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Julia Goddard/Posaune

Die schönen Auswirkungen der ‚Großen Trübsal‘

Jesus prophezeite eine Zeit beispiellosen Leides – und einen Anlass zu unglaublicher Hoffnung.

Jesus Christus sagte etwas Schockierendes voraus – und das sollte eigentlich eine weit größere Wirkung auf uns moderne Menschen haben als auf Seine Jünger. Schließlich wissen wir über alles Bescheid – über Hitler und Stalin, über Todeslager und Gulags, Atombomben und atomare Kriegsführung.

Als Er über die Zustände am Ende der Welt befragt wurde, prophezeite Jesus, dass alle Völker die große Trübsal erleben würden – etwas, was es seit dem Anfang der Welt bis zu jener Zeit noch nie gegeben hatte noch jemals wieder geben würde (Matthäus 24, 21).

Wir möchten gerne glauben, dass das Schlimmste der Geschichte schon hinter uns liegt. Und tatsächlich ist die Vergangenheit der Menschheit schmerzlich angefüllt mit Armut, Krankheit, Hungersnot, Qualen, Unterdrückung, Massaker, Völkermord und Krieg. Aber Christi Worte kündigen uns an, dass wir eine noch schlimmere Trübsal erleben werden als alles, was wir jemals erlitten haben!

Einige Verse weiter sagt Er (in Vers 22): „Wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden“ (Elberfelder Bibel).

Diese Worte sind gerade jetzt von besonderer Schärfe – in einer Welt erfasst von Verzweiflung und Furcht wegen einer Pandemie und Panik unter den Menschen und den Regierungen. Über Nacht haben wir einen Zusammenbruch der Lebensmittelversorgung erlebt, einen Rekord an Arbeitslosigkeit und massenhaft Menschen, die für Lebensmittelpakete Schlange stehen. Wir haben erlebt, wie die Rechtsstaatlichkeit zerstört wird, die Unterdrückung verfügt und die Freiheiten widerrufen wurden.

Es ist erschreckend. Aber verglichen mit dem Leid, das Jesus Christus prophezeite und das überall im Alten und im Neuen Testament vorhergesagt wird, ist das noch vergleichsweise harmlos. Gemäß den Prophezeiungen stehen uns noch Rassenkriege, wirtschaftliche Belagerung, finanzieller Zusammenbruch, Hungersnot, noch viel schlimmere Pandemien, Atomkrieg, ausländische Invasion, nationale Gefangenschaft und buchstäblich Milliarden von Toten bevor.

Aber in der gegenwärtigen Krise gibt es bereits einen erstaunlichen Trend: Viele Leute beginnen an Gott zu denken. Eine Umfrage im März unter 1000 möglichen amerikanischen Wählern fand heraus, dass 22 Prozent glauben, das Coronavirus und der wirtschaftliche Zusammenbruch seien Anzeichen von Gottes „kommendem Gericht“ und ein „Weckruf für uns, zum Glauben an Gott zurückzukehren“. Weitere 22 Prozent glauben zumindest an eins dieser Dinge. Fast drei von zehn denken, das seien Anzeichen dafür, dass wir uns in den „letzten Tagen“ befinden. Gemäß einer Umfrage von Pew gaben 55 Prozent der Befragten an, dass sie für ein baldiges Ende der Pandemie beteten. Es wurde berichtet, dass der Begriff „Gebet“ bei der Google-Suche weltweit einen Spitzenwert von 40 Prozent über dem Normalwert erreichte.

Gott beabsichtigt mit diesem Unglück, dieses Denken herbeizuführen. Leider reagieren sehr viele Leute genau auf die entgegengesetzte Weise. Anstatt die Ausgangssperre zur Reflektion, religiösen Hingabe oder der Widmung der Familie zu nutzen, geben sie sich dem übermäßigen Fernsehen hin, dem Ansehen von Filmen, Videospielen, Pornographie oder dem Genuss von Marihuana.

Wenn Gott diese Krise wirklich als Weckruf benutzt, so wird die Katastrophe mit Sicherheit noch schlimmer werden, bis endlich wirklich viele Menschen davon aufgerüttelt werden.

Das ist der Grund für die prophetische Warnung Christi. Und sie zeigt uns den Weg zur Vermeidung des kommenden Leids.

Der Gulag

Es ist schon erstaunlich, dass die Große Trübsal noch schlimmer sein kann als alles bisher da gewesene in der Geschichte, wenn man den industriellen Maßstab des Leids im 20. Jahrhundert bedenkt.

Der erste Weltkrieg wurde „das Ende aller Kriege“ genannt, weil er so gewaltig, so mörderisch und so fürchterlich war, dass die Leute sich nicht vorstellen konnten, jemals wieder in den Krieg zu ziehen. Aber noch bevor er ganz zu Ende war, passierte etwas, dass die Albträume des 20. Jahrhunderts verewigen sollte: die russische Revolution. Als sie an der Macht waren, begannen die Bolschewiken, massenhaft Leute zu verhaften und einzusperren. Die Gefangenen waren Millionen friedfertige und meistens unschuldige Bürger, die zu Unrecht für Feinde des großen Ziels gehalten wurden.

Dann kam der zweite Weltkrieg und übertraf die Schrecken des ersten Weltkriegs noch einmal um das zehnfache. Er war eine schreckliche Drangsal, wie sie die Welt noch nie erlebt hatte: Kriegsführung mit U-Booten, V-2 Raketen, Flugzeugträgern, Konzentrationslagern und Atombomben. Die Zustände in Russland hatten sich unter Stalin, einem der größten Massenmörder der Geschichte, dramatisch verschlechtert. Noch während er Millionen Menschen in die Schlacht gegen Deutschland schickte, verbannte er auch weiterhin Millionen seiner eigenen Leute in die Gefangenschaft und die Drangsal ging auch nach dem Ende des Krieges noch lange weiter.

Alexander Solzschenitsyn war einer dieser Gefangenen. Er würde später eine Reihe von Büchern über sein Leben in Gefangenschaft schreiben: Der Archipel Gulag. Dieser akribische Bericht beschreibt Bedrängnis und Gefangenschaft. Er ist eine Darstellung zerstörter Freiheit, himmelschreiender Ungerechtigkeit, brutalem Arrest, qualvollen Verhören, erschreckenden Zuständen im Lager und zahlloser grotesker Erscheinungsformen der menschlichen Natur sowohl unter den Offizieren als auch unter den Gefangenen. Sie verdeutlicht die kommende Trübsal schmerzlich real.

Millionen Menschen wurden in den Gulags gefangen gehalten. Die Sowjets ließen sie so viel arbeiten, wie nur irgend möglich mit so wenig Fürsorge wie möglich. Die Lager waren erschreckend schmutzig und voller Krankheiten. Die Gefangenen verhungerten oder arbeiteten sich buchstäblich zu Tode.

„Das Leben der Gefangenen bestand aus Arbeit, Arbeit und nur Arbeit – Hunger, Kälte und Arglist“, schrieb Solzschenitsyn. „Die Gefangenen liefen barfuß herum und hatten fast nichts zum Anziehen – und das in einer baumlosen Tundra, die praktisch immer mit Schnee bedeckt war und in der ständig Schneestürme wüteten.“ An manchen Tagen erfroren hunderte von Arbeitern an ihren Arbeitsplätzen.

Die vollständige Missachtung des menschlichen Lebens führte zu unvorstellbaren Grausamkeiten. Obwohl den Gefangenen täglich 10 bis 12 Stunden Arbeit abverlangt wurden, gab man ihnen fast nichts zu essen: „Sie gossen Wasser in einen Topf und das Beste, was man erwarten dürfte, war, dass sie ein paar kleine, ungeschälte Kartoffeln hineinfallen ließen... Und immer wenn das Wasser knapp war... wurde nur ein Topf Haferschleim gekocht und man bekam eine Ration von zwei Tassen trüben Salzwassers. Alles was irgendwie nützlich war, wurde für die Lagerchefs, für die Verwalter und für die Diebe selbst gestohlen...“

Unter diesen Umständen wurden die Menschen nur von einer einzigen Sache beherrscht: „Hunger, der auch einen aufrichtigen Menschen zwingt, die Hand auszustrecken und zu stehlen (,Wenn der Magen knurrt, schweigt das Gewissen‘). Hunger, der auch den selbstlosesten Menschen dazu bringt, mit Neid in die Töpfe der anderen zu schauen und schmerzlich zu versuchen abzuschätzen, wieviel der Nachbar zu essen bekommt. Der Hunger umnachtet das Gehirn und weigert sich, überhaupt noch an irgendetwas anderes zu denken oder über etwas anderes zu sprechen als über Essen, Essen und wieder Essen. Dem Hunger kann man nicht einmal in den Träumen entrinnen, die Träume handeln vom Essen und schlaflos denkt man nur ans Essen. Und bald ist es nur noch Schlaflosigkeit.“

Übelkeit und Krankheiten griffen um sich, aber, wie Solzschenitsyn bitter schreibt: „Es gab keinen Arzt, nicht einmal einen Sanitäter und dementsprechend auch keine Kranken. Jeder, der krank war, wurde von seinen Kameraden hinaus in den Wald gebracht und sie nahmen gleich einen Strick und ein Brett mit, um die Leiche nachher leichter wieder zurückbringen zu können.“

Das Arbeitsprogramm – den Wald abholzen, Steine zerschlagen, Erz fördern, Eisenbahnschienen verlegen und Kanäle bauen – wurde unter unsäglichen menschlichen Opfern vorangetrieben. „Das System“, schreibt Solzschenitsyn, „beruhte auf dem Verschleiß von Menschenmaterial. Alles was im Archipel gebaut wurde, war den Muskeln dieses Menschenmaterials abgepresst worden (bevor sie zum menschlichen Abfall wurden). Und diejenigen, die überlebten... mussten mit dem Unglück ihres eigenen Überlebens fertigwerden.“

„Philosophen, Psychologen, Mediziner und Schriftsteller hätten in unseren Lagern, besser als sonst irgendwo, in großem Maßstab den besonderen Prozess beobachten können, mit dem der spirituelle und intellektuelle Horizont des Menschen und der Mensch als solcher auf ein Tier reduziert wurde und auch den Prozess des lebendigen Sterbens“ (Betonung durchweg hinzugefügt).

Jesus Christus sagte, die kommende Trübsal würde noch schlimmer sein.

Gott will nicht, dass irgendjemand das durchmachen muss, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

Gottes Hämmer

Die große Trübsal, die Christus prophezeite, wird nicht ohne Vorwarnung kommen. Er warnte uns schon vor 2000 Jahren persönlich davor. Und Jahrhunderte vorher hatte Gott uns schon davor gewarnt – durch Mose, Hosea, Amos und durch die anderen Propheten. Er warnte uns durch Hesekiel, nachdem er und sein Volk eine zerstörerische Drangsal, Eroberung und Versklavung erlitten hatten.

Hesekiel, selbst ein Gefangener, prophezeite, dass Israels Nachkommen in der Zukunft wieder eine Trübsal epischen Ausmaßes erleiden würden. Diese Nachkommen machen heute hauptsächlich die Völker Amerikas und Großbritanniens aus (um das zu beweisen, bestellen Sie doch bitte Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung ). Hesekiel 5 prophezeit, dass ein Drittel der Bevölkerung dieser Länder gewaltsam zu Tode kommen wird und ein weiteres Drittel in einem Angriff mit Atombomben. Das überlebende Drittel wird versklavt werden, genau wie Hesekiel selbst. Die Zahl der Opfer – mehr als 100 Millionen in jeder dieser Wellen – ist unvorstellbar hoch.

Warum sollte Gott solches Leid zulassen und sogar selbst auslösen? Nicht einfach nur, um zu bestrafen, sondern tatsächlich, um zu berichtigen.

Gott versucht, die Menschen zu erreichen, um ihnen dabei zu helfen, zu bereuen. Er ist ein Vater, der versucht, Seine Kinder zu erreichen: „Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt“ (Hebräer 12, 6). Obwohl Gottes Berichtigung in diesem Moment schmerzlich erscheint, so bringt sie, wenn jemand richtig darauf reagiert, doch sehr schöne Ergebnisse hervor (Vers 11).

Gott verfügt über eine Reihe von Hämmern. Wenn wir die sanftere Berichtigung nicht annehmen, zwingen wir ihn dazu, schwerere Hämmer zu verwenden und härtere Strafen, um uns davon abzubringen, einen Lebensweg einzuschlagen, der zum Tod führt.

Die große Trübsal ist der schwerste Hammer von allen – aber sogar der ist nur ein korrigierendes Werkzeug. Es wird erfolgreich tausende Seiner eigenen, ungeratenen, vom Heiligen Geist gezeugten Heiligen zu Ihm zurückbringen. Das wird „eine große Schar, die niemand zählen kann,“ in Seine Familie bringen (Offenbarung 7, 9). Letztendlich wird es die ganze Welt darauf vorbereiten, Ihn kennenzulernen!

Der Archipel Gulag beschreibt, wie die Trübsal wirklich als ein Werkzeug der Berichtigung Erfolg hat. So schrecklich wie sie uns auch erscheinen mag, so ist diese Trübsal doch tatsächlich ein Ausdruck der Liebe Gottes.

Vom Gewissen für schuldig erklärt

Die meisten Leute, die in die sowjetischen Gulags eingeliefert wurden, wurden dort auch gebrochen. Aber Solzschenitsyn beschreibt auch, dass einige wenige, auch wenn ihre Körper ruiniert wurden, doch geistig und spirituell gestärkt wurden.

Wenn jemand zwangsweise aus seinem Leben gerissen und in eine Welt verfrachtet wird, in der das Überleben das einzige Ziel ist, so wird das Leben in gewissem Sinne sehr einfach. Ein Gefangener beschrieb die schleppenden Stunden der Internierung, die Ruhe und die Zeit des Nachdenkens so: „Hier sind alle Bagatellen und aller Rummel unwichtig geworden. ... Ich bin an einem Wendepunkt angelangt. .. Hier hören wir auf diese Stimme tief in uns, die inmitten der Übersättigung und der Eitelkeit normalerweise immer von dem Lärm der Umgebung erstickt wurde.“

Bedenken Sie: In diesem Moment, selbst mitten in einer globalen Krise, sind die Leute immer noch abgelenkt und mit sich selbst beschäftigt. Also muss Gott doch einen Weg finden, diesen Lärm zu durchdringen, um uns nicht unserer sündigen Selbstzerstörung zu überlassen, wenn er die Menschen erreichen und sie etwas lehren will.

Solzschenitsyn zitierte ein Sprichwort: „Armut und Gefängnis verleihen Weisheit.“ Und noch eins: „Die Freiheit verwöhnt und fehlende Freiheit ist lehrreich.“

Der Gulag setzt Gefangene zur Zwangsarbeit mit primitiven Werkzeugen an dem gewaltigen Belomor Kanal ein. Schätzungen zufolge kamen bei dem Projekt über 200 000 Arbeiter ums Leben. Laski Diffusion/Getty Images

„Man war aus dem Treiben des täglichen Lebens so vollständig herausgerissen, dass man selbst durch das Zählen der vergangenen Minuten in engen Kontakt mit dem Universum kam“, schrieb er. „Der einsame Gefangene ist von jeder Unvollkommenheit entbunden – von allem, was ihn in seinem früheren Leben bewegt oder gestört hat und verhinderte, dass sein schlammiges Wasser sich beruhigen und klären konnte.“ Wie stark trübt das Treiben in Ihrem Leben Ihr Wasser und hindert Sie daran, nachzudenken?

In Gefangenschaft hat man so viel Zeit und so viele Gründe, nachzudenken und sich auf andere Weise zu prüfen. „Hier hat man eine lohnende und unerschöpfliche Ausrichtung seines Denkens“, schrieb Solzschenitsyn: „Überdenken Sie Ihr gesamtes bisheriges Leben. Erinnern Sie sich an alles, was Sie falsch und beschämend gemacht haben und überlegen Sie, ob Sie das vielleicht jetzt noch berichtigen können. Ja, Sie wurden ohne Grund eingesperrt. Sie haben nichts, was Sie vor dem Staat und seinen Gesetzen bereuen müssten. Und ... vor Ihrem eigenen Gewissen? Und in Bezug auf andere Menschen?“

Wenn Sie so versklavt würden, würden Sie nicht auch bedauernd zurückblicken, wie Sie gelebt haben und welche Entscheidungen Sie trafen?

„Ich bin zu dem Schluss gelangt, dass wir in diesem Leben auf der Erde für nichts bestraft werden, was wir nicht auch verdient hätten“, sagte ein anderer Gefangener, Boris Kornfeld. „Oberflächlich betrachtet hat es vielleicht nichts damit zu, aus welchem Grund wir tatsächlich schuldig sind, aber wenn wir unser Leben genau prüfen, werden wir bestimmt eine Verfehlung finden, für die wir jetzt bestraft werden.“

Solzschenitsyn erkannte, dass man diesen Punkt anzweifeln könnte, wenn man sieht, wie Kinder und andere völlig unschuldige Personen brutal bestraft werden – und trotzdem schrieb er, „war doch etwas in Kornfelds letzten Worten, das mich berührte und was ich ganz und gar für mich selbst akzeptierte. Und viele Leute werden das genauso für sich selbst akzeptieren.“

Dieser Mann war ein abgehärteter russischer Offizier gewesen. In dem Gulag jedoch, als er sein Leben betrachtete, dachte er: „Es gibt nichts, was uns so sehr dabei hilft, die Allwissenheit in uns zu erwecken als nachdrücklich über unsere eigenen Verstöße, Irrtümer und Fehler nachzudenken.“ Während er seine Vergangenheit ins Gedächtnis zurückrief, dachte er: „Wie viele Gelegenheiten habe ich nicht genutzt. Wie werde ich das jemals wieder gut machen? Wenn ich überleben könnte, wie anders ich alles machen werde – und wie viel weiser ich leben werde. Der Tag unserer zukünftigen Entlassung? Er scheint wie die aufgehende Sonne.“

Läuterung

Sacharja 13, 8 beschreibt dieselbe Trübsal wie die, die Hesekiel 5 prophezeit: Nur ein Drittel wird noch leben. Was wird Gott mit diesen Überlebenden machen? „Und ich will den dritten Teil durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert und ihn prüfen, wie man Gold prüft. Die werden dann meinen Namen anrufen und ich will sie erhören. Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen: Herr, mein Gott!“ (Sacharja 13, 9). Ja, diese grausame Gefangenschaft wird Gottes Zwecken dienen und diese Opfer läutern. Gott wird mit ihnen arbeiten, um ihnen zu helfen, ihren Charakter zu verbessern. „Siehe, ich habe dich geläutert, aber nicht wie Silber, sondern ich habe dich geprüft im Glutofen des Elends“ (Jesaja 48, 10).

Solzschenitsyn beschreibt eindringlich, welche Wirkung eine Läuterung haben kann: „Deine Seele, die vorher trocken war, ist nun durch das Leiden gereift. Und auch wenn Du deine Nächsten nicht im christlichen Sinne liebst, so lernst Du doch wenigsten, diejenigen zu lieben, die dir nahe stehen. ... Besonders in der Sklaverei haben wir zum ersten Mal gelernt, die wahre Freundschaft zu erkennen.“

In einem Umfeld unaussprechlicher Barbarei erreichen manche seltenen Individuen moralische Klarheit. „Du bist einmal sehr intolerant gewesen“, schreibt er weiter. „Du warst ständig in Eile. Und du hattest immer zu wenig Zeit. Und jetzt hast du Zeit und Interesse. Du hast mehr als genug davon, Monate und Jahre, die hinter dir und noch vor dir liegen – und eine wohltuende, beruhigende Flüssigkeit fließt durch deine Adern – die Geduld. Du bist dabei, aufzusteigen ... Früher hast du niemandem etwas vergeben. Du hast die Menschen gnadenlos verurteilt. Aber du hast die Menschen auch genauso unmäßig gepriesen. Und jetzt ist eine verständnisvolle Milde die Grundlage deiner nicht so strengen Beurteilung geworden. Du hast deine eigenen Schwächen erkannt – und deshalb hast du jetzt auch Verständnis für die Schwächen der anderen Menschen. Und du bist überrascht von den Stärken der anderen.“

„Wenn Du dein Leben wie durch einen feinen Kamm laufen lässt und es sorgfältig abwägst, wirst du immer irgendeine Verfehlung finden, für die du jetzt diese Strafe bekommst.“ Boris Kornfeld

Die Erniedrigung in der Gefangenschaft kann zur Demut des Geistes führen. Wenn Prunk und Eitelkeit als falsch und wertlos entlarvt werden, kann Raum für etwas Unverfälschteres geschaffen werden. Der Geist wird dann auf all das aufmerksam, was vorher als selbstverständlich angesehen wurde. Ein Gefangener strebt nach Bedeutung, nach Hoffnung und nach Menschlichkeit – nach Gott. „Wie dankbar streckt er seine Hände aus, um einige Krümel Erde im Gemüsegarten zwischen den Fingern zu zerreiben (denn sonst ist alles nur Asphalt). Wie er seinen Kopf zum ewigen Himmel erhebt (aber leider ist ihm das ja verboten). Und wie sehr ihn doch das keine Vögelchen auf dem Fenstersims bewegt (aber leider ist davor ein ,Maulkorb‘... und das aufklappbare Lüftungspaneel ist verschlossen).“

Wie schmerzlich einfach es doch ist, das wirklich Wichtige zu ignorieren. Bald jedoch werden viele Millionen ihrer Illusionen beraubt werden und es wird ihnen alles entrissen, was sie wertschätzen. Unzählige Millionen werden zu verwahrlosten Tieren.

Aber in dieser Dunkelheit wird etwas wahrhaftig Wunderbares geschehen: Unzählige Menschen werden sich züchtigen und auspeitschen lassen, werden demütig die Berichtigung annehmen und wie geschmolzenes Gold geläutert werden.

Unter den Dingen, die den Menschen in der großen Trübsal genommen werden, ist auch Gottes Wort. Gott prophezeit, dass sie Hunger auf Gottes Wort haben werden (Amos 8, 11). Heute kann man es noch überall hören. Die Menschen können es durch das Magazin Posaune bekommen, durch das Fernsehprogramm Der Schlüssel Davids, durch Radioprogramme, durch Podcasts und viele andere Veröffentlichungen. Aber das wird bald vorbei sein.

Deshalb müssen wir so dringend Gottes warnende Botschaft verkünden, solange wir noch können. Die zukünftigen Gefangenen brauchen diese Botschaft. Sie brauchen die Broschüre Er hatte Recht. Sie brauchen die Broschüre des Chefredakteurs der Posaune über Das Lied der Lieder - Gottes großartigstes Liebeslied – das sind besondere Botschaften Gottes an Seine widerspenstigen spirituellen Kinder.

Wir sagen wie Jesus Christus: „Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann“ (Johannes 9, 4).

Das grundlegende Buch der Philadelphia Kirche Gottes ist Maleachis Botschaft des Verlegers der Posaune Gerald Flurry. In diesem Buch zeigt Herr Flurry, dass das letzte Kirchenzeitalter vor Christi Rückkehr, das laodizeanische Zeitalter begann, als der Leiter von Gottes Kirche Herbert W. Armstrong 1986 starb. (Lesen Sie die Botschaft Christi der Berichtigung in diesem rebellischen Zeitalter in Offenbarung 3, 14-22.) Seit dieser Zeit wurde die wahre Kirche Gottes mehr und mehr aufgespalten. Trotzdem hat Gott schon 30 Jahre lang während des laodizeanischen Zeitalters immer wieder an die Tür geklopft – durch die pcg. Und Er klopft immer noch und ersucht sie, Ihm die Tür zu öffnen.

Diejenigen, die das nicht beherzigen, werden der Großen Trübsal anheimfallen. Die Heilige Schrift prophezeit, dass sie in diesem Holocaust bereuen müssen oder sie verlieren das ewige Leben. Und um ihr Herz zu prüfen, wird Gott ihnen während ihrer Gefangenschaft ein wichtiges Werk zu tun geben – sie müssen ihren Gefängniswächtern Zeugnis über Gottes Wahrheit ablegen.

Der Wert des Gedächtnisses

Solzschenitsyn schrieb viel über die Bedeutung des Gedächtnisses während der Gefangenschaft: „Nenne nichts dein eigen! Besitze nichts!“, schrieb er. „Besitze nichts, was du nicht immer mitnehmen kannst: Lerne Sprachen sprechen, lerne Länder kennen, lerne Leute kennen. Lass dein Gedächtnis dein Reisegepäck sein. Nutze dein Gedächtnis! Du musst dein Gedächtnis nutzen! Es sind diese bitteren Samenkörner, die eines Tages keimen und wachsen könnten.“

Dieser Gefangene nutzte sein Gedächtnis ganz hervorragend. Er komponierte hunderte von Zeilen Poesie in seinem Gedächtnis und probte und verfeinerte sie immer mehr, ohne sie zu Papier zu bringen. „Das war sehr bereichernd. Es half mir, zu ignorieren, was meinem Körper angetan wurde“, schrieb er. „Das Gedächtnis war der einzige Platz, wo man verstecken konnte, was man geschrieben hatte und wo man es trotz aller Durchsuchungen und eskortierter Transporte hindurch behalten konnte. ... Ohne die Bürde des frivolen und überflüssigen Wissens ist das Gedächtnis eines Gefangenen erstaunlich leistungsfähig und kann unbegrenzt erweitert werden. Wir vertrauen zu wenig auf unser Gedächtnis.“

Inmitten der großen Trübsal wird Gottes Volk sein Gedächtnis gebrauchen müssen und Gott wird ihnen helfen, sich zu erinnern. Sie werden sich die Reste von Gottes Wahrheit ins Gedächtnis rufen müssen. Sie werden sich an ihre Zeit in Gottes Kirche erinnern. Sie werden an den Psalm 137 denken und an die Loblieder, die sie gesungen haben. So wie diejenigen, die diesen Psalm komponierten, werden sie Verbannte in Gefangenschaft sein, die trauern. Sie werden sicherlich diesen Psalm in Erinnerung behalten und das Lied dazu aus dem biblischen Gesangbuch.

Und die Verse 8 und 9 zeigen, dass sie ihren Gefängniswächtern gegenüber Zeugnis ablegen werden. Sie werden Gottes Warnung an ihre Wächter und Offiziere über das Schicksal weitergeben, das diese Leute erwartet!

Die Bibel sagt, dass Gottes Volk, das endlich bereut hat und nun Sein warnendes Werk tut, dafür den Märtyrertod sterben wird. Aber weil sie bereut haben, werden sie berechtigt sein, das ewige Leben zu empfangen.

Solzschenitsyn beschrieb den Astronomen Nikolai Kozyrew, einen Mitgefangenen, der „sich rettete, indem er an das Ewige und Unendliche dachte: an die Ordnung des Universums – und an den Höchsten Geist; an die Sterne, an den Zustand in ihrem Inneren und was die Zeit und ihr Ablauf wirklich sind“. Das Nachdenken über Gott befähigte ihn zu überleben, obwohl er über ein Jahr zusammen mit einem Mann eingesperrt war, der buchstäblich verrückt geworden war.

Nikolai dachte und dachte, bis er an die Grenzen seines eigenen Wissens kam. Dann schrie er heraus: „Bitte, Gott! Ich habe alles getan was ich nur konnte. Bitte hilf mir! Bitte hilf mir weiterzumachen!“

Gerade vor einer halben Stunde kamen die Wächter und gaben ihm ein Buch: Ein Kurs in Astrophysik.

„Woher ist das wohl gekommen?“, schrieb Solzschenitsyn. In der Gefängnisbibliothek fand man normalerweise nur kommunistische Propaganda. „Kozyrew war sich bewusst, dass dieses Glück vielleicht nur kurze Zeit andauern würde, also machte er sich über das Buch her und begann alles auswendig zu lernen, was er sofort brauchte und auch alles, was er vielleicht später brauchen könnte.“ Stellen Sie sich den Hunger auf wirkliches Wissen vor, den die Leute während der Zeit des Hungers nach dem Wort haben werden. Sie werden Hunger auf Bedeutung und auf Hoffnung haben! Wenn wir diese Dinge nur jetzt schon wertschätzen würden, während sie noch reichlich vorhanden sind.

Die Bücher in diesem Gefängnis musste man alle zehn Tage wieder zurückgeben. Aber nur zwei Tage, nachdem Nikolai dieses Buch bekommen hatte, ließ der Gefängnisdirektor eine unplanmäßige Durchsuchung durchführen. „Er bemerkte es mit seinen Adleraugen sofort. ,Sie sind wohl Astronom?‘ ,Ja.‘ ,Nehmen Sie ihm dieses Buch weg!‘ Aber das geheimnisvolle Erscheinen des Buches machte den Weg frei für weitere Arbeit, die er dann im Lager in Norilsk fortsetzte.“

Kann so ein Vorfall anders erklärt werden als dass ein allmächtiger und allwissender Gott ihn beobachtet und ihn angehört hatte und an dem Leben eines nicht bekehrten Gefangenen in einem sowjetischen Gulag arbeitete?

Wie aufmerksam wird Gott am Leben der Gefangenen und Exilierten während der Großen Trübsal interessiert sein? Er wird die Umstände für die Laodizeaner sehr sorgfältig arrangieren – für die riesige Zahl von Menschen, die Gott nie kennengelernt hatten, bis die Trübsal für die Völker Israels und in Wirklichkeit für die ganze Menschheit begann.

‚Ich werde sie sähen‘

Über diejenigen, die diese schwerste aller Strafen erhalten, sagt Gott in Sacharja 10, 9: „Ich säte sie unter die Völker, dass sie meiner gedächten in fernen Landen und leben sollten mit ihren Kindern und wieder heimkehren.“ Weil ihre Qual sie dazu bringt, zu bereuen, wird Gott sie wirklich dazu benutzen, auch noch andere Menschen zu erreichen.  

„Gott wird die Laodizeaner während der Großen Trübsal in ferne Länder verpflanzen. Die Hälfte von ihnen wird sich Gott wieder zuwenden und erkennen, was sie beinahe verloren hätten“, schreibt Herr Flurry in seine Broschüre über Sacharja. „Was aber diesen Vers so inspirierend macht, ist die Tatsache, dass Gott die ganze Situation unter Kontrolle hat. Er sagt: ,Ich werde sie sähen.‘ Warum säht ein Bauer Samen aus? Damit er nachher ernten kann! ... Gott wird sie in fernen Ländern aussähen, damit sie die Heiden lehren. Und selbst wenn die Heiden drohen, sie zu töten, werden sie sagen: Nur zu – aber ich werde euch sagen, was da auf uns zukommt. Gottes Botschaft wird von den Laodizeanern überall auf der Welt gelehrt werden! Ist das nicht fantastisch? Gott sät sie aus, damit Er eine Ernte reifen lassen kann.“

Heute rebellieren diese Leute gegen Gott – aber Er bereitet sich darauf vor, sie zu berichtigen, um sie vor dem spirituellen Tod – und schlimmerem Unglück – zu retten! Er bereitet sie darauf vor, sie dazu zu benutzen, um noch mehr Menschen zu retten – sogar ihre eigenen Gefängniswärter!

Liebe ist stark wie der Tod

Solzschenitsyn beschrieb eine Reihe von Werkzeugen und Folterungen, die die sowjetischen Vernehmungsbeamten benutzten, um die Gefangenen zu brechen und Geständnisse zu erpressen. Sie befragten mehrmals eine alte Frau, aber sie weigerte sich, ihnen etwas zu sagen. „Zuerst haben sich die Vernehmungsbeamten noch gegenseitig abgelöst, aber dann befragten sie mehrere zusammen. Sie schlugen die Frau mit ihren Fäusten ins Gesicht, aber sie antwortete nur: ‚Es gibt nichts, was ihr mir antun könntet, selbst wenn ihr mich in Stücke schneidet. Letztendlich fürchtet ihr euch vor euren Chefs und ihr fürchtet euch untereinander und ihr habt sogar Angst, mich zu töten. Aber ich habe vor nichts Angst. Ich wäre glücklich, wenn Gott mich genau in diesem Moment richten würde‘.“

Solzschenitsyn kannte mehrere Leute wie sie, die sich eher totschlagen ließen als zu kooperieren oder irgendetwas zu unterschreiben, um jemanden zu denunzieren.

Jeder kann gebrochen werden, wenn er nur hart genug angefasst wird. Das heißt, dass Gott uns beschützen muss – besonders diejenigen, die während der Großen Trübsal unter den dann herrschenden harten Bedingungen gebrochen werden könnten.

Hoheslied 8, 6 beschreibt die laodizeanische Frau, die unter der Trübsal leidet und sich Gott zuwendet: „Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm“, sagt sie. „Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn.“

„Es wird eine Zeit kommen, in der diese reumütige Braut Christi eine mutige Zeugin für ihren Gatten werden wird – im Angesicht des Todes und inmitten der Albträume der Großen Trübsal“, schreibt Herr Flurry in Das Hohelied. „Sie wird ihren Verfolgern furchtlos ins Gesicht sehen und sagen: „Liebe ist stark wie der Tod! Ich kann Gott lieben und ich kann für Ihn sterben, weil ich Ihn so sehr liebe!“

„Sodass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genügen“ (Vers 7). „Was für eine atemberaubende Bibelstelle“, schreibt Herr Flurry. „Wenn wir Gott gegenüber loyal sind, kann nichts die wahre Liebe zerstören – nichts! Noch nicht einmal der Tod!“

Inmitten so großer Tragödien in der Kirche heute ist Gott voller Hoffnung, dass Seine kostbaren vom Geist gezeugten Kinder es schon schaffen werden.

Es wird eine außerordentlich starke Moral und besonderen Mut erfordern, um zu tun, was diese Heiligen tun. Aber zugleich wird Gott ihre Erfahrung sorgfältig messen müssen, um ihnen die Chance zu bieten. Solzschenitsyn brachte da ein Argument. Er sagte, jeder Mensch hat einen Punkt, an dem er bricht. Wenn ein Gefangener nicht nachgab, so ist das ein Zeichen dafür, dass seine Verfolger ihn nicht bis zu diesem entscheidenden Punkt gequält hatten. Über den aufsässigen Gefangenen schrieb er: „Für einen Leser, der den Gulag nicht so genau kennt, ist das beispielhaftes Heldentum. Aber für einen Leser mit eigener bitterer Erfahrung im Gulag ist es nur ein Beispiel für ein wenig wirkungsvolles Verhör.“

Wenn die Bedingungen nur hart genug sind, kann jeder gebrochen werden. Das heißt, dass Gott uns und all diejenigen vor Bedingungen während der Großen Trübsal beschützen muss, die uns brechen könnten: „Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt“ (1. Korinther 10, 13).

„Unser letzter Gefängnishimmel“

Die Laodizeaner werden in dieser Gefangenschaft sterben. Leider werden viel zu viele nicht für Gott sterben, sondern versuchen, ihr Leben zu retten, indem sie sich ihren Verfolgern und anderen kriminellen Aktivitäten in der Gefangenschaft unterwerfen.

Aber sehr viele werden bereuen und den Märtyrertod für Gott sterben, womit sie beweisen, dass sie es verdienen, die Braut des Lammes zu werden, das geopfert wurde.

Jesaja 54, 4-5 enthält eine aufregende Botschaft für alle Laodizeaner, die bereuen werden: Indem sie sich Gott zuwenden und ihr körperliches Leben aufgeben, werden sie nicht nur als Teil Seiner Familie wiederauferstehen, sondern auch als Teil der Braut Christi: „Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; schäme dich nicht, denn du sollst nicht zum Spott werden, sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – Herr Zebaoth heißt sein Name – und dein Erlöser ist der Heilige Israels, der aller Welt Gott genannt wird.“ Ja, Gott verbarg Sein Gesicht, aber nur für einen kleinen Augenblick. Und zu einem wundervollen Zweck. Denken Sie an alles, was Gott durch diese Berichtigung in der Gefangenschaft erreichen wird.

Solzschenitsyn nannte seine Zeit in den Gulags „die wichtigsten Jahre meines Lebens – die Jahre, die endgültig meinen Charakter formten“. Er schrieb: „Unser anfänglicher, erster Gefängnishimmel bestand aus schwarzen, wirbelnden Sturmwolken und schwarzen Säulen von Vulkanausbrüchen – das war der Himmel von Pompeji, der Himmel des Tages des Jüngsten Gerichts, denn es war nicht irgendjemand, der verhaftet worden war, sondern ich – das Zentrum der Welt. Unser letzter Gefängnishimmel war unendlich hoch, unendlich klar und sogar noch etwas heller als himmelblau.“

Offenbarung 7 beschreibt zwei Gruppen von Menschen, die vor den Schrecken des ein Jahr langen Tags des Herrn beschützt werden, der unmittelbar auf die 2½-Jahre lange Trübsal folgt. Die erste Gruppe sind die Laodizeaner (Vers 4), die sterben und versiegelt werden: Ihre Wiederauferstehung bei Jesu Christi Rückkehr ist ihnen sicher.

Die zweite Gruppe ist „eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen“ (Vers 9) – die Israeliten eingeschlossen (die Menschen aus den englischsprachigen Ländern) und die Heiden, die auf diese Laodizeaner hörten. Vers 14 zeigt, dass dies die Menschen sind, die in dieser barmherzigen Trübsal bereuten.

Ein zweiter Exodus

Jesaja 11, 11 zeigt, dass Gott einzelne Menschen in der großen Menge während des Tags des Herrn beschützen wird und zwar, wenn Er Seine Wut an den Völkern der Gefängniswächter auslässt. Dann wird Gott, genau wie Er es mit den versklavten Israeliten in Ägypten tat, diese modernen Sklaven mit mächtiger Hand führen (Jesaja 27, 12-13).

Gott wird für diese gewaltige Menschenmenge einen Weg frei machen, indem Er Wasserberge aus ihrem Weg schiebt und sie auf ihrem Weg in ihr gelobtes Land behütet. Dieser moderne Exodus wird so gewaltig sein, dass sich die Menschen an den antiken Exodus durch das Rote Meer nicht einmal mehr erinnern werden (Jesaja 11, 15-16; Jeremia 16, 14-15).

Die Schrecken der Gefangenschaft haben schließlich die Herzen dieser Leute erweicht, so dass sie Gott zuhören werden. Das ist alles, was Er schon immer wollte: Dass ihre Herzen Ihm zugewandt werden, damit Er sie vor Sünde und Tod retten kann und sie auf den Weg führen kann, der zum ewigen Leben führt!

„Sie werden kommen und auf der Höhe des Zion jauchzen und sich freuen über die Gaben des Herrn, über Getreide, Wein, Öl und junge Schafe und Rinder, dass ihre Seele sein wird wie ein wasserreicher Garten und sie nicht mehr bekümmert sein sollen. ... Aber so spricht der Herr: Lass dein Schreien und Weinen und die Tränen deiner Augen; denn deine Mühe wird noch belohnt werden, spricht der Herr. Sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes, und deine Nachkommen haben viel Gutes zu erwarten, spricht der Herr, denn deine Söhne sollen wieder in ihre Heimat kommen...“ (Jeremia 31, 12, 16-17).

Die Schrecken der Gefangenschaft haben schließlich die Herzen dieser Leute erweicht, so dass sie Gott zuhören werden. Das ist alles, was Er schon immer wollte.

Stellen Sie sich vor, dass Menschen, die Sie kennen – Ihre Freunde, Nachbarn, Mitarbeiter, Familienangehörigen – gefangen genommen worden sind. Stellen Sie sich vor, Sie sehen sie gebrochen und ausgemergelt, jedoch mit weichem Herzen und willens, sich dem großen Schöpfer zu unterwerfen. Stellen Sie sich vor, wie Gott sich fühlen würde!

„Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der Herr. ...Da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der Herr; sondern soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. ...Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.“ (Verse 20, 31-34).

Welch ein wundervolles Bild. Das bereitet Gott sogar heute schon vor.

Das Chaos des Coronavirus ist eine barmherzige Drangsal, die darauf abzielt, die Leute zu veranlassen, zu bereuen. Und wenn sie jetzt nicht bereuen, wird Gott die Drangsal schlimmer machen – und damit auch seine Barmherzigkeit steigern.

Wie barmherzig Gott doch ist, wenn Er versucht, die Herzen der Kinder ihrem Vater zuzuwenden. Das ist die Liebe eines Vaters, der versucht, seine Söhne zu erreichen.

Während er über seine Gefangenschaft nachdachte, nahm Solzschenitsyn diese erstaunliche Haltung an: „Gesegnet seist du, Gefängnis.“ (Dann setzte er ironisch hinzu: „Und von jenseits des Grabes kam die Antwort: Sehr schön für dich, das zu sagen – wenn du lebendig wieder hier herauskommst).“

Gott sei Dank sagt die Heilige Schrift, dass die Milliarden Menschen, die Gott nie kennengelernt haben und daher der barmherzigen Trübsal nicht lebendig entkommen können, wiederauferstehen werden und dass ihnen noch Gelegenheit gegeben wird, zu bereuen.

Wir haben noch ein bisschen Zeit, bevor die von Christus prophezeite Trübsal über die Welt hereinbricht. bereuen sie jetzt, während Sie die Botschaft noch hören können! Bereuen Sie jetzt und so können Sie auf Gottes Versprechen hoffen, dass Er Seine Getreuen vor dem kommenden Leid beschützen wird. Wenn Sie sich von Gott abgewandt haben, kommen Sie zu Ihm zurück! Wenn Sie sich nie für Gott engagiert haben, engagieren Sie sich jetzt!

Schließen Sie sich dem Werk Gottes an, das dringend daran arbeitet, die wenige noch verbleibende Zeit zu nutzen, die wir noch haben, um Gottes Botschaft so laut wie nur möglich an eine größtmögliche Zuhörerschaft heraus zu posaunen!

De Song