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Die Europäer bereiten sich auf den totalen Krieg vor

16.03.2018  •  Aus diePosaune.de
 

Die militärische Aggression in Osteuropa führt zu dem prophezeiten Kampf der Zivilisationen.

Die Angst vor Russland treibt die Osteuropäer dazu, sich auf den Krieg vorzubereiten. Von Skandinavien bis zum Schwarzen Meer machen sich die Leute Sorgen, dass sie ja vielleicht die nächsten Opfer eines russischen Überfalls sein könnten.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1990er Jahren zunächst inaktiv, hat Russland in den letzten zwanzig Jahren ein enormes wirtschaftliches und militärisches Comeback erlebt.

Russische Schiffe und Spionageflugzeuge haben die Grenzen von Ländern so nah wie Schweden verletzt und so weit weg wie Großbritannien. Russische Jets sind in den Luftraum von Estland, Finnland und Litauen eingedrungen.

Newsweek schieb, dass die ehemaligen Sowjetrepubliken Litauen, Lettland und Estland nach der Annektierung der Krim durch Russland mit vollem Recht besorgt über die expansionistischen Pläne Russlands seien: „Die zunehmende Präsenz der russischen Kampfjets in Zeiten angespannter Beziehungen und das enorme Erstarken des russischen Militärs hat die baltischen NATO – Staaten schon wiederholt genervt. Diese argumentierten, das mache es Russland noch viel leichter, einen potentiellen Überfall zu verschleiern“, schrieb Newsweek (am 19. September 2017).

In Georgien (2007), auf der Krim (2014) und in der Ost-Ukraine (noch im Gange) hat Russland Teile seiner früheren Satellitenstaaten überrollt und seinen Einfluss ausgedehnt, seine Macht vergrößert und buchstäblich seine Grenzen neu gezogen.

Vergangenen November teilte der russische Präsident Wladimir Putin den wichtigsten Waffenherstellern mit, sie sollten sich darauf vorzubereiten, im Falle einer plötzlichen Kriegserklärung die Waffenproduktion erheblich zu steigern. Er sprach auch von der Notwendigkeit, den Westen militärisch einzuholen und zu überholen. „Unsere Armee und die Marine muss unbedingt die allerbeste Ausrüstung bekommen, besser als die Ausrüstung der anderen Länder“, sagte er auf einer Konferenz mit hohen Militärs am 21. November 2017. „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir die besseren sein.“

Russlands politische und militärische Aggression ist real und die Europäer in der Schusslinie haben guten Grund, sich zu fürchten.

In dem letzten großen Konflikt zwischen den großen Weltmächten zeigte sich Russland gewalttätig und gefährlich. In den ersten Jahren des zweiten Weltkrieges marschierte Russland in Polen ein und zwang Estland, Lettland und Litauen dazu, Beistandspakte mit Russland abzuschließen. Die russischen Soldaten begingen dort zahlreiche Gräueltaten, sowohl gegen Soldaten als auch gegen Zivilisten.

Während des kalten Krieges hat Russland ein riesiges Arsenal von nuklearen Gefechtsköpfen und Abschusseinrichtungen aufgebaut. Es unterhält immer noch viele dieser Waffen und nach so mancher Zählung hat Russland mehr Atombomben als die Vereinigten Staaten. Wenn wieder ein Konflikt zwischen den großen Weltmächten ausbrechen sollte, könnte Russland diese Waffen über europäischen Städten zur Explosion bringen.

Deshalb rechnen Estland, Lettland, Litauen und die Ukraine, aber auch Schweden mit einer möglichen Invasion.

Der am 18. Dezember 2017 veröffentlichte Jane’s Defense Budget Report (Janes Bericht über die Verteidigungshaushalte) stellt fest, dass 2018 die militärischen Rüstungsausgaben weltweit 1.67 Billionen Dollar erreichen werden. Viel davon wird in Osteuropa ausgegeben.

„Die Region, deren Militärhaushalte am schnellsten steigen, ist wenig überraschend die baltische Region in Osteuropa“, lautet der Bericht. „Estland, Lettland und Litauen stehen unter erhöhtem Druck von Seiten Russlands, denn Moskau versucht, seinen Einflussbereich nach Westen zu auszudehnen.“

Das gilt auch für andere Länder in Russlands sich ausdehnenden Blickfeld, wie Weißrussland, die Ukraine und Georgien – sie stehen den baltischen Staaten nicht nach. In den Berichten heißt es, das Niveau der Militärausgaben stehe kurz davor, das Niveau des kalten Krieges zu erreichen.

Skandinavien

Schweden hat die Wehrpflicht wieder eingeführt und investiert insgesamt 780 Millionen Dollar mehr in seine nationalen Verteidigungshaushalte 2016 bis 2020. Dieses Frühjahr wird die Regierung Flugblätter an die 4,7 Millionen schwedischen Haushalte verteilen. Laut CNN werden die Bürger in diesem Flugblatt dazu angehalten, sich vorzubereiten; und zwar nicht nur für „Krisen und Katastrophen in Friedenszeiten, sondern auch auf alle Art von Anschlägen gegen die Gesellschaft und gegen Schweden.“ Das Flugblatt erklärt das Verhalten in Luftschutzkellern; wie man in Kriegszeiten Lebensmittel und Getränke sichert; welche praktische Kleidung man einpacken sollte und auch Gasmasken, wenn in einer Notfallsituation welche verteilt werden.

Beim letzten Mal, als solches Material an die schwedische Öffentlichkeit verteilt wurde, tobte der zweite Weltkrieg.

Die baltischen Staaten

Die Sorge um die Sicherheit ihrer Grenzen brachte tausende Litauer dazu, Bürgerwehrgruppen zu bilden. Mit einer Bevölkerung von weniger als drei Millionen und einem stehenden Heer von nur 16 000 Mann kann Litauen leicht einer Invasion zum Opfer fallen. Der Mirror berichtet, dass sich schon über 10 000 neue Mitglieder bei einem als Schützen-Union bekannten Bürgerwehrverein verpflichtet hätten. Die Mitglieder dieser Miliz werden an Kriegswaffen und mit der bei den Streitkräften üblichen Überlebensausrüstung ausgebildet.

Gruppen wie die Schützen-Union ziehen viele junge Leute an, sich ihnen anzuschließen. Laut Atlantic ist die Hälfte derjenigen, die sich freiwillig verpflichten, noch unter 18 Jahre alt (26. November 2017).

Die estnische Verteidigungsliga und die lettische Jugendgarde haben beide großen Zulauf und immer mehr Mitglieder – besonders Jugendliche, Biker, Ex-Soldaten und Jäger. Atlantic schrieb: „Jede Gruppe hat ihre eigene Abteilung zur Ausbildung dieser jungen Männer und Frauen in militärischen Taktiken und Patriotismus“ (ebd).

Die Ukraine

Ukrainische Regierungstruppen kämpfen immer noch gegen pro-russische Truppen im Osten des Landes. Diese Truppen werden von Russland unterstützt und es ist ein offenes Geheimnis, dass tatsächlich russische Offizieren und Truppen ohne Rangabzeichen in der Ukraine sind und gegen ukrainische Truppen kämpfen.

Die Vorstellung, dass Russland zum Frieden in der Region verpflichtet sei, ist lachhaft, wenn man bedenkt, wie rücksichtslos das russische Militär bei seinem Angriff auf Georgien und bei der Annektierung der Krim vorging.

Da die USA und die NATO nichts gegen die russische Expansion unternehmen, geht in den osteuropäischen Ländern zunehmend das Vertrauen in die westlichen Alliierten verloren. Und die Reaktion dieser Länder ist die militärische Aufrüstung.

Zerbrechliche Beziehungen

Unter Präsident Trump ist die Verlässlichkeit der Vereinigten Staaten sogar noch mehr in Zweifel gezogen worden als während der Amtszeit Obamas. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die einflussreichste politische Anführerin der Welt, sagte nach dem NATO-Gipfel im Mai 2017, Europa dürfe nicht länger abhängig von Amerika sein.

Auf einer vom National Interest ausgerichteten Veranstaltung am 27. April 2016 gab der damalige Präsidentschaftskandidat Donald Trump folgenden Kommentar zur Außenpolitik ab: „Unsere Alliierten müssen mehr zu den immensen finanziellen, politischen und persönlichen Kosten der Verteidigung beitragen – ein enormer Aufwand, den wir für die Sicherheit treiben müssen. Nur dass viele NATO-Länder das einfach nicht tun. … Wir haben über die Jahre Billionen Dollar für Flugzeuge, Flugkörper, Schiffe und Ausrüstung ausgegeben und unsere Streitkräfte aufgebaut, um eine starke Verteidigung Europas und Asiens zu gewährleisten. Die Länder, die wir verteidigen, müssen die Kosten dieser Verteidigung selbst tragen – andernfalls müssen die Vereinigten Staaten auch bereit sein, die Verteidigung dieser Länder ihnen selbst zu überlassen.“

Kommentare dieser Art veranlassten die führenden Politiker Europas, ihre Verteidigungsstrategie neu zu überdenken. „Die Zeiten, in denen wir uns auf den anderen verlassen konnten, sind endgültig vorbei“, sagte Frau Merkel in einer Rede über Europas Beziehungen zu Amerika. „Wir müssen wissen, dass wir selbst und allein für unsere Zukunft und für unsere Bestimmung als Europäer kämpfen müssen.“

Vorbereitung und Aggression prophezeit

Die Posaune beobachtet diesen zunehmenden Trend schon seit über zehn Jahren. In seinem Artikel aus dem Jahr 2004 „Russland erschreckt Europa und erfüllt die Prophezeiungen der Bibel“, erläutert der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry die biblische Bedeutung von Russlands Aufstieg und seine Auswirkungen auf Europa. Zu dieser Zeit konzentrierte sich Herr Flurry auf die russischen Wahlen und die Festigung Putins alleiniger Machtausübung. Nach Jahren wirtschaftlichen und militärischen Wachstums ist diese Warnung jetzt noch viel dringender als je zuvor.

Die Folgen des Aufstiegs Russlands zur Macht sind katastrophal – nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt. Gott sagte voraus, dass es in der Endzeit zu einem großen Konflikt zwischen den Zivilisationen kommen würde. Daniel 11, 40-43 warnt vor einem „König des Nordens“ in der Endzeit, dem vereinten Europa unter der Leitung Deutschlands. (Zum Beweis bestellen Sie unser kostenloses Buch Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung. )

Vers 44 lautet: „Es werden ihn aber Gerüchte erschrecken aus Osten und Norden [den König des Nordens]…“ Diese Bibelstelle sagt, dass am Ende der Zeit, in genau der Zeit, in der wir leben, die Nachrichten aus dem Nordosten in Europa große Angst und Besorgnis auslösen werden. Im Nordosten erhebt sich nur eine Großmacht: Russland.

Aber bedenken Sie, was als nächstes geschieht: „Und er wird mit großem Grimm ausziehen, um viele zu vertilgen und zu verderben“ (Vers 44).

Es wird ein großer Krieg ausbrechen. Alle weiteren angsterfüllten Kriegsvorbereitungen von Seiten Europas bringen die Welt nur noch einen Schritt weiter auf dem Weg zum prophezeiten Zusammenstoß der Großmächte.

Beobachten Sie die Geschehnisse in Europa und denken Sie an diese Prophezeiung. Achten Sie auf eine zunehmende Ängstlichkeit und Besorgnis in Europa, die seine Länder gegen die russische Bedrohung aufstehen lassen wird.

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