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Rüsten für Armageddon

Angst – der Brennstoff für ein neues globales Wettrüsten

Unsere Welt ist von Furcht ergrif fen. Obwohl Gewalt und Kriege immerzu die Geschichte des Menschen besudelt haben, hat sich diese Angst als Folge der jüngsten und tödlichen Terrorangriffe verstärkt bemerkbar gemacht: der 11. September 2001; der Bombenangriff auf einen Nachtklub in Bali; der Bombenangriff auf ein russisches Regierungsgebäude in Tschetschenien. In diesem Krieg gegen den Terror kann niemand wirklich wissen, wann oder wo die Terroristen zuschlagen. Menschen in Israel und Sri Lanka leben Tag für Tag in der Ungewissheit, ob nicht ein Selbstmordattentäter in der Nähe zuschlagen könnte. Ähnliche Ängste existieren in Teilen von Nordirland und Südamerika. Die USA haben sogar ihr eigenes Farbcode-System, um die Bürger in Alarmbereitschaft zu setzen, wenn Terroristenangriffe wahrscheinlicher erscheinen.

Die Welt reagiert auf diese Ängste. Die Menschen beginnen, diese neue, erschreckend gefährlichere Welt zu akzeptieren. Sie machen sich vertraut damit, was im Falle eines biologischen oder chemischen Angriffs zu tun sei. Ihre Nationen bilden einstmals nicht vorstellbare Bündnisse, diplomatisch und militärisch – um ein Bollwerk gegen Terroristen und andere neue Feinde zu schaffen.

Was vielen Führern in der Welt klar ist, ist die Tatsache, dass sie die Feuer­kraft brauchen, um den tödlichen Bedrohungen für die globale und regionale Stabilität begegnen zu können. Nationen stocken ihr Militär auf, füllen ihre Arsenale und modernisieren ihre Waffen, während die Welt einer größeren Instabilität entgegen rast.

Angst ist die treibende Kraft.

Es war die Angst, die durch die letzten Atomschläge des 2. Weltkriegs auf Japan verursacht wurde, die jene Besorgnis erweckte, die zu einem Wettrüsten des Kalten Krieges überging. Aber mit Ende des Kalten Krieges, der nun lange vorbei ist, kommt ein neues Wettrüsten zum Vorschein.

Und diesmal besitzen sowohl die Terroristen als auch die „Schurkenstaaten“, die den Terrorismus unterstützen, zunehmend leistungsfähigere Waffen. Die Welt war nie zuvor mit solch einem Ausmaß an Zerstörung konfrontiert, die durch einen radikalen Terroristen oder einen fanatischen Diktator an der Spitze eines kleinen Schurkenstaates ausgelöst werden kann. Arme, Dritte-Welt-Kulturen betreten die atomare, chemische und biologische Arena. Diese einst unbedeutenden Nationen handeln mit Waffen untereinander: Verbindungen sind zum Beispiel zwischen Nordkorea und Pakistan, sowie Nordkorea und Jemen hergestellt worden.

Gewiss, mehr als zu jeder anderen Zeit in der Geschichte tritt die im Buch Joel beschriebene dramatische Szene klar in Erscheinung: „Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße! Der Schwache spreche: ich bin stark!“ (Joel 4,10).

Beachten Sie, diese Prophezeiung beschreibt zwei Hauptpunkte: Erstens, eine Nation, die Pflugscharen besitzt, könnte diese friedlichen Werkzeuge in schreckliche Kriegsgeräten umformen. Dies beschreibt ein explosives Anwachsen der Aufrüstung. Zum zweiten spricht die Prophezeiung von schwachen Nationen, die sich selbst als stark bezeichnen. Die Lage der neuzeitlichen Nationen und das gegenwärtige neue Wettrüsten gleichen der Prophezeiung Joels aufs Genaueste.

In diesem neuen Zeitalter der Proliferation sehen wir, wie die Welt zu einem bewaffneten Lager wird. Wohin führt dieser hitzige Wettlauf? Wie lange müssen wir in Furcht leben? Von größter Bedeutung: Führt dieses neue Wettrüsten zum Ende der Welt?

Die Geschichte des Rüstungswettlaufes

Die Art der Rüstungsentwicklungen änderte sich dramatisch in den Jahrzehnten nach dem Ende von Napoleons europäischen Ambitionen. Die Kosten und die gewaltigen Unruhen, die dieser Kampf (1793-1815) verursachte, veranlassten die europäischen Nationen, Frieden zu suchen auf dem Wiener Kongress. Während bei diesem Treffen die Aufteilung der Kriegsbeute unter den Siegern entschieden wurde, brachte es hingegen kein Ende des bewaffneten Konflikts. Wenn überhaupt etwas erreicht wurde, dann ein Anstieg der nationalen und regionalen Grenzstreitigkeiten.

Dies geschah genau zu dem Zeitpunkt, als die industrielle Revolution begonnen hatte, das Erscheinungsbild der Waffenproduktion zu verändern. Bei 1917 war die Produktionskraft der Industrie um ein Vielfaches über die Möglichkeiten während der „Gentleman-Kriege“ des guten alten Europas hinaus, gesteigert worden. Im Gegensatz zur eingeschränkten Fähigkeit der bloßen Menschenkraft war jetzt das Potential der von Dampf getriebenen Maschinerie kolossal.

Das von Henry Ford in den frühen 1900ern revolutionierte Fabriksystem begünstigte die Möglichkeit, alles Erforderliche in Massen zu produzieren. Eisen konnte jetzt mittels riesiger dampfgetriebener Hämmer zu Kriegsgerät verarbeitet werden.

Bald schon stand Kriegsmaterial in großer Menge zur Verfügung, um persönliche Ambitionen und Grenzstreitigkeiten zu bereinigen.

Ein Wettrüsten kam voll in Gang, als Deutschland das Wissen über Massenproduktion umzusetzen begann. In den Jahren vor 1914 vervielfachte sich die deutsche Produktion und machte die Nation zu einem industriellen Riesen. An zweiter Stelle nach Großbritannien, übertrafen Deutschlands Produktionszahlen von Kriegsmaterial sogar jene seiner größeren europäischen Nachbarn, Russland und Frankreich, um Vieles, und der Geist des imperialen Deutschlands erwachte zum Leben.

Anfang 1914 waren all die Zutaten für einen größeren europäischen Flächenbrand vorhanden und es bedurfte lediglich eines Funkens, um ihn zu entzünden. Dieser Funke kam im Juni 1914, als Erzherzog Ferdinand und seine Frau Sophie, in einer Wagenkolonne fahrend, die Opfer von zwei Schüssen wurden, die aus einer Pistole des 19jährigen Gavrilo Princip abgefeuert worden waren. Der erste Weltkrieg brach aus in Europa, und der resultierende Verlust an Leben, herbeigeführt durch das Wettrüsten jener Zeit, war erschütternd. Alleine im Kampf von Passchendaele im Jahre 1917 musste die britische Armee 245.000 Opfer beklagen. Die Bevölkerungsverluste des Krieges waren horrend. Die Schätzungen der im tatsächlichen Kampf gefallenen Männer belaufen sich auf 8 Millionen, die der Verwundeten auf mehr als 20 Millionen – von denen viele permanent behindert waren. Und diese Zahlen beinhalten nicht die Zivilopfer sowie den riesigen Verlust an Menschenleben infolge des entstandenen Hungers und der Seuchen. Die Materialkosten des Ersten Weltkriegs sind unmöglich zu berechnen und übertreffen jede Vorstellungskraft.

Nach dem Krieg hatten sich, obwohl Deutschland in diesem Konflikt schrecklich gelitten hatte, zwei Umstände nicht geändert. Erstens, der Erste Weltkrieg endete mit einem Waffenstillstand, nicht mit einer Kapitulation. In der Tat, als deutsche Truppen nach Hause zurückkehrten, wurden sie als Sieger begrüßt. Und zweitens, Deutschland behielt weiterhin das industrielle Potential, um die größte Macht in Europa zu bleiben.

Deutschland begann sich vorzubereiten, um abermals auf eine in der Geschichte nie zuvor gesehene Weise in den Rüstungswettlauf einzusteigen. Um 1936 floss der Überschuss der wirtschaftlichen Erholung Deutschlands in gesteigerte Ausgaben für die Rüstungsindustrien. Das Reich begann, riesige Mengen an Kupfer, Eisenerz, Petroleum, Gummi und anderen Materialien, die benötigt wurden, den unersättlichen industriellen Appetit dieses neuen Wettrüstens zu stillen, zu importieren.

In den späten 1930er Jahren stand Deutschland militärisch wieder an der Spitze. Seine Ambitionen richteten sich wieder auf die Ausbreitung nach Osten und Westen. Hitler annektierte im März 1939 die Tschechoslowakei und begann lange zuvor, Druck auf Polen auszuüben. Als Russland und Deutschland im August 1939 den Molotow-Ribbentrop Nichtangriffspakt unterzeichneten, war das Schicksal Polens besiegelt. Der 2. Weltkrieg in Europa war garantiert.

Im Osten da war Japan. Jahrhundertelang war Japan von feudalen Kriegsherren in einer dezentralisierten Oligarchie regiert worden. Sein Wachstum war vom Mangel an Bodenschätzen und dem gewaltigen gebirgigen Terrain, welches das Land dominierte, eingeschränkt – ein Mangel an industriellem Potential, der bis zu den Jahren kurz vor dem Ersten Weltkrieg andauerte. Dennoch, Japans siegreiche militärische Feldzüge in Ostasien um die Wende des 20. Jahrhunderts bewiesen, dass der japanische Kampfgeist furchtbaren Schaden anrichten konnte.

Als das neue Jahrhundert anbrach, hatte Japan begonnen, die nötigen Änderungen vorzunehmen, um sie in den modernen Wettstreit mit anderen Nationen einzubringen – militärisch und auf andere Weise. Dann, in 1941, startete es einen Überraschungsangriff auf Pearl Harbour und brachte dadurch den Pazifik in den größeren Bereich des 2. Weltkriegs. Der unauslöschliche Kriegsgeist der Japaner, der riesige Teile Asiens im Westen, Südwesten und Osten des Pazifiks besiegte, hatte letztlich bis zum gewaltigsten Einsatz von Streitkräften einer Nation seit je geführt: die USA warfen Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki.

Die Welt wurde mit einer neuen, weit grausameren und todbringenden Gewalt bekannt gemacht.

Die Proliferation nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem 2. Weltkrieg begann eine erschöpfte Welt die Stücke ihrer zertrümmerten Infrastrukturen aufzusammeln. Neue Friedensinitiativen wurden eingerichtet; die Vereinten Nationen wurden gegründet, um den gescheiterten Völkerbund zu ersetzen. Amerikanische Hilfe gewährte mittels des großzügigen Marshall Planes Vorsorge, die gefährlich überforderten Wirtschaften Europas abzustützen.

Paradoxerweise hatte das kaiserliche Japan sein Ziel des 2. Weltkriegs, Asien von seinen westlichen Kolonialmächten zu befreien, erreicht, indem Großbritannien, Frankreich, Holland und Portugal ihre asiatischen Kolonien den soeben unabhängig gewordenen lokalen Verwaltungen übergaben.

Mitte der 1960er Jahre war Europa zum größten Teil wieder aufgebaut. Westdeutschland, obwohl immer noch vom Osten getrennt, nahm aufs Neue seinen Platz als eine mächtige Nation ein. Japan wurde zur stärksten Handels- und Seenation in ganz Asien.

Die auferlegten Beschränkungen, die den Weltfrieden garantieren sollten, funktionierten jedoch nicht. Die Vereinten Nationen hatten bereits gefährliche Anzeichen von Unfähigkeit in der Lösung von Weltkonflikten gezeigt.

Der Kalte Krieg zwischen den USA und Russland ließ das moderne Wett­rüsten zu neuen Höhen eskalieren. Während dem amerikanisch-sowjetischen Unentschieden bauten beide Seiten komplizierte Weltraum- und Raketenprogramme auf. Keine der beiden Nationen fand aufgrund des grundsätzlichen Misstrauens eine Möglichkeit, seine Reaktionsstärke zu reduzieren.

Nicht nur dass Russland und Amerika in Kriegsbereitschaft geblieben sind, ebenso „begannen beide Seiten infolgedessen eine Art Stellvertreter-Krieg durch ein Hinzugewinnen von Verbündeten, eine Ausweitung des Einflusses und die gegenseitige Ausübung von Druck durch Waffenverkäufe. In den späten 1960er Jahren waren Waffenverkäufe zu einem wesentlichen Bestandteil der Außenpolitik beider Seiten geworden. Von 1960 bis 1980 stiegen die weltweiten militärischen Ausgaben von 100 Milliarden Dollar auf mehr als 500 Milliarden Dollar pro Jahr“ (Plain Truth, Jan. 1983; durchaus unsere Betonung).

Als die Sowjetunion 1991 zu­sam­men­brach und der Kalte Krieg endete, endete auch die Bereitschaft für die gegenseitig zugesicherte Zerstörung, die durch die nukleare Aufrüstung gegeben war. Die USA begrüßten das Ende des Wettrüstens als die Verheißung eines neuen Zeitalters des Weltfriedens.

Aber hat sich das auch erfüllt? Nein – in Wirklichkeit ist genau das Gegenteil eingetroffen.

Die Proliferation nach dem Kalten Krieg

Im Jahr 2001 gab die Welt ungefähr 840 Milliarden $ für Waffen und andere militärische Aufwendungen aus. Wir befinden uns inmitten eines umfassenden Ausbruchs eines Rüstungswettlaufs von einer in der Geschichte nie zuvor gesehenen Größe.

In Wirklichkeit hatte das Ende des Kalten Kriegs eine Menge zu tun mit dem Rüstungsanstieg bei den schwächeren und/oder Schurkenstaaten, die folgten. Die Welt war nun nicht mehr bipolar in ihrer Machtverteilung – mit Nationen, die sich mit der einen oder anderen Supermacht zusammenschließen. Jetzt war es eine multipolare Welt – wo sich viele Nationen die Führung des Globus teilten – oder, wie es einige bezeichnet haben, eine uni-multipolare Welt – wo, während viele Nationen sich diese ­Füh­rung teilten, eine von ihnen (die USA) ganz klar die Hauptsupermacht war. In diesem Nachkriegs-Wettrüsten arbeitete jeder dieser vielen Anwärter in der Weltordnung daran, die eigene Macht stärker auszubauen – im Wesentlichen tat dies jede Nation für sich selbst. ­Waffen wurden zur Notwendigkeit, um entweder eine Wirtschaft anzukurbeln oder interne, regionale oder selbst ­globale Bedrohungen zu regeln.

Beachten Sie auch, dass nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mehr als 40.000 Atomwaffen, plus mehr als 1.000 Tonnen hoch angereicherten Urans und 150 Tonnen Plutonium in den ehemaligen sowjetischen Republiken zurückgelassen wurden. Viele ­dieser Waffen und Vorrichtungen verschwanden aus den Bestands­ver­zeich­nissen der Ex-Sowjet Länder. Der Schwarzmarkt für leistungsstarke nukleare und andere Waffen, machte es solchen, einstmals auf der Weltszene unbedeutenden Nationen möglich, dass sie nunmehr zu gewaltigen Anwärtern wurden.

Eine neue Ära

Unabhängigkeitskriege, Guerillakriege, Bürgerkriege und Auseinandersetzungen mit Terroristen, alle zusammen haben seit dem 2. Weltkrieg die zunehmend weitreichende und oft verborgene Verteilung von Kriegsgerät rund um den Globus hochschnellen lassen.

Und jetzt sind wir bereits in eine weitere neue Phase globaler Geschichte eingetreten: in das Zeitalter nach dem 11. September. Dieser gegenwärtige Zeitabschnitt voller Unbeständigkeit – mit Ängsten vor nuklearem Terrorismus, dem Irakkrieg, sowie einem instabilen atomaren Ostasien – hat viele Länder dazu veranlasst, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen, ihre Waffenarsenale aufzustocken und die Waffengeschäfte auszuweiten.

Die USA, die ihre militärischen Ausgaben seit dem 11. September deutlich gesteigert haben, rüsten sich für einen Krieg mit einem Schurkenstaat, der sich im Besitz von Massenvernichtungswaffen befindet.

Die Europäische Union drängt auf ihre Einsatztruppe, um auf die zunehmende Bedrohung durch den Terrorismus reagieren zu können. Frankreich, Portugal und Ungarn kündigten erhebliche Erhöhungen der Verteidigungsausgaben für das Jahr 2002 an.

Indien, äußerst nervös wegen der Pakistaner, mit denen es eine umstrittene Grenze teilt, erhöhte im Jahr 2002 die militärischen Ausgaben um 13 Prozent. Die indisch-pakistanischen Beziehungen sind besonders gestört, da beide Nationen bei zahlreichen Anlässen sich gegenseitig die Fäuste gezeigt haben; jetzt besitzen beide Atomkraft – und die Welt fragt sich, wie viele Ausbrüche es brauchen wird, bevor die Situation ins Atomare ausartet.

Einstmals schwache oder unbedeutende Nationen, die zum Teil von Russland, bzw. China aufgerüstet sind, sind jetzt dazu fähig, die Welt an den Rand des Abgrunds zu drängen. Russland und China waren Hauptlieferanten von Irans Atomprogramm. Der Iran hat vor kurzem ebenso Pläne angekündigt, Uran abzubauen und verbrauchten Kernbrennstoff wieder aufzubereiten, mit der Behauptung, dass dies lediglich der Energiegewinnung diene – eine absurde Behauptung angesichts der riesigen Öl- und Gasreserven des Landes. Der Iran könnte diese Anlagen ausschließlich für ein Atomwaffenprogramm verwenden.

Zusätzlich zur Versorgung anderer Nahoststaaten und asiatischer Länder mit Waffen, hat China hinsichtlich der Nutzbarmachung seiner eigenen technologischen Fertigkeiten und der Modernisierung seiner Armee hervorragende Arbeit geleistet.

Japan, das die zweitgrößte Marine der Welt besitzt, gibt außer den USA mehr Geld für sein Militär aus als jede andere Nation. Die eine Einschränkung, die seinem Militär auferlegt ist – seine Nachkriegsverfassung, die ihm den Einsatz seines Militärs verbietet – wird mehr und mehr zu einer bloßen historischen Kuriosität. In der Tat, weniger als zwei Monate nach dem 11. September brachte Japan seine Marine zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg in Einsatz, um den US-Krieg gegen den Terror zu unterstützen. Nun wird behauptet, dass auch Japan in weniger als einem Jahr eine Atommacht werden könnte, wenn es Nordkorea als eine genügend große Bedrohung empfindet.

Nordkorea hat die fünftgrößte Armee der Welt – abgesehen davon, dass es die mächtige USA während der letzten vergangenen Monate durch sein politisches Spiel mit dem Feuer in diplomatische Geiselhaft genommen hat. Hier ist ein von einem wahnsinnigen Diktator geführtes Land, dem die Macht wichtiger ist, als sein eigenes Volk zu ernähren. Er will die Bombe, und keine westliche Macht wird ihm entgegentreten – am wenigsten die USA.

Außerdem wird Nordkoreas Streben nach Kernkraft durch seine Furcht vor Amerika und seiner Waffenaufrüstung noch gesteigert. Pjöngjang sieht, wie „US-Imperialisten“, wie sie es bezeichnen, ihren Einfluss rundherum zur Geltung bringen und beteuert, dass es sich selbst schützen muss (eine 37.000 Mann starke US-Truppe steht zum Schutz an der Grenze des Nordens mit dem Süden). Das Ironische daran ist, während die USA aus Furcht vor globaler Instabilität versuchen, solche Nationen daran zu hindern, derartige Waffen in ihren Arsenalen zu besitzen, rüsten diese Nationen aus Furcht vor einer US-Dominanz in aller Öffentlichkeit ihre militärischen Streitkräfte auf.

„Lasst den Schwachen sprechen: ich bin stark“

Während die Nationen der Welt ihre Waffenlager aufstocken (der Westen mit eingeschlossen), kommt der Schrei von den westlichen Nationen, die Verbreitung der Waffen zu stoppen. Jene Nationen, die durch Terrororganisationen oder -staaten verärgert sind, versuchen die Waffen den Händen der bösen Kerle zu entreißen. Ulster Unionisten in Irland versuchen, die Waffen den Händen der IRA zu entreißen. Die Regierung in Nepal versucht, die Maoistischen Rebellen dazu zu bringen, ihre Waffen abzugeben. Präsident Bush ist darauf versessen, dass der Irak seine Massenvernichtungswaffen beseitigt.

Die Nichtverbreitung von Atomwaffen unter den Nationen zu fördern ist jedoch eine schwierige Aufgabe. Harvard’s Samuel Huntington schrieb: „Der Westen fördert die Nichtverbreitung als das Spiegelbild der Interessen aller Nationen in internationaler Ordnung und Stabilität. Andere Nationen jedoch denken über eine Nichtverbreitung, dass sie dem Interesse westlicher Hegemonie diene“ (The Clash of Civilizations). Huntington verwendete das Beispiel der zwei Koreas – der Süden, der den atomaren Norden nicht, wie die USA es tun, als eine Bedrohung ansieht – und das indisch-pakistanische atomare Säbelrasseln. „Indien und Pakistan fanden jeweils die atomare Bedrohung des Anderen leichter zu akzeptieren, als amerikanische Vorschläge, beide Bedrohungen unter Verschluss zu legen, zu reduzieren oder abzubauen.“

Der Kalte Krieg, erklärt er, war ein Fall von Aufrüstung gegen Aufrüstung. Jetzt ist das Wettrüsten von einer anderen Natur: Nicht-westliche Gesellschaften sind bemüht, Massenvernichtungswaffen zu erwerben, während der Westen versucht, sie daran zu hindern – ein Fall von Aufrüsten gegen Unterdrücken – das Ergebnis davon ist einigermaßen voraussagbar. Die Unterdrückungsbemühungen können die Verbreitung in diesen Gesellschaften verlangsamen, aber „sie können sie nicht aufhalten“, erklärt Huntington. Die Verbreitung nützt diesen Nationen – solchen wie Saudi-Arabien, Taiwan, Israel, Südkorea, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Malaysia und Indien – das verleiht ihnen ein größeres Gewicht auf der geopolitischen Szene. Ein Bericht des US Congressional Research Service vom 6. August 2002 berichtete, dass „während 1998-2001, die Entwicklungsländer für 65,8 ­Prozent aller weltweit getroffenen [Waffenverschiebungen] Vereinbarungen verantwortlich waren.“

Ganz genau, wie der Prophet Joel es beschrieb: „Der Schwache spreche: ich bin stark!“

In der Tat verwenden Analytiker fast dieselben Worte wie Joel, um die Waffenaufrüstung der normalerweise schwächeren, kleineren Nationen zu beschreiben. „Terrorismus ist historisch gesehen die Waffe der Schwachen …“ schrieb Huntington. „An einem gewissen Punkt jedoch werden einige Terroristen in der Lage sein, massive Gewalt und massive Zerstörung zu produzieren. Im Einzelnen sind Terrorismus und Atomwaffen die Waffen der nicht-westlichen Schwachen. Wenn und sobald sie sich vereinigen, werden die nicht-westlichen Schwachen stark sein“ (op. cit).

Der Kolumnist Charles Krauthammer schrieb: „Gewiss, Massenvernichtungswaffen sind nicht neu. Das Neue daran ist vielmehr, dass das erforderliche Wissen, sie zu produzieren, nicht mehr länger Eingeweihten vorbehalten ist. Jeder mit einer entsprechenden Ausbildung in moderner Physik, Chemie oder Biologie, kann sie herstellen. Der Jüngste Tag ist demokratisiert worden“ (Washington Post, 14. Feb.)

Krauthammer fuhr fort: „Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit. Sobald solche feindselige Staaten Arsenale schaffen, werden wir selbst abgeschreckt und sie werden unverwundbar. Nordkorea könnte diese Schwelle bereits überschritten haben. Es ist eine echte Frage, ob wir diesen Wettlauf gewinnen können. Das Jahr Eins dieser neuen Ära, 2002, verlief relativ friedlich. Das Jahr Zwei wird es nicht: 2003 könnte so verheerend wie 1914 oder 1939 werden. …“

„Kann – und wird – der zivilisierte Teil der Menschheit jene Barbaren entwaffnen, die das eigentliche Wissen für die endgültige Zerstörung verwenden würden? Innerhalb von Monaten werden wir eine faire Vorstellung davon haben, ob die Antwort ein Ja oder Nein ist“ (ibid.).

Wohin das Wettrüsten führt

Die Bedeutung des neuen Wettrüstens – von schwächeren Nationen, die zu den bedeutendsten Waffenimporteuren werden, von der Stabilität der Welt, die so zerbrechlich ist, dass es von der Beherrschung einiger mit Atomwaffen ausgerüsteter Wahnsinniger abhängt – kann nur erfasst werden, wenn es im Lichte der Bibelprophezeiung gesehen wird.

Die Bibel verweist darauf, dass schon bald größere Weltkonflikte ausbrechen und drei globale Mächte darin verwickelt sein werden, und das ist zusammengefasst in Daniel 11,40-45. Erstens: der „König des Südens“, eine Gruppe von islamischen Nationen, stößt mit einem „König des Nordens“, einer aufsteigenden europäischen Kraft, zusammen. Die letztere Macht wird den Sieg davontragen und wird auch Amerika, Großbritannien und andere Englisch sprechende Länder zerstören und versklaven. Dann wird ein asiatisches Konglomerat – das Russland, China, Japan und andere asiatische Nationen einschließt – gegen die nordeuropäische Macht ziehen.

Das neue Wettrüsten verhilft diesen Blöcken zu unvorstellbarer Kraft!

Die Bibel spricht vom Zusammenprall dieser Mächte, mit Millionen von Toten als Folge. Der Angriff der asiatischen Horden auf die europäische Macht tötet „den dritten Teil der Menschen“ (Offb. 9,18). Tatsächlich, die oben zitierte Prophezeiung von Joel bezieht sich eigentlich darauf, wenn diese beiden Mächte sich auf eine gegenseitige Konfrontation in Armageddon vorbereiten: „Rufet dies aus unter den Heiden! Bereitet euch zum heiligen Krieg! Bietet die Starken auf! Lasst herzukommen und hinaufziehen alle Kriegsleute! Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße! Der Schwache spreche: ich bin stark!“ (Joel 3,9-10)

Das ist es, wohin dieses gegenwärtige Wettrüsten steuert. Würden sie nicht aufgehalten werden, dann würden diese zwei Mächte ihr starkes Waffenpotential dazu gebrauchen, um alles Leben auf dem Planeten auszulöschen (Mt. 24,21-22). Doch erfreulicherweise wird ihnen nicht erlaubt werden, das zu tun, weil „jene Tage verkürzt werden“ (V. 22).

Jesus Christus wird mit einer neuen Regierung zurückkommen, um das Zeitalter der zerstörerischen Herrschaft des Menschen auf der Erde zu beenden. „Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es selbst wird ewig bleiben“ (Dan. 2,44).

Jesu Christi Rückkehr wird zu einem neuen Phänomen führen – einem Wettlauf um Frieden! In der Tat, die Herrschaft Christi über die Erde wird durch die Umkehr von Joels Prophezeiung charakterisiert sein: „Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiesse zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen“ (Jes. 2,4). Satan der Teufel – der diabolische Geist hinter all dem Wettrüsten – wird in seinem Bemühen, menschliche Leben zu zerstören, gestoppt werden! Militärakademien werden aufhören zu existieren.

Die Industrie wird unter einer neuen Weltregierung zu wachsen beginnen! Trillionen Tonnen von Kriegsmaterial – dann zu riesigen Mengen Alteisen reduziert – wird an „Wiederverwertungsplätzen“ gesammelt, zerlegt, eingeschmolzen und zu friedlichen Landmaschinen geschmiedet werden.

Die Welt wird bald einem neuen Lebensweg folgen. Jesus Christus wird den Standard für diese Lebensweise setzen. Sie können diesen Weg des Lebens jetzt schon leben. Sie können, heute beginnend, utopischen Frieden in Ihrem eigenen Leben erfahren! Sie können frei von der Furcht sein, die diese Welt ergreift. Sie können vor dem Horror dieser dritten Runde globaler Wiederbewaffnung beschützt werden. Sie müssen verstehen, wie dieser Weg für das Wohl Ihres eigenen Lebens und dem Leben der von Ihren Geliebten zu leben ist. Fordern Sie unser Gratisbuch The God Family Vision an und lernen Sie diesen Weg des Lebens zu leben! 

De Ar Mindd