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Robin Sommer/Unsplash

Das Erstgeburtsrecht – der Höhepunkt und heute (zweiter Teil)

Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel zwölf)

Fortgesetzt von Das Erstgeburtsrecht – der Höhepunkt und heute (erster Teil)

S tatistIsche Tatsachen

In welchem Maß hat Gott nun seine Verheißungen an den Nachfahren Josephs seit 1800 eingelöst: Verheißungen des „Köstlichsten, das die Sonne hervorbringt“, des „Köstlichsten der ewigen Hügel“, des „Köstlichsten der Erde“?

Stahlmagnat Charles M. Schwab sagte auf einer Tagung der Massachusetts Bankers Association (5.1.1921): „Gott hat unser Land, die Vereinigten Staaten, mit allem ausgestattet, dessen es bedarf, um die führende Industrie- und Handelsmacht der Erde zu werden und zu bleiben.“

Die gesamte Petroleumproduktion der Welt lag 1950 bei 3,8 Milliarden Barrel. Davon erzeugten allein die Vereinigten Staaten 52%, also mehr als alle anderen Länder zusammen. Wenn man die Petroleumproduktion des Britischen Commonwealth hinzurechnet, dann ergibt dies 60% der gesamten Rohpetroleumversorgung der Welt, die ausländischen Gesellschaften der beiden Mächte nicht mit einbezogen. 1966 – in dem schicksalhaften Jahr, in dem das Londoner Kolonialministerium seine Tore schloss und damit den Tod des britischen Weltreichs besiegelte – war dieser Anteil auf 32% gefallen.

England und Amerika förderten früher anderthalbmal soviel Kohle wie alle anderen Länder zusammen genommen. 1966 lag ihr Anteil nur noch bei 30,9% – einem knappen Drittel der Weltförderung.

Drei Viertel der Weltstahlerzeugung kamen 1950 aus den USA und dem britischen Commonwealth – davon 60% (105.200.000 US-Tonnen) aus den USA allein. Aus angloamerikanischen Hochöfen floss 1 1/3 mal mehr Roheisen als aus denen der übrigen Welt.

1966 war diese Zahl – ein wichtiger Wirtschaftsindikator – beim Stahl auf 33,6% und beim Roheisen auf nur 17,8% (ein Sechstel) gesunken.

Ähnlich die Anteile bei Nickel (von 95%, hauptsächlich aus Kanada, auf 3,6%), Aluminium (80% auf 40,2%) und Zink (75% auf 12,4%).

1950 war das Commonwealth absolut führend in der Chromeisensteinförderung (aus Südafrika). Aus England und Amerika kamen zwei Drittel der Weltgummierzeugung, sie führten auch in der Produktion von Kupfer, Blei, Zinn, Bauxit und diversen Edelmetallen. Anteile 1966: nur noch 2,3% Chromeisenstein, 23,4% Kupfer, 9,9% Blei, überhaupt kein Zinn, 6,3% Bauxit.

Die Weltgolderzeugung wurde 1950 noch zu zwei Dritteln vom Commonwealth beherrscht (Jahresproduktion 1950: ca. 1,2 Milliarden Mark); die USA verfügten über eine dreimal höhere Goldreserve als der Rest der Welt. 1966 waren die US-Goldreserven derart geschrumpft, dass der Dollar als Leitwährung in Gefahr geriet.

Zwei Drittel der gesamten Stromerzeugung ging aufs Konto der englischsprachigen Welt – 1948 erzeugten die USA 283 Milliarden Kilowattstunden, England und Kanada produzierten mehr Strom als die Sowjetunion, Deutschland und Frankreich zusammen genommen. Gesamtanteil 1966: nur noch 20,1%.

Weit mehr als die Hälfte der Welthandelsschiffstonnage fuhr einmal unter britischer oder amerikanischer Flagge, 1966 nur noch 32,5%. Auf den britischen Inseln wurden mehr Schiffe gebaut als irgendwo sonst auf der Welt. Kaum zwei Jahrzehnte später hatten zwei, drei heidnische Nationen England und Amerika bereits überflügelt. Die Hälfte des Welteisenbahnnetzes lag 1950 in den USA und Großbritannien. 1966 hatten die beiden Länder am Weltgüterverkehr auf der Schiene jedoch nur noch einen Anteil von 26%.

In der Autoproduktion lagen die USA einmal absolut an der Weltspitze (73%). 1966 lag die Zahl nur noch bei 44%, für England und USA zusammen genommen 55%. Japan, Deutschland, Frankreich und Italien sichern sich immer größere Teile des Marktes.

Der Grund des Reichtums

Wie kamen England und Amerika in den Besitz dieser enormen Naturschätze und Reichtümer? Haben sie das alles durch ihre eigene Weisheit, Voraussicht, Energie und Begabung erworben?

Abraham Lincoln hat diese Frage treffend beantwortet: „Wir finden uns im friedlichen Besitz des besten Teils der Erde, was die Fruchtbarkeit des Bodens, die Weite des Landes und die Zuträglichkeit des Klimas anbelangt. … Wir brauchten uns nicht abzumühen, um all dies zu erwerben oder zu begründen.“

Weiter sagte dieser große Präsident am 30. April 1863 anläss­lich der Proklamierung eines allgemeinen Fast- und Bettages: „Auch Völker, ebenso wie einzelne Menschen, haben die Pflicht, ihrer Abhängigkeit von der alles beherrschenden Macht Gottes innezuwerden … und jene erhabene Wahrheit anzuerkennen, die in der Heiligen Schrift ausgesprochen und durch die gesamte Geschichte bewiesen ist, die Wahrheit nämlich, dass nur diejenigen Völker gesegnet werden, deren Gott der Herr ist … Wir haben die großartigsten Segnungen des Himmels empfangen. Wir durften während all dieser Jahre unbeschwert in Frieden und Wohlstand leben. Wir sind an Zahl, Reichtum und Macht gewachsen wie keine Nation zuvor; aber wir haben Gott vergessen! Wir haben die gnädige Hand vergessen, die uns in Frieden erhalten, uns gemehrt, mit Wohlstand gesegnet und gestärkt hat, und uns in unserer Bosheit und Eitelkeit eingebildet, alle diese Segnungen seien Früchte unserer eigenen Weisheit und Tugend.“

Abraham Lincoln erkannte, dass die Amerikaner Gott vergessen hatten – sie waren berauscht von den Erfolgen, die ihnen ohne sonderliche Anstrengungen in den Schoß gefallen waren, und beanspruchten nun allen Ruhm und alle Ehre für sich. Daraufhin rief er das amerikanische Volk zu einem Tag des Fastens und des Gebets auf, um diese nationale Sünde vor Gott zu bekennen. Zu der Zeit, als diese Proklamation erlassen wurde, tobte in den Vereinigten Staaten der Bürgerkrieg. Das Schicksal der Nation hing an einem seidenen Faden. Doch Gott erhörte dieses Gebet eines ganzen Volkes, und die Nation wurde vor dem Verderben bewahrt.

Heute nun ist die Zukunft Amerikas und Großbritanniens noch tausendmal mehr gefährdet. Und den Ländern fehlen heute Regierungschefs, die Weitblick, Verstand und Courage genug hätten, um ihre Nationen zu Gebet und Umkehr aufzurufen.

Abraham Lincoln wusste, dass die großen materiellen Segnungen Amerikas nicht das Verdienst der Amerikaner waren, sondern ein Geschenk von dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels.

Der beispiellose materielle Reichtum der angloamerikanischen Völker geht einzig und allein darauf zurück, dass Gott Abraham bestimmte vorbehaltlose Versprechen gegeben hatte, und er hatte diese Zusagen nur deshalb gemacht, weil Abraham ihm gehorchte und seine Gesetze hielt.

Den Vorfahren der Amerikaner und Briten blieb der Segen des Erstgeburtsrechts viele Jahrhunderte lang versagt, weil sie sich weigerten, in ihrem Leben Gottes Gesetze zu befolgen.

Und heute warnt Gott uns durch zahlreiche Prophezeiungen in Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Micha und vielen anderen Büchern der Bibel, dass er Amerika und einige westeuropäische Völker durch die Hand ihrer Feinde bestrafen wird; sie werden, wie einst die alten Israeliten, überfallen, besiegt und in die Sklaverei geführt werden, und ihre Städte werden der Vernichtung anheimfallen – es sei denn, dass sie ihre Sünden doch noch bereuen und sich mit Fasten und ernsthaftem Gebet zu ihm kehren. Gott helfe diesen Völkern, die Warnung zu beachten!

Stellen wir uns einmal die Frage: Wenn die USA und das Britische Commonwealth nicht das Volk Israel sind – wenn sie nicht zu den „zehn verlorenen Stämmen“ gehören und sich nicht im Besitz des Erstgeburtsrechts befinden, also nicht die legitimen Erben der Segnungen des Erstgeburtsrechts sind, die ihnen etwa vom Jahre 1803 zufallen sollten –, wer, so lautet die Frage, könnte es dann sein? Es gibt kein anderes Volk und keine andere Völkergemeinschaft, auf die alle die biblischen Voraussagen über Israel so genau zutreffen. Da das Britische Commonwealth und die USA über mehr als zwei Drittel sämtlicher Rohstoffe und Naturschätze der Erde verfügten, während sich alle anderen Nationen zusammen den Rest teilten, konnte sich gar keine andere Völkerfamilie der Segnungen des Erstgeburtsrechts erfreuen.

Zugleich sind diese Tatsachen einer der stärksten Beweise für die göttliche Inspiration der Bibel. Dieses Buch muss einfach das offenbarte Wort des lebendigen Gottes sein! Hätten sterbliche Menschen derartige Voraussagen, wie wir sie hier gelesen haben, ohne göttliche Inspiration niederschreiben können? Hätten Menschen vor Jahrtausenden bestimmte Versprechen geben und dann dafür sorgen können, dass sich diese Versprechen genau nach den vorausgesagten 2520 Jahren erfüllen? Und vergessen wir nicht: Es geht hier keineswegs um kleine, unbedeutende Versprechen, sondern um den Besitz der gewaltigsten Reichtümer und Naturschätze dieser Erde!

Jeder Atheist oder Agnostiker sollte sich einmal ehrlich folgende Frage stellen: Kann eine andere Macht als die Macht des Schöpfers selbst Verheißungen niederschreiben lassen und dann diese Verheißungen Jahrtausende später genau zum versprochenen Zeitpunkt eintreten lassen?

Wenn man das alles bedenkt – diese erstaunliche und überwältigende Bestätigung von Prophezeiungen und diese ehrfurchtgebietende Macht und Treue, die der allmächtige Gott hier zeigt –, dann ist es schwer zu begreifen, wie die Erben dieser großartigen materiellen Segnungen diese Gaben einfach hinnehmen und sich genießerisch daran erfreuen können, während sie gleichzeitig Gottes Mahnung hinsichtlich ihrer Sünden einfach in den Wind schlagen, anstatt in sich zu gehen, ihre Sünden zu bereuen und sich in ernstem Gebet für alle Nachkommen Israels einzusetzen, um zu helfen, dass diese Menschen vor der bevorstehenden Gefahr gewarnt werden. 

Wird fortgesetzt...

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