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Frau Merkel unterstützt den militärischen Zusammenschluss Europas

04.07.2018  •  Aus diePosaune.de
Die deutsche Kanzlerin befürwortet die Annahme eines Vorschlags des französischen Präsidenten zur militärischen Integration.
 

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel erklärte am 3. Juni, sie habe eine positive Einstellung zum Vorschlag des französischen Präsidenten zur weiteren militärischen Integration Europas.

Macron umriss seinen Plan für eine reformierte Eurozone in einer Rede am 17. September 2017. Er forderte eine militärische Eingreiftruppe der Europäischen Union mit einem Etat, über den man sich bis etwa 2020 einigen müsse. Er versuchte, Deutschland dazu zu bringen, sich an seinem Plan für die militärische Vereinigung Europas zu beteiligen. Er sagte dazu folgendes: „Wir können unsere Ambitionen nicht allein verwirklichen. Ich habe das schon mehrmals gesagt: Sie müssen zusammen mit Deutschlands Ambitionen verwirklicht werden.“

Frau Merkel unterstützte Macrons Vorschlag kürzlich in einem Interview (interview) mit einer deutschen Zeitung unter der Bedingung, dass er sich „in die Struktur der militärischen Zusammenarbeit einbinden lässt“. Diese Zusammenarbeit, die Permanente Strukturierte Kooperation (pesco), wurde von 25 Staaten vereinbart. Sie hilft diesen Ländern, sich gegen Drohungen auch ohne die Hilfe der Vereinigten Staaten zu schützen. Allerdings geht pesco für Macron nicht weit genug.

Deutschland hat Europa bereits zu einem kooperativeren und integrierten Militär verholfen. Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat mit kleineren Gruppen von Ländern innerhalb der pesco bei Projekten wie zum Beispiel bei gemeinsamen Ausbildungsmissionen zusammengearbeitet. Der Europäische Verteidigungsfonds, der im Juli 2017 geschaffen wurde, stellt europäischen Ländern Geld für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Waffen zur Verfügung.

Ende 2016 forderte auch der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker eine engere militärische Zusammenarbeit. Er sagte: „Wir müssen auch gemeinsame militärische Einrichtungen schaffen, von denen manche Eigentum der EU sein könnten.“ Anfang letzten Jahres vereinbarten Deutschland, Rumänien und die Tschechische Republik, ihre militärische Zusammenarbeit zu verstärken. Divisionen der beiden kleineren Länder werden sich der deutschen Panzerdivision und der Division der schnellen Eingreiftruppe anschließen.

Diese Pläne dienen der Zusammenlegung der europäischen Streitkräfte zu einer einzigen Streitmacht oder gemeinsamen militärischen Streitkräfte unter nur einem gemeinsamen Oberkommando. Macrons Plan, eine gemeinsame Eingreiftruppe zu schaffen, ist ein großer Schritt in diese Richtung. Dazu gehören auch Maßnahmen, die Europäische Kommission auf nur 15 Länder zu beschränken.

Die allmähliche militärische Zusammenlegung in einem einzigen militärischen Block ist wichtig, da die europäischen Länder den Vereinigten Staaten immer weniger vertrauen.

Anfang Mai ließ Frau Merkel verlauten: „Es ist nicht mehr so, dass die Vereinigten Staaten uns einfach so beschützen werden. Vielmehr müssen die Europäer ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das ist unsere Aufgabe für die Zukunft.“ Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz teilt Frau Merkels Ansichten. Er sagte: „Die USA sind uns gegenüber immer unzuverlässiger geworden. … Das wichtigste ist, dass Europa zusammenhält.“

Der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk bezog sich auf den US-Präsidenten, als er sagte: „Mit solchen Freunden – wer braucht da noch Feinde?“

Während sich Europa mehr und mehr von den Vereinigten Staaten distanziert, rücken die EU Staaten näher zusammen. Mit der zunehmenden Bedrohung durch Russland im Osten und dem drastischen Streitpunkt der Flüchtlingskrise sehen die führenden europäischen Politiker die dringende Notwendigkeit, enger zusammenzuarbeiten.

Die Uneinigkeit zwischen Deutschland und Frankreich in anderen Bereichen der Reform brachte Macron dazu, die Deutschen zur Zusammenarbeit zu drängen. Die Kanzlerin Merkel widersprach Macrons wirtschaftlichen Vorschlägen in ihrem Interview und sagte: „Die Solidarität zwischen den Euroländern sollte niemals zu einer Schuldenunion führen.“ Allerdings lockerte Frau Merkel am 7. Juni ihren festen Standpunkt etwas, da sie die Notwendigkeit eines Kompromisses erkannte. „Diese Reformen können nur funktionieren, wenn wir Kompromisse machen“, sagte sie. „Aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir besonders für eine Annäherung der Länder der Eurozone einiges tun müssen – mehr als für die Länder, die den Euro nicht haben.“

Mit jedem geschlossenen Vertrag und Abkommen und mit jedem angenommenen Vorschlag nähert sich Europa langsam immer mehr der militärischen Einheit, die durch eine Union von zehn Ländern zustande kommen wird – die siebte Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reichs – dessen Aufstieg schon vor über 80 Jahren prophezeit wurde. (Um mehr über diesen Machtblock in Erfahrung zu bringen, lesen Sie bitte unsere kostenlose Broschüre Deutschland und das Heilige Römische Reich ).

Vor langer Zeit, nämlich schon Mitte der 1930er Jahre verkündete Herbert W. Armstrong den möglichen Aufstieg einer alles beherrschenden, militaristischen europäischen Supermacht, die bald auf der Weltbühne erscheinen würde. 1956 erklärte er: „Es wird zehn Diktaturen geben, die eine eiserne Herrschaft über zehn europäische Länder ausüben werden. Diese zehn Länder werden ihre militärische Macht einem alles beherrschenden, gemeinsamen Anführer anvertrauen.“ (Betonung hinzugefügt). Herr Armstrong sagte das noch während des langwierigen kalten Kriegs voraus, als die osteuropäischen Länder noch vom sowjetischen Kommunismus beherrscht wurden.

Herr Armstrong basierte seine Voraussagen auf Prophezeiungen in der Bibel über eine europäische Militärmacht. Prophezeiungen in Offenbarung 17 zeigen, dass sie so viel Macht und militärische Stärke besitzen wird wie die bereits existierenden Weltmächte und dass diese Großmacht „Krieg führen wird“.

Schon 1978 stellte Herr Armstrong fest, dass „die Europäer ihre eigenen vereinigten Streitkräfte wollen! Sie wissen, dass eine politische Union Europas zur Entstehung einer dritten großen Weltmacht führen würde, die so mächtig wie die USA oder die Sowjetunion wäre – vielleicht sogar noch mächtiger!“

Europa ist nun dabei, sein Ziel, die militärische Einheit anzusteuern. Verfolgen Sie die weitere Entwicklung dieses Trends, während Deutschland den Kontinent in seine prophezeite Union führt. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, lesen Sie unseren Trendartikel „Europa verstärkt seine Bemühungen zur Einrichtung vereinigter Streitkräfte .“ 

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