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TOBIAS SCHWARZ/AFP/GETTY IMAGES

Europas laufendes Einigungsprojekt

29.11.2017  •  Aus diePosaune.de
Wiederholte Wiederauferstehungen einer europäischen Supermacht in der Geschichte lassen in unseren Tagen den Aufstieg einer gewaltigen Konföderation vorausahnen.
 

In den letzten zwei Jahrtausenden hat Europa die Weltgeschichte beherrscht. Römische Münzen wurden überall gefunden, angefangen von Großbritannien über ganz Nordafrika und sogar in so weit entfernten Ländern wie China. Aus gutem Grund konzentrieren sich die Studierenden der Weltgeschichte dieser Zeit auf Europa.

Aber ist Europas Herrschaft schon ganz vergangen? Ist Europa mit allen seinen kleinen, bevölkerungsschwächeren Ländern in einer Welt der gewaltigen Supermächte – die Vereinigten Staaten, Russland und China – nicht überholt?

Wenn man sich heute Europa ansieht, kann man sich schwerlich das Erscheinen eines neuen Karls des Großen, Napoleons oder Hitlers vorstellen. Vielen politischen Beobachtern scheint die Vorstellung, Europa könnte sich nochmal an einem vernichtenden Weltkrieg beteiligen oder ihn gar auslösen, ungeheuerlich und ein Ding der Unmöglichkeit.

Europas sagenumwobene Geschichte, seine Verließe und Schlösser, seine antiken Waffen und berühmten Schlachtfelder, seine gefeierte, mittelalterliche Vergangenheit voller politischer und königlicher Intrigen dient für die meisten Europäer nur noch dazu, die Touristen anzulocken. Die Zeiten der Eroberungen und der großen Reiche Europas sind vorbei.

Man kann diese Sichtweise verstehen. Schließlich hat das europäische Militär die Welt seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr in Konflikte gestürzt. Europa ist multikulti und fortschrittlich – führend in der Welt bei der Verteidigung der Menschenrechte und beim Umweltschutz. Abgesehen davon kämpft Europa gerade sowohl gegen den wirtschaftlichen und finanziellen Ruin als auch gegen soziale Unruhe und Aufruhr. Darüber hinaus ist die europäische Union eine ineffiziente, schwerfällige Ansammlung von Ländern, die gegensätzliche Interessen haben und festgefahren durch die Bürokratie offensichtlich nicht in der Lage sind, jemals eine führende Weltmacht zu werden, ganz zu schweigen von einer todbringenden imperialen Supermacht.

Aber 1500 Jahre europäischer Geschichte sollten uns davor warnen, die zerstörerische Kraft der europäischen Länder zu unterschätzen.

Wir dürfen Europa nicht nur in seinem jetzigen Zustand betrachten. Es muss im historischen Zusammenhang studiert werden. Und wir müssen Europas Potential berücksichtigen. In der EU leben über eine halbe Milliarde Menschen – fast zehn Prozent der Weltbevölkerung. Seine Wirtschaft ist doppelt so groß wie die Chinas und größer als die Wirtschaft Amerikas. Ein Fünftel der globalen Wirtschaftstätigkeit findet in der EU statt. Die europäischen Länder beschäftigen 1,5 Millionen Leute in ihren Streitkräften. Und Europa wird von einem der stärksten, gesündesten und beliebtesten Länder angeführt: Von Deutschland.

Europa hat ein enormes Potential, eine bedeutende Großmacht zu werden, sowohl in finanzieller und politischer als auch in militärischer Hinsicht.

Europa hat in seiner imperialistischen Geschichte lange Zeit die Welt beherrscht. Stellen Sie sich vor, alle diese Elemente der Macht werden zu einer zusammenhängenden, dynamischen geopolitischen Einheit zusammengefügt.

Was wäre, wenn die Entstehung eines so eindrucksvollen Imperiums schon kurz bevor stünde?

Die Posaune sagt voraus, dass Europa sich vereinigen und ein großartiger Antriebsmotor für die ganze Welt werden wird. Die Einheit in Europa wird nicht vollkommen sein, sie wird nicht so leicht und friedlich zu erreichen und sicher auch nicht von Dauer sein. Aber Europa wird eine vereinte Supermacht und eine ernstzunehmende, abschreckende Weltmacht. Die Entstehung dieses neuen Europas wird weitreichende und dramatische Konsequenzen für uns alle haben.

Worauf stützt sich diese Vorhersage? Bedenken Sie unsere Geschichte und die Geschichte unseres Vorbilds, der Zeitschrift the Plain Truth (Die reine Wahrheit) unter der Leitung des Herausgebers und Autors Herbert W. Armstrong. Wie Sie sehen werden, stützt sich die Vorhersage auf die sicheren Prophezeiungen der Bibel.

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Die Europäische Union ist eine politische und wirtschaftliche Union von 28 Mitgliedstaaten.

Vorhersagen

Gleich nach dem zweiten Weltkrieg, als Deutschland noch in Schutt und Asche lag, hat Herbert W. Armstrong vorhergesagt, dieses Land würde sich wieder erheben und eine Vereinigung von Ländern auf dem Territorium des antiken römischen Reichs anführen. Man kann sagen, dass das die wichtigste Prophezeiung in den 50 Jahren seiner Amtszeit als Prediger war.

Bedenken Sie, wie zerstückelt Europa und wie schwach das Nachkriegsdeutschland zu dieser Zeit waren und wie unwahrscheinlich es erschien, dass Deutschland schon bald wieder das führende Land des Kontinents sein würde.

Nun sehen Sie sich an, wie es heute in Europa aussieht.

Herr Armstrong wusste, dass die europäische Wirtschaftsgemeinschaft der 1950er Jahre das Anfangsstadium der letzten Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reichs war. Seine Zeitschrift Die reine Wahrheit schrieb im September 1967 vor einem halben Jahrhundert:

Wenn die 300 Millionen Europäer vereinigt wären und mit einer Stimme sprechen könnten, dann würden sie die stärkste Großmacht der heutigen Welt übertreffen. Sie können fest damit rechnen und sich ganz sicher sein, dass der Ruf nach der politischen Union Europas immer lauter werden wird. Es wird nicht allzu lange dauern und wir werden erleben, wie sich der gemeinsame Markt in die Vereinigten Staaten von Europa verwandeln wird.

Herbert Armstrong wusste, dass es zu einer politischen Union kommen würde. Und das geschah dann ja auch. Er sagte voraus, dass Ost-und Westdeutschland schließlich wieder vereinigt werden würden. Das geschah wenige Jahre nach seinem Tod, als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel. Herr Armstrong sagte auch voraus, dass Europa eines Tages eine gemeinsame Währung haben würde. Das erfüllte sich am 1. Januar 2002 mit der Einführung des Euros. Er sagte auch, dass eine wiederbelebte deutsche Macht eine Vereinigung europäischer Länder beherrschen würde. Wenige Leute werden bezweifeln, dass das die heutige Situation auf dem Kontinent korrekt beschreibt.

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Am 9. November 1989 attackiert ein Mann die Berliner Mauer mit einer Spitzhacke. (Getty Images)

1984 warnte Herr Armstrong davor, dass eine Bankenkrise „plötzlich dazu führen könnte, dass europäische Länder sich zu einer neuen Weltmacht vereinigen, die mächtiger als die Sowjetunion oder die Vereinigten Staaten sein wird“ (Brief an die Mitarbeiter vom 22. Juli 1984). Wir wurden gerade Zeuge einer solchen Krise. Die Bankenkrise, die 2008 in Amerika begann, sich schnell ausbreitete und auch in Europa großen Schaden anrichtete, hat zu größeren politischen und finanziellen Veränderungen geführt. Unter großer Anspannung und mit vielen Debatten zwingen sie trotz erneutem Aufschwung zu weiterer Integration und Föderalisierung von Europas Wirtschaft und Finanzen. Ein globaler finanzieller Umbruch ist dabei, Europa in eine finanzielle Großmacht zu verwandeln.

Herr Armstrong warnte auch davor, dass die Erstarkung Russlands die Europäer dazu anspornen wird, sich zu vereinigen. In seinem Brief an die Mitarbeiter vom 23. Januar 1980 warnte er, dass die Furcht vor Russland „die Regierungschefs in Europa dazu bringen wird, zusammen mit dem Vatikan die „Vereinigten Staaten von Europa“ zu gründen. Auch das geschieht gerade. Das kriegerische Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin beunruhigt die Europäer. Das aggressive Auftreten einer großen Supermacht führt in Europa zur Ausbildung einer mächtigen und effizienten, politischen und militärischen Supermacht.

Zu diesem enormen Druck kommen nun noch die Flüchtlingskrise und der islamistische Terror. Europa hat eine lange Geschichte, in der sich seine Länder oft gegenseitig bekämpft haben. Viel Druck wird nötig sein, um Europa zu einer vereinten Macht zusammenzuschweißen. Aber dieser Druck steigt immer mehr.

Diese Krisen haben dazu geführt, dass sich viele prominente Stimmen für radikale Veränderungen aussprechen. Man verlangt, dass die Europäische Union, die im Moment aus 28 Ländern besteht – 19 davon bilden die Eurozone – auf einen Kern von zehn Ländern reduziert wird. Manche verwenden dafür jetzt denselben Namen wie Herr Armstrong vor 50 Jahren. Die Vereinigten Staaten von Europa!

Deutschland im Herzen Europas

Ist es nicht bemerkenswert, wie sehr die Aussagen in den Nachrichten heute den Angaben von Herrn Armstrong vor so vielen Jahrzehnten ähneln?

1952 schrieb Herr Armstrong: „Die Vereinigten Staaten sind entschieden dafür, dass dem Aufbau eines wiederbewaffneten und unabhängigen Deutschlands nichts im Wege stehen darf. Es wird das Herz und das Zentrum des Vereinigten Europas sein, das das Römische Reich wiederaufleben lässt“ (Plain Truth, Juni 1952).

Heute ist Deutschland unangefochten das führende Land Europas, sowohl politisch als auch finanziell und militärisch. Die Finanzkrise, die 2008 begann, hat Berlin noch stärker gemacht und es steht jetzt im Gegensatz zum Rest Europas und der Welt finanziell stark und wirtschaftlich gesund da. Deutschland musste mehrfach europäische Länder vor dem Bankrott retten, was Berlin politisch aufwertete und eine Art Herr und Knecht-Beziehung zwischen Deutschland und dem Rest Europas geschaffen hat.

Deutschlands Aufstieg ist so offensichtlich, dass viele etablierte und geachtete Journalisten und Politiker schon offen von Deutschlands viertem Reich sprechen. Der Spiegel, eine geachtete Wochenzeitschrift mit einer Auflage von über einer Million, verglich in seiner Ausgabe vom 21. März 2015 das moderne Deutschland ausdrücklich mit dem Heiligen Römischen Reich. Der Artikel erläutert, dass der Begriff Reich sich einfach nur auf „eine Herrschaft bezieht, bei der eine zentrale Macht über viele unterschiedliche Völker herrscht. Wäre es nun falsch, bei dieser Definition in wirtschaftlicher Hinsicht von einem deutschen Reich zu sprechen? … Es handelt sich um ein Reich, zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht. Die Eurozone wird ganz klar von Deutschland beherrscht, auch wenn die Stellung Berlins nicht unangefochten ist. Es hat jedenfalls großen Einfluss auf das Schicksal von Millionen Menschen anderer Länder.“

Der Spiegel ist bei weitem nicht der einzige, der diese Ansicht vertritt. Hier nur einige wenige Kommentare der letzten Jahre:

• Simon Heffer, Daily Mail, 17. August 2011: „Hitler schaffte es nicht, Europa mit militärischen Mitteln zu erobern, aber die modernen Deutschen erreichen das durch Handel und Finanzdisziplin. Ich heiße das vierte Reich willkommen.” Am 29. März 2013 schrieb er: „Die Geschichte zeigt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Deutschland schließlich Europa beherrschen wird. Nachdem es sich jahrelang weigerte, das durchzusetzen, ist Deutschlands Zeit nun wieder gekommen. Das vierte Reich ist da, ohne dass dafür auch nur ein Schuss abgefeuert wurde: Der Rest Europas und der Welt wird sich langsam daran gewöhnen müssen.“

• Stephen Green, Telegraph, 23. Juni 2015: „Deutschland befindet sich im geografischen und wirtschaftlichen und daher auch immer mehr im politischen Zentrum des neuen Europas. Jetzt führen nicht mehr alle Straßen nach Paris, sondern nach Berlin.“

• Nigel Farage, ehemaliger Parteichef der Partei für die Unabhängigkeit des Vereinigten Königreichs, sagte vor dem europäischen Parlament im November 2011: „Wir leben jetzt in einem von Deutschland beherrschten Europa – etwas, das das europäische Projekt eigentlich verhindern sollte. Um das zu verhindern, hat unsere Vorgängergeneration wirklich einen hohen Blutzoll entrichtet.“

• Peter Oborne, Daily Telegraph, 21. Juli 2011: „Deutschland nähert sich der Verwirklichung von Bismarcks Traum vom wirtschaftlichen Imperium, das von Zentraleuropa bis zum östlichen Mittelmeerraum reicht.“ 15. März 2015: „Hier zeichnet sich ein entscheidender Wendepunkt in der Nachkriegswelt ab. Deutschland ist schon seit langem die vorherrschende Wirtschaftsmacht in der europäischen Union. Unter der Leitung von Frau Merkel wird es nun seine wirtschaftliche Macht in diplomatische Macht ummünzen.“

• Martin Wolf, Financial Times, 8. Mai 2012: „Das ist doch keine Währungsunion. Es ähnelt viel mehr einem Imperium.”

• Nicholas Kulish, New York Times, 10. Sept. 2010: Deutschland beginnt mehr oder weniger ausgeprägt, wieder seine Muskeln spielen und den lange Zeit unterdrückten Nationalstolz wieder aufleben zu lassen. In Dutzenden Interviews mit Arbeitern, Geschäftsleuten, Politikern, Hausfrauen, Künstlern und Intellektuellen im ganzen Land stellte sich heraus, dass inzwischen ein lockererer Umgang mit den Nationalsymbolen wie Flagge und Nationalhymne gepflegt wird. Die Leute sind sich ihrer Geschichte durchaus bewusst; sie sind aber nicht gewillt, sich von dieser Geschichte ihr Handeln diktieren zu lassen.“

Unumstritten ist: Die EU ist jetzt zu einer von Deutschland beherrschten, von Deutschland angeführten Weltmacht geworden.

Das heutige Deutschland ist mit Abstand die führende Volkswirtschaft der EU. Es ist der Transitknotenpunkt für die gesamte, für europäische Union über Land oder über See transportierte Fracht. Deutschland kontrolliert auch die Knotenpunkte der Energieleitungen zwischen Russland und Europa. In Frankfurt hat die mächtigste Bank der Welt ihren Sitz, die europäische Zentralbank. Das alte deutsche Oberkommando des Heeres der Nazis sollte, wie die Alliierten nach dem zweiten Weltkrieg hochheilig versprochen hatten, für immer aufgelöst werden. Es ist jedoch inzwischen mit neuen Uniformen und neuem Namen wiederauferstanden: Die Führungskräfte der Streitkräfte. Unter ihrer Leitung werden gerade die mächtigen, atomar bewaffneten europäischen Streitkräfte aufgebaut.

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Bundeswehrsoldaten und Panzer des Panzergrenadierbataillons 122 beim Aufmarsch in Litauen Anfang 2017. (Johannes Simon/Getty Images; Sean Gallup/Getty Images)

Wie genau Herrn Armstrongs Vorhersage über Deutschland, das „Herz und Zentrum des Vereinigten Europas“ doch war!

Diese vorausschauenden Worte gingen mit erstaunlicher Genauigkeit in Erfüllung, als Philip Murphy, der amerikanische Botschafter in Deutschland am 1. Dezember 2009 in Berlin erklärte: „Deutschland ist das Kernland der europäischen Union.“

Die europäische Geschichte lässt uns erwarten, dass eine europäische Macht eine wichtige Rolle in der Welt spielen wird. Deutschlands wirtschaftliche und geografische Vorherrschaft auf dem Kontinent sagt uns, dass es das führende Land Europas sein wird. Aber warum erwarten wir ein Konglomerat aus zehn Nationen?

Diese Vorhersage basiert nicht nur auf mehr als 1500 Jahren europäischer Geschichte, sondern auf der Prophetie der Bibel.

Die Quelle der Voraussagen

Wenn man von Prophezeiungen spricht, dann schalten viele Leute einfach ab. Aber bevor Sie das tun, bedenken Sie, dass all diese Vorhersagen, die sich schon erfüllt haben, auf Prophezeiungen basierten, die viele Leute kurzerhand verworfen hätten.

Heutzutage ist Europa ein lebendiger, pulsierender Beweis für die Bedeutung und Wahrhaftigkeit der Prophetie der Bibel!

Sehen Sie sich diese Erklärung an, die Herr Armstrong 1962 machte: „Die Prophetie zeigt, dass zehn Könige in Europa erscheinen und ihre Macht in den Dienst Deutschlands stellen werden. Durch diese biblische Prophezeiung wusste Herr Armstrong, dass in diesen letzten Tagen einmal eine Union aus zehn Ländern in Europa entstehen würde.

Offenbarung 17 beschreibt in allen Einzelheiten die siebte und letzte Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reichs. „Es wird eine Wiederauferstehung des alten römischen Reichs geben. Nicht gerade viele Leute glauben das, weil die Leute längst nicht mehr daran glauben, dass die Bibel wirklich meint, was sie sagt“, schrieb Herr Armstrong vor 50 Jahren. Sie werden es erleben müssen und so erfahren, dass es Gott war, der sagte, dass dieses Ding kommen würde.“

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Das Tier aus Offenbarung 17  (Gary Dorning/Posaune)

Die Bibel prophezeite, dass nach dem Fall des römischen Reichs im Jahre 476 n.Chr. seine tödliche Wunde geheilt werden würde” (Offenbarung 13, 3) und dass es sieben Wiederauferstehungen eines „Heiligen“ Römischen Reichs auf demselben Hoheitsgebiet des antiken römischen Reichs geben würde.

Der römische Kaiser Justinian erkannte im Jahre 554 n.Chr. die Vormachtstellung des Papstes an. Wenn wir dann zu den prophezeiten Wiederauferstehungen in Offenbarung 17 kommen, wird da eine Hure erwähnt, die auf diesem wiederauferstandenen, römischen „Tier“ reitet. Das ist ein prophetisches Symbol für eine große falsche Kirche, die starken Einfluss hat und das politische Imperium beherrscht. Es ist eine unheilige Allianz von Kirche und Staat.

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Das Tier aus Offenbarung 13  (Gary Dorning/Posaune)

„Und er brachte mich im Geiste in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner” (Offenbarung 17, 3). Diese sieben Häupter und zehn Hörner sind Begriffe, die in der Bibel zur Beschreibung des Heiligen Römischen Reichs benutzt werden. Dieses Reich durchläuft sieben konkrete Phasen, die schließlich in der endgültigen Vereinigung von zehn Nationen (oder Ländergruppen) am Ende der Zeit gipfeln.

Die Bibel spricht hier ganz klar von einem großen politischen Tier, das in Europa erscheint und von einem großen europäischen religiösen Tier geführt wird – in einer unheiligen Allianz, die sich anschickt, die Welt zu erobern!

Zwischen diesen sieben aufeinander folgenden Wiederauferstehungen des Heiligen Römischen Reichs wird es Übergangszeiten geben, die in Offenbarung 17 als Berggipfel und Täler dargestellt werden. H.G. Wells schrieb in The Outline of the History (Ein Überblick über die Geschichte): „Das römische Reich wankt, schüttelt sich, lässt das alte Reich hinter sich und erscheint aufs Neue… Es ist die Kirche in Rom, die die Rolle des Zauberkünstlers übernimmt und den Leichnam am Leben erhält.“

Die zehn Hörner, die in Offenbarung 17 erwähnt werden, sind ein Teil des siebten Hauptes. Diese zehn Hörner bedeuten zehn Staatschefs von zehn Nationen oder Ländergruppen in Europa, die sich zur letzten Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reichs zusammenschließen werden.

Viele andere Prophezeiungen stimmen mit denen in Offenbarung 17 überein. Daniel 2 beschreibt symbolisch vier weltbeherrschende Reiche, die die ganze Geschichte durchziehen und das vierte und letzte von ihnen ist das Römische Reich „so hart wie Eisen“ (Vers 40). Die Prophezeiung sagt, dass dieses Reich am Ende aus zehn Teilen bestehen wird, dargestellt durch die zehn Zehen der Statue. Daniel 7 porträtiert dieselben vier Reiche mit anderen Symbolen, legt aber mehr Wert auf die sich wiederholenden Wiederauferstehungen des römischen Reichs. (Diese Prophezeiungen werden in unserer kostenlosen Broschüre Daniel—Unsealed at Last! [Daniel endlich entschlüsselt!] erklärt). Es gibt noch andere Prophezeiungen, die weitere Einzelheiten enthalten. Man findet sie in Jesaja 10, Habakuk 1 und an vielen anderen Bibelstellen.

Bedenken Sie, was ein in Großbritannien sehr populärer Autor, bekannt unter dem Pseudonym Erzbischof Cranmer 2011 schrieb: „Die europäische Union ist im Wesentlichen eine Neuerschaffung des alten Imperiums Karls des Großen: Von dem Moment an, als 1951 das Abkommen von Paris über die Europäische Gemeinshaft für Kohle und Stahl (Montanunion) unterzeichnet wurde, hat die europäische Gemeinschaft die wirtschaftliche und politische Zukunft Frankreichs und Deutschlands miteinander verbunden.“ Dieser Kommentator hat diese Tatsachen vor kurzem erkannt. Aber wer außer Herbert W. Armstrong hat schon vor mehr als einem halben Jahrhundert darüber geschrieben?

Herr Armstrong lebte zur Zeit der sechsten Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reichs und prophezeite die siebte und letzte Wiederauferstehung. Heute sind wir Zeugen der letzten Wiederauferstehung!

Die Bibel prophezeit, dass diese letzte Wiederauferstehung nur kurze Zeit dauern wird – nur 2½ Jahre. Alle Prophezeiungen, die sich schon erfüllt haben oder sich gerade erfüllen, sagen ganz klar, was am Ende dieser kurzen Zeitspanne passieren wird. Auch wenn die letzte Herrschaft dieses unheiligen Imperiums brutal und blutig sein wird, so wird sie doch mit dem aufregendsten und hoffnungsvollsten Ereignis der Geschichte der Menschheit enden: Dem Zweiten Kommen Jesu Christi.

 

EUROPAS IMPERIUM IST NICHT AUFZUHALTEN

Das vereinigte Europa hat nicht nur ein jahrzehntelanges Auf und Ab überstanden, sondern schließlich auch seinen eigenen Tod – und dann ist es über tausende von Jahren noch sieben Mal wiederauferstanden. Die Bibel sagt das in allen Einzelheiten voraus und die europäische Geschichte zeigt, dass es tatsächlich auch so passiert ist. Einige der Beschreibungen der Geschichte in der Bibel sind so ausführlich und genau, dass Kritiker darauf bestehen, dass sie erst geschrieben wurden, nachdem die Ereignisse schon stattgefunden hatten und nicht vorher.

Trotz all dem offenbaren die Prophezeiungen in der Bibel Ereignisse, die erst viel später passierten, als die Bibel schon lange niedergeschrieben war. Tatsächlich ist die europäische Geschichte, die gerade abläuft, in der Bibel enthalten. Finden Sie heraus, welche Teile der Bibel die europäische Geschichte beschreiben und ob Europas laufendes Einigungsprojekt wieder einmal von Erfolg gekrönt sein wird. Bestellen Sie ein kostenloses Exemplar von Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung .  

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