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CUI NAN/CHINA NEWS SERVICE/VCG/GETTY IMAGES

Europa und China streben globale Regelungen für den Handel an

Amerika zieht sich immer weiter von der Weltbühne zurück, während sich die anderen Länder zusammenschließen.

Europa und China vereinbarten am 25. Juni, die globalen Regelungen zu aktualisieren und Probleme anzugehen, die entstanden sind, weil der US-Präsident die Einfuhrzölle erhöht hat.

Die beiden Blocks werden eine Gruppe bilden, die Technologiepolitik zusammen diskutiert, sowie staatliche Subventionen und andere Probleme, die den internationalen Handel bedrohen. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Jyrki Katainen sagte: „Auch wenn wir einseitige Aktionen nicht akzeptieren können, weil sie ein Verstoß gegen die Regeln der WHO [Welthandelsorganisation] darstellen, so sagt uns doch die einseitige Aktion der USA, dass wir die Regeln der WHO auf den neuesten Stand bringen müssen, um sie dem gegenwärtigen Umfeld anzupassen.“

Herr Trump erhebt weiterhin Einfuhrzölle auf chinesische Güter. Die seit kurzem erhobenen Zölle von 25 Prozent gelten für 1.100 verschiedene chinesische Waren – Importe im Wert von 50 Milliarden Dollar. China sagt, es wird im Gegenzug ebenfalls Zölle auf amerikanische Waren erheben. Herr Trump sagt, er werde mit noch mehr Einfuhrzöllen antworten. Insgesamt könnten es 450 Milliarden Dollar werden, was etwa 90 Prozent der Waren betrifft, die China in die Vereinigten Staaten schickt. Angesichts des Handelskriegs zwischen diesen beiden Weltmächten beginnen sich Firmen überall auf der Welt Sorgen zu machen. Es könnten auch weitere Regierungen hineingezogen werden und sich ebenfalls entscheiden, ihre eigenen Importe mit Zöllen zu verbarrikadieren.

Katainen sagte, die Bildung dieser Gruppe solle nicht heißen, dass sich Europa auf Chinas Seite schlage, aber es „würden Maßnahmen ergriffen, um das globale System des selbst regulierenden freien Handels zu schützen.“ Die EU versucht, andere Regierungen dazu zu überreden, der WHO beizutreten, um einige der Regelungen zu reformieren. „Ich glaube nicht, dass diese Verhandlungen einfach sein werden“, fuhr Katainen fort, „aber wenn gar nichts unternommen wird, wird es die jetzigen günstigen Bedingungen für den internationalen Welthandel bald nicht mehr geben.

Während Amerika sich zunehmend aus dem Welthandel zurückzieht und sich auf seine eigenen Grenzen beschränkt, verbessern sich dadurch die Beziehungen der anderen Supermächte untereinander. In diesem Fall ruhen aller Augen auf Europa und China. Über diese neue Handelsinstitution ist bisher wenig bekannt, aber es passt zu einem Trend, den die Posaune schon seit zehn Jahren verfolgt.

Der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry warnte schon 2009 vor dieser kommenden Partnerschaft von Europa und Asien. Er gründete sich dabei auf Prophezeiungen im Buch Jesajas.

Jesaja 23 berichtet von einer Partnerschaft, die zwischen Europa und China entstehen wird und die „der Markt der Völker“ genannt wird. Die Verse 1 und 2 verraten die biblischen Identitäten der beteiligten Länder: Das von Deutschland geführte Europa (Tyrus), Japan (Tarsis) und China (Kittim). Diese Prophezeiungen handeln von einem Bündnis europäischer und asiatischer Länder, die durch den Handel fest aneinander gebunden sind, und die am Ende die westlichen Länder wie Amerika, Großbritannien und den Staat Israel belagern werden.

Herr Flurry schrieb, dass diese „beiden großen Blöcke sich in Stellung bringen, um die Welt zu beherrschen. ... Aber so eine Handelspartnerschaft wird nicht lange halten. Sie werden bald zusammenbrechen – noch bevor Jesus Christus zurückkehrt und beide Blöcke vernichtet.“

Lesen Sie doch bitte unseren Artikel Wie wir in einen Handelskrieg geraten, um mehr darüber zu erfahren, wie stark der Handel die heutige Weltordnung beeinflusst. 

Tb Ad De