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THOMAS KIENZLE/AFP/GETTY IMAGES

Die Münchner Sicherheitskonferenz: Ein brodelnder Kessel des Unmuts gegen Amerika

Die Münchner Sicherheitskonferenz, die jeden Februar abgehalten wird, ist dabei, sich in einen Meilenstein für den Aufstieg Deutschlands zu verwandeln. Dieses Jahr war sie ein mächtiges Symbol für den Bruch zwischen Deutschland und Amerika.

Die hauptsächlich europäischen Zuhörer hießen Frau Merkel stürmisch willkommen. Als sie ihre Rede beendet hatte, applaudierten sie eine ganze Minute lang – viele standen auch dabei auf. „Es kommt nicht oft vor, dass Angela Merkel Gefühle zeigt“, schrieb Carnegie Europe. „Aber nach diesem Empfang standen ihr wirklich die Tränen in den Augen.“

Vergleichen Sie das mit dem Empfang des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten Mike Pence. Zu Beginn einer seiner Ansprachen sagte er, er bringe die Grüße von Präsident Trump und machte dann eine Pause für den Applaus. Aber alles, was er bekam, waren ein paar Sekunden betretenes Schweigen.

In München bestimmt Deutschland und Amerika ist nicht willkommen.

Im Zentrum der Konferenz standen Rededuelle zwischen Pence und Merkel. Pence kritisierte Deutschland (ohne es explizit zu nennen) wegen des Nord Stream 2 Deals mit Russland. „Wir können die Verteidigung des Westens nicht gewährleisten, wenn unsere Alliierten sich vom Osten abhängig machen“, sagte er bedauernd. Er verurteilte auch die Länder der Europäischen Union, die den Iran unterstützten und versuchten, die U.S. Sanktionen zu umgehen (was er wiederum hauptsächlich Deutschland unterstellte). „Es wird Zeit für unsere europäischen Partner aufzuhören, die U.S. Sanktionen gegen dieses mörderische revolutionäre Regime zu unterlaufen“, sagte er.

Frau Merkel übermittelte eine andere Botschaft. Die Warnungen der Vereinigten Staaten, eventuell Zölle auf europäische Autos zu erheben, seien eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“, sagte sie. Sie widersprach den Vorwürfen wegen Nord Stream 2 mit folgender Logik: „Ein russisches Gasmolekül bleibt ein russisches Gasmolekül – ganz gleich ob es über die Ukraine oder durch die Ostsee kommt.“

„Geostrategisch kann Europa kein Interesse daran haben, alle Beziehungen zu Russland abzubrechen“, sagte sie. Die Spaltung wegen des Irans „hat mich sehr bedrückt“, sagte Merkel, aber sie machte keinerlei Andeutungen, dass Deutschland sich gegen den Iran auf Amerikas Seite schlagen würde.

Andere führende deutsche Politiker sprachen von einem stärkeren Europa, das sich auch ohne Amerika behaupten kann.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas sagte, Deutschland müsse „sich in der Welt von morgen durchsetzen.“

„Wir müssen noch energischer am Aufbau eines souveränen und mächtigen Europas arbeiten“, sagte er.

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen versprach höhere deutsche Verteidigungsausgaben und kündigte an, Deutschland werde seine Beschränkungen für den Waffenverkauf lockern.

Früher war die Münchner Sicherheitskonferenz ein transatlantisches Fest der Liebe. Alle sprachen darüber, wie gut es doch zwischen Europa und Amerika stünde – auch wenn das gar nicht so war. Dieses Jahr bemühte sich niemand, etwas vorzutäuschen.

Stattdessen schienen die Beziehungen Europas mit Russland und China letztendlich sicherer zu sein. Der russische Außenminister lud die EU ein, sich Russland bei der Bildung eines Handelsblocks anzuschließen. Er lobte die Pläne für europäische Streitkräfte, auch wenn er anmerkte: „Ob es der EU allerdings gestattet wird, das zu tun, ist eine andere Frage“ – und spielte dabei auf den Widerspruch Amerikas an.

Yang Jiechi, Mitglied des chinesischen Politbüros, stimmte mit der großen Mehrheit überein, indem er den „Protektionismus“ und die „Hegemonie und Machtpolitik“ verurteilte. Beides war als Angriff auf die USA gedacht – obwohl die kommunistische Partei Chinas noch weit protektionistischer ist. Nachdem Pence Europa gewarnt hatte, sich vor chinesischen Firmen wie Huawei zu hüten, tadelte ihn Yang: „Ich hoffe, dass einige Amerikaner etwas mehr Selbstvertrauen beweisen und etwas mehr Respekt für die Menschen zeigen – für die Menschen in der sogenannten alten Welt“, sagte er. „All diese Leute wissen genau, was ihre Interessen sind; Sie sollten also etwas weniger Lektionen erteilen.“

Willkommen in der neuen Welt. Wie lange wird es noch dauern, bis Amerika gar nicht mehr zur Münchner Sicherheitskonferenz eingeladen wird – und sie wird stattdessen zu einem eurasischen Liebesfest?

Der Gründer von Geopolitical Futures George Friedman erklärte, die Spaltung sei auf grundlegend verschiedene Interessen zurückzuführen. „Deutschland will keine Stationierung von U.S.-Truppen in Polen oder Rumänien; es will eine politische Lösung mit Russland“, schrieb er.

Friedmann erwähnte noch ein weiteres wichtiges Argument über die offensichtliche Spaltung: „In diesem Punkt… spricht Deutschland nicht für Europa. Auch noch andere europäische Länder teilen Deutschlands Ansichten über Russland, aber Berlin kann sich in dieser Frage nicht auf einen europäischen Konsens berufen. Die Vorstellung, im Wesentlichen existiere in der nato eine Kluft zwischen den USA und ganz Europa, ist daher verkehrt. Sowohl in Nordamerika als auch in Europa ist diese Spaltung doch etwas komplizierter.“

Viel mehr nimmt Deutschland Stellung gegen Amerika und versucht, ganz Europa auf seine Sichtweise einzuschwören.

Letzten Herbst übte der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry in vielen Punkten dieselbe Kritik wie Pence jetzt in München: „Nord Stream 2 verknüpft Russland und Deutschland auf eine Weise, die die nato untergräbt“, schrieb er. „Auch wenn Russland und Deutschland das nicht so ausdrücken würden, so bleibt es doch eine Tatsache, dass dieses Pipelineprojekt ganz klar beabsichtigt, die nato zu zerschlagen.”

Amerika hat viel dafür getan, Deutschland wiederaufzubauen. Aber nun will Deutschland aus dem Schatten Amerikas heraustreten. „Einige mächtige Deutsche denken immer mehr über das Heilige Römische Reich nach und wollen, dass das moderne Deutschland im Geiste dieses Imperiums mehr eigene Macht erhält“, schrieb er. „Sie wollen Europa als mächtige Supermacht unter deutscher Führung etablieren.“ Eine Allianz mit Russland und China hilft Deutschland, diese Unabhängigkeit zu erlangen. Diese deutschen Ressentiments gegenüber Amerika wurden in der Bibel prophezeit. Wie Herr Flurry schrieb:

Jeremia 1,13 berichtet darüber, wie Gott diesem Propheten eine Vision zeigt: „Ich sehe einen siedenden Kessel überkochen von Norden her“. Diese symbolische Sprache beschreibt das moderne Deutschland. Unter der Oberfläche ist dieses Volk voller siedender Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Weltordnung. Die Deutschen sind wütend auf Amerika und besonders erbost über Präsident Trump. Der imperialistische Ehrgeiz, der Deutschland dazu brachte, beide Weltkriege anzufangen, ist quicklebendig. Er ist dabei „überzukochen“!

Das wurde dieses Wochenende für jedermann offensichtlich – eine brodelnde Menge von Ressentiments gegen Amerika. Er schrieb weiter:

Die Verse 14-15 fahren fort: „Und der Herr sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil losbrechen über alle, die im Lande wohnen. Denn siehe, ich will rufen alle Völker der Königreiche des Nordens, spricht der Herr, dass sie kommen und ihre Throne setzen vor die Tore Jerusalems und rings um die Mauern her und vor alle Städte Judas.“

Amerika, Großbritannien, der jüdische Staat (biblisch „Juda“) und andere sollten sich darüber Sorgen machen, was in Europa passiert. Die Kooperation zwischen Deutschland und Russland bildet den Rahmen für einen riesigen „siedenden Kessel“, der über diese Länder schwappen wird! Dieser große, siedende Kessel wird alle Menschen in Amerika und Großbritannien verbrühen! Das ist als das schlimmste Leiden prophezeit, welches die Menschheit je erleben wird! Und es wird durch Gottes Hand geschehen, wegen Seines enormen Zorns verursacht durch die Sünden dieser Völker…

Verstehen Sie wirklich, was in Europa gerade geschieht? Sehen Sie nicht, wie die Vorbereitungen für einen Weltkrieg getroffen werden wie nie zuvor? Verstehen Sie das?

Das alles geschah auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Um diese Ereignisse klar zu erkennen, abonnieren Sie doch bitte unser Magazin Die Posaune, in dem wir die Prophezeiungen erklären, die hinter diesen aktuellen Ereignissen stehen. Um wirklich zu verstehen, was in Deutschland vor sich geht, lesen Sie bitte Herrn Flurrys Artikel „Deutschlands und Russlands geheimer Krieg gegen Amerika.“ 

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