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Palestine

Ezzex/Wikimedia Commons

„Der Wille zum Rückzug“

Jerusalem in der Prophezeiung: Kapitel zwei

Fortgesetzt von Israels tödliche „Wunde“ (Fünfter Teil)

Was geschieht heute in Juda? Manche Juden sehen sehr wohl, worin das Problem liegt. Shmuel Schnitzer schrieb in der Zeitung Maariv, dem Mideast Mirror, am 14. September 1994: „Zum ersten Mal in zweitausend Jahren bereiten wir uns darauf vor, unsere historischen Rechte zu verleugnen, sowohl die göttliche Verheißung als auch in Bezug auf das Land, das nach seinem Volk benannt ist, ‚das Land Israel‘ – ein Land, das den Kindern Israels gehört, von damals bis in alle Ewigkeit.“ [Die Juden sind nur ein Stamm Israels.]

Auf einmal sind wir ergriffen von einem Willen zum Rückzug. Finden Freude im Rückzug, eine Euphorie, uns von diesem Land abzuschneiden. Der Tag, an dem wir uns aus Eretz Israel (dem Land Israel) zurückziehen, wird ein Festtag sein. Wir werden sagen: ‚Lebewohl, nicht au revoir‘“ (Hervorhebungen hinzugefügt).

Wir machen weiterhin dieselben Fehler wie unsere Vorfahren. Und wenn wir nicht bereuen, werden wir dasselbe tragische Ende erleben!

Das Problem ist, dass Gott wegen ihrer Sünden ihren Willen gebrochen hat, ihre stolze Macht (3.Mose 26,19, Einheitsübersetzung). Und das Problem wird sich nur verstärken, bis sie bereuen!

Herr Schnitzer schrieb weiter: „Zuerst sprachen wir von Teilen unseres Heimatlandes als ‚Gebiete‘. Das ist eine Bezeichnung, die keinerlei Liebe bekundet, keine Verbundenheit. ‚Gebiete‘ gehören uns nicht. Wir träumten niemals von Gebieten, noch beteten wir dafür, zu ihnen zurückzukehren. Wir nährten sie nicht mit dem Blut unserer jungen Männer. Wir hörten in ihnen nicht die Rufe unserer Propheten und wir begruben unsere Vorfahren nicht in den ‚Gebieten‘. Wir kämpften nicht mit den Kanaanitern und den Ägyptern, den Babyloniern, Griechen und Römern, den Briten und den Arabern um die ‚Gebiete‘. Wir lasen nicht von ihnen im Buch der Bücher, noch verlangten wir beständig nach ihnen.

Wir sind eine Generation, die ihre Vorväter hintergeht, ihren Glauben und ihre Opfer. Wir sind dabei, das Herz des Landes aus uns selbst herauszureißen, alles, was wir genährt hatten, zu untergraben.

Ein völlig neues jüdisches Volk wird vor unseren Augen erschaffen. Eine Nation, die nicht zu ihrem Land gehört, die ihre Vergangenheit nicht fortsetzt, die nichts erben wird und der nichts verheißen ist. Die Bibel ist nicht mehr unsere Visitenkarte. Sie ist nichts weiter als eine historische Kuriosität.“

Gott gab den Juden ihr Land, das ist eindeutig. Aber die „Friedensstifter“ sprechen davon nicht gerne als Geschenk Gottes, weil sie nicht an Gott glauben.

Also sehen wir ein „neues jüdisches Volk“, das nicht bereit ist, so zu kämpfen wie in der Vergangenheit. Sie haben jetzt einen gebrochenen Willen.

Ein US-Geheimdienstbericht besagte, dass die Araber mittlerweile davon überzeugt sind, dass die Juden ihren Kampfeswillen verloren haben.

Nur wenige Berichte könnten größere Gefahr signalisieren! Die Araber werden diese Schwäche ausnutzen. Dessen können Sie sicher sein.

Shmuel Schnitzer schrieb: „Auf einmal sind die Wege des Friedens wichtiger als die Wege, die wir seit zweitausend Jahren beschreiten, wichtiger als unsere Gebete und unser Glaube.

Ich frage mich, was für ein jüdisches Volk das sein wird, ohne Bindung an sein Land, ohne all die Orte aus dem Buch Josua, die wundervollen Ausblicke dort, ohne die Kraft der prophetischen Vision, ohne das Erbe unserer Soldaten, die ihr Blut für das Land vergossen haben, das ihnen und ihren Nachkommen verheißen worden war.

Das ist der Wille der Mehrheit, und man sagt uns, dass in einer Demokratie der Wille der Mehrheit zählt.

Aber lasst uns nicht vergessen, kurz vor dem heiligsten Tag, den wir haben (dem Versöhnungstag), dass eine Mehrheit zwar herrschen kann, sie aber nicht die Wahrheit und die Vernunft für sich gepachtet hat. Eine Mehrheit kann einen furchtbaren Fehler begehen, ein goldenes Kalb erschaffen und es umtanzen“ (ibid.).

Das jüdische Volk blickt nun auf den Willen der Mehrheit, nicht auf den des großen Gottes, der ihnen ihr eigenes Land gegeben hat.

Jetzt sind die Friedensabkommen wichtiger als der Glaube an Gott. Das ist der perfekte Weg in eine fürchterliche Katastrophe! 

Fortgesetzt in Jerusalem: Kurz vor der Explosion (Erster Teil)

Jip De Ad