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Der Größenwahn der Supermacht EU

27.12.2017  •  Aus diePosaune.de
Europas Bürokraten sind sich ihrer Sache so sicher, dass sie sich nicht vorstellen können, dass jemand, der alle Fakten kennt, nicht einverstanden sein könnte mit dem, was sie tun.
 

Der düsterste Charakterzug der Europäischen Union ist vielleicht, dass die Verantwortlichen sich zu sicher sind, dass sie immer Recht haben.

Die EU veröffentlichte im Oktober einen Bericht mit dem Titel: „Wie erreichen wir den EU-Bürger: Eine neue Chance“ von Luc Van den Brande, ein Berater des Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker. Das Schriftstück beginnt mit der Feststellung, die EU „erlebe schwierige Zeiten.“

Der Bericht ist voller Empfehlungen, was die EU gegen die europaweite EU-Skepsis unternehmen sollte.

„Angesichts der europaskeptischen Parteien in vielen EU Mitgliedsländern müssen die EU-Bürger in der Lage sein zu verstehen, wie die EU ihren Lebensalltag beeinflusst. Was aber noch wichtiger ist: Sie müssen sich als wichtigen Teil des europäischen Projekts fühlen“, stellt der Bericht fest.

In diesem Schriftstück ist das eine verblüffende Unterstellung.

Das Problem ist nicht, dass die Wähler keinen europäischen Superstaat wollen. Es ist auch nicht das Problem, dass man Brüssel eigentlich weniger Macht über unser Leben geben sollte. Das Problem ist viel mehr die Ignoranz.

Europas Bürokraten sind sich ihrer Sache so sicher, dass sie sich nicht vorstellen können, dass jemand, der alle Fakten kennt, nicht einverstanden sein könnte mit dem, was sie tun.

Wenn also einige Wähler meinen, die EU habe zu viel Macht, was ist dann die Lösung? Noch mehr Macht der EU – damit sie diese ignoranten Wähler erziehen kann!

Das Schriftstück fährt mit überraschenden Empfehlungen fort. Es fordert „einen einzigen Präsidenten der Europäischen Union“ – eine Empfehlung, die immer häufiger von den EU-Eliten gemacht wird.

Man will auch eine wichtigere Rolle in der Kommunikation spielen. Die EU muss „ein erzählerisches Buch herausbringen“, um dabei zu helfen, „die Köpfe und Herzen der EU-Bürger zu gewinnen“. Brande beteuert, dies sei keine Propaganda – ich glaube, der Herr protestiert zu sehr.

Der Bericht macht die Euroskeptiker auch dafür verantwortlich, dass „die Qualität und Wahrheitstreue der traditionellen Medien so stark nachgelassen haben.“ Wieder ist die unausgesprochene Unterstellung, dass doch selbstverständlich alle die EU lieben würden, wenn die Medien nur bei der Wahrheit blieben. Die Lösung? Starten Sie ein europäisches Lehrprogramm für regionale und lokale Journalisten.“ Noch eine Machtübernahme a la George Orwells „Die Farm der Tiere“.

Aber wenn die EU für die Leute erst eine Rolle spielt, wenn sie alt genug sind, um eine Zeitung zu lesen, dann ist es zu spät. Deshalb fordert der Bericht ein „europäisches Ausbildungsprogramm für alle Ausbildungsstufen“ sowohl für die Grundschule als auch für weiterführende Schulen. Man könnte auch „bekannte Persönlichkeiten aus Kultur und Sport bitten, als Botschafter der Europäischen Union zu dienen“, um die jungen Leute für das Projekt zu gewinnen.

Das Schriftstück erklärt, dass die EU ja nicht nur eine Übereinkunft zwischen nationalen Regierungen ist. In dem Bericht wird auch die Schaffung von EU-Organen auf regionaler und lokaler Ebene verlangt. „Aufbauende, dezentralisierte ,Bürgerversammlungen‘ könnten in unterschiedlichen Formen ins Leben gerufen und unterhalten werden, sozusagen als kollektiver Prozess der Reflektion über die Werte, die eine Gemeinschaft konsolidieren und ein Grund dafür, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen“, schreibt Brande. „Solche Versammlungen könnten in unterschiedlichen Mitgliedsländern oder Regionen stattfinden und ebenfalls überregionale Veranstaltungen, mit der Aussicht, die Vorschläge aller EU-Bürger zusammen zu bringen.“

Daniel Huggins, dessen Artikel auf der Website the commentator mich erst auf diesen Bericht aufmerksam machte, schrieb: „Mit einer Flagge, einer Währung, einer Hymne, anscheinend auch mit einer Armee und Diskussionen über regionale „Bürgerversammlungen“ – die Vorschläge dieses Berichts – würden wir uns, wenn sie eingeführt werden, auf der Zielgeraden zum Föderalismus sein. Dann ist es kein Föderalismus durch die Hintertür mehr, den wir Jahrzehnte lang hatten. Und es ist auch keine Organisation, die dafür bekannt ist, ihre föderalistischen Ziele zu verleugnen.“

Als Großbritannien aus der EU austrat, schrieb man, die europäische Integration sei tot; dass die Wähler – sogar die Wähler außerhalb Großbritanniens – Brüssel langsam satt hätten und dass die Union nicht weiter wachsen würde.

Brandes Berichts zeigt, dass das nicht wahr ist. Alle obersten Kader der EU sind entschlossen, vorwärts zu kommen. Sie sind unempfänglich für Argumente oder Widerspruch. Die Lösung aller Probleme ist mehr Europa.

Wenn man mit Forschungsberichten Entschlossenheit demonstrieren könnte, würde man die Bürokraten leichter loswerden. Aber das ist nicht möglich.

Die EU startete gestern offiziell ihre neue Initiative zur militärischen Zusammenarbeit. Politico nannte es „einen großen Schritt“ nach vorn in Richtung auf „eine europäische militärische Eingreiftruppe“. Die deutsche Verteidigungsministerin sagte, es sei „der Beginn der militärische Union.“ Und das ist nur das letzte der Pro-Integrationsprojekte.

Und so marschiert die EU weiter. Gerüchte vom ihrem Tod sind stark übertrieben.

Natürlich hatten wir von der Posaune nie irgendwelche Zweifel daran, dass das so kommen würde. Die Entwicklung der Europäischen Union ist eine Erfüllung der Prophezeiungen der Bibel.

Die Bibel sagt klar voraus, dass eine Supermacht bestehend aus zehn Nationen in Europa aufsteigen wird, eine Fortsetzung des Heiligen Römischen Reichs. Dahin strebt Europa.

Das bedeutet, dass bald große Veränderungen eintreten werden – nur ein Resultat größerer Krisen. Die EU hat gegenwärtig 28 Mitgliedsländer, nicht 10. Der Schrumpfprozess wird kein Zuckerschlecken sein. Selbst wenn sie diese Bestimmung erreicht, wird ihre Macht teilweise stark, teilweise aber auch gebrochen sein“ (Daniel 2, 42). Dieser multinationale Koloss wird die nationalen Unterschiede nie ganz überwinden.

Auf biblischen Prophezeiungen basierend machte Herbert W. Armstrong Voraussagen darüber, was diese Macht wohl sein könnte. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, der Vorläufer der EU, begann 1958. 1959 schrieb er in der Reinen Wahrheit: „So ein gigantischer Handelsblock baut sich auf – um die Prophezeiungen der Bibel zu erfüllen…“ Unter dem Untertitel „Die Vereinigten Staaten von Europa” schrieb er: Der U.S. News and World Report druckte in seiner Ausgabe vom 20. Februar 1959 ein besonderes Interview mit Jean Monnet ab, der „der Architekt der Vereinigten Staaten von Europa“ genannt wird.

Als man ihn fragte, welche wirtschaftlichen Aussichten er für West-Europa seit der Schaffung des gemeinsamen Marktes sehen würde, antwortete Herr Monnet, er sähe weit mehr als nur die Abschaffung der Jahrhunderte alten Handelsbarrieren – dass diese Länder nun ihre Ressourcen bündeln würden – und das hieße, dass die Europäische Gemeinschaft nur ein Anfang sei und offen für andere Länder!

„Es ist langsam an der Zeit aufzuwachen! Die Europäische Union ist der weltgrößte Importeur, die zweitgrößte Industriemacht der Welt, die jetzt schon mehr produziert als Russland! Sie ist dazu bestimmt, auch in Zukunft ein rasantes Wachstum zu erleben. Die Bibel sagt das!“

Konrad Adenauer stellte 1950 fest: Ein föderatives Europa wird die dritte Großmacht der Welt sein… und genügend Macht haben, um im entscheidenden Moment erfolgreich zu intervenieren… um den Frieden zu sichern… Deutschland ist nun wieder ein Faktor geworden, mit dem die anderen bei internationalen Angelegenheiten rechnen müssen.“

Als Großbritannien 1973 der europäischen Gemeinschaft beitrat, schrieb Herr Armstrong: „Großbritannien wird auf den 1. Januar 1973, einen Montag, sehr wahrscheinlich noch als ein tragisches historisches Datum – als einen Tag voller unheilvoller Möglichkeiten zurückblicken! Denn an diesem Tag ist Großbritannien in die Europäische Gemeinschaft eingetreten.“

Das war sicher eine Entscheidung, die viele Briten später bereut haben. Und auch jetzt noch, nachdem sich in Großbritannien die Mehrheit der Briten entschieden hat, aus der EU auszutreten, bieten sich immer noch diese „unheilvollen Möglichkeiten.“

Diese Vorhersagen und viele andere basieren auf der Prophetie der Bibel. Durch die Beschreibung des Charakters der Union hat die Bibel schon bewiesen, dass sie ein genauer Leitfaden ist. 

Jede Macht, die von Leuten angeführt wird, die sich für unfehlbar halten, ist gefährlich. Aber die Bibel sagt uns genau, wohin das führen wird. Um zu erfahren, was das endgültige Schicksal dieser Union sein wird, lesen unser kostenloses Buch Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung – besonders das Kapitel über das moderne Europa: „Die Siebte und Letzte Wiederauferstehung – Jetzt hier.“ 

Hre De Ad