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Wiederbelebung des Heiligen Römischen Reiches (Erster Teil)

Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung - Einleitung

Es ist der 13. Juli 2015. Gestern Nacht haben die führenden Köpfe Europas wieder einmal die ganze Nacht hindurch beraten, um eine gemeinsame Lösung zu finden, den drohenden Bankrott Griechenlands, sowie das Verlassen der Eurozone zu verhindern um zu vermeiden, dass die gesamte Europäische Union in den Abgrund stürzt. So wie die Dinge stehen, scheinen sie sich auf einen Plan geeinigt zu haben. Wenn die jüngere Geschichte jedoch überhaupt als Orientierungshilfe dienen kann, wird diese Lösung entweder ebenfalls scheitern, oder uns innerhalb der nächsten Tage, Stunden oder sogar Minuten in eine weitere Krise stürzen.

So ist das Europa des 21. Jahrhunderts: ungeordnet, uneinig und zunehmend verzagt.

Bei aller Unsicherheit scheint doch zumindest den meisten Beobachtern eine Wahrheit absolut sicher zu sein: Die Europäische Union liegt im Sterben – langsam, schmerzlich und vor den Augen der Öffentlichkeit. Die Hoffnung schwindet, dass die Europäischen Länder jemals eine geeinte, stabile, demokratische und geopolitisch folgerichtige Einheit bilden werden. Das Ziel des Europäischen Zusammenschlusses ist zum Scheitern verurteilt, obwohl es von guten Absichten getragen wird. Viele Leute glauben, dass in Zukunft die Weltpolitik und die Macht von anderen Ländern wie China, Russland, dem Iran und den Vereinigten Staaten ausgeübt werden. Angenommen, die EU wird die augenblickliche Krise überstehen, so ist sie doch nur dazu bestimmt, bestenfalls eine zweitrangige Macht zu bleiben.

Dieses Buch sagt für den Kontinent eine ganz andere Zukunft voraus.

Europa wird sich vereinigen und es wird eine beachtliche treibende Kraft in der Welt werden. Die Einheit, die Europa erreicht, wird nicht vollkommen sein; sie wird auch nicht einfach und friedvoll zu erreichen sein und wird keinesfalls Bestand haben. Aber Europa wird eine vereinigte Supermacht und eine ernstzunehmende und abschreckende Weltmacht werden. Die Entstehung dieses neuen Europas wird weitreichende und dramatische Konsequenzen für uns alle haben.

Diese Vorhersage wird durch zwei grundsätzliche Beweise untermauert. Zum einen wird sie, wie auch die europäische Einigung selbst, von mehr als 1.500 Jahren europäischer Geschichte gestützt. Zum anderen basiert sie auf Bibelprophetie.

1951 ursprünglich als Montanunion gegründet, wurde die Europäische Union mit der grundsätzlichen Zielvorstellung geschaffen, das antike Römische Reich wiederzubeleben. Das mag angesichts des heutigen Debakels schwer vorstellbar sein. Dennoch ist es das wertgeschätzte und öffentlich erklärte Ziel einiger Europäer, besonders der führenden Köpfe Europas, das Heilige Römische Reich wiederauferstehen zu lassen.

Was war das Heilige Römische Reich? Wie könnte ein wiedererstandenes Heiliges Römisches Reich wohl aussehen?

Dieses Reich – seine Struktur und sein Wesen, seine Verhaltensweise und seine Errungenschaften – wurden in der Bibel wiederholt und in allen Einzelheiten prophezeit. Wo stehen diese Prophezeiungen? Haben sie sich erfüllt? Welche Bedeutung haben sie für die Zukunft Europas und für die Menschheit als Ganzes?

Einige der Antworten sind durchaus nicht erfreulich, aber wir müssen sie doch kennen.

Wiederbelebung des Heiligen Römischen Reiches

Brendan Simms ist Historiker und Professor für Geschichte an der Universität Cambridge. 2013 schrieb er einen Artikel für die New York Times mit dem Titel: „Die Geister der Vergangenheit Europas.“ „Den Cheerleadern der Europäischen Union gefällt es zu glauben, dies sei ein völlig neues Phänomen, geboren aus den Schrecken der beiden Weltkriege“, schrieb er. „Aber in Wirklichkeit hat es starke Ähnlichkeit mit einem Gebilde, von dem viele Europäer dachten, es sei schon längst im Mülleimer der Geschichte gelandet: Das Heilige Römische Reich …“

Allerdings haben nicht alle Europäer das Heilige Römische Reich schon in den Mülleimer der Geschichte geworfen. Otto von Habsburg, ein Nachfahre der berühmten europäischen Adelsfamilie der Habsburger, hat es 1989 so ausgedrückt: „Die [Europäische] Gemeinschaft lebt überwiegend vom Erbe des Heiligen Römischen Reichs, wobei der Großteil der davon lebenden Menschen jedoch nicht weiß, wovon sie leben.“

Das sind wichtige Worte eines wichtigen Mannes. Er begründete zusammen mit anderen führenden Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, Robert Schuman und Jean Monnet die europäische Gemeinschaft, die wir heute Europäische Union nennen. Von Habsburg verstarb 2011. Er war ein Nachfahre der europäischen Adelsfamilie der Habsburger und ehemaliger Kronprinz der österreichisch-ungarischen Monarchie. Otto von Habsburg war einer der führenden Architekten des modernen Europas – und seine Erklärung offenbart die Vision, die dem modernen Europa zu Grunde liegt.

Um die Bedeutung dieser Wahrheit richtig einschätzen zu können, müssen wir die Geschichte und das Wesen des Heiligen Römischen Reiches verstehen – und ganz besonders die Bedeutung des Wortes „heilig“ in seinem Namen.

Im Allgemeinen akzeptieren Historiker das Heilige Römische Reich als die zyklische Reinkarnation des antiken Römischen Reiches, das in jeder Inkarnation unter der Leitung der Katholischen Kirche stand. Das Oxford Dictionary definiert es als das „in Westeuropa nach der Krönung Karls des Großen im Jahr 800 errichtete Reich“. Es wurde von dem mittelalterlichen Papsttum in dem Bestreben geschaffen, die Christenheit unter einer einzigen Führung zu vereinen.

Diese Beschreibungen sind zwar richtig, aber beklagenswert unvollständig.

Von Habsburg lebte in Wien, Österreich, dem Herzen des damaligen Heiligen Römischen Reiches, und er sprach oft von einer berühmten Krone, die in der Wiener Hofburg ausgestellt ist. „Wir besitzen tatsächlich ein europäisches Symbol, das allen Nationen gleichermaßen gehört“, sagte er einmal. „Es ist die Krone des Heiligen Römischen Reichs, die die Tradition Karls des Großen verkörpert.“

Die Gründer der EU und viele führende europäische Köpfe erkennen heute ohne weiteres an, dass das höchste Ziel der Europäischen Union darin besteht, „vom Erbe des Heiligen Römischen Reiches zu leben.“ Europäische Politiker erklären laufend ihre Bewunderung für Karl den Großen und geben öffentlich zu, dass sie die Schaffung eines vereinigten Europas anstreben, das „die Tradition Karls des Großen verkörpert.“

Was ist nun das „Erbe des Heiligen Römischen Reiches“? Wer war Karl der Große? Was ist die „Tradition Karls des Großen“? Wir brauchen die Antworten auf diese Fragen, um das moderne Europa zu verstehen und seine Zukunft vorauszusehen.

Das moderne Europa will das Heilige Römische Reich wiederaufleben lassen. Das heißt, seine Geschichte ist auch eine Prophezeiung der unmittelbaren Zukunft – und das macht es zu einem Thema von höchster Bedeutung. 

Fortgesetzt in Wiederbelebung des Heiligen Römischen Reiches (Zweiter Teil)

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