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Während eines Besuchs des kosovarischen Präsidenten am 13. Dezember in der Kaserne Adem Jashari in Pristina stehen Mitglieder der Sicherheitskräfte des Kosovo stramm.

ARMEND NIMANI/AFP/Getty Images

Deutschland unterstützt die Aufstellung einer kosovarischen Armee

04.02.2019  •  Aus diePosaune.de
Auf dem Balkan wiederholt sich die Geschichte.
 

Nach einem einstimmigen Beschluss seiner Legislative am 14. Dezember plant das Kosovo, eigene Streitkräfte aufzustellen. Diese Entscheidung hat Serbien verärgert und auch die Vereinten Nationen sprachen sich entschieden dagegen aus. Aber Deutschland zeigte außergewöhnlichen Widerstand gegen die UNO und ließ verlauten, es unterstütze die Aufstellung der Streitkräfte genau wie auch die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und die Türkei.

Innerhalb des nächsten Jahrzehnts plant der Kosovo, seine existierenden, leicht bewaffneten Sicherheitskräfte in eine 5000 Mann starke Berufsarmee umzuwandeln – mit zusätzlichen 3000 Reservisten. „Als souveräner Staat hat der Kosovo das Recht, seine eigenen, regulären Streitkräfte aufzustellen“, sagte der Sprecher des deutschen Außenministeriums Rainer Breul am 14. Dezember. Ein Vertreter der Regierung der Vereinigten Staaten ließ verlauten, diese Entscheidung sei „das souveräne Recht des Kosovo“.

Die Vereinigten Staaten haben der zukünftigen kosovarischen Armee kostenlos 27 Humvee – Militärjeeps zur Verfügung gestellt, die auch 24 Allzweck- Kampfwagen des US. Herstellers AM General anschaffen wird.

Die Aufstellung kosovarischer Streitkräfte, die, wie der Kosovo angibt, von der nato unterstützt wird, wurde vom Generalsekretär der nato Jens Stoltenberg als „zeitlich schlecht abgestimmt“ abgelehnt. Die Aufstellung einer Armee verstößt gegen die UN-Resolution, auf die man sich am Ende des Balkan-Krieges 1999 geeinigt hatte. Nach diesem Beschluss wurde dort eine UN Friedenstruppe stationiert, die inzwischen auf 4000 Soldaten verringert wurde.

Die Serben lehnten die Idee einer kosovarischen Armee sofort ab. Die 11 ethnisch serbischen Parlamentsabgeordneten boykottierten die Abstimmung. Die Entscheidung ist eine erneute Provokation gegen Serbien, nachdem der Kosovo erst kürzlich einen Zoll von 100 Prozent auf serbische Güter eingeführt hatte. Sogar die Option einer Invasion wurde kürzlich von der serbischen Regierung erwähnt, wobei man die Präsenz einer minderheitlichen serbischen Volksgruppe als Rechtfertigung anführt. Aber das ist im Moment eher unwahrscheinlich.

Um zu verstehen, was im Moment gerade auf dem Balkan geschieht und welche Auswirkungen das haben kann, müssen wir uns die explosive Vergangenheit dieser Region ansehen.

Der Balkan ist ein kritischer Teil Europas, den man nur knapp zwei Jahrzehnte nach dem letzten größeren Krieg auf diesem Kontinent genau im Auge behalten muss. Dieser Krieg ist nämlich das klarste Beispiel dafür, dass Deutschland aggressiv seine eigenen Interessen gegen den Rest der Welt verfolgt.

Während des größten Teils des zwanzigsten Jahrhunderts war das Kosovo ein Teil Jugoslawiens. In den 1990er Jahren, als die Kosovaren ihre Unabhängigkeit anstrebten, lehnten alle größeren Mächte der Welt das ab, da es sofort zu einem Krieg und zum Zerfall Jugoslawiens geführt hätte. Ein vereinigtes Jugoslawien wäre eine ernstzunehmende europäische Macht gewesen, die sich den deutschen Interessen entgegengestellt hätte. Deutschland übte starken Druck aus, um Jugoslawien zu zerschlagen und die Länder, die dagegen waren, gaben schließlich klein bei. Tatsächlich beteiligten sich alle 29 Länder außer Griechenland an dem Krieg gegen Jugoslawien. Auf Drängen des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder 1999 begann die nato mit Luftangriffen gegen Jugoslawien ohne ein UN Mandat, um die Unabhängigkeit des Kosovo zu unterstützen.

Jetzt verstößt Deutschland wieder gegen die UNO und unterstützt das Kosovo bei seiner Aufrüstung. Und wieder geben die anderen Länder nach, die im zweiten Weltkrieg mit den Serben gegen Deutschland verbündet waren wie die Vereinigten Staaten, und sprachen sich gegen den UN Beschluss aus.

Warum aber sollte sich der Rest der Welt über die Aufstellung einer winzigen Armee Sorgen machen? Deutschlands Unterstützung der Aufrüstung des Kosovo und seiner weiteren Unabhängigkeit von Serbien belegt, dass Deutschland immer noch ehrgeizige Ziele auf dem Balkan verfolgt.

1999 schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry über Deutschlands aggressive Strategie zur Auflösung Jugoslawiens und zur Beherrschung des Balkans:

Der Angriff der nato auf Belgrad hatte zur Folge, dass die jugoslawische Regierung mit den Separatisten im Kosovo Frieden schließen musste. Danach übernahm die UNO die Verwaltung des Kosovo. Aber Europas Offensive auf dem Balkan wurde weitergeführt. Seitdem hat sich seine Kontrolle über dieser Region Schritt für Schritt gefestigt.

In einem bemerkenswerten Prozess, der von anderen Ländern unterstützt und ermutigt wurde, neutralisierten die Deutschen einen früheren Feind und gewannen ein Gebiet hinzu, auf dem sie ihr Militär testen und aufbauen konnten –größtenteils unbemerkt von der Welt! Gleichzeitig entwickelte sich das zweite Standbein seines Reiches (Osteuropa)! Nur wenige Leute erkannten die Bedeutung der Ereignisse, die dort stattfanden. Weil wir jedoch den prophetischen Überblick hatten, haben wir ständig darüber berichtet. Da jetzt Deutschlands Macht über Europa immer offensichtlicher wird, kann man die wahre Natur dieser dramatischen Geschichte unmöglich weiter ignorieren!

Wie konnte irgendjemand so sicher sein über den Ausgang einer so komplexen Situation wie die auf dem Balkan? Die Antwort steht auf den Seiten Ihrer Bibel. Die Leser der Posaune sind mit den Prophezeiungen vertraut, die zeigen, dass Deutschland die nächste Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reiches anführen wird – ein weiterer, sich wiederholender Trend der Geschichte. Die letzte und tödlichste alle Wiederauferstehungen dieses historisch gewalttätigen Imperiums beginnt gerade in diesem Augenblick. Um mehr darüber zu erfahren, wie sich die Welt, in der wir leben, verändern wird, lesen Sie Gerald Flurrys Artikel „Das Heilige Römische Reich geht an die Öffentlichkeit - aber hallo! “ 

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