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Ein NH 90 Hubschrauber der Bunderwehr fliegt an einem gepanzerten Boxer-Fahrzeug im Lager Marmalin Mazar-e-Sharif vorbei.

JOHANNES EISELE/AFP/GETTY IMAGES

Deutschland erhöht seine Truppenstärke in Afghanistan

30.03.2018  •  Aus diePosaune.de
 

Die deutsche Regierung gab am 7. März bekannt, dass sie anstrebt, die Truppenstärke der in Afghanistan eingesetzten Soldaten von gegenwärtig 980 auf 1.300 zu erhöhen.

Deutsche Soldaten bilden afghanische Truppen aus, aber man sagt, es werden mehr Soldaten gebraucht, um sich vor der zunehmenden Präsenz der Taliban zu schützen.

Jetzt richtet Deutschland seine Mission im Irak, die Teil der von den Vereinigten Staaten angeführten Koalition gegen den islamischen Staat gewesen war, neu aus. Obwohl viele führende Politiker der Welt den islamischen Staat als durchaus nicht besiegt ansehen, hat Deutschland seine Prioritäten in diesem Land geändert. Es wird die Zahl der Soldaten im Irak von 1200 auf 800 senken. Es ist auch geplant, die Ausbildung der kurdischen Peshmerga zu beenden, die den islamischen Staat bekämpft haben und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, eine allgemeine Stabilisierung anzustreben.

Deutschland hat auch vor, die Zahl der in Mali eingesetzten Truppen zu erhöhen, die Teil einer Mission der Vereinten Nationen sind. Die maximale Truppenstärke wird von 1000 auf 1100 Mann erhöht. Deutschland plant auch, seine Teilnahme in Darfur, Südsudan und an der NATO Mission „Sea Guardian“ im Mittelmeer für ein weiteres Jahr zu verlängern.

Der deutsche Bundestag muss diesen Änderungen zustimmen, aber man kann davon ausgehen, dass sie genehmigt werden.

All das sind keine großen Truppeneinsätze, aber sie zeigen Deutschlands zunehmende Bereitschaft, seine Streitkräfte einzusetzen. Berlin will nicht nur in verschiedenen Ländern die Präsenz seiner Truppen beibehalten oder sogar steigern und es hat die Absicht, das sogar in der gefährlichsten Region der Welt zu tun: Im Nahen Osten.

Afghanistan ist tatsächlich entscheidend für die große Strategie Deutschlands, den Iran einzukreisen. 2013 schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry über ein Schlüsselwort in einer Prophezeiung in Daniel 11, 40, das diese große Strategie offenbart: Wirbelwind. Er schrieb:

Bedenken Sie dieses Schlüsselwort in Daniel 11, 40: Der Vers berichtet von einem Überfall des Königs des Nordens, aber besonders hervorgehoben wird die Strategie dieses militärischen Angriffs. Wenn man sich in einem Wirbelwind befindet, dreht sich alles im Kreis. Man wird weggeweht! Werfen Sie einen Blick auf die Karte und Sie können die deutsche Strategie erkennen: Den Iran und seine Verbündeten zu umzingeln. Die Iraner sind so mit der Eroberung ihrer eigenen Ziele beschäftigt, dass sie gar nicht merken, was die Deutschen tun. Sie erkennen nicht, dass Deutschland den kommenden größeren Krieg plant. Niemand außer der Posaune bemerkt das! Aber die Gegebenheiten sind für jedermann sichtbar. Deutschland erwartet eine Auseinandersetzung mit dem Iran und hat seit mehr als einem Jahrzehnt an einer Strategie dafür gearbeitet. Diese Strategie ist nun vollständig. Deutschland hat den Iran umzingelt.

Es brauchte viel „strategische Geduld“ von Seiten Deutschlands, um sich im Nahen Osten zu engagieren und man will jahrzehntelange Arbeit nicht gefährden. Deutschland arbeitet daran, seine Position in Afghanistan zu stärken. Damit hat es Zugang zur Hintertür des Iran.

Gleichzeitig verringert Deutschland seine Truppenstärke im Irak. Nach der scheinbaren Niederlage des islamischen Staats erkennt man in Deutschland, dass der große Gewinner im Land der Iran ist. Das ist auch etwas, das die Posaune schon seit 1994 vorhergesagt hat. Der Iran hat verlauten lassen, er habe nicht vor, das Land wieder zu verlassen, auch wenn der islamische Staat besiegt ist.

In Deutschland weiß man, dass der Iraq ein hoffnungsloser Fall ist, deshalb richtet man seine Kräfte im Land neu aus und beendet die Ausbildung der kurdischen Krieger. Laut German-Foreign-Policy.com markiert das Ende dieser Partnerschaft „auch das Ende einer wichtigen Priorität der deutschen Nahostpolitik“. Deutschland hat in den letzten zehn Jahren viel in die kurdischen Gebiete investiert, aber jetzt gibt es seinen Landgewinn dort einfach auf.

Es ist interessant zu beobachten, dass Deutschland seine Beziehungen zu den Kurden abbricht – nur einen Monat, nachdem die Türkei im Nord-Irak einmarschierte, um kurdische Milizen in der Region zu bekämpfen. Auch wenn die Türkei stark kritisiert wurde, weil sie die als pro-westlich dargestellten Kämpfer mit in Deutschland hergestellten Panzern angegriffen hatte, so wurde Ankara von Berlin doch kaum kritisiert. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagte, die militärische Zusammenarbeit der beiden Länder sei trotz dieser Entwicklungen nach wie vor eng. „Wir erwarten von Deutschland Unterstützung und Solidarität im Kampf gegen die Terroristen. Wir erwarten von den Deutschen, dass sie die Terroristen nicht unterstützen, aber ich weiß, dass sie unter Druck stehen“, sagte er. Deutschlands Rückzug von den Kurden im Irak könnte ein Zeichen dafür sein, dass den Beziehungen zur Türkei mehr Bedeutung zugemessen wird als den Beziehungen zu den Kurden. Die Beziehungen der Türkei mit Deutschland sind ein Trend, den die Posaune sorgfältig beobachtet.

Die Geschehnisse auf der Welt beweisen immer wieder, dass die Prophezeiungen der Bibel, auf denen die Vorhersagen der Posaune basieren, genau sind. Deutschland nutzt „strategische Geduld“, um sich um den Iran herum in Position zu bringen. Der Iran ist mit seinen eigenen Zielen beschäftigt und hat nicht bemerkt, dass er schon von Deutschland umzingelt ist. Die Truppenstärke ist jetzt zwar noch sehr gering, aber sie haben sich an strategischen Punkten festgesetzt und können ihre Truppenstärke jederzeit erhöhen. Das wird zu einem gewaltigen militärischen Konflikt führen, bei dem der Iran von Streitkräften vernichtet wird, die von Deutschland angeführt werden. Um besser zu verstehen, wohin die Ereignisse im Nahen Osten führen werden, sollten Sie unbedingt unseren Artikel Iran und Europa steuern auf einen Krieg der Zivilisationen zu lesen. 

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