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ISTOCK/MYTHJA

Eine stabile und schöne Weltwirtschaft wird in Kürze kommen

Wenn Jesus sie schließlich etablieren wird, werden sich die Leute überall wundern, wie wirkungsvoll eine Regierung sein kann.

Das Sars-Cov2-Virus ist winzig – es misst nur 120 Nanometer im Durchmesser. Und seine Virulenz und Tödlichkeit sind weit geringer als die vieler anderer Erreger. Trotzdem haben dieses Virus und die unvernünftigen Reaktionen darauf den Volkswirtschaften überall auf der Welt einen gewaltigen Schaden zugefügt. Die rücksichtslosen Lockdowns, das übermäßige drucken von Geld und die übermäßigen Anleihen und Ausgaben haben die Weltwirtschaft in die größte Wirtschaftskrise seit der großen Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren gestürzt. Das hat die Märkte vollständig zusammenbrechen lassen und viele Länder an den Rand des Ruins gebracht.

Wie können diese gewaltigen Volkswirtschaften so verletzlich sein? Wie kann eine so winzige Bedrohung so viel Schaden anrichten? Weil die vom Menschen geschaffenen Volkswirtschaften wie ein Kartenhaus sind: instabil und höchst anfällig gegen Schocks.

Die Wirtschaft, die Israel wählte

Als das antike Israel von dem Propheten Samuel verlangte, er solle ihnen einen König geben, wie ihn auch die benachbarten Völker hatten, erzürnte ihn das. Als er das dann jedoch im Gebet überdachte, stellte er fest, dass Gott Israel ohne weiteres erlauben würde, Seine Regierung abzulehnen – wenn auch nicht ohne eine deutliche Warnung. Gott sagte Samuel, er solle den Israeliten gegenüber feierlich protestieren und Ihnen sagen, dass sie dabei waren, einen großen Fehler zu machen (1. Samuel 8, Vers 9).

In seinem Protest sagte Samuel ihnen dann auch, wie ihr König über sie herrschen würde: Er würde die talentiertesten jungen Leute des Landes zu seinem eigenen Vorteil rekrutieren und damit Posten in einer sich immer mehr ausdehnenden Bürokratie besetzen. Er würde die leistungsfähigsten und kräftigsten Männer für die Armee einziehen, damit sie ihm als seine „Kriegswaffen“ dienten (Verse 11-13). Er würde dann stark belastende Vermögenssteuern erheben und der Bürgerschaft die besten Äcker und Weinberge wegnehmen (Vers 14). Dann würde er eine Einkommensteuer einführen und diese Gelder für sich selbst nutzen und sie seinen Kämmerern und Großen geben (Vers 15). Sogar die Knechte und Mägde müssten einen Teil ihrer Zeit den Diensten des Königs widmen (Vers 16).

Kurz gesagt, wenn sie einen König wollten wie die anderen Völker, könnten sie einen haben – aber sie wären dann die Diener ihres Königs (Vers 17).

Und wenn die Israeliten dann unter der unterdrückerischen Last dieser großangelegten Regierung ihren Gott anriefen, würde Er sie nicht erhören! (Vers 18).

Aber selbst nach diesem feierlichen Protest ihres Propheten Samuels weigerten sich die Israeliten, Gottes Warnung ernst zu nehmen und wählten stattdessen einen Anführer für sich. Sie wollten genau so sein wie die anderen Völker.

Israel heute

Wenn wir das bedenken, sollten wir uns nicht über die enorme Größe der heutigen Regierung wundern – oder über ihre bemerkenswerte Ineffizienz und Verschwendung. Die Vereinigten Staaten stammen vom antiken Israel ab. Und ihre Regierung hat viele Fehler, genau wie jede andere Verwaltung auf der Erde. Aber wir müssen als Volk auch bedenken: Wir haben entschieden, dass es so sein soll.

In der Tat lernen wir aus der Geschichte, dass die menschliche Regierung immer sehr viele ihrer Mittel entweder für den Krieg oder für Kriegsvorbereitungen verschwendet. Hier in den Vereinigten Staaten waren es die Kosten des ersten Weltkrieges, die den Kongress zwangen, die Einkommensteuer einzuführen.

Aber selbst in Friedenszeiten waren die meisten menschlichen Regierungen nicht in der Lage, unterdrückerische Steuern zu beschneiden, Schulden abzuzahlen – ja nicht einmal den Haushalt auszugleichen. Unsere Staatsschulden sind jahrelang steil angestiegen und der Anstieg wird sogar immer steiler. Die Erwartungen der Leute, dass die Regierung alle Probleme löst, werden immer größer und die Maßnahmen der Regierung entsprechend immer teurer.

Zum Teil durch seine Antwort auf die Finanzkrise von 2008 ließ Präsident Obama die Staatsschulden von 10 Billionen Dollar in acht Jahren auf 20 Billionen anwachsen. In nur einer Amtszeit hat Präsident Trump mitgeholfen, sie um weitere 7 Billionen Dollar anwachsen zu lassen – auf inzwischen 27 Billionen Dollar.

Ein trauriges Bild, besonders wenn man bedenkt, dass die Vereinigten Staaten das reichste und blühendste Land der Menschheitsgeschichte sind. Eigentlich könnten wir den trostlosen, mit Schulden überladenen Volkswirtschaften der anderen Länder viel mehr Platz lassen.

Das Regierungssystem des Menschen – nicht nur in den USA – hat der Gesellschaft genau das beschert, was der Prophet Samuel vorhersagte: sehr umfangreiche Regierungen, endlose Kriege und unterdrückerische Steuern.

Für diese immer schlimmer werdenden Probleme gibt es Lösungen, aber sie sind nicht das, was die meisten Leute gerne hören wollen. Gott ist dabei, die Weltwirtschaft zu revolutionieren. Wenn Jesus Christus auf die Erde zurückkehrt, wird Er auch eine wirtschaftliche Reform durchführen, die endlich etwas bewegen wird. Die Bibel offenbart uns die Wirtschaftspolitik des bald kommenden Königreichs Gottes. Diese Prinzipien würden auch heute schon eine grundlegende Veränderung herbeiführen, wenn die Menschen sie nur in die Tat umsetzen würden.

Ein Neuanfang

Viele Prophezeiungen beschreiben die große Trübsal und den Tag des Herrn, der kurz vor Christi Rückkehr über die ganze Erde kommen wird. Die Verwüstung dieser Endzeit-Ereignisse ist wirklich schwer zu begreifen. Jesaja 24 sagt, dass Gott die Erde umwerfen und ihre Bewohner zerstreuen wird und sie dann „leer und beraubt“ sein wird. In Vers 6 sagt Gott, das nur „wenige Erdbewohner übrig bleiben werden.“ (Diese Prophezeiung hat sich offensichtlich noch nicht erfüllt – so etwas ist bisher noch nie passiert.) Jesus sagt im Neuen Testament selbst, dass die Ereignisse so furchtbar sein werden, dass, sollte Gott nicht eingreifen, kein Mensch sie überleben werde! (Matthäus 24, 21-22).

Das gibt uns einen Eindruck davon, auf was für eine Welt Jesus zurückkehren wird – eine Welt, die durch moderne Kriegsführung vollständig zerstört sein wird – mit den daraus entstehenden Seuchen und Hungersnöten.

In Sacharja 14 beschreibt Gott die letzte kulminierende Schlacht, die in der Nähe von Jerusalem stattfinden wird. Gott sagt, Er werde „alle Heiden zum Kampf gegen Jerusalem sammeln“ (Vers 2). „Und der Herr wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht“ (Vers 3). Jesus Christus wird den letzten Versuch der Menschen, Gott herauszufordern, mit Gewalt unterdrücken. „Der Ölberg wird sich in der Mitte spalten“, sagt Vers 4 – eine weitere Prophezeiung, die sich offensichtlich noch nicht erfüllt hat.

Der letzte Teil von Vers 14 sagt uns, was passieren wird, wenn die Schlacht zu Ende ist: „Und man wird zusammenbringen die Güter aller Heiden ringsumher: Gold, Silber und Kleider über die Maßen viel.“ Die positive Seite all dieser Zerstörung ist, dass Gott auf einen Schlag all die komplexen, mit Schulden beladenen, ineffizienten, verschwenderischen Wirtschaftssysteme der Menschen wegwischt. Er wird allen zur Verfügung stehenden Reichtum zusammenbringen und neu anfangen.

Der Mensch wird dann auch endlich von der Knechtschaft der Herrschaft Satans auf Erden befreit sein (2. Korinther 4, 4 und Offenbarung 12, 9). Das wird der Neustart sein, den die Menschen brauchen, um anzufangen zu verstehen, wie Gottes Wirtschaft funktionieren wird.

Die menschliche Natur verändern

Es wird natürlich mehr brauchen als nur einen Neustart, um die mangelhaften Wirtschaftssysteme der Menschen zu verändern. Es wird nötig sein, die Menschheit im Einklang mit Gottes Geboten umzuerziehen.

Jakobus 4 beschreibt diese gegenwärtige Welt und wie sie unter dem betrügerischen Einfluss Satans funktioniert: „Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt‘s nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten?“ (Vers 1). Der Krieg trägt am meisten zu den zunehmenden Schulden und lahmgelegten Volkswirtschaften bei. Und die Hauptursache aller Kriege ist die Begierde. „Ihr seid begierig und erlangt‘s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts, ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht bittet“ (Vers 2). Jakobus betont die Tatsache, dass Gott will, dass wir materielle Güter und Wohlstand haben, aber zu Seinen Bedingungen – nicht zu unseren.

Aber seit den Tagen Adams hat die Menschheit im Allgemeinen dieses Angebot abgelehnt und stattdessen Wohlstand und Reichtümer nach ihren eigenen Bedingungen angestrebt – beeinflusst von Satan, dem Teufel. „Oder meint ihr, die Schrift mache leere Worte, wenn sie sagt: Beneidet werden will der Geist, den er in uns angesiedelt hat?“ (Vers 5, Zürcher Bibel). Der Weg dieser Welt ist einfach nur, wie man alles für sich bekommt! Der natürliche Weg der menschlichen Natur ist es, alles zu begehren. Der Apostel Paulus hielt die „Gier nach Geld“ für die eigentliche Ursache allen Übels (1. Timotheus 6, 10). Diese wetteifernde Natur des Menschen muss sich ändern, bevor eine wirtschaftliche Reform von Dauer sein kann.

Es kann nicht überraschen, dass das große finanzielle Gesetz des Königreichs Gottes auch ein Teil der Zehn Gebote ist: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat“ (2. Mose 20, Vers 17). Gottes Gebote verbieten den begehrlichen, selbstsüchtigen Gewinn. Sie verbieten den Weg, immer alles für sich zu bekommen. Diese Gebote zu brechen, verletzt das grundlegende Prinzip des gottgefälligen Lebensweges: dem Weg des Gebens. Der Weg des Gebens wird das Fundament des Wirtschaftssystems von morgen sein.

Grundbesitz

Wenn Jesus Christus zurückkehrt, um den letzten rebellischen Angriff der Menschheit mit Gewalt zu unterdrücken, dann wird dieser Sieg auch das Ende aller Kriege sein. Micha 4, 3 zeigt, dass der Mensch all sein verbliebenes Kriegsmaterial in landwirtschaftliche Gerätschaften umarbeiten wird. Das wird die Weltwirtschaft radikal verändern. Man wird kein Geld mehr für Verteidigung ausgegeben. Keine Millionen schwere Marshallpläne mehr, um vom Krieg verwüstete Länder wiederaufzubauen. Und auch keine riesigen Schulden mehr, die an unsere Kinder weitergegeben werden!

Der Prophet Micha schreibt folgendes über den Schauplatz zu Beginn dieses kommenden Jahrtausends: „Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaoth hat‘s geredet“ (Vers 4). Gottes Wirtschaft in der Welt von Morgen wird sich um den Landbesitz drehen, genau wie im antiken Israel (1. Könige 4, 25). In vielerlei Hinsicht war das auch so in der amerikanischen Geschichte. Der Historiker Paul Johnson schreibt in seinem Buch Die Geschichte des amerikanischen Volkes folgendes über das Leben in Amerika im 19. Jahrhundert: „Noch nie in der menschlichen Geschichte hat sich die Autorität so sehr bemüht, aus normalen Leuten Landbesitzer zu machen“. Damals gab es noch so viel Land, dass die Regierung das Land in manchen Fällen einfach verschenkte. Dadurch waren die meisten Amerikaner auch damit beschäftigt, ihr eigenes unbebautes Land fruchtbar zu machen.

Das Leben im frühen Amerika war keinesfalls utopisch, aber was den Landbesitz angeht, ähnelte es sehr viel mehr der Gesellschaft, die Gott aufbauen wird, als alles was wir heute haben. Es war nie Gottes Wille, dass sich viele Millionen Menschen an nur einer Stelle ansiedelten, noch dazu die einen über den anderen – und dass keiner von ihnen Land besäße und alle in überfüllten, verschmutzten und von Kriminalität heimgesuchten Städten zusammengepfercht würden. Er wollte, dass alle ihren eigenen Raum auf ihrem eigenen Land hätten, damit sie lernen konnten, ihre eigene kleine Schöpfung zu verschönern und zu unterhalten – so wie Gott es mit Seiner Schöpfung tut!

Aber auf diese Art und Weise funktioniert die menschliche Gesellschaft nicht mehr. Es gibt zwar immer noch viel Land in Amerika, aber der Landerwerb ist wegen der hohen Kosten und der überhöhten Steuern viel schwieriger als früher. Heutzutage werden die Amerikaner für die Entwicklung des Landes tatsächlich auch noch bestraft: Desto mehr der Wert ihres Landes steigt, umso höher werden auch die Steuern. Im Moment bezahlen Amerikaner jedes Jahr etwa zwei Prozent des Grundstückswertes an Steuern.

Eine Art der Vermögenssteuer ist die Erbschaftssteuer, die gemeinhin auch „Todessteuer“ genannt wird. Wenn ein wohlhabender Landbesitzer stirbt, müssen die Erben bis zu 60 Prozent Steuern auf den Landbesitz zahlen. Das ist der Grund, weshalb so viele Firmen und Geschäfte in Familienbesitz nicht einmal bis in die zweite Generation überleben. Martin Gross zufolge schaffen das tatsächlich nur etwa 30 Prozent. Und davon erreichen nur magere 13 Prozent die dritte Generation.

Das ist nicht Gottes Weg! In Sprüche 13, 22 heißt es: „Der Gute wird vererben auf Kindeskind...“ Bevor es die Sozialversicherung, die erdrückenden Steuern und den Erwerb von hochverzinsten Terminzahlungen gab, haben sich die Amerikaner fürs Alter selbst abgesichert, und zwar durch eigene Ersparnisse, durch ihren Landbesitz und durch die Familie.

Heutzutage haben die Regierungsprogramme dazu beigetragen, die Leute von ihrer Verantwortung für ihre Kinder und Enkel zu befreien. Anstatt die älteren Leute dazu zu ermutigen, davon zu träumen, sich in ihrer Familie zu Ruhe zu setzen, bringt die Regierung sie mit solch selbstsüchtigen Programmen dazu, ihre „Farm“ zu verkaufen und das Geld dann für ihre eigenen Bedürfnisse auszugeben. Und das kann dann sogar bedeuten, dass sie ihren Nachkommen nur Schulden hinterlassen – sei‘s drum – letztendlich ist das dann die Folge dessen, was die Regierung tut.

In der Welt von Morgen wird jede Familie Land besitzen. Und Gottes Gebote werden sicherstellen, dass der Besitz all dieser Leute gut geschützt sein wird. Das achte Gebot (Du sollst nicht stehlen) ist ein großartiges Gebot, das Gott erließ, um das private Eigentum und den Privatbesitz zu schützen. Keine Vermögenssteuer oder Erbschaftssteuer mehr. Keine riesigen Wohnblocks und Wolkenkratzer in schadstoffbelasteten Großstädten mehr.

Jedermann wird unter seinem eigenen Weinstock oder Feigenbaum sitzen.

Ehrliche Arbeit für ehrlichen Lohn

Ein weiteres göttliches Prinzip ist harte Arbeit. Der Apostel Paulus schrieb: „Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen“ (2. Thessalonicher 3, 10). Er schrieb auch: „Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut, damit er dem Bedürftigen abgeben kann“ (Epheser 4, 28).

Im Zeitalter der Konjunkturprogramme, der finanziellen Rettungsaktionen, der Arbeitskämpfe, des öffentlichen Defizits, der nachlassenden Volksgesundheit und des übermäßigen Genusses an Unterhaltung ist es ein wahres Wunder, dass die Arbeit noch immer getan wird. Um das sicherzustellen, arbeiten viele Leute sehr hart. Insgesamt gesehen haben wir jedoch schon eine erhebliche Abnahme der Arbeitsmoral erlebt.

Gott und Christus sind nicht faul. Beide arbeiten! (Johannes 5, 17) Und die Früchte ihrer Arbeit beweisen, dass sie harte Arbeiter sind. Gott will, dass wir Menschen, die immer ihr volles Potential leisten wollen, die große Bedeutung und den wichtigen Zweck wirkungsvoller Arbeit verstehen. Jesus sagte: „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht“ (Lukas 16, 10). Bevor Gott uns ein Leben in Seiner Familie anbietet, will Er sehen, was wir erschaffen können mit dem, was wir jetzt haben, ganz egal wie wenig es auch sein mag. Verglichen mit Gott, ist es ohnehin nur wenig! „Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon (Geld) nicht treu seid, wer wird euch das wahre Gut anvertrauen?“ (Vers 11). Wenn wir nicht gelernt haben, das Geld und die Güter, die Gott uns gegeben hat, weise zu verwalten, wie können wir jemals bereit sein für die wahren Reichtümer Seines Königreichs?

Die Gesetze über die Entrichtung des Zehnten

Natürlich kostet die Unterhaltung einer Regierung Geld – sogar in der Gesellschaft Gottes. Da kommen dann die Gesetze über die Entrichtung des Zehnten zur Anwendung. In 3. Mose 27, 30 befiehlt Gott: „Alle Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und von den Früchten der Bäume, gehören dem Herrn und sollen dem Herrn heilig sein.“

Gottes universelles Gesetz des Zehnten lautet zehn Prozent. Jeder bezahlt denselben Prozentsatz. 5. Mose 14, 22 sagt, wir müssen den zehnten Teil auf unseren erwirtschafteten Zuwachs bezahlen. Auf diese Weise können Gottes Steuern weder den Reichen ausplündern noch den weniger Wohlhabenden erdrücken. Es ist eine für alle überall gleiche Steuer, die die Initiative fördert und den Leuten einen Anreiz zur Produktion bietet.

In Gottes Einkommensteuersystem werden alle Zehnten zu einer Zentrale überwiesen (5. Mose 12, 6), wo eine einzige vereinigte Verwaltung unter der Leitung von Jesus Christus das Geld zum Besten der Menschheit einsetzen wird.

Im System der Menschen jedoch bezahlen viele Leute bis zu 40 Prozent ihrer Einnahmen – nur allein an Einkommenssteuer. Um zu zeigen, dass diese Summe geradezu astronomisch hoch ist, bedenken Sie folgendes: Im Jahre 1913 ratifizierte der Kongress das 16. Amendment (Änderungsgesetz der amerikanischen Verfassung), wodurch die Einkommensteuer eingeführt wurde. Damals diskutierten die Politiker darüber, ob man für diese Steuer einen Maximalwert von zehn Prozent festsetzen solle. Am Ende beließen sie es dabei, nichts festzulegen und beendeten die Diskussion, indem sie sagten, es sei ja wohl absurd, dass die Steuern jemals so hoch steigen könnten!

Gottes Steuer – in krassem Gegensatz dazu – wird niemals steigen.

Der Wohlfahrtsstaat

Auch in der Welt von Morgen werden manche Leute wirtschaftlich schwierige Zeiten durchmachen. Für sie hat Gott ein zuverlässiges Wohlfahrtssystem, das ihren Abstieg in die Armut verhindert. Es wird in 5. Mose 15 beschrieben. Auch in Gottes Gesellschaft wird Geld geborgt es werden und Kredite vergeben, allerdings ohne Zinsen dafür zu kassieren. Das heißt also, die Leute können kein Geld an den Schulden anderer Leute verdienen. Zusätzlich gibt es noch alle sieben Jahre einen Schuldenerlass allen geborgten Geldes (Verse 1 und 2). In diesem System müssen die, die etwas verleihen, wissen, dass sie ihr Geld vielleicht nie wieder zurückbekommen.

Warum sollte Gott so ein Gesetz einführen? „Es sollte überhaupt kein Armer unter euch sein...“ (Vers 4). Gottes Wohlfahrtssystem schafft die Armut ab. Bedenken Sie aber, dass das Prinzip von 2. Thessalonicher 3, 10 gilt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Gott macht den Faulenzern keine Geschenke. Bedenken Sie wie Gott verhindert, dass Leute sein Wohlfahrtssystem ausnutzen: „Wenn einer deiner Brüder arm ist in irgendeiner Stadt in deinem Lande, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhärten und deine Hand nicht zuhalten gegenüber deinem armen Bruder...“ (5. Mose 15, 7). Den Armen und Bedürftigen wird gleich vor Ort geholfen, vorzugsweise von der Familie. Auf diese Weise lässt sich leicht unterscheiden, ob derjenige wirklich Sozialhilfe braucht oder ob er nur zu faul ist zu arbeiten.

In der Welt von Morgen wird es sicher auch ungewöhnliche Fälle geben, bei denen Leute finanzielle Unterstützung brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen. In diesem Fall sagt Gott: „[S]o sollst du ... deine Hand nicht zuhalten gegenüber deinem armen Bruder, sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, soviel er Mangel hat“ (Vers 7 und 8). Vergleichen Sie diese praktische Weisheit mit der fürchterlichen Ineffizienz der gigantischen Bürokratie, die jetzt Milliarden von Dollar an Millionen von Leuten verteilt, die nicht die geringste Absicht haben, jemals zu arbeiten.

„Sondern du sollst ihm geben und dein Herz soll sich‘s nicht verdrießen lassen, dass du ihm gibst; denn dafür wird dich der Herr, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und in allem, was du unternimmst“ (Vers 10). So werden die belohnt, die etwas verleihen. Anstatt an hohen Zinssätzen der Kreditnehmer viel Geld zu verdienen, wird Gott sie persönlich dafür belohnen, dass sie Seinem Weg des Gebens nachfolgen. Es ist, als würden die Anleihen, die die Leute den Armen geben, direkt von Gott kommen. Wie es in Sprüche 19, 17 heißt: „Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat.“ Gott wird diese selbstlosen Anleihen vielfach zurückzahlen!

Alle Dinge beaufsichtigen

Das ist ein Finanzsystem, dem der Mensch noch nie gefolgt ist. Es ist wirklich mehr gesegnet, zu geben als zu nehmen (Apostelgeschichte 20,35). Wenn der Mensch in der Welt von Morgen das erst einmal begriffen hat, nachdem er es persönlich so gemacht hat, wird das der ganzen Gesellschaft eine umwälzende Wirtschaftsreform bringen!

„Ehre den Herrn mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens“ (Sprüche 3, 9). Der Weg des Gebens im Leben beginnt mit dem Zehnten – nämlich Gott das Beste unseres Einkommens zu geben. Alles Übrige ergibt sich dann in allen Facetten des Lebens: „So werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen“ (Vers 10). Leben Sie nach diesem Prinzip und Gott wird Ihnen ein Vielfaches davon zurückgeben!

Gott will, dass wir materiell so reich sind, wie wir nur werden können, auch wenn wir uns jetzt schon auf unsere Zukunft in Seiner Familie vorbereiten. Und zwar nicht, um uns selbst zu bereichern, sondern damit wir Ihn mit unserem ganzen Wesen verehren können. Er will, dass wir all das bekommen, weil das uns helfen wird, uns auf die wahren Reichtümer vorzubereiten!

David schrieb über diese Reichtümer in den Psalmen. Er fragt Gott in Psalm 8, 5: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ Er beantwortete diese Frage in Vers 7: „Du hast ihn zum Herrn gemacht über deine Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan.“ Was für ein Vorsatz! Der Gott der alle Dinge geschaffen hat (Psalm 24, 1-2), will alle Dinge den Menschen geben!

Ist es also ein Wunder, dass Gott will, dass wir lernen, wie wir die materiellen Güter richtig nutzen müssen, um jetzt ein erfolgreiches Leben zu führen? Er hat nämlich vor, uns später alle materiellen Güter zu geben!

Tb Ad De