sie den russischen Außenminister Sergie Lawrow und den Stabschef Waleri Gerassimow im Kanzleramt in Berlin.

Der wichtigste Punkt der Diskussion zwischen Putin und Merkel war Syrien. Russland bittet Europa um Hilfe beim Wiederaufbau Syriens.

Das Dilemma der Türkei

Auch Syriens Nachbar im Norden bittet Deutschland um Hilfe. Die türkische Wirtschaft schwächelt. Ernste wirtschaftliche Probleme ausgelöst von den US-Sanktionen bewirkten, dass die türkische Lira inzwischen schon ein Drittel ihres Wertes (im Vergleich zum Dollar) verloren hat.

Einige Tage nach den von den USA auferlegten Sanktionen am 13. August telefonierte Erdoğan mit Frau Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Erdoğan beklagte sich über die neuen Zölle und beide Staatsoberhäupter pflichteten ihm bei.

Während die Beziehungen der Türkei mit den Vereinigten Staaten sich immer mehr verschlechtern, entsteht eine historische neue Allianz. (Lesen Sie unseren Artikel „Ist das das Ende des Bündnisses zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten?“)

Es ist gerade mal ein Jahr her, dass die Türkei und Deutschland wegen Erdoğans autoritärer Machtergreifung und der darauffolgenden Reaktion Deutschlands aneinandergerieten. Erdoğan warf Deutschland vor, Nazi-Praktiken anzuwenden. Er machte Deutschland schwere Vorwürfe, nachdem dort Wahlveranstaltungen für seine in Deutschland lebenden türkischen Anhänger verboten wurden. Jetzt hat Frau Merkel Erdoğan politisch erheblich aufgewertet, weil sie ihn zu einem Staatsbesuch am 28. September in Berlin einlud. Aber dieses Mal kommt er, um sie um Hilfe zu bitten. Er braucht Deutschlands finanzielle Unterstützung.

Außerdem wird die Türkei inzwischen durch den Krieg in Syrien stark in Mitleidenschaft gezogen. Hunderttausende von Flüchtlingen suchen in der Türkei Zuflucht. Das Land ist überfordert und sucht verzweifelt nach einem schnellen Lösungskonzept für den syrischen Krieges.

Erdoğan hat nun dringend ein Treffen mit Russland, Deutschland und Frankreich verlangt, um eine gemeinsame Strategie auszuhandeln. Während er auf eine Antwort wartet, sucht er weiter verzweifelt nach Lösungen.

Deutschlands Gelegenheit

Deutschland will auch eine Lösung für Syrien finden. Die andauernde Flüchtlingskrise zwingt Europa zum Handeln. Deutschland hegt die Hoffnung, die Krise nutzen zu können, um seine geopolitischen Wunschvorstellungen in Syrien voranzutreiben. Lesen Sie „Deutschlands geheime Strategie zur Vernichtung des Irans“, um mehr darüber zu erfahren (nur auf Englisch). Aber im Gegensatz zur Türkei und Russland hat Deutschland Zeit und kann warten. Nächstes Jahr wird Deutschland einen vorübergehenden Sitz im Sicherheitsrat der UNO bekommen, was ihm unter anderem auch mehr Einfluss in Syrien verschaffen wird.

Diese Gespräche sind schwierig. Putin, Erdoğan und führende europäische Politiker verfolgen in der Region unterschiedliche Ziele. Europas Forderungen nach einer Demokratisierung des Regimes in Syrien stieß lange Zeit auf Widerstand von Seiten Russlands.

Aber je länger Deutschland abwartet, umso eher werden die Türkei und Russland bereit sein zu verhandeln. Reuters berichtete: „Deutsche und europäische Diplomaten bemerken, dass die Türkei und Russland jetzt eher zu Gesprächen bereit sind. Es heißt, dass ‚man den Dialog auf allen Ebenen‘ suche.“ Der Bericht fährt fort:

Beide Länder sind von den USA erheblich unter Druck gesetzt und sanktioniert worden. Beide Präsidenten, die bis vor kurzem noch vor Selbstvertrauen strotzten, stehen nun unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Deshalb haben beide nun die EU und Deutschland nach Phasen der aggressiven Auseinandersetzung als potentielle Partner wiederentdeckt.

Präsident Trumps zusätzliche Sanktionen haben das harte Herz der Autokraten erweicht und sie in Deutschlands Arme getrieben. Während Erdoğan und Putin sich gegen Trump verbünden, kapitulieren sie angesichts Deutschlands wirtschaftlicher Stärke, um von ihm unterstützt zu werden.

Die Schwäche der Autokraten ist Europas Chance“, verkündete Deutschlands Süddeutsche Zeitung am 19. August: „Russland, die Türkei und China leiden unter wirtschaftlichen Problemen, mangelhafter Außenpolitik und Trumps Sanktionspolitik. Sie erkennen jetzt, dass sie Europa brauchen.“

Putin hatte gehofft, dass Amerika die für Syrien nötige Wirtschaftshilfe liefern würde, um unabhängig von Europa zu bleiben. Aber Präsident Trump hatte Einwände gegen eine solche Hilfeleistung. Daher sah sich Putin gezwungen, mit Frau Merkel zu reden. Er kennt Deutschlands eigene strategische Interessen und weiß, dass ein Übereinkommen nicht ohne Kompromisse zu erreichen sein wird.

Russland und die Türkei sehen ein, dass Syrien ohne die Hilfe aus Europa verloren ist. Europa und Amerika bestanden auf einer Zukunft Syriens ohne Assad. Aber Russland schaffte es, Syrien politisch und militärisch unter seine Kontrolle zu bringen. Es gelang ihm, Assad an der Macht zu halten und zu verhindern, dass die Rebellengruppen an die Macht kamen.

An diesem Punkt ist es für Putin besser, mit Deutschland zu verhandeln. Wenn er das nicht tut, wird seine Außenpolitik in Syrien aus Geldmangel in einem Dilemma enden.

Deutschland ist geneigt, ihm zuzuhören. Wie der Experte für Außenpolitik von Deutschlands Grüner Partei Omid Nouripour erklärte: „Besonders in Zeiten, in denen die USA als regulierende Macht ausfallen, müssen die Europäer ihre eigenen Lösungen finden.“

Erfüllte Prophezeiungen

Deutschland wünscht sich eine europafreundliche Regierung in Syrien. Es hat bereits Pläne, seine Vorstellungen während seiner Mitgliedschaft 2019 – 2020 im UN Sicherheitsrat durchzusetzen. Deutschland wird die Kursrichtung Syriens nicht ändern können, wenn Russland damit nicht einverstanden ist. Aber Deutschland wird nicht ruhen, bis es Syrien unter seiner Kontrolle hat. In seinem Artikel „Wie die Syrienkrise enden wird“, erläutert Herr Flurry:

Für Deutschland geht es bei der syrischen Revolution überhaupt nicht um eine humanitäre Krise. Es geht um Geopolitik und darum, wie Berlin seine strategischen Interessen im Nahen Osten voranbringen kann!

Amerika war zu nachgiebig, um den Iran zu zähmen und seine Verbündeten zu neutralisieren, aber Deutschland wird nun einsteigen und das entstandene Machtvakuum ausfüllen. Die ganze Welt muss aufmerksam darauf sein, was Deutschland im Vorderen Orient machen wird.

Die meisten Leute sind mit Blindheit geschlagen und sehen nicht, was in Syrien vor sich geht. Aber wir haben ihnen nun schon seit 70 Jahren gezeigt, was die Bibel für die Zukunft prophezeit – nicht nur für Syrien, sondern für die ganze Region und die ganze Welt.

Die Prophezeiungen in der Bibel enthüllen, dass Syrien schon sehr bald nicht mehr mit dem Iran verbündet sein wird. Sie zeigen auch, dass Deutschland mithelfen wird, diese Spaltung zu bewirken.

Ein Bündnis mit Russland und der Türkei ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Machtergreifung Deutschlands in Syrien. Aber Deutschland hat auch verlauten lassen, es würde Syrien nicht wieder aufbauen, solange es unter der Herrschaft Assads verbleibt. Die Türkei zieht einen Machtwechsel in Syrien vor, also steht Putin unter Druck, einen Kompromiss zu machen.

Eine Prophezeiung in Daniel 11 deutet darauf hin, dass Russland Deutschland gestatten wird, in Syrien Fortschritte zu machen. Die Prophezeiungen sagen voraus, dass Deutschland die Kontrolle über einige Länder im Vorderen Orient erhält, bis „es aber Gerüchte erschrecken werden aus Osten und Norden“ (Vers 44). An diesem Punkt angelangt werden Russland und andere asiatische Länder sich gegen Deutschlands Vormarsch zusammentun. Bestellen Sie ein kostenloses Exemplar von „Der prophezeite Fürst von Russland“, um Näheres darüber zu erfahren. Die Bibel prophezeit, dass die Krise in Syrien bald die ganze Welt in einen Weltkrieg stürzen wird. Aber das ist nicht das Ende. Herr Flurry fährt fort:

Das wird dazu führen, dass die Menschheit zweieinhalb Jahre lang in die Große Trübsal gerät; danach kommt ein Jahr lang der Tag des Herrn. Am Ende des Tages des Herrn wird Jesus Christus auf die Erde zurückkehren und jede Rebellion gegen Ihn niederwerfen. Schlussendlich wird Er alle Länder erobern und uns für immer Frieden, Freude und Glückseligkeit bringen!

Dahin werden die Ereignisse in Syrien am Ende führen. Beobachten Sie Syrien also sorgfältig und überzeugen Sie sich davon, dass das, was Sie beobachten, auch wirklich von der Bibel prophezeit wurde!

Lesen Sie Guttenberg fordert deutsche Intervention in Syrien , um mehr darüber zu erfahren, wie die Ereignisse in Syrien zu einem so wundervollen Ausgang führen werden. 

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