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Skitterphoto/Pexels

Israel wurde nationale Größe versprochen – die Juden haben sie nie erlangt. Warum? (Dritter Teil)

Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel Drei)

Fortgesetzt von  Israel wurde nationale Größe versprochen – die Juden haben sie nie erlangt. Warum? (Zweiter Teil)

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as Ist mit „Land“ und „Völker“ gemeint?

Die Verheißungen an Abraham sind nicht beiläufige, nebensächliche Versprechen; sie sind vielmehr von grundlegender Bedeutung, denn sie stellen sowohl die Grundlage dar für die Entstehung großer Weltmächte als auch für die Erlösung jedes Einzelnen und für die Hoffnung des Menschen auf ewiges Leben. Es sind Versprechen von überwältigender Tragweite. Von ihnen hängt die Zukunft der Menschheit ab.

Jesus Christus kam, „zu bestätigen die Verheißungen, die den Vätern gegeben sind“ (Römer 15, 8). Die „Väter“ sind Abraham, Isaak und Israel.

Diejenigen, die sich Gott und seinem Wort nicht unterstellen, werden diese gewichtigen Verheißungen mit den spöttischen Worten abtun: „Ach nein! Viele Völker? Welche denn? Vielleicht solche wie im 20. Jahrhundert? Nationen von 100 Millionen und mehr Menschen? Machen Sie sich doch nicht lächerlich! Die Leute, die die Bibel geschrieben haben, wussten nichts von Völkern, wie wir sie heute haben. Hier sind Völker gemeint, wie es sie damals gab, Völker, die nicht mal soviel Menschen hatten wie heute eine Stadtgemeinde oder ein bescheidener Landkreis.

Und übrigens: Wieviel Land war mit dieser Verheißung gemeint? Als Gott in 1. Mose 28, 13 sein Versprechen Jakob gegenüber wiederholte, sprach er lediglich von dem ,Land, darauf du liegst‘. Wieviel Land war denn das? Ein winziges Stück Boden, kaum einen Meter breit und zwei Meter lang!“

Wir wollen diese Einwände sorgfältig prüfen und genau feststellen, was Gott auf nationaler Ebene wirklich versprach. Der geistige, nichtmaterielle Aspekt der Verheißungen wird in anderen Publikationen von uns erörtert.

Wieviel Land wurde also verheißen?

Mögliche Einwände

Sehen wir uns zunächst einige weitere Gegenargumente an, die von manchen Menschen tatsächlich vertreten werden. „Nehmen wir die Verheißung, die von ‚vielen Völkern‘ spricht. Sie wurde ursprünglich in hebräischer Sprache festgehalten. Das hebräische Wort für ‚Volk‘ ist goi; mehrere Völker werden als gojim bezeichnet. Das aber bedeutet zugleich auch soviel wie ‚einige Leute‘. Somit wird nur eine kleine Handvoll von Kindern und Enkelkindern Abrahams gemeint sein.“

Ich erwähne das, weil ein selbsternannter „Gelehrter“ einmal diese geradezu lächerliche Aussage machte und bekundete, dass er diese ganze entscheidende Wahrheit hauptsächlich aufgrund dieser Argumente zurückwies. Wenn der Leser jedoch nachforscht, was es mit diesem hebräischen Wort goi auf sich hat, dann wird er finden, dass es eben doch auch „Volk“ und in der Mehrzahl „Völker“ bedeutet, ohne Hinweis auf Anzahl oder Größe. Es ist das Wort, das im Alten Testament mehrere hundert Male für die verschiedenen Völker der Welt, einschließlich der größten, gebraucht wird. In Joel 4, 2 sagt Gott, dass er „alle Heiden“ (alle Völker) zusammenbringen werde. Diese Prophezeiung bezieht sich auf eine Zeit, die noch vor uns liegt. Hier liegt das hebräische Wort gojim zugrunde. Es schließt Nationen ein wie Deutschland, Russ­land, Italien, China und Indien.

Gott versprach Abraham, dass seine leiblichen Nachkommen „ein großes Volk“ werden sollten (1. Mose 12, 2). „Ich … will dich über alle Maßen mehren … und du sollst ein Vater vieler Völker werden … Und ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir Völker machen“ (1. Mose 17, 2. 4. 6). Es gibt noch mehr Verheißungen und Prophezeiungen in der Bibel, die zeigen, dass hier wirklich große Völker gemeint sind.

Doch nun zu der Frage: Wieviel Land wurde Abraham versprochen? In l. Mose 17, 8 versprach Gott ihm und seinen Nachkommen „das ganze Land Kanaan“; an anderen Stellen der Bibel jedoch umfasst sein Versprechen noch weit mehr. Nehmen wir zum Beispiel 1. Mose 15, 18: „An dem Tage schloss der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben, von dem Strom Ägyptens [dem Nil] an bis an den großen Strom Euphrat.“ Der Euphrat fließt durch das einstige Land Babylon, den heutigen Irak, d. h. sehr viel weiter östlich von Palästina.

Vollends wird der Einwand, Abraham sei eine Landfläche von nur zwei Quadratmetern versprochen worden, durch 1. Mose 28, 14 zunichte gemacht. Dort heißt es nämlich: „Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden.“

Hier wird die Größe der „vielen Völker“ mit der Anzahl der Staubkörner auf Erden verglichen. An anderer Stelle vergleicht Gott die Bevölkerung mit dem Sand am Ufer des Meeres und mit den Sternen am Himmel – eine unzählige Menschenmenge.

Nicht an den Juden erfüllt

Nun sollten wir uns folgende Tatsache klar vor Augen führen: Die Juden waren nie mehr als ein Volk. Sie sind nicht viele Völker und waren es auch nie. Bei den Verheißungen an Abraham haben wir es mit einer ganz erstaunlichen Prophezeiung zu tun, mit einem feierlichen Versprechen des allmächtigen Gottes, das weder an Christus noch an den Christen und auch nicht an den Juden in Erfüllung ging. Wir müssen nach einer Reihe von Völkern Ausschau halten, nicht nach der Kirche oder den Juden. Entweder gibt es diese Völker, oder aber die göttlichen Verheißungen sind nicht ernstzunehmen.

Gott prüfte Abraham, und Abraham, stark durch seinen Glauben, gehorchte. Er war sogar bereit, seinen einzigen Sohn zu opfern. Von da ab war der Bund, den Gott mit Abraham machte, keinen Einschränkungen mehr unterworfen; er galt nun bedingungslos.

„Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Herr: Weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, will ich dein Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen“ – soweit der Wortlaut der materiellen bzw. nationalen Verheißungen in 1. Mose 22, 16-17. Weiter heißt es dann in Vers 18 (Jubiläumsbibel): „… und durch deinen Samen [Christus] sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden [diese Verheißung ist nichtmaterieller, geistiger Art; sie ist eine Gnadenverheißung], darum dass du meiner Stimme gehorcht hast.“

Wichtig ist hier, dass Gott an diese Versprechungen nicht die Bedingung knüpft, dass Abraham oder seine Nachkommen eine bestimmte Gegenleistung zu erbringen haben. Er gibt dieses Versprechen vielmehr, weil Abraham bereits seinen Teil getan hat. Wenn diese Versprechen gebrochen oder aufgehoben werden könnten, dann wäre kein Versprechen in der Bibel verlässlich!

Folgende Einzelheit der Abmachung verdient besondere Beachtung: Die Völker, die von Abraham abstammen, sollen „die Tore ihrer Feinde“ besitzen. Ein Tor ist eine Passage, die als Eingang oder Ausgang dient. Geographisch gesehen wäre dann ein „Tor“ eine Durchfahrt wie beispielsweise der Panama-Kanal, der Suez-Kanal oder die Straße von Gibraltar. In 1. Mose 24, 60 wird dieses Versprechen gegenüber Abrahams Schwiegertochter erneuert: „… Wachse zu vieltausendmal tausend, und dein Geschlecht besitze die Tore seiner Feinde.“

Abrahams Nachkommen sollten also lebenswichtige geographische Zugänge oder Zufahrten ihrer Feinde besitzen. Durch die Juden ist diese Verheißung bisher nicht Wirklichkeit geworden, und nach der Wiederkunft Christi zur Übernahme der Regierung und Errichtung des Weltfriedens kann sie nicht mehr erfüllt werden. Sie kann sich also nur in unserem Zeitalter ereignen, oder wir müssten die Bibel als Gottes Offenbarung ablehnen. Wir müssen also nach einem Volk suchen, aus dem jetzt oder in der Vergangenheit mehr als eine Nation wurde, dessen Angehörige aber alle zu einem Volk gehören. Wir müssen Ausschau halten nach einem Volk, das die „Tore“ der Welt besitzt. Hier wird die Inspiration der Bibel auf die Probe gestellt und auch die Macht Gottes, diese Welt zu regieren! 

Wird fortgesetzt...

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