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SERGEI SAVOSTYANOV\TASS/GETTY IMAGES

Die deutsch-russische Freundschaft blüht auf

Deutschland beugt sich bei Verhandlungen über die Straße von Kertsch und das Asowsche Meer vor Russland als gefährliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

Bei den Verhandlungen über die Straße von Kertsch und das Asowsche Meer ordnet sich Deutschland Russland unter und die gefährliche Zusammenarbeit der beiden Länder wird noch intensiver. Der deutsche Außenminister besuchte seinen russischen Amtskollegen Sergei Lawrow am 18. Januar in Moskau. Unter anderem sollte ein neuer Vorschlag besprochen werden, um den ungehinderten Schiffsverkehr durch die Straße von Kertsch und im Asowschen Meer zu sichern. Nach dem Treffen flog Maas in die Ukraine, um die dortigen führenden Politiker über den Verlauf der Verhandlungen zu informieren. Die exklusiven Verhandlungen zwischen Deutschland und Russland, von denen die Ukraine ausgeschlossen ist, enthüllen die engen Bindungen, die sich gerade zwischen diesen beiden Mächten entwickeln.

Die Verhandlungen sind das direkte Resultat der russischen Aggression gegen ukrainische Schiffe in der Straße von Kertsch am 25.November. Seit dieser Zeit hat Russland mit harter Hand seine Verfügungsgewalt über den Schiffsverkehr durch die Straße von Kertsch und im damit verbundenen Asowschen Meer ausgeübt und seine Dominanz in dieser Region demonstriert. Während viele Länder diese immer energischer werdende Macht fürchten, wurde Deutschland zum prominenten Unterhändler bei der Deeskalation der Spannungen und der Absicherung einer sicheren Durchfahrt durch diese Gewässer.

Die Straße von Kertsch liegt zwischen Südwestrussland und der Halbinsel Krim, die Russland 2014 gewaltsam von der Ukraine annektierte. Im Mai letzten Jahres vollendete Russland den Bau einer 19 Kilometer langen Brücke über die Straße von Kertsch, die die Krim mit dem russischen Festland verbindet. Durch die Straße von Kertsch verläuft eine wichtige Transportroute von dem im Norden gelegenen Asowschen Meer in das Schwarze Meer und ins Mittelmeer.

Am 17. Januar sagte der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak, das ultimative Ziel Russlands in der Region sei es, „die Ukraine zu zwingen, auf ihr Recht zu verzichten, mit ihren Schiffen die Straße von Kertsch zu durchfahren und das Asowsche Meer als Ganzes zu annektieren.“

Einen Tag nachdem Poltorak diese Äußerung machte, besprach Maas ohne Wissen der Ukraine diese Angelegenheit in Russland. Und wie es so oft passiert, wenn es um Russland geht, handelte Deutschland ungeachtet der Bemühungen der Europäischen Union.

Während der Verhandlungen präsentierte Maas einen neuen Vorschlag, der Änderungen in einigen Punkten enthält, die der russische Präsident Wladimir Putin in dem ursprünglichen Vorschlag abgelehnt hatte, den die deutsche Kanzlerin im Dezember unterbreitet hatte. Deutschland machte in vier Punkten Zugeständnisse an Russland.

Erstens: Der neue Vorschlag schließt die Vereinigten Staaten und die pro-ukrainischen Länder von der Seeüberwachung aus; stattdessen obliegt sie ausschließlich deutschen und französischen Beobachtern. Zweitens: Die Mandatsverhandlungen werden nicht mehr von dem Normandie Forum (Russland, Deutschland, Frankreich und die Ukraine) geführt, sondern jetzt werden sie nur noch auf dreiseitiger Basis unter Ausschluss der Ukraine und „ihren Rechtsansprüchen in diesem Prozess“ abgeschlossen. Drittens: Der ursprüngliche Vorschlag enthielt keine Unterscheidung zwischen den Bedingungen über die Straße von Kertsch und dem Asowschen Meer. Der überarbeitete Vorschlag enthält für den Zugang zur Straße von Kertsch größere Beschränkungen als für das Asowsche Meer. Damit wird Russlands Anspruch anerkannt, dass die Straße von Kertsch vollständig russisches Hoheitsgebiet ist, während das Asowsche Meer ein gemeinsames russische-ukrainisches Gewässer ist. Viertens: Der neue Vorschlag fordert Beobachter, die die „sichere“ Durchfahrt der Schiffe kontrollieren und darüber berichten. Diese Redewendung unterscheidet sich erheblich von der Gewährleistung der „freien Schifffahrt“.

Auch wenn man sich noch nicht endgültig über einen Vorschlag geeinigt hat, so scheint Russland doch wiedermal die Oberhand zu behalten. Mit der Annahme dieser Bedingungen gestattet Deutschland Russland, seine Ansprüche durchzusetzen, die Regeln zu bestimmen und „de facto zu erreichen, dass diese Regeln auch von Drittländern anerkannt werden“, berichtete Eurasia Daily Monitor.

Eine Verschwörung zum Sturz Amerikas

All diese Beziehungen müssen angesichts der zunehmenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland unbedingt genau beobachtet werden. Letztes Jahr erläuterte der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry den deutsch-russischen Deal über die Nord Stream 2 Pipeline.

In seinem Artikel „Deutschlands und Russlands geheimer Krieg gegen Amerika“ schrieb er:

Nord Stream 2 verbindet Russland und Deutschland auf eine Weise, die die NATO untergräbt. Auch wenn Russland und Deutschland das niemals so sagen würden, so ist dieses Pipeline-Projekt doch tatsächlich klar dafür gedacht, die NATO zu ruinieren.

Warum sollten diese Länder das tun? Nun, es ist leicht verständlich, warum Russland das tut. Der russische Präsident Wladimir Putin sieht in der NATO eine Macht, die Russlands Aufstieg eingrenzt und seiner Mission, das russische Reich wieder aufzubauen, im Weg steht. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er diese von den Vereinigten Staaten angeführte Organisation verabscheut. Seine Gründe, den Nordatlantischen Pakt zu torpedieren, sind offensichtlich.

Nicht ganz so offensichtlich ist, weshalb auch Deutschland die NATO abschaffen will.

Warum? Deutschland und Russland sehen auf eine lange Geschichte der Zusammenarbeit zurück, wie wir in unserem Artikel „Ein Teufelskreis: Die deutsch-russischen Beziehungen“ berichteten. Diese beiden Länder haben eine Geschichte, in der sie extrem schnell von besten Freunden zu schlimmsten Feinden werden. Nachdem sie in für beide Seiten vorteilhafter Freundschaft zusammenbearbeitet haben, um sich gegenseitig aufzubauen, wechseln sie plötzlich die Seiten und setzen ihre Macht gegeneinander ein, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. In ihrer langen Geschichte ist das nun schon mehrmals passiert.

Während des ersten Weltkriegs waren Deutschland und Russland Feinde. Deutschland errang im Osten einen vollständigen Sieg, wonach Russland in Ruinen lag. Deutschland verlor dann aber den Krieg, denn es erlitt eine totale Niederlage gegen die Alliierten. Nach dem Krieg, als alle Welt dachte, die beiden seien Todfeinde, begannen sie 1922 nach den geheimen Klauseln des Vertrags von Rapallo zusammenzuarbeiten. Diese Klauseln besagten, dass sie sich gegenseitig beim Wiederaufbau unterstützen würden – bis zu dem Punkt, an dem sie den zweiten Weltkrieg anfangen könnten. Sie begannen den Krieg als Verbündete mit einem „Nichtangriffspakt“, aber Adolf Hitler brach diesen Vertrag 1941, als er in Russland einmarschierte – zum Schrecken des russischen Anführers Josef Stalin. Der Krieg zwischen Deutschen und Russen war ganz besonders grausam.

Dasselbe passiert heute wieder. Bei dem Nord Stream 2 Deal sind Deutschland und Russland wieder mal die besten Freunde. Deutschland profitiert von Russlands natürlichen Ressourcen, während Deutschlands Know-how Russland zugutekommt. In seinem Artikel schreibt Herr Flurry:

Viele Deutsche der Elite haben das Gefühl, dass ihr Land nun alles von den USA bekommen hat, was es nur bekommen kann. Daher sind sie jetzt bereit, sich auch anderen Ländern zuzuwenden. Einige mächtige Deutsche denken heute immer mehr an das Heilige Römische Reich und sie wollen, dass das moderne Deutschland im Geiste dieses Reiches mehr eigene Macht bekommt. Sie wollen Europa als eine gewaltige, von Deutschland angeführte Supermacht etablieren.

Diese Deutschen wissen, dass die NATO ein Hindernis bei der Erreichung ihres Ziels darstellt. Am Anfang, als die NATO gegründet wurde, erläuterte ihr erster Generalsekretär Hastings Ismay den Hauptzweck des Bündnisses: „Die Russen heraushalten, die Amerikaner drinnen halten und die Deutschen am Boden halten.“ Der Gedanke, „die Deutschen am Boden zu halten“, steht in direktem Widerspruch zu den imperialistischen Ansprüchen, die bei vielen Deutschen der Elite immer stärker werden. Deutschlands und Russlands Verhandlungen über die Straße von Kertsch sind eine weitere Manifestation dieser Freundschaft.

Unter Berücksichtigung dieser „Freund-Feind“ Geschichte zwischen Russland und Deutschland schreibt Herr Flurry über die Ukraine-Krise in seiner Broschüre „Der prophezeite „Fürst von Russland“ : „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Deutschland sich irgendwann mit Russland geeinigt hat, bei Putins Eroberung der Ukraine nicht einzugreifen.“ Er schreibt weiter:

Doch Deutschland tat nichts, um der Ukraine zu helfen, die drauf und dran war, Mitglied der europäischen Union zu werden! Ergibt das einen Sinn?

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass all das zu einem weiteren Pakt zwischen Deutschland und Russland führen wird. Was werden Deutschland und Russland wohl im Geheimen hinter den Kulissen aushecken?

An was für einem Deal arbeiten Russland und Deutschland jetzt bei diesen Verhandlungen über die Straße von Kertsch? Warum hilft Deutschland Russland dabei, die Kontrolle über diesen lebenswichtigen Schifffahrtsweg zu erlangen? Die Tatsache, dass Deutschland diese Verhandlungen mit Russland vorantreibt, beweist den möglichen Abschluss eines „weiteren Pakts zwischen Deutschland und Russland“. Betrachten Sie das zusammen mit dem Nord Stream 2 Projekt und Sie werden erkennen, dass sich gerade wieder eine enge Freundschaft zwischen diesen beiden Mächten aufbaut.

Der kommende Konflikt

Aber nochmal: Wie endet das immer? Russland und Deutschland werden immer mit halsbrecherischer Geschwindigkeit von den besten Freunden zu den schlimmsten Feinden. Diese Freundschaft scheint nun zum Vorteil beider Seiten aufzublühen, aber die Prophezeiungen der Bibel und die Geschichte sagen uns, dass diese beiden Länder sich wieder einmal gegeneinander wenden werden.

Die Prophezeiungen der Bibel über die Endzeit sagen, dass zwei Machtblöcke, der „König des Nordens“ und der „König des Ostens“ in den letzten Tagen in Konflikt geraten werden. (Daniel 11, 44). Der „König“ dieses nördlichen Machtblocks ist Deutschland und der „König des Ostens“ ist ein asiatischer Block hauptsächlich unter der Führung von Russland. (Um das zu beweisen, lesen Sie doch bitte „Der prophezeite „Fürst von Russland“.)

Russland und Deutschland werden vielleicht im Moment noch zusammenarbeiten, um die siebte Wiederauferstehung des Heiligen Römischen Reichs zu verwirklichen und die Herrlichkeit der Sowjetunion wiederherzustellen. Aber wenn sie erstmal gemeinsam ihre eigenen Ziele erreicht haben, werden sie wieder gegeneinander kämpfen. Das ist die Schlacht, auf die sich Daniel 11, 44 bezieht. Wenn Sie der Chronologie der Prophetie der Bibel über die Endzeit folgen, werden Sie feststellen, dass diese Schlacht direkt zur Rückkehr Jesu Christi führt! Deshalb sind diese Ereignisse so bedeutungsvoll.

Die Vertiefung der deutsch-russischen Beziehungen ist ein wichtiger Trend, den man im Auge behalten muss. Um den Aufstieg dieser beiden Mächte besser zu verstehen, lesen Sie doch bitte Herrn Flurrys Artikel „Deutschlands und Russlands geheimer Krieg gegen Amerika.“ 

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