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Polnische Grenzpolizisten arbeiten bei der europäischen Agentur für Grenzschutz und Küstenwache - 28. März.

LOUISA GOULIAMAKI/AFP/Getty Images

Ist Europas Grenzpolizei dabei, zu seinen Streitkräften zu werden?

28.05.2018  •  Aus diePosaune.de
Die EU will erhebliche Streitkräfte schaffen, die überall in der EU eingesetzt werden können - auch ohne die ausdrückliche Genehmigung des Gastlandes.
 

Nach den ursprünglichen Haushaltsentwürfen vom 2. Mai will die europäische Kommission den Haushalt der europäischen Agentur für Grenzschutz und Küstenwache erheblich aufstocken.

Die europäische Union schuf diese Institution 2016 und sie hat gegenwärtig 1.500 Mitarbeiter.

Wie ich letztes Jahr bereits anmerkte, ist diese Streitmacht der Grenzpolizei winzig klein, „aber diese neue Streitmacht macht den Anfang von etwas sehr großem.“

„Der heutige Tag ist ein Meilenstein in der Geschichte des europäischen Grenzschutzes“, sagte der Beauftragte der EU für Migration, Innenpolitik und Staatsangehörigkeit Dimitris Avramopoulos, als die neue Agentur geschaffen wurde. Von nun an ist die EU-Außengrenze eines Mitgliedstaats auch die EU-Außengrenze aller Mitgliedstaaten – sowohl rechtskräftig als auch operativ.

Die neue Streitmacht kann „aus eigener Initiative“ in jedem EU Land eingesetzt werden. Hier nochmals, was ich letztes Jahr schrieb:

Sie kann ihre Soldaten dorthin schicken, auch wenn das Land, in das sie gehen, ihren Einsatz nicht wünscht. Die EU Nationen verzichten auf ihr Recht des Gewaltmonopols innerhalb ihrer eigenen Grenzen. Zum ersten Mal wird es paneuropäische Streitkräfte geben, die das Recht haben, überall in der Union zum Einsatz zu kommen.

Nachdem diese Grenztruppe einmal geschaffen ist, wird es nicht zu schwierig sein, sie später zu erweitern.

Die Erweiterung hat schon begonnen. Am 2. Mai veröffentlichte die Kommission Haushaltsentwürfe für 2021 bis 2027. Man will die Grenztruppe bis 2027 auf 10.000 Mann aufstocken. Das berichtete der EU Observer:

Man weiß noch nichts genaues; man wird erst Mitte Mai genaueres erfahren. Aber es gibt Hinweise dafür, dass geplant ist, die Grenztruppe innerhalb von Frontex zu schaffen.

Frontex ist die Organisation, die 2016 zur Grenzagentur wurde. Im Moment besteht die 1500 Mann starke Grenztruppe aus Grenzpolizisten, die von verschiedenen Ländern leihweise zur Verfügung gestellt wurden. Die Übersicht über die Pläne der Kommission lässt auf etwas dauerhaftes schließen. Die Kommission will das Budget der Frontex fast verdreifachen, die stärkste Erhöhung im ganzen Haushalt.

Die Sprecherin von Frontex, Ewa Moncure stellte fest, dass die Organisation mehr Handlungsfreiheit auf See braucht. Im Moment könne sie nur Schiffe schicken, wenn spezifische Übereinkünfte getroffen wurden. Wie der EU Observer schrieb: Sie wollen das ändern, damit sie ihre Boote jederzeit, wo und wann auch immer einsetzen können, wo es ihnen nötig erscheint.

Europa ist also auf dem besten Weg, seine eigenen, 10.000 Mann starken Streitkräfte zu bekommen, die es überall innerhalb seiner Grenzen einsetzen kann, auch ohne die Zustimmung des betroffenen Landes. Das sieht militärischen Streitkräften der EU schon sehr ähnlich.

Natürlich werden diese Streitkräfte nicht über Schlachtschiffe, Panzer oder Kampfjets verfügen. Aber die Schaffung dieser Grenztruppe ist ein weiterer großer Schritt in Richtung EU Streitkräfte.

Europa erhält seine Streitkräfte in vielen kleinen Schritten. Die deutschen Landstreitkräfte haben ein Großteil der niederländischen Streitkräfte übernommen und übernehmen gerade beträchtliche Teile der tschechischen und rumänischen Streitkräfte. Eine EU Kommandozentrale wurde geschaffen, auch wenn bisher nur gestattet wurde, von dort Ausbildungsmissionen zu befehligen. Das sind kleine Anfänge. Wie ich schon letztes Jahr schrieb, „wurde ein Präzedenzfall geschaffen. Einen Einsatzbefehl auszustellen oder mehr Personal einzustellen – sogar sehr viel mehr Personal – ist jetzt einfacher, da die Organisation dafür schon mal geschaffen worden ist.“ Wir können das jetzt schon an der Küstenwache sehen.

Europa besitzt ein enormes Machtpotential. Amerika übt Druck auf Deutschland aus, damit es zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für seine Streitkräfte ausgibt. Wenn die Deutschen dem nachkommen würden, hätten sie einen erheblich höheren Verteidigungshaushalt als Russland. Kombinieren Sie das mit den anderen Ländern und Sie erhalten eine militärische Macht, mit der man rechnen muss. Die EU hat eine Wirtschaft etwa so groß wie die der Vereinigten Staaten. Frankreich ist bereits Atommacht. In den Niederlanden, in Deutschland und in Italien lagern amerikanische Atomwaffen.

Herbert W. Armstrong warnte jahrzehntelang vor dieser militärischen Union. Im Mai 1953 schrieb er, „dass zehn mächtige europäische Länder ihre Kräfte vereinen würden.“ Im August 1978 warnte er: „Die Europäer sind viel besorgter um ihre Sicherheit und verlassen sich für ihren Schutz auf die Militärmacht der Vereinigten Staaten, als die Amerikaner einsehen! …

„Die Europäer wollen ihre eigenen Streitkräfte! Sie wissen, dass die politische Union Europas die drittgrößte Weltmacht hervorbringen würde, so stark wie die USA oder die Sowjetunion – vielleicht sogar noch stärker!“

Herr Armstrong basierte seine Vorhersagen auf der heiligen Schrift, auf dem Buch Daniel Kapitel 2 und 7 sowie auf Offenbarung 13 und 17. Diese Kapitel beschreiben eine europäische Macht, die aus zehn Ländern oder Ländergruppen besteht, die in dieser Endzeit in Erscheinung treten wird. In Offenbarung 17 heißt es, dass diese Könige „eines Sinnes sind“ (Vers 13) und dass sie „kämpfen werden“ (Vers 14).

Noch viele andere Bibelstellen warnen vor einer großen, Krieg führenden Macht in dieser Endzeit. Um mehr über diese Macht zu erfahren und über die Schritte, die Europa unternimmt, um zu dieser Macht zu werden, lesen Sie unseren Trendartikel „Europa verstärkt seine Bemühungen zur Einrichtung vereinigter Streitkräfte .“ 

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