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BRENDAN SMIALOWSKI/AFP/GETTY IMAGES

Der neuzeitliche König Jerobeam II.

Die Geschichte eines Königs von Israel in der Antike enthält eine dringliche Lektion für die Amerikaner und Israelis des Jahres 2021.

Hier ist eine Geschichte aus der Antike, die für das heutige Amerika von erstaunlicher Bedeutung ist.

Sie handelt von dem außerordentlichen Erfolg des Monarchen mit der längsten Regierungszeit in der Geschichte des Königreiches Israel. Es geschah völlig erwartet. Jahrzehntelang war das Königreich in einer Abwärtsspirale von Schmach und Unterjochung gefangen. Im neunten Jahrhundert v. Chr. beherrschte das Assyrische Reich das Königreich Israel und zwang seine Könige zu Tributzahlungen. Am Ende des Jahrhunderts waren die assyrischen Oberherren durch aramäische Oberherren verdrängt worden. Israel kroch von Misserfolg zu Misserfolg.

Zu Beginn des achten Jahrhunderts v. Chr. kam Jerobeam II. an die Macht. Weder die Bibel noch die weltliche Geschichte verraten etwas Näheres darüber, wie er an die Macht kam. Der Autor des Buches der Könige berichtet, dass Jerobeam II. genauso böse war wie seine Vorväter (2. Könige 14, 24). Jerobeam II. war genau wie sein Vorgänger und Namensvetter Jerobeam I., der Israel zwei Jahrhunderte zuvor dazu gebracht hatte, sich von der Dynastie Davids loszusagen.

Aber trotz Jerobeams bösem Verhalten dehnten sich die Grenzen des Königreichs aus und es wuchs zu spektakulärem Wohlstand. Und warum? Gottes Antwort finden wir in Vers 27: „Und der Herr hatte nicht gesagt, dass Er den Namen Israels austilgen wollte unter dem Himmel und errettete sie durch Jerobeam, den Sohn des Joasch.“ Unter König Jerobeam II. gab Gott dem Königreich, das dem sicheren Tode geweiht war, eine letzte Chance, um zu seiner Größe zurückzukehren.

Seit Januar 2017 hat der Chefredakteur der Philadelphia Posaune, Gerald Flurry, wiederholt die dramatische Prophezeiung in Amos 7 erklärt, in der speziell von einem endzeitlichen Jerobeam und dem „Haus Jerobeam“ die Rede ist. Herr Flurry hat gezeigt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, der Endzeit-Typus des Königs Jerobeam II. ist und dass Herrn Trumps Präsidentschaft mit der Zusammenfassung von Jerobeams Regierungszeit in 2. Könige 14 verglichen werden kann.

Das Buch Amos wurde während der Regierungszeit von Jerobeam II. geschrieben. Das gesamte Buch beschreibt die gesellschaftlichen, politischen und geopolitischen Entwicklungen im antiken Israel, die denen im heutigen Amerika bemerkenswert ähnlich sind. (In der biblischen Prophetie bezieht sich „Israel“ auf Amerika und Großbritannien, während „Juda“ sich auf die Juden bezieht. Zum Beweis fordern Sie Ihr kostenloses Exemplar des Buches Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung von Herbert W. Armstrong an.)

Unter Jerobeam erlebte Israel einen wirtschaftlichen Aufschwung. Seine Feinde zogen sich zurück. Seine Grenzen weiteten sich aus. Eine religiöse Belebung überzog das Land. Das Gleiche geschah in Amerika unter Donald Trump. Die Regierung von König Jerobeam baute eine enge Beziehung zu den Juden auf, ähnlich wie die Trump Administration eine enge Beziehung zum Staat Israel aufgebaut hat.

Diese Parallelen sind nicht nur historisch interessant. Die Herrschaft von König Jerobeam II. ist prophetisch! Und sie ist eine eindringliche Warnung an die modernen Nachkommen Israels und Judas – und sie ist ihre letzte Chance.

König Jerobeam I.

Unter seinem ersten König, Saul, wurde Israel zu einem vereinigten Königreich. Sein goldenes Zeitalter kam unter Sauls Nachfolger, König David und dessen Sohn, König Salomo. Nach Salomos Tod im späten 10. Jahrhundert v. Chr. spaltete sich das Königreich in zwei rivalisierende Königreiche. Das südliche Königreich, Juda, wurde mehr als 300 Jahre lang von Königen aus der Dynastie König Davids regiert. Es behielt Jerusalem als Hauptstadt und Salomos Tempel als nationales Zentrum der Gottesverehrung.

Das nördliche Königreich, Israel, wurde von Anfang an von rebellischen, ungehorsamen Königen geführt. Der erste von ihnen, Jerobeam I., verwarf David, lehnte die Anbetung im Tempel in Jerusalem ab und wies die Leviten als Gottes Priester und Erzieher zurück. Israel hatte in der Folge 19 Könige aus neun Dynastien – über einen Zeitraum von 200 Jahren – und nicht einer von ihnen war gerecht. Die Sünde war im ganzen Land tief verwurzelt. Gott sandte Propheten, darunter Elia, Elisa und Amos, um das Volk zu warnen, aber keiner der Könige Israels und nur sehr wenige seiner Bürger haben jemals von ganzem Herzen bereut.

Ab etwa 900 v. Chr. erlebte Israel ein von Hungersnöten und Kriegen gezeichnetes Jahrhundert. Die Assyrer, später die Aramäer, eroberten Teile des Landes. Seit dem Beginn seiner Herrschaft um das Jahr 843 v.Chr. fiel der aramäische König Hasael wiederholt in israelitisches Territorium ein. Schließlich eroberte er Israels Land auf der Ostseite des Jordans. Zwanzig Jahre später wagte sich Hasael weiter nach Westen vor und eroberte Gebiete bis zur Mittelmeerküste (2. Könige 12, 17). Um 815 v. Chr. hatten die Syrer sowohl das Königreich Juda als auch das Königreich Israel unterworfen. 2. Könige 13, 3 offenbart den wahren Grund für die wiederholte Niederlage Israels und Judas: Es war eine Strafe Gottes.

Unter Jerobeam erlebte Israel einen wirtschaftlichen Aufschwung. Seine Feinde zogen sich zurück. Seine Grenzen weiteten sich aus. Eine religiöse Belebung überzog das Land. Das Gleiche geschah in Amerika unter Donald Trump.


Bedenken Sie den Zustand Israels und Judas vor der Machtübernahme Jerobeams II. und den Zustand Amerikas und des jüdischen Staates Israel vor Donald Trump. Unter Barack Obama verfolgten die USA eine Politik der Entfremdung von Freunden und der Ermutigung von Feinden. Im Nahen Osten bestand Obamas Priorität darin, das Land Israel zu untergraben und den Iran und den radikalen Islam zu fördern.

In 2. Könige 13, 4 betete König Joahas (Jerobeams Großvater) um Hilfe gegen die Syrer. Gott, der immer barmherzig ist, linderte einen Teil der Unterdrückung Israels, indem Er Assyrien veranlasste, in Syrien einzufallen. Im Jahre 796 v. Chr. rückte die assyrische Armee in diese Region ein, wodurch Syriens Druck auf Israel und Juda sofort schwächer wurde. Wie die Inschrift der assyrischen Tell al-Rimah-Stele zeigt, nahmen die erobernden Assyrer nicht nur Tribut von Syriens König Ben-Hadad (ein Sohn Hasaels), sondern auch „Tribut von Joasch, dem König zu Samaria“. Joasch war der Vater und Vorgänger von König Jerobeam II.

Amtsantritt von Jerobeam II.

Jerobeam II. begann um 793 v. Chr. zu regieren und Israels Geschick wendete sich.

Die Bibel zeigt, dass territoriale Ausdehnung und wirtschaftlicher Wohlstand normalerweise mit der Herrschaft eines gerechten Königs einhergingen. Gott antwortet auf Gerechtigkeit oft mit materiellen Segnungen. Jerobeam II. war da eine Ausnahme.

Tatsächlich prophezeite Gott durch den Propheten Jona, dass Er Israel trotz der Bosheit Jerobeams Barmherzigkeit erweisen würde. Durch Jerobeam würde Gott die Grenzen Israels erweitern und der Nation Frieden und Wohlstand schenken, wie sie es seit der Zeit Davids und Salomos nicht mehr erlebt hatte. Dies ist der Schlüssel zum Verständnis der Herrschaft Jerobeams II.: Das nationale Wiederaufleben war Gottes Werk, aber es wurde durch die Führung („durch die Hand“) Jerobeams ausgeführt.

Gott benutzte diesen Anführer, um einen nationalen Aufschwung zu bewirken, obwohl weder er noch sein Volk gerecht waren. Warum? Weil die Nation so kurz vor ihrem Ende stand! Dasselbe gilt für die USA heute.

„Er stellte wieder her das Gebiet Israels von dort, wo es nach Hamat geht, bis an das Meer der Araba nach dem Wort des Herrn, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den Propheten, der von Gat-Hefer war“ (2. Könige 14, 25). (Dies ist derselbe Jona, den Gott später damit beauftragte, Assyrien zu warnen und dessen prophetisches Buch in der Bibel kanonisiert ist.

Unter der Herrschaft Jerobeams II. gewann Israel riesige Gebiete sowohl von den Syrern als auch von den Assyrern zurück, darunter auch Hamat, eine Stadt an der Nordgrenze während Israels goldenem Zeitalter (1. Könige 8, 65). In 2. Könige 14, 25 wird die südliche Grenze von Jerobeams Territorium als „das Meer der Araba“ bezeichnet, worunter die meisten Gelehrten den östlichen Teil des Toten Meeres verstehen, vielleicht sogar hin bis zu Edom am südlichen Ende dieses Meeres. Das würde bedeuten, dass Jerobeam die volle Kontrolle über die Gebiete von Moab, Ammon und Syrien erlangte. (Siehe auch Vers 28 und Amos 6, 14).

Sowohl aus der Bibel als auch aus weltlichen Quellen geht hervor, dass Jerobeam das aramäische Königreich, einschließlich seiner Hauptstadt Damaskus, vollständig beherrschte. Nach dem Feldzug des assyrischen Königs Salmanassar iv. gegen Damaskus im Jahr 773 v. Chr. kamen die Assyrer erst nach dem Tod Jerobeams wieder in diese Region. Jerobeam nutzte die Abwesenheit Assyriens, um Damaskus für das Königreich Israel zurückzuerobern (2. Könige 14, 28). Die weltliche Geschichtsschreibung verzeichnet auch keinen Herrscher über Damaskus von 775 bis 750 v. Chr., also genau in den Jahren, in denen Jerobeam II. regierte. (Dieser Zeitrahmen zeigt, dass König Jerobeams Siege außerhalb seines eigenen Landes hauptsächlich in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit stattfanden.)

Vergleichen Sie dies mit der jüngsten Geschichte Amerikas. Unter Barack Obamas Administration war die Außenpolitik der Nation vom Hass auf Amerika getrieben und von Kompromissen und Beschwichtigungen gegenüber China, Iran, Europa, Nordkorea, Russland und anderen aktuellen und potentiellen Feinden bestimmt. Dann schwenkte die Nation plötzlich auf eine Politik der Stärke gegenüber eben diesen Feinden um. Und warum? Wegen eines einzigen Mannes. Donald Trump mag bei den führenden Politikern der Welt nicht beliebt sein, aber er wird gefürchtet und respektiert. Auch wenn seine Kritiker es nie zugeben werden, hat seine Führung die Welt für Amerika sicherer gemacht.

Die Allianz mit Juda

Herrn Trumps Präsidentschaft hat die Welt auch für die bedrohte Nation Israel sicherer gemacht. Das geschah auch in biblischen Zeiten.

Denken Sie an den Einfluss, den Amerika und Israel während der Präsidentschaft von Herrn Trump im Nahen Osten ausübten. Israel schloss unter amerikanischer Vermittlung wegweisende Friedensverträge mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan. Vor allem aber haben die die Vereinigten Staaten und Israel den Versuch des Iran, die Region zu dominieren, vereitelt. Die Administration von Benjamin Netanjahu kann einen Teil des Verdienstes für sich beanspruchen, aber der größte Teil des Verdienstes muss doch Donald Trump zugesprochen werden, dem Endzeit-Typ von Jerobeam II.

Während der Herrschaft Jerobeams II. über Israel blühte das südliche Königreich Juda auf. An der Spitze von Juda stand König Usija, der im achten Jahrhundert v. Chr. ebenfalls einen erstaunlichen Aufschwung erreichte (siehe 2. Chronik 26). Die Bibel enthält nur wenige Details über die Beziehung zwischen diesen beiden verbrüderten Königreichen, aber es ist klar, dass sie Verbündete waren.

Israels Wiederaufstieg unter König Jerobeam kam Usija und Juda in ähnlicher Weise zugute, wie Amerikas Wiederaufstieg unter Donald Trump dem jüdischen Staat vier Jahre lang zugutekam. „Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine tapferen Taten, wie er gekämpft hat und wie er Damaskus und Hamat wieder an Israel gebracht hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel“ (2. Könige 14, 28).

Es ist bemerkenswert, dass in einer Bibelpassage, die sich mit dem Wiederaufstieg Israels befasst, das separate Königreich Juda erwähnt wird. Manche glauben, dass dies darauf hindeutet, dass sich diese beiden Königreiche verbündeten und Seite an Seite kämpften, um Syrien zu besiegen und Gebiete zurückzuerobern. Nadav Na’aman von der Universität Tel Aviv schrieb unter Berufung auf diesen Vers: „Obwohl Einzelheiten der Beziehungen fehlen, können wir mutmaßen, dass ... Juda Truppen zu den Feldzügen Israels gegen Aram-Damaskus entsandt haben muss und auch in den Genuss der Ergebnisse dieser Feldzüge kam“ (Journal des Instituts für Archäologie der Universität Tel Aviv; Band 46, Ausgabe 1, 2019).

Nadav Na’aman zufolge war König Jerobeam II. zweifellos die Nummer eins in dieser Beziehung zwischen Israel und Juda im achten Jahrhundert; dennoch „muss Juda eher den Status eines Verbündeten als den eines Vasallenstaates genossen haben.“

Das ist die genaue Parallele zu den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Staat Israel während der vierjährigen Amtszeit von Präsident Trump. Nach einer schrecklichen Krise, die von der Obama-Regierung verursacht worden war, haben sich die Beziehungen unter der Führung von Donald Trump und Benjamin Netanjahu auf einen historischen Höhepunkt geschraubt. Wie in der Antike beherrschen die modernen Nachfahren Israels und Judas die Region.

Bitterer Jammer

Wenn wir diese Geschichte studieren, besonders im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen, dürfen wir dabei nicht vergessen, dass der sensationelle Wiederaufstieg der Israeliten und Juden nicht das Ergebnis von Segnungen Gottes wegen ihres Gehorsams war, auch wenn viele von ihnen genau das dachten.

Es ist wichtig zu verstehen, warum Gott eingegriffen hat.

„Denn der Herr sah den bitteren Jammer Israels an, dass sie bis auf den letzten Mann dahin waren und kein Helfer in Israel war“ (2. Könige 14, 26). Israel war so in Bedrängnis, dass es kurz vor dem Zusammenbruch stand! Die letzte Gelegenheit für das Volk, zu bereuen, wäre dann vorbei gewesen. Gott hatte nicht deswegen eingegriffen, weil die Führer oder das Volk gerecht waren, sondern weil sie so sündig waren, dass ihre Nation kurz vor dem Tod stand!

In der Cambridge Bibel für Schulen und Colleges heißt es: „Der Ausdruck bedeutet, dass es niemanden gab, weder groß noch klein, weder jung noch alt, den sie noch um Hilfe bitten konnten“ (Hervorhebung hinzugefügt). Israels Führer hatten völlig versagt. Die Institutionen der Nation waren gescheitert. Die politischen, kulturellen und erzieherischen Systeme des Königreiches versagten. Seine falsche Religion versagte. Auch wenn es vielen nicht bewusst war, war die Nation militärisch, wirtschaftlich, kulturell und geistlich hilflos.

Aus den Schriften des Propheten Amos geht hervor, dass die Gesellschaft von einer Oberschicht beherrscht wurde, die raffgierig Reichtum angehäuft und das patriarchalische System zerstört hatte. Die Armen und Schwachen litten.

Gott benutzte Jerobeam, um die zerbrechliche Nation vorübergehend zu stabilisieren. Es ging nicht darum, das Volk von der Unterdrückung zu befreien oder ihm mehr Territorium oder mehr Reichtum zu geben, sondern darum, dem Volk die Möglichkeit zu geben, sich mit der Ursache für die Krankheit seiner Gesellschaft auseinanderzusetzen: Sünde! Aus diesem Grund sandte Gott Amos nach Samaria: Er sollte seine Warnbotschaft überbringen und Jerobeam II. und sein Volk zur Umkehr auffordern!

Amos 1, 1 zeigt, dass der Prophet diese Warnung wahrscheinlich gegen Ende von Jerobeams Regierungszeit überbrachte. Das stützt sich auch auf archäologische Beweise, die das unheilvolle Ereignis bestätigen, das in diesem Vers nur als „das Erdbeben“ beschrieben wird.

Kluft zwischen Reich und Arm

In Amos 5, 11-12 schreibt der Prophet. „Darum, weil ihr die Armen unterdrückt und nehmt von ihnen hohe Abgaben an Korn, so sollt ihr in den Häusern nicht wohnen, die ihr von Quadersteinen gebaut habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzt habt. Denn ich kenne eure Frevel, die so viel sind, und eure Sünden, die so groß sind, wie ihr die Gerechten bedrängt und Bestechungsgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrückt.“ Während Israels Anführer und die anderen Eliten immer mächtiger und reicher wurden, wurden sie auch gefühlloser gegenüber den Bedürfnissen der Bevölkerung. Israels Eliten betrachteten das einfache Volk als unwissend und unbedeutend, als „Bedauernswerte.“

Diese Spaltung zwischen Arm und Reich wurde bei archäologischen Ausgrabungen in Tel-el-Farah, wahrscheinlich dem antiken Tirza, eine der wichtigsten Städte des antiken Israels, aufgedeckt. „In Tirza lebte eine wohlhabende Schicht“, schreibt Todd Bolen in Die Regentschaft von Jerobeam II.: Eine historische und archäologische Interpretation. „Aber eine große Überraschung ist die enorme Kluft zwischen diesen Leuten und dem einfachen Volk, das in baufälligen Behausungen direkt neben den vornehmsten herrschaftlichen Anwesen lebte.“

In Samaria, der Hauptstadt des antiken Israels, wurde bei Ausgrabungen in den 1920er und 1930er Jahren eine umfangreiche Sammlung von mehr als 500 Elfenbeinarbeiten entdeckt. Der Archäologe Nahman Avigad und andere glauben, dass diese während der Regentschaft von Jerobeam II. hergestellt wurden. Diese luxuriösen Einlegearbeiten aus Elfenbein wurden in der Architektur und für Möbel verwendet und zeugen vom Wohlstand Israels unter König Jerobeam II.

Dies ist ein greifbarer Beweis für das, was der Prophet Amos in Amos 6, 1 und 4-6 schrieb: „Weh! Die ihr sorglos seid zu Zion und die ihr voll Zuversicht seid auf dem Berge Samarias... die ihr schlaft auf elfenbeingeschmückten Lagern und euch streckt auf euren Ruhebetten? Ihr esst die Lämmer aus der Herde und die gemästeten Kälber und spielt auf der Harfe und erdichtet euch Lieder wie David und trinkt Wein aus Schalen und salbt euch mit dem besten Öl, aber bekümmert euch nicht um den Schaden Josefs.“

Vergleichen Sie Amos‘ Beschreibung der Vorfahren Amerikas mit dem heutigen Zustand des Landes. Unter Präsident Trump nahm die Wirtschaft einen enormen Aufschwung: Es gab mehr Arbeitsplätze, die Immobilienpreise schnellten in die Höhe und die Aktienkurse erreichten Rekordhöhen. Selbst die Ärmsten in Amerika wurden wohlhabend, insbesondere im Vergleich zu historischen Normen. Doch mit dem wachsenden Wohlstand in Amerika wuchs auch die Kluft zwischen der Mittelschicht und den Superreichen. Die Eliten profitierten weit mehr als die Durchschnittsamerikaner.

Diese extreme Ungleichheit verschärfte die inneren Spaltungen noch mehr, die von Radikalen bereits verschärft worden waren. Amerikas Eliten sahen mehr und mehr auf die „Bedauernswerten“ herab und fühlten sich wohl dabei, ihnen zu diktieren, wie sie zu leben hatten. Darauf reagierten die Amerikaner 2016 mit der Wahl von Donald Trump. Die Leute wollten eine Führungspersönlichkeit, die willens war, für die traditionellen Werte Amerikas einzutreten, die auf den biblischen Prinzipien basieren. Der Historiker Victor Davis Hanson schrieb 2019: „Die Mittelschicht lehnt sich gegen die westlichen Führungseliten auf. Zu dieser Gruppe gehören auch Berufspolitiker, eingefleischte Bürokraten, herablassende Akademiker, Unternehmensschwindler und propagandistische Journalisten.“

Anstatt die Sünde als solche zu identifizieren, drüber bekümmert zu sein und zu bereuen (die Einstellungen und Handlungen zu ändern), führten die Führer der Nation das Volk aktiv dazu, Gottes Gebote zu brechen! Genau wie im antiken Israel zwingen diese modernen Eliten dem Volk extreme Werte und Praktiken auf.

Die Zerstörung der Familie

Amos zeigt auch, dass die herrschenden Eliten des antiken Israel für die Zerstörung der grundlegenden Institution der Nation verantwortlich waren: der traditionellen Familie. Unter der Führung des Ehemannes und Vaters war die Familie die fundamentale Struktur nicht nur für das tägliche Leben, sondern auch für den Schutz der Bedürftigen und Schwachen in der Gesellschaft. Während Jerobeam II. den äußeren Feinden Israels gegenüber Stärke bewies, war er bei der Lösung der sozialen Probleme schwach. Amos weist darauf hin, dass das Königreich von radikalen Feministen beherrscht wurde.

„Hört dies Wort, ihr fetten Kühe auf dem Berge Samarias, die ihr den Geringen Gewalt antut und schindet die Armen und sprecht zu euren Herren: Bringt her, lasst uns saufen! (Amos 4, 1). Bibelkommentare erklären, dass dies an die mächtigen Frauen in Israel gerichtet war. Brian Irwin vom Knox College der Universität Toronto schrieb dazu 2012: „Der Gebrauch des Attributs „fette Kühe“ kann als Superlativ verstanden werden, der diese Frauen als Vertreterinnen der obersten Schicht der Gesellschaft kennzeichnet.“

Diese einflussreichen Frauen Israels hatten die Macht auf dem Berg von Samaria, der damaligen Hauptstadt Israels. Sie verfassten hasserfüllte Dekrete gegen das Patriarchat und forderten dessen Abschaffung. „Die Frauen von Samaria versuchten, die vorherrschende soziale Struktur umzustürzen, die im antiken Israel das wichtigste Mittel war, um die Schwachen zu schützen“, schrieb Irvin weiter. Durch den Propheten Amos identifizierte Gott eine mächtige feministische Bewegung, die die Herrschaft der Väter und Ehemänner in der Gesellschaft verachtete – eine traditionserhaltende und zivilisationserhaltende Rolle, die von Gott bestimmt worden war!

Die Folgen für das heutige Amerika sind unausweichlich. Die Amerikaner aller sozialen Schichten akzeptieren immer mehr die radikalen feministischen und gewalttätigen Ansichten gegenüber den traditionellen biblischen Rollen von Mann und Frau an – ja sogar gegenüber der bloßen Existenz von Mann und Frau!

Immer noch religiös

Das antike Israel schwelgte in Luxus und Ausschweifungen. Und doch war es noch religiös! Die Generation Jerobeams II. war sogar noch religiöser als die Generation davor!

Der König und sein Gefolge glaubten, sie seien fromm und gerecht. Unter Jerobeam II., der wie sein Namensvetter die organisierte Religion als Mittel zur Kontrolle des Volkes nutzte, erlebte Israel ein gewaltiges Wiederaufleben der staatlichen Religion. Die religiöse Struktur unter Jerobeam II. war so mächtig, dass der Beauftragte des Königs, der Amos des Landes verwies, in der Tat ein Priester von Bethel war. (Amos 7, 10-12).

Beweise für das Wiederaufleben der Religion im Israel des achten Jahrhunderts v. Chr. sind in Tel Dan klar erkennbar, einer der beiden ursprünglich von Jerobeam I. errichteten Kultstätten. Avraham Biran, Leiter der Ausgrabungen in Tel Dan, ist der Ansicht, dass diese „religiöse“ Stadt ihre „Blütezeit“ während der Regierungszeit Jerobeams II. erreichte. Überall in der Stadt wurden die Überreste großer öffentlicher Gebäude aus der Regierungszeit Jerobeams II. ausgegraben – sogar sehr sorgfältig bearbeitete und mit Schnitzereien dekorierte Stufen, die hinauf zu einem massiven Altar führten.

Was jedoch zwingend sowohl aus dem Bericht von Amos über die Religion seiner Zeit als auch aus den Überresten in Tel Dan hervorgeht, ist die Tatsache, dass die Menschen offensichtlich Gott verehrten und nicht Baal oder irgendeine andere kanaanitische Gottheit. Funde aus der Umgebung des Tempels in Tel Dan aus der Zeit Jerobeams II. zeigen eine ähnliche Architektur und ähnliche Artefakte wie die des salomonischen Tempels in Jerusalem. In einem Raum des Tempels von Tel Dan entdeckten die Ausgräber eine Bronzeschale, zwei identische Schaufeln, eine langstielige Schaufel für Weihrauch, ein Aschegefäß und eine lange Gabel, die genauso geformt waren wie die Werkzeuge, deren Nutzung Gott den Israeliten zur Ausübung der wahren Religion in der Stiftshütte und später im Tempel vorgeschrieben hatte.

Auch wenn sie glaubten, sie würden den wahren Gott verehren, beteten diese Israeliten vergeblich an. Ihre Worte waren nichtssagend und ihre Gebete bedeutungslos und kraftlos. Gott sandte Amos um ihre falsche Religion anzuprangern. Amos 4, 5 lautet: „Räuchert Sauerteig zum Dankopfer und ruft freiwillige Opfer aus und verkündet sie; denn so habt ihr es gern, ihr Israeliten, spricht Gott der Herr!“ Jerobeams Religion, anstatt Gott zu gefallen, hat Ihn nur verärgert.

Amos 5, 18-20 offenbart uns das Ausmaß von Israels religiöser Täuschung. Die Menschen sehnten den Tag des Herrn herbei, eine Zeit der schrecklichen Zerstörung. Sie glaubten, die Zerstörung würde sie nicht betreffen, da sie gerecht seien. Sie begingen den schweren Fehler anzunehmen, dass Israels Wohlstand und Macht aus ihrer Gerechtigkeit resultierten!

Während des jüngsten religiösen Wiederauflebens in Amerika stimmten 2016 mehr als 80 Prozent der evangelikalen Christen für Donald Trump. Bei den US-Zwischenwahlen 2018 gaben 75 Prozent der evangelikalen Wähler ihre Stimme für die republikanische Partei ab. Sie waren die eifrigsten Unterstützer von Donald Trump. Aber genau wie im antiken Israel, anstatt das vorübergehende Wiederaufleben als das zu nutzen, was es ist – eine letzte Gelegenheit, zu bereuen und sich zu ändern – ist die Nation noch tiefer in Rebellion und Sünde verfallen!

Gottes Warnung durch Amos war eindringlich. „Ich hasse und verachte eure Feste und mag eure Versammlungen nicht riechen – es sei denn, ihr bringt mir rechte Brandopfer dar – und an euren Speiseopfern habe ich keinen Gefallen, und euer fettes Schlachtopfer sehe ich nicht an. (Verse 21-22).

Gottes Barmherzigkeit

Die warnende Botschaft des Propheten an König Jerobeam II. und seine Gefolgschaft entwickelte sich zu einer großen Quelle von Spannungen. Amazja, einer von Jerobeams falschen Priestern, beschuldigte Amos des Verrats und verbannte ihn nach Juda (Amos 7, 10-13).

Als Jerobeam um das Jahr 753 v. Chr. starb, endete der Wiederaufstieg Israels. Das Königreich stürzte abrupt in Leid und Zerstörung. Die nächsten beiden Könige waren jeweils weniger als ein Jahr im Amt. Im Jahr 745 v.Chr. begann der assyrische König Tiglat-Pileser III. in Israel einzufallen. Er verlangte von Israels König Menachem einen hohen Tribut.

Das Königreich Israel hatte den Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gab. Gott sandte keine Propheten mehr, um das Volk zu warnen. Innerhalb von drei Jahrzehnten überrannten die Assyrer das Land, die Nation wurde ausgelöscht und die Israeliten wurden massakriert und versklavt!

Israel wechselte schnell von einem überwältigenden Erfolg unter Jerobeam II. zu Zusammenbruch und Unterjochung! Warum? Weil weder Jerobeam noch sein Volk Gottes Warnung durch Amos beherzigt hatten! Sie nutzten die Chance von Gottes Barmherzigkeit nicht, um zu bereuen. Das ist eine eindringliche Lektion für uns alle!

Israel ging seinem Ende entgegen. Nur durch einen Akt Gottes überlebte es noch ein paar kostbare Jahre. Hätte Gott nicht Gnade und Mitgefühl walten lassen, wäre diese Nation sicherlich schon ein Jahrhundert früher zusammengebrochen.

Diese Geschichte ist eine Lektion über Gottes überragende Liebe und Seinen Wunsch, Sein Volk zu retten!

Denken Sie daran, dass Amos 7 und ein großer Teil des restlichen Buches nicht nur Geschichte, sondern auch Prophetie ist! Es enthält eine eindringliche Warnung für Amerika, für den jüdischen Staat und für jeden, der bereit ist, zuzuhören. In Amos 7, 8 warnt Gott, dass Er Israel ein letztes Mal messen wird – und zwar während der Regierungszeit eines endzeitlichen Jerobeams.

Kurz nach der Amtseinführung von Präsident Trump im Jahr 2017 schrieb Herr Flurry: „Es ist ernüchternd, darüber nachzudenken. Hier haben wir eine ernstzunehmende Endzeit-Prophezeiung und Gott spricht von einer Person. Gott nennt Namen! Wir müssen diese Namen und die Rollen, die diese Männer spielen, verstehen, wenn wir diese Endzeit-Prophezeiungen verstehen wollen! Es ist wichtig, dass wir wissen, wer diese Personen sind.... Gott wird diese Warnung Seinem Volk gegenüber nicht noch einmal aussprechen. Die Jerobeam-Zeit wird die letzte Zeit sein!“

Gott lässt die Geschichte von Jerobeam II. für uns genau jetzt wieder aufleben. In Seiner Barmherzigkeit rettet Gott Israel ein letztes Mal. Wie unter Jerobeam II. ist auch der Wiederaufstieg der Vereinigten Staaten unter Donald Trump nur vorübergehend. Die rasante Radikalisierung des Landes unter der Biden Administration beweist dies umso mehr. Wenn Präsident Trump wieder an die Macht kommt, hat Gott damit nicht nur das Ziel, die Nation oder unsere Bankkonten zu stabilisieren. Sein Ziel ist es, uns Zeit – und davon gibt es nur sehr wenig – zur Umkehr zu geben. Und es sind nicht nur die Radikalen, die Gott zur Umkehr aufruft – es sind auch die Religiösen!

Gott hat Prophezeiungen offenbart und Namen genannt. Er möchte, dass jeder von uns seine eigenen Sünden erkennt und sich von ihnen abwendet. Gott wird unser Land vorübergehend trotz uns selbst retten, nicht wegen unserer Großartigkeit, sondern wegen Seiner Gerechtigkeit. Es ist an der Zeit, dass jeder von uns seine eigenen Sünden erkennt und sich von ihnen abwendet. Wenn Sie zu den wenigen gehören, die eine demütige, betende Haltung einnehmen, wird Gott Ihnen zeigen, was zu tun ist – bevor es zu spät ist.

Erfahren Sie mehr über diese Prophezeiungen in Gerald Flurrys kostenloser Broschüre Great Again (nur auf Englisch).

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