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Julia Goddard/Die Posaune

Die mächtigste Waffe der Welt

Sie ist mehr als tausend Mal zerstörerischer als die größte Bombe, die je explodiert ist.

Die stärkste jemals gezündete thermonukleare Bombe, wurde die Zar-Bombe genannt. Die sowjetische RDS-220 Wasserstoffbombe wurde auf Severny, der Nordinsel der Inselgruppe Nowaja Semlja im Nordpolarmeer getestet und explodierte mit einer Sprengkraft 3.800 Mal stärker als die Explosion, die Hiroshima in Japan dem Erdboden gleichmachte.

Wenn die Zar-Bombe über dem Zentrum von New York abgeworfen worden wäre, hätte sie mit einem Feuerball von zehn Kilometer Durchmesser halb Brooklyn eingeäschert. Jedes Wohngebäude im Großraum New York wäre durch den Hochdruck der Luftdetonation, der von dem Feuerball ausgeht, dem Erdboden gleichgemacht worden. Noch in 80 Kilometern Entfernung, in Trenton, New Jersey hätten die Menschen von der Welle der Strahlung, die ein Gebiet größer als der Staat Connecticut eingehüllt hätte, Verbrennungen dritten Grades erlitten.

Über sieben Millionen Menschen wären dabei umgekommen und viele Millionen mehr wären schwer verwundet worden.

Es gibt jedoch noch eine weit gefährlichere Bedrohung für die Menschheit als die sowjetische RDS-220-Bombe.

Thermonukleare Waffen entstehen nicht von alleine. Sie explodieren nicht von alleine. Sie werden nicht von alleine zum Druckmittel, um Feinde abzuschrecken. Es ist der Mensch, der das tut. Deshalb sind die Ideologien, die den menschlichen Verstand beeinflussen und beherrschen, weit mächtiger als jede thermonukleare Bombe.

Da die Gesetze der Moral die soziale Kraft sind, die die Menschen davon abhalten, Gräueltaten zu begehen, ist eine Ideologie, die die Vorstellungen von Recht und Unrecht falsch beurteilt, eine größere Bedrohung als jede materielle Massenvernichtungswaffe. Und eine Ideologie, die behauptet, dass es so etwas wie richtig oder falsch gar nicht gäbe, ist die größte Bedrohung überhaupt.

Deshalb schrieb Herbert W. Armstrong, der Chefredakteur der Plain Truth, dem Vorgänger der Posaune, schon 1928, dass die Evolution die „mächtigste moderne Waffe sei.“

In einer Welt schrecklicher Waffen und gefährlicher Ideologien scheint die Behauptung, die Evolution sei die gefährlichste aller Waffen, stark übertrieben. Trotzdem verrät eine Überprüfung der Geschichte der vergangenen 150 Jahre, dass die Anwendung der Evolutionstheorie im Bereich der menschlichen Ethik mehr Zerstörung über die westliche Zivilisation gebracht hat als die Explosion von tausend Wasserstoffbomben!

Was wäre, wenn es keinen Gott gäbe?

Die Idee einer Schöpfung, die ganz ohne einen Schöpfer entstand, wird schon seit den Tagen der epikureischen Philosophen des antiken Griechenlands gelehrt. Aber diese Vorstellung konnte in der westlichen Welt über tausende von Jahren keine tiefen Wurzeln schlagen. Dann entfachte Charles Darwin 1859 mit seinem Buch „Über die Entstehung der Arten“ eine akademische Revolution.

Dieses Buch zusammen mit seiner Fortsetzung Die Abstammung des Menschen, behauptete, dass jedes organische Leben von einem ursprünglichen Organismus abstamme. Damit stellte Darwin die wissenschaftliche Hypothese auf, dass Gott nicht existiert und veränderte die Welt so einschneidend, wie er es wahrscheinlich selbst niemals erwartet hätte.

Der amerikanische Schriftsteller, Kritiker und Naturforscher Joseph Wood Krutch veröffentlichte 1929 sein Buch The Modern Temper. Krutch, der an die Evolutionstheorie glaubte, kam zu dieser daraus folgenden logischen – und ernüchternden – Schlussfolgerung:

„Früher glaubte der Mensch selbst in seinen dunkelsten Zeiten, dass das Universum rational sei, wenn er diese Rationalität nur begreifen könnte, aber dann kam er immer mehr zu dem Schluss, dass die Rationalität nur ein Merkmal des Menschen selbst war und dass es eigentlich keinen Grund dafür gibt anzunehmen, dass sein eigenes Leben nicht mehr Sinn hat als das Leben des allerärmlichsten Insekts, das von einer Ausrottung zur nächsten krabbelt“, schrieb er. „Die Natur hat in ihrem blinden Lebenseifer jede nur mögliche Nische der verfaulenden Erde mit irgendeiner Art von fantastischen Lebewesen gefüllt. Der Mensch ist nur eins von vielen – vielleicht sogar das armseligste von allen, weil er das einzige Lebewesen ist, dessen Lebenstrieb lange genug zaudert, um ihm zu erlauben, die Frage nach dem „Warum?“ zu stellen. Solange man glaubt, dass das Leben erschaffen wurde, kann man auch glauben, dass dieses Erschaffen einen Sinn hat. Wenn es aber nur einfach so entstanden ist, kann es sehr wahrscheinlich auch einfach so wieder enden.“

Kurzum, wenn die Menschen nur entfernte Verwandte der Insekten sind, wie Darwin behauptete, dann gäbe es ja auch keinen Unterschied zwischen den sieben Millionen Menschen, die bei einem thermonuklearen Bombenangriff auf das Stadtzentrum von New York sterben würden und den sieben Millionen Ameisen, die heute entlang der Straße, an der Ihr Haus liegt, bei einer routinemäßigen Schädlingsbekämpfung an einer Vergiftung mit Borsäure sterben.

Selbst Darwin erkannte die einschneidenden Auswirkungen, die seine Theorie auf Ethik und Moral haben würde, auch wenn er vermied, in seinem Buch „Über die Entstehung der Arten“ dazu Stellung zu nehmen.

Doch der Vater der Evolutionstheorie sprach dieses Thema 1871 in seinem späteren Buch Die Abstammung des Menschen an. Darwin gab zu, dass die „moralischen Fähigkeiten des Menschen“ nicht angeboren ist. Vielmehr erklärte er, dass die Moral ein ständig wechselndes Nebenprodukt der Evolution sei. Er schrieb: „Damit die Urmenschen oder affenähnlichen Vorfahren der Menschen sich sozial verhalten konnten, müssen sie dasselbe instinktiv richtige Gespür entwickelt haben, das auch andere Tiere dazu antreibt, in einer Gruppe zu leben.“

Die Leute, die der christlichen Lehre folgen, glauben, dass die Moral Gottes die Definition von richtig und falsch ist. Aber diejenigen, die der Evolutionstheorie anhängen, glauben tatsächlich, dass die Moral nur eine Erfindung des menschlichen Verstandes ist. Daher kann der menschliche Verstand logischerweise auch die Definition von richtig und falsch nach seinem Willen ändern, denn er war ja von Anfang an die Instanz, die richtig und falsch erfunden hat.

Alles ist relativ

Viele Politiker und Pädagogen bekennen sich immer noch zur Bibel und zum Christentum; es gibt sogar einige bekannte Atheisten, die sagen, dass einige Lehren der Bibel durchaus nützliche soziale Konstrukte sind. Aber der glühende Reaktorkern der modernen Kultur ist die Evolution. Sechs von zehn Erwachsenen in den USA glauben, dass sich der Mensch mit der Zeit von selbst entwickelte. In etwa demselben Verhältnis glaubt man auch, dass das Wissen darüber, was richtig oder falsch ist, nur eine Frage der persönlichen Erfahrung ist.

In der frühen Neuzeit brachten die Gründerväter Amerikas den breiten politischen Konsens des Volkes in der Unabhängigkeitserklärung zum Ausdruck: „Alle Menschen sind gleich erschaffen und sie wurden von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet, darunter das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ (Hervorhebung hinzugefügt). Etwa 100 Jahre später begann sich nach der Veröffentlichung des Buches „Über die Entstehung der Arten“ der politische Konsens zu verändern, da die Leute in zunehmendem Maße gewisse Voraussetzungen anerkannten; zum Beispiel, dass die Moral und die Menschenrechte selbst schon Nebenprodukte der Evolution sind.

„Die politische Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts wurde schon vor der Bekanntmachung und der Akzeptanz der Evolutionstheorie formuliert“, schrieb der amerikanische Pädagoge Frank Goodnow 1916. „Die Lehre von den natürlichen Menschenrechten setzte praktisch voraus, dass die Gesellschaft einen statischen oder stationären Charakter hatte und nicht dynamisch oder progressiv war.“

In seiner Abhandlung „Die amerikanischen Vorstellungen von Freiheit“ schrieb Goodnow, dass die amerikanischen Gründerväter glaubten, gewisse „Rechte“ seien „immerwährend und unabänderlich“, weil sie vom Schöpfer der Menschheit kamen. Goodnow war mit dieser Einschätzung allerdings nicht einverstanden, denn er sagte, dass die „Rechte“ umrissen in der Unabhängigkeitserklärung keineswegs von einem Schöpfer, sondern von den Menschen selbst kämen, die diese, basierend auf den „sozialen und wirtschaftlichen Umständen ihrer Zeit“ erschaffen hätten. Er argumentierte daher, dass diese „Rechte“ abgeändert werden könnten und sollten, wenn die Gesellschaft sich veränderte, und zwar auf die gleiche Weise wie sich laut Darwin auch die Organismen auf Grund ihrer Umgebung veränderten.

Was in der Vergangenheit richtig war, mag heute vielleicht nicht mehr richtig sein. Moralische Gesetze sind sogar noch weniger dauerhaft als wissenschaftliche Gesetze. Richtig und Falsch entwickeln sich.

Das ist eine weitentwickelte Ideologie, an die allgemein geglaubt wird und die heutzutage Bildung, Politik, Philosophie und Unterhaltung in der westlichen Welt beherrscht. Die Leute nennen diese Auffassung den moralischen Darwinismus oder den moralischen Relativismus. Er wurde zu Beginn des fortschrittlichen Zeitalters in den 1890er Jahren tief im amerikanischen Erziehungssystem verwurzelt. Dieses Gedankengut kommt direkt aus dem Buch Darwins „Die Abstammung des Menschen“, und sogar die meisten christlichen Glaubensrichtungen in der westlichen Welt haben inzwischen bewusst oder unbewusst die Vorstellung akzeptiert, dass es kein absolutes globales Moralgesetz gibt, das für alle Menschen, für alle Zeiten und überall Gültigkeit hat.

Da die Gesellschaft allgemein die Prämisse akzeptiert hat, alles sei relativ, die Moral eingeschlossen, waren Befürworter der Evolution wie Alfred Kinsey und Wilhelm Reich in der Lage, die Ansicht zu verbreiten, dass Perversionen wie Unzucht, Ehebruch, Homosexualität und Pädophilie eigentlich nichts Schlechtes seien, sondern die natürlichen Resultate des Evolutionsprozesses und nur deshalb „falsch“ sind, weil die Leute sagen, sie seien falsch. Wenn es doch gar keinen Gott gibt, ist die Ehe auch keine göttlich inspirierte Union zwischen Mann und Frau; sie ist ein soziales Konstrukt erfunden von der Menschheit, um den Kindern die besten Überlebenschancen zu bieten. Wenn die Gesellschaft auf diese Institution verzichten will, dann ist das grundsätzlich nicht richtig oder falsch, da die Ehe nun mal nicht richtig oder falsch ist, weil es so etwas wie richtig oder falsch ja gar nicht gibt.

Es sind nicht nur die Radikalen am Rande der Gesellschaft, die glauben, es gebe so etwas wie eine absolute Moral, das absolut Richtige oder Falsche oder die absolute Wahrheit gar nicht. Diese Weltanschauung des moralischen Relativismus ist allgegenwärtig.

Tatsächlich schrieb der frühere US-Präsident Barack Obama in The Audacity of Hope (Der Mut zur Hoffnung), dass es so etwas wie eine „absolute Wahrheit“ gar nicht gebe. Und Amerika wählte ihn dann zweimal zum Präsidenten.

Wenn man erst einmal die logische Schlussfolgerung der Evolution erkennt – nämlich, dass Wahrheit, Moral, Recht und Unrecht nur vom menschlichen Verstand erfunden sind – werden sie erschüttert sein, wie weit verbreitet diese radikale Denkweise ist. Ohne es zu bemerken, haben sogar Sie einiges davon übernommen.

„Des Menschen Verstand ist des Menschen Schicksal“

In einer Welt, in der Gott ein Mythus ist und es keine absolute Moral gibt, ist die stärkste Kraft im Universum der menschliche Verstand. Also, anstatt zu versuchen, die Macht des Staates zu beschränken, um Ihre und meine von unserem Schöpfer gegebenen individuellen Rechte zu schützen, versuchen Atheisten oft, die Regierungen zu kontrollieren und ihre Macht bis hin zu dem Punkt auszudehnen, dass sie sie verwenden können, um Kriegen, Armut und Leiden ein Ende zu setzen.

Das ist die Logik, die zum totalitären Regime des kommunistischen Russlands führte.

Der berühmte sowjetische Abweichler Whittaker Chambers schrieb in seinen Memoiren 1952 „Der Zeuge“, dass Josef Stalins „Archipel Gulag“ das unvermeidliche Resultat des von Russland angenommenen, darwinistisch inspiriertem Atheismus gewesen sei. „Es war daher schon gerechtfertigt, dass die kommunistische Partei sich selbst als die revolutionärste Partei der Geschichte bezeichnete“, schrieb er. „Sie stellte praktisch die revolutionärste Frage der Geschichte: Gott oder der Mensch? Sie tat den logischen Schritt, den der Rationalismus 300 Jahre lang zögerte zu tun und sagte, was Millionen moderne Menschen denken, sich aber nicht trauen oder nicht nötig haben zu sagen: Wenn der menschliche Verstand doch die entscheidende Kraft der Welt ist, wofür brauchen wir dann noch Gott? Fortan ist des Menschen Verstand des Menschen Schicksal.“

Mit anderen Worten, wenn Sie glauben, dass es keinen Gott gibt und dass das Schicksal des Menschen in seiner eigenen Hand liegt, welchen Preis wären Sie bereit zu zahlen, um Ihre Version von „Utopia“ auf Erden zu errichten? Wären Sie bereit, jemanden umzubringen, wenn Sie glauben, das würde die Armut lindern und eine gerechtere Welt schaffen? Wären Sie bereit, eine große Zahl von Menschen zu töten, die das Paradies verhindern?

Im stalinistischen Russland wurden im evolutionären Kampf der sozialen Klassen über 20 Millionen Menschen hingerichtet, man ließ sie verhungern oder sie wurden durch Zwangsarbeit getötet. Im atheistischen China ließ der Staat 40 Millionen Menschen ermorden und ermutigte sogar Teenager, ihre Schulleiter, die als Sympathisanten der Konterrevolutionäre verdächtigt wurden, buchstäblich aufzufressen. Etwa 3 Millionen Nordkoreaner wurden bei dem vom Staat sanktionierten Versuch getötet, die Gesellschaft von der Idee zu befreien, dass es „unveräußerliche Menschenrechte“ gibt.

Diese Millionen grässlicher Morde sind krasse Verstöße gegen Gottes moralisches Gesetz. Aber sie verstießen nicht gegen die vom Menschen gemachte Moral der Gesellschaften, in denen sie begangen wurden.

Darwin schrieb in Die Abstammung des Menschen: „Wenn … Menschen unter den gleichen Bedingungen aufgezogen würden wie Honigbienen, dann würden unsere unverheirateten Frauen zweifellos, genau wie die Arbeiterbienen glauben, es sei ihre heilige Pflicht, ihre Brüder umzubringen, die Mütter würden danach streben, ihre fruchtbaren Töchter zu töten und niemand würde auch nur daran denken, etwas dagegen zu tun“.

Wenn Sie an eine Ideologie des „moralischen Absolutismus“ glauben – wenn Sie daran glauben, dass die Wahrheit sich definitionsgemäß nicht ändert – wenn Sie daran glauben, dass richtig immer richtig und falsch immer falsch ist, ganz gleich zu welcher Zeit, an welchem Ort und in welcher Gesellschaft – dann haben Sie sich die revolutionärste Frage der Geschichte gestellt: „Gott oder Mensch?“ – und ob Sie es nun einsehen oder nicht, Sie haben Ihre Wahl getroffen. Natürliche Gesetze und eine absolute Wahrheit existieren nur in einem von einem Schöpfer geschaffenen Universum.

Wenn die Menschen nur besonders schlaue Affen sind, und sie entstehen nur einfach so und vergehen wieder, dann muss die Rechtstaatlichkeit zwangsläufig dem Gesetz des Dschungels, dem Faustrecht weichen. Der Stärkere herrscht über den Schwachen. Nur die Stärksten überleben.

Die Folgen der Gesetzlosigkeit

Nach 150 Jahren der Indoktrinierung durch die Evolutionstheorie hat man überall in der westlichen Welt die Voraussetzung akzeptiert, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Die Leute protestieren, randalieren auf den Straßen und streiten sich darüber, ob die Geschlechter eine biologische Realität sind oder nicht, ob Mütter das Recht haben, ihr Kind zu töten und ob Arbeitslose das Recht haben, anderen mit staatlicher Hilfe zwangsweise ihr Geld abzunehmen.

Der Grund aller menschlichen Auseinandersetzungen ist folgender: Wenn sich die Menschheit wirklich aus einer Ursuppe entwickelte, dann kann niemand sagen, was „richtig“ und was „falsch“ ist, weil es so etwas dann gar nicht gibt. Es gibt nur den Starken und den Schwachen.

„Sowohl unsere praktische Moral als auch unser Gefühlsleben sind auf eine Welt eingestellt, die es schon längst nicht mehr gibt“, schrieb Joseph Krutch kurz nachdem er die Evolutionstheorie akzeptierte. „Wir passen uns hauptsächlich deshalb an Verhaltensnormen an, weil gewisse Angewohnheiten einfach so weiterbestehen und nicht, weil wir irgendeine logische Erklärung dafür hätten, warum wir sie bevorzugen …“

Abtreibung, Beihilfe zum Selbstmord, sexuelle Promiskuität, Drogenmissbrauch und viele andere Praktiken, die früher nicht gebilligt wurden, werden jetzt von der Gesellschaft akzeptiert. Wir leben in einem anderen sozialen Universum als noch vor einem Jahrhundert – ein Universum, in dem die Gesetze der Moral umgekrempelt worden sind. Die ganze Welt befindet sich mitten in einer moralischen Krise.

Fast 40 Jahre nachdem Herbert Armstrong vor der Gefahr warnte, die von der Evolutionstheorie ausgeht, hat er diese Krise der Moral, verursacht durch den moralischen Darwinismus, noch einmal genauer durchdacht: „Die weltweite Krise begann bereits vor dem ersten Weltkrieg“, schrieb er am 24. November 1967. „Nur waren sich nicht alle Menschen auf der Welt dessen bewusst. Aber Leute wie Karl Marx und Nikolai Lenin wussten es. Diese weltweite Krise resultierte aus dem zunehmenden Einfluss von Wissenschaft und Technologie – und der Einbringung des gottlosen „deutschen Rationalismus“ in die Bildung. Die Weltkriege sind die militärische Ausdrucksform dieser Krise. Die Weltwirtschaftskrisen bringen das ebenfalls klar zum Ausdruck. Die sogenannte „neue Moral“ ist der moralische Ausdruck für die in die Jauchegrube stürzenden Sitten. Die allgemeine Verzweiflung ist die geistige Ausdrucksform. Das hat die Beatniks und die Hippies hervorgebracht, die Ausschreitungen und Protestmärsche – den „zivilen Ungehorsam“ – den Zusammenbruch von Gesetz und Ordnung“ (aus einem Leserbrief an die Plain Truth).

Der „deutsche Rationalismus“, auf den sich Herr Armstrong bezog, war der „Rationalismus“, auf den auch Whittaker Chambers verwies. Es ist die atheistisch inspirierte Philosophie, die erklärt, dass die „menschliche Vernunft“ die einzige Quelle und die einzige Richtschnur für alle Art von Wissen sei. Mit anderen Worten: Wenn es keinen Gott gibt, ist alles, was Ihnen vernünftig erscheint, auch richtig.

Das ist die Denkweise, die zum Zusammenbruch der Familien führt, zur Abhängigkeit von der Wohlfahrt, Drogensucht, Mitgliedschaft in Gangs, Rassenproblemen, zu Plünderungen, Krawallen und Anarchie. Die Moralgesetze, die in der Heiligen Schrift stehen, sagen, dass solch ein Verhalten natürlicherweise dazu führt, dass Städte zerstört werden und niemand mehr darin wohnt“ (Jeremia 4, 7; auch Jeremia 2, 15 und Hesekiel 6, 6).

Der Radius der Explosion der sowjetischen RDR-220 Wasserstoffbombe ist etwa 70 Kilometer, aber die Vernichtung entfesselt von der moralischen Gesetzlosigkeit, der logischen Konsequenz der Evolutionstheorie, hat sich in der modernen Zivilisation verankert. Das macht den moralischen Relativismus mehr als tausend Mal zerstörerischer als die Zar-Bombe!

„Wenn Satan den Glauben an die Schöpfung zerstört – wenn der Teufel die Menschen mit Erfolg davon überzeugt, dass diese Erde nicht von einem allmächtigen Gott erschaffen wurde, sondern dass sie … „durch andauernde, fortschreitende Veränderungen, durch natürliche Ursachen, nach festen Gesetzen und nur durch ihre innewohnenden Kräfte entstand – dann hat Satan den Beweis für die Existenz Gottes zerstört“, erklärte Herr Armstrong 1928. Deshalb ist die Evolutionstheorie die mächtigste Waffe des Teufels.“

Solange wie die Menschheit Gottes kompromissloses geistiges Gesetz nicht als statisch, feststehend, ewig und unveränderlich akzeptiert, befinden wir uns in großer Gefahr. Wenn unser Schöpfer, dessen Existenz die Evolutionisten so hartnäckig leugnen, nicht eingreift, um die kranke Gesellschaft auf dieser Welt zu retten, wird der moralische Relativismus und der evolutionäre Progressivismus, der unsere ganze Gesellschaft durchdringt, die ganze Menschheit vergiften und zum Aussterben allen Lebens auf der Erde führen (Matthäus 24, 22).

Glücklicherweise enthält die Bibel ein endgültiges Versprechen, dass Gott eingreifen wird, um uns Menschen vor uns selbst zu retten, sobald wir diese Lektion bewiesen haben. 

Dge De Ad