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FREDERICK FLORIN/AFP/GETTY IMAGES

Der Antisemitismus in Deutschland wird immer gewalttätiger

In Deutschland nehmen die Übergriffe gegen Juden zu und eine gefährliche historische Entwicklung ist dabei, sich zu wiederholen.

Die Zahl der gewalttätigen Angriffe auf Juden stieg 2018 in Berlin um 155 Prozent, während die Drohungen um 77 Prozent zunahmen. Das geht aus einer Studie des deutschen Forschungs-und Informationszentrums für Antisemitismus im April hervor. In ganz Deutschland nahmen die antisemitischen Übergriffe im Vergleich zu 2017 um 14 Prozent zu.

Dies ist die letzte einer Reihe von Studien, die zeigt, dass der Antisemitismus in Deutschland besonders während der letzten drei Jahre von 2015 bis 2018 immer mehr eskaliert ist – ganz besonders 2018. Dagegen gingen Straftaten gegen Muslime und Moscheen leicht von 950 im Jahre 2017 auf 813 im Jahre 2018 zurück. Aber auch wenn die Zahl der gemeldeten Straftaten gegen Muslime zurückging, so nahm doch die Schwere dieser Verbrechen zu.

2018 registrierten die deutschen Aufsichtsbehörden zehn Prozent mehr antisemitische Straftaten als 2017, die im ganzen Land von 1504 auf 1646 zunahmen und 1083 davon passierten allein schon in Berlin. Aber die körperlichen Angriffe nahmen um 68 Prozent zu, von 37 auf 62 Fälle, bei denen in 43 Fällen Personen verletzt wurden. Mit dem Anstieg der rechtsextremen Parteien 2016 und 2017 wurde auch der Antisemitismus gesellschaftlich akzeptabel – und 2018 sogar noch gewalttätiger.

Berlins Problem mit dem Antisemitismus

Der Bericht des Zentrums für Forschung und Information über den Antisemitismus stellt fest, dass immer mehr Leute mit „antisemitischen Ansichten auch eher bereit sind, mit Gewalt gegen politische Gegner vorzugehen, sowohl gegen die Kritiker antisemitischer Äußerungen, als auch gegen Männer und Frauen, die als Juden erkennbar sind“ (Übersetzung durchweg von der Posaune).

Der Bericht fand keine Beweise für die allgemeine Annahme, der jüngste Anstieg des Antisemitismus sei größten Teils „importiert“ auf Grund der Flüchtlingskrise. Der Studie zufolge hatten die meisten Zwischenfälle kein offensichtliches politisches Motiv (in 49 Prozent der Fälle gab es überhaupt kein nachvollziehbares Motiv). In den politisch motivierten Fällen wurde Rechtsextremismus als das Hauptmotiv identifiziert (was 18 Prozent aller Fälle ausmachte), gefolgt von Aktivisten, die dem Staat Israel feindlich gegenüber standen (9 Prozent). Ein islamisches Motiv konnte nur in zwei Prozent aller Fälle identifiziert werden. Das heißt also, dass die muslimische Einwanderung nicht erheblich zu der zunehmenden Feindseligkeit in Deutschland beigetragen hat; es zeigt sich viel mehr, dass für den größten Teil der Zunahme einheimische Deutsche verantwortlich sind.

Berlins bekannteste Rechtsexpertin für Antisemitismus-Fälle Claudia Vanoni machte dieselbe Beobachtung. „Der Antisemitismus war schon immer hier“, sagte sie und fügte hinzu, dass die zunehmende Häufigkeit und Gewalttätigkeit gegen Juden zeige, dass „der Antisemitismus in Deutschland tief verwurzelt sei“ und zwar unabhängig von der Flüchtlingskrise.

Der Antisemitismus wurde nicht aus der arabischen Welt importiert. Im Gegenteil zeigt die Geschichte, dass Europa dieses gefährliche Gift selbst exportiert hat.

Der gemeinsame Feind

Heutzutage erleben wir eine Welle des Antisemitismus in Europa und in der arabischen Welt. Europa hat schon früher eine solche Welle angeführt. Unter Adolf Hitler verbreitete Deutschland seine Propaganda über Radio und durch gedrucktes Material, das auf Arabisch übersetzt war. Hitlers Motto war es, so viele arabische Länder wie möglich davon zu überzeugen, dass sie mit der Ideologie der Nazis mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen hatten. Hitlers Propagandamaschinerie weckte den Hass der Araber auf die Juden. Auch wenn Hitlers Nazi-Ideologie die Araber als minderwertige Rasse betrachtete, so hasste sie die Juden doch noch weit mehr.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde den Juden 1948 ihr eigener Staat im Nahen Osten zugestanden, wodurch der Hass der Araber auf die Juden noch mehr eskalierte. Die arabischen Länder schlossen sich zusammen und überfielen den neuen Staat.

Dieser Hass auf Juden sitzt tief und ist tödlich. Jahrhundertelang mussten die Juden als Sündenbock für die Probleme Europas herhalten. Da viele Juden den schwarzen Tod im 14. Jahrhundert überlebten, gaben die Europäer ihnen die Schuld an der tödlichen Epidemie. Später stellte sich heraus, dass die jüdischen Hygienegebote sie vor dem Tod gerettet hatten. Weil den Christen das Verleihen von Geld im Mittelalter verboten war, erfüllten die Juden diese Notwendigkeit und beherrschten daher das Bankengeschäft. Verschuldete Christen machten die Juden für ihre finanziellen Probleme verantwortlich. Da die deutsche Niederlage im ersten Weltkrieg als unerklärlich dargestellt wurde (außer wenn man inländische Verräter dafür verantwortlich machte), wurden die Juden und die Kommunisten zu Sündenböcken gemacht. Das gipfelte schließlich in Hitler, der den Juden nicht nur die Schuld an Christi Tod, sondern auch an Deutschlands Niederlage im ersten Weltkrieg, Deutschlands Finanzkrise und alle anderen Probleme zuschrieb.

Für die heutigen Probleme werden nun wieder entweder die jüdische Bevölkerung in Europa oder aber der jüdische Staat im Nahen Osten verantwortlich gemacht. Vierzig Prozent der Deutschen sagen, es sei angemessen, den Juden die Schuld für die Politik im Vorderen Orient zu geben.

Deutschland behauptet zwar immer noch, ein Freund Israels zu sein. Aber die Zunahme des Antisemitismus in Deutschland, wie auch vieles seiner Politik, sollte die Juden davor warnen, den deutschen Versprechen blind zu vertrauen. Mehr noch: Die Prophezeiungen der Bibel sagen voraus, dass eine moderne Allianz zwischen Deutschland und den arabischen Ländern zur Vernichtung Israels geschlossen werden wird.

Die Allianz in Psalm 83

Eine Prophezeiung in Psalm 83 spricht von einer kommenden Allianz zwischen Deutschland und einigen moderaten islamischen Ländern. Der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry erklärte: „Der Psalm 83 wird praktisch sofort erfüllt werden, wenn eine von Deutschland angeführte Allianz den Iran und den radikalen Islam besiegt (Daniel 11, 40-43).“ Die Prophetie der Bibel zeigt, dass einige arabische Länder sich einem von Deutschland angeführtem Europa bei der Vernichtung des Iran anschließen werden, die sich daraufhin gegen Israel zusammentun werden.

Deutschland hegt beträchtlichen Hass auf den Islam, aber bedenken Sie Psalm 83, Verse 1-3: „Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, Deine Feinde toben, und die Dich hassen, erheben das Haupt. Sie machen listige Anschläge wider Dein Volk [Israel] und halten Rat wider die, die bei Dir sich bergen.“ Herr Flurry kommentiert diese Verse in seiner Broschüre Der König des Südens:

Diese Prophezeiung führt mehrere moderate islamische Nationen auf, die sich mit Assur (Assyrien), das heißt, mit dem heutigen Deutschland verbünden werden. …

Die „Feinde“ sind mit dem König des Nordens verbündete Islamisten, die im Begriff sind, die heutigen Nachkommen Israels anzugreifen. Die Opfer sind in erster Linie Amerika, Großbritannien und Juda (das kleine Land, das heute Israel genannt wird). Die biblische Prophezeiung sagt, dass die Völker Israels in der Endzeit ungewöhnlich ängstlich und leichtgläubig sind – wie eine „törichte Taube“ (Hosea 7, 8-12). Ihre Feinde nutzen ihre Schwächen aus, um sie zu vernichten (Hosea 5, 5). Gott schützt die Völker Israels nur dann vor ernster Gefahr, wenn sie gehorsam sind – was sie in dieser Endzeit nicht sind.

Psalm 83 zeigt, dass das zu einem militärischen Überraschungsangriff führen wird. Dieser Angriff zielt darauf ab, ganz Israel zu vernichten. Heute erleben wir, wie der Hass in Deutschland und auch in der arabischen Welt zunimmt. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass die arabischen Länder noch einmal versuchen werden, Israel zu erobern, aber wenige Leute glauben, dass Deutschland sie anführen wird. Aber genau das sagen die Prophezeiungen der Bibel voraus. Bestellen Sie doch bitte ein Exemplar der Broschüre Der König des Südens , um mehr darüber zu erfahren.

Die Hoffnung liegt in der Reue

Die gesamte Geschichte hindurch sind die Juden die am meisten verfolgte Volksgruppe der Welt gewesen. Man kann ihre Geschichte im Alten Testament und in den Annalen Europas nachlesen. Aber warum haben die Juden so viel Verfolgung erlitten? Man muss sich ja auch fragen: Warum sind sie trotz aller Anstrengungen diverser Weltreiche nie ganz ausgerottet worden?

Gott bezeichnet die Juden als Sein Volk. Er lehrte die Juden und die anderen Stämme Israels Seine Gebote und Seine Lebensweise. (Bestellen Sie doch bitte ein kostenloses Exemplar von Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung von Herbert W. Armstrong, um mehr über die Geschichte des antiken Israels zu erfahren und darüber, wo sich die Stämme Israels heute befinden.) Wegen ihrer Rebellion gegen Seine Gebote ließ Er ihr Leiden zu. Aber Gott würde niemals erlauben, dass dieses Volk vollständig vernichtet würde. Er will, dass diese Menschen bereuen, und dass ist genau das, was den Prophezeiungen der Bibel zufolge passieren wird: „Kommt, wir wollen wieder zum Herrn, denn Er hat uns zerrissen, Er wird uns auch heilen, Er hat uns geschlagen, Er wird uns auch verbinden“ (Hosea 6, 1).

Die Juden und der Rest der Welt werden am Ende bereuen. Einige werden bereuen als unmittelbare Folge des Elends, das sie bald erleben werden; andere werden während der kommenden Wiederauferstehung bereuen. Diese Wiederauferstehung wird in Hesekiel 37, in der Offenbarung 20 und an anderen Bibelstellen prophezeit. Das bezieht sich auf die Zeit, wenn Gott die Toten wieder zum Leben erwecken wird, um sie zu richten und zu lehren. Gott lässt das Leiden heute zu, weil Er weiß, dass Ihm das ermöglichen wird, in Zukunft die Juden und den Rest der Welt zu lehren.

Lesen Sie über diesen wundervollen Ausgang in Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung, von Herbert W. Armstrong. All unsere Bücher und Broschüren sind kostenlos. 

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