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Jamie Morrison/Unsplash

Das Erstgeburtsrecht – der Höhepunkt und heute (erster Teil)

Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel zwölf)

Fortgesetzt von Warum die zehn Stämme ihre Identität verloren (fünfter Teil)

Wie gross, wie mächtig und wie reich wurden das Britische Commonwealth und die USA eigentlich? Und warum änderte sich das Bild in unserer Zeit so plötzlich? Warum hat England bereits den Großteil seiner Kolonien und damit auch seines Reichtums, seiner Macht und seines Einflusses in der Welt eingebüßt? Warum ist Großbritannien nicht länger „Groß“-Britannien, die bedeutende Weltmacht, die es einst war?

Warum werden die USA heute in weiten Teilen der Welt gehasst und verachtet? Warum konnten die USA den Koreakrieg nicht gewinnen? Warum konnten die Vereinigten Staaten das kleine Nordvietnam nicht schlagen?

Vergegenwärtigen wir uns noch einmal, zu welcher Größe, zu welchem Wohlstand und zu welcher Macht das britische und das amerikanische Volk zunächst aufgestiegen waren.

Die Menschen der westlichen Welt neigen dazu, den Wohlstand, den sie genießen, als selbstverständlich hinzunehmen. Nur wenige sind sich dessen bewusst, wie gut es ihnen in materieller Hinsicht eigentlich geht, besonders im Vergleich zu ärmeren Ländern. Der durchschnittliche Engländer, Australier oder Kanadier hat die von Analphabetentum, Armut und Krankheit heimgesuchten Regionen der Erde, beispielsweise in Indien, dem Fernen oder dem Nahen Osten, in Afrika oder Südamerika, niemals persönlich bereist. Er kann sich daher gar kein Bild machen von dem wirklichen Ausmaß an Elend und Unglück, unter dem der überwiegende Teil der Menschheit leidet.

Ebensowenig hat der Durchschnittsamerikaner, der zur Zeit sogar noch einen höheren Lebensstandard aufzuweisen hat als die Menschen in den wohlhabenden Staaten Westeuropas, jemals diese Regionen besucht. Nein, die Amerikaner und Briten haben heute einfach keine rechte Vorstellung davon, wie gesegnet sie sind. Deshalb sind sie Gott im Grunde niemals wirklich dankbar gewesen und haben auch nie begriffen, dass ihnen mit dem reichen Segen auch die Verantwortung zu dessen rechtem Gebrauch gegeben wurde.

Wenige nur verstehen, dass jeder Besitz zugleich Verantwortung mit sich bringt. Wenn ein Junge von seinen Eltern ein glänzendes neues Fahrrad geschenkt bekommt, dann wird er (jedenfalls sollte das der Fall sein) gleichzeitig von ihnen ermahnt, vernünftig und vorsichtig damit umzugehen, so dass er weder sich selbst noch andere gefährdet. Ferner muss er es pflegen und instand halten. So sehen wir, dass der Junge mit dem Fahrrad auch die Verantwortung zu dessen rechtem Gebrauch erhält.

In ähnlicher Weise schenkte Gott dem amerikanischen und dem britischen Volk mehr Macht, Wohlstand und Größe als jedem anderen Volk in der Geschichte. Aber wussten diese Völker das zu würdigen? Zeigten sie Verantwortungsbewusstsein beim Gebrauch dieser Gaben?

Leider nicht! Sie erkannten nicht einmal, wie gewaltig dieser Segen war, ganz zu schweigen von ihrer Verpflichtung gegenüber demjenigen, der ihnen alle diese Schätze gegeben hatte. Worin bestanden nun eigentlich konkret die Segnungen des Erstgeburtsrechts?

Der Reichtum des Erstgeburtsrechts

Vergegenwärtigen wir uns noch einmal die prophetischen Versprechen in 1. Mose 22, 17 und 24, 60.

Gott sprach zu Abraham: „[ich] will … dein Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen.“

Als später Rebekka ihre Familie verließ, um die Frau Isaaks zu werden, wurde ihr folgende Zusage gemacht: „Du, unsere Schwester, wachse zu vieltausendmal tausend, und dein Geschlecht besitze die Tore seiner Feinde“ (1. Mose 24, 60).

Die „Tore der Feinde“ – das sind die strategisch wichtigen Meeresdurchfahrten, die gerade für den Handel so wichtig sind. Obwohl aller Reichtum zunächst immer der Erde entstammt, ist nationaler Wohlstand und Überfluss doch auch auf Industrie und Handel gegründet. Der Welthandel wiederum wickelt sich immer noch größtenteils auf den Seewegen ab; andere Transportmittel sind mehr innerhalb des jeweiligen Landes bzw. Kontinents in Gebrauch. Es ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert, dass ausgerechnet im Jahre 1803, als England und Amerika plötzlich zu nationalem Reichtum gelangten, Robert Fulton sein erstes Dampfschiff in Betrieb nahm. Auch die Eisenbahn begann sich erst im 19. Jahrhundert zu entwickeln.

Da sich das Erstgeburtsrecht auf ein nationales Erbe bezieht, sind die „Tore der Feinde“ gleichbedeutend mit Durchfahrtswegen und Stützpunkten wie Gibraltar, Suez, Singapur und der Panamakanal.

England und Amerika gelangten in den Besitz der wichtigen Tore der Welt. Allein schon deshalb müssen sie die Nachkommen des alten Volkes Israel sein, die Nachkommen des Stammes Joseph. Der Ausgang des Zweiten Weltkriegs hing weitgehend vom Besitz dieser „Tore“ ab. Sie waren nicht nur Durchfahrten von höchster strategischer Bedeutung, sondern zugleich auch die stärksten Festungen der Welt. Heute jedoch sind die meisten dieser Durchfahrten für die Briten und Amerikaner verloren, wie z. B. der Panamakanal, und es sieht so aus, als würden sie bald auch Gibraltar verlieren. Warum?

In 1. Mose 39, 2-3 heißt es: „Und der Herr war mit Joseph, so dass er ein Mann wurde, dem alles glückte … Und sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war; denn alles, was er tat, das ließ der Herr in seiner Hand glücken.“ Gott ließ auch die Nachkommen Josephs, nämlich England und Amerika, aufgrund des Erstgeburtsrechts wachsen und gedeihen.

Sehen wir uns an, was Mose bei seinem Tode dem Stamm Joseph prophezeite. Seine Worte bezogen sich auf das Schicksal der Nachkommen Josephs in unserer Zeit, der Endzeit.

„Und über Joseph sprach er: Gesegnet vom Herrn ist sein Land mit dem Köstlichsten vom Himmel droben, dem Tau, und mit der Flut, die drunten liegt, mit dem Köstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und mit dem Köstlichsten, was die Monde erzeugen, mit dem Besten uralter Berge und mit dem Köstlichsten der ewigen Hügel, mit dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle. Die Gnade … komme auf das Haupt Josephs [Ephraim und Manasse] … Sein erstgeborener Stier [Erstgeborener – Besitzer des Erstgeburtsrechts] ist voll Herrlichkeit, und seine Hörner sind wie die Hörner wilder Stiere [Jubiläumsbibel: „Einhornshörner“. Ist es nur ein Zufall, dass ein Einhorn im Staatswappen Großbritanniens zu finden ist?]; mit ihnen wird er die Völker stoßen bis an die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses“ (5. Mose 33, 13-17).

Welche heutigen Völker auch immer die Nachkommen von Ephraim und Manasse sein mögen, sie müssen das fruchtbarste Land und die wertvollsten Bodenschätze besitzen – Gold- und Silberminen, Eisen, Öl und Kohle, Holz und andere Naturschätze.

Auf welche Völker treffen diese Prophezeiungen genau zu? Doch nur auf die USA und das Britische Commonwealth!

Mehr als die Hälfte des gesamten anbaufähigen, bestellbaren Landes der gemäßigten Zonen dieser Erde gelangte in den Besitz dieser beiden Mächte, und zwar hauptsächlich erst nach Beginn des 19. Jahrhunderts. Das reiche Ackerland zu beiden Seiten des Mississippi, die riesigen Weizen- und Kornfelder in den Ebenen der Vereinigten Staaten, Kanadas und Australiens, das ausgedehnte Waldland im Nordwesten von Nordamerika und in vielen anderen Teilen der Erde, die Goldfelder von Südafrika, Australien, Alaska und den Vereinigten Staaten, die großen Kohlenbergwerke in Großbritannien und den USA, gewaltige Ströme und Wasserfälle sowie andere natürliche Energiequellen und die darauf aufbauenden blühenden Wirtschafts- und Industriegebiete in England und dem östlichen Teil der Vereinigten Staaten, die Anbaugebiete erlesenster Obstsorten in Florida und an der Pazifikküste Amerikas – das alles spricht dafür, dass das Britische Commonwealth und die USA die Stämme des Erstgeburtsrechts sind. Welche anderen Nationen haben jemals über einen derartigen materiellen Reichtum verfügt?

Und wie gesagt: Dieser Reichtum fiel ihnen fast ausnahmslos erst nach Beginn des 19. Jahrhunderts zu. 

Wird fortgesetzt...

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